Frage zu Kostenvoranschlägen

06.05.2017 Hardy



Hallo zusammen,
für unseren Heizungseinbau sollten wir da gleich 2 oder 3 Heizungsfirmen an den Ort des Geschehens holen oder reicht erst mal eine Firma aus um dann mit dem ersten Kostenvoranschlag weitere schriftlich einzuholen ? Wie seit ihr bei dieser Angelegenheit vorgegangen ? Freue mich auf ein paar Antworten. Danke



Angebote !



Du den Firmen nicht eine einheitliche Leistung vorgibts, dann kannst Du die Angebote selten miteinander vergleichen !! Also erst einmal eine einigermaßen vollständige Planung anhand einer fachlichen Beratung aufstellen !



Bitte so nicht



Ganz ehrlich? Als jemand im Handwerk besch?ftigter, bin ich auf solche Vorgehensweise ziemlich allergisch.

Nat?rlich kannst du dir mehrere HB einladen und unabh?ngig (!) voneinander Angebote erstellen lassen. Ob du die Ergebnisse dann wirklich vergleichen und beurteilen kannst sei dahin gestellt.

Jedoch einen Anbieter die Planungsleistung machen zu lassen und damit bei Mitbewerbern lediglich Preise abgreifen, geht mMn gar nicht.



Habe da kein Problem damit



mir die anderen beiden Heizungsbauer auch vor Ort zu holen denn der erste ist aus dem Ort, der zweite aus dem Nachbarort und der dritte eben aus 8 km Entfernung. Ich würde ja sogar nur Firmen aus dem Ort heranholen weil es vielleicht einen guten Eindruck hinterlässt, denn eigentlich sind wir ja die "Neuen" im Dorf und ist mal was zu reparieren ist jemand in der Nähe.Wenn jetzt natürlich jede Firma für den KV Geld verlangt dann habe ich ein Problem damit denn im Endeffekt kann nur ein Heizungsbauer dort arbeiten die anderen beiden wollen auch für den Aufwand entschädigt werden.
Deshalb war ja meine Frage wie man sowas macht.



das



Habe ich Dir doch geschrieben, wie man so etwas macht. Eine Planung erstellen (lassen) und dmit der Planung die Firmen zum Preis abfragen - dann bekommt man auch eine vernünftige Antwort, was an der Planung verbessert werden kann ! So bekommst Du vonjedem Handwerker ein anderes Angebot und das billigste ist dann das mit der schlechteren Planung / Beratung ! Jede Firma versucht nun mal, den Auftrag zu bekommen und dan wird mit allen Mitteln "getrickst" um den Auftrag zu bekommen und bei späteren Anpassungen/Wünschen mehr draufzuschlagen. Das wird dann teurer, als vorher eine vernünftige Angebotsgrundlage zu schaffen. Das kann aber nicht von der ersten Firma sein, denn a) wird das Angebot sehr pauschal sein und b) hat er auch Urheberrechte auf seine gesitige Arbeit. Einfach das Angebot zu kopieren - das ist geistiger Diebstahl !!! Du kannst Dir aber einen Handwerker hinzuziehen und mit Ihm erst einmal alles durchsprechen. Gemeinsam lässt sich dann sicher auch ein Plan entwerfen, wie es aussehen soll und was alles dazu gehört. Diese Anforderungen und Skizzen kann man dann an mehrer Handwerker versenden und in einem Gespräch vor Ort genauerer erklären. Da wirst Du auch merken, wieviel Ideen und ÄÄnderungen möglich sind zum ersten "Entwurf".



Frage zu Kostenvoranschlägen



Hallo Olaf,
ich glaube nun habe ich verstanden, nein geistigen Diebstahl will ich nicht machen und Pläne von anderen Leuten weitergeben, hatte ja dazu schon letzte Woche einen Plan gezeichnet(nicht Maßstabsgerecht), ob man das so machen kann muss der Heizungsbauer entscheiden. Was meinst Du wäre es so ok.?
Das Gleiche habe ich mit den neuen Wasser und Abwasserleitungen gemacht und auch so einen Plan gezeichnet.
Ob das so mit dem Gasanschluss so gemacht werden kann weis ich nicht, man sollte es aber mit einplanen wenn die Nutzungsänderung der kleinen Scheune kommt, wäre gut wenn dann die Gasleitung schon liegen würde.



Leistungsermittlung



zu einer Leistungsumfang gehören Material, Menge (Stück, Meter, m2/m3, Heizungskörper - wie groß ? ). ich bin Maurer, ich kann zu Deiner Skizze nix sagen.



die Skizze



soll eigentlich nur dazu sein ob die Wege der Rohre so gemacht werden können da sie ja im zukünftigen neuen Boden verlegt werden sollen. Wie groß die Heizkörper sein müssen wird der Fachmann ja wissen, wieviel Material man dann braucht kann er dann auch ausmessen wenn er so Verlegen kann.Die kleine Baufirma die die Böden macht ist auch aus dem Ort und diese hat schon mit dem Heizungsbauer zusammengearbeitet und gute Erfahrungen gemacht. Ich denke mal das wird schon alles werden, in zweieinhalb Wochen sind wir schlauer.



Hallo,



der Heizungsbauer wird seine Leitungen für die Heizkörper nicht durch den Raum mit der Fußbodenheizung legen, es sei denn der Fußbodenaufbau gibt dies her.
Bedenken Sie, das nach ihrer Zeichnung zu jedem Heizkörper zwei Leitungen führen (Vor-und Rücklauf). Wenn sich diese an einer Stelle überkreuzen sollten, weil der Monteur vor Ort entscheidet die Leitungen anders zu verlegen, dann haben sie schnell mal 4-5cm Höhe mit dem Fußbodenaufbau auszugleichen.
Nach Ihrer Zeichnung benötigen Sie im Bereich der Therme einen Unterverteiler oder der Monteur baut unzählige T-Stücke ein, da Sie jeden Heizkörper separat ansteuern wollen. Oft werden Leitungen verteilt. Das heisst im Beispiel:
Leitung geht zu Raum mit 17,88m², wird dort mittels T-Stück geteilt zu Raum mit 5,19m² Flur (damit die Heizungsleitung nicht durch den Raum mit Fußbodenheizung geführt werden muß)
somit hätten Sie bei dieser Variante eine Kreuzung der Leitungen im Raum mit 17,88m² und so weiter und so weiter.
Sie merken schon, ganz so einfach ist das nicht und somit schließt sich wieder der schon angesprochene Kreis zur fachgerechten Planung vor Baubeginn. Ich gehe mal davon aus. das sie die Sanierung selbst lenken. Sie sollten die Leitung im Raum mit der Therme an der Wand bei Fenster mittels T-Stück teilen und dann die Leitungen an den Aussenwänden entlang zu den Heizkörpern führen. Ohne zum Beispiel Einrichtungsgegenstände bei einem Bad (falls das vorhanden ist) kann man eine solche Planung nicht sinngemäß ausführen.
Nehmen Sie also den hier im Forum schon erwähnten Rat an und lassen Sie sich erst einmal grundsätzlich beraten und eine Planung ausführen. Fragen Sie Ihre neuen Nachbarn welchen Heizungsbauer sie hatten. Oder sprechen Sie Ihr Anliegen einfach bei dem im Ort befindlichen Handwerker an. Notfalls sagen Sie Ihm, das sie noch zwei weitere Angebote einholen möchten und ob er Ihnen die Planung macht, welche Sie dann natürlich bezahlen müssen. Bedenken Sie aber eines, ein Handwerker im Ort ist schneller erreicht als ein Handwerker der weiter weg ansässig ist. Wenn Ihnen ihr Bauchgefühl beim Erstgespräch sagt, ja die Chemie stimmt dann bleiben Sie bei Ihm. Ansonsten suchen Sie weiter.
Kurze Anmerkung: Aus persönlicher Erfahrung raten wir den Kunden davon ab Leitungen über Fußböden zu legen. Ja, es gilt als Schick keine Leitungen zu sehen, aber was wenn diese einmal einen Defekt haben? Wir versuchen, wenn möglich, die Leitungen über verkleidete Deckenbereiche legen zu lassen oder im Sockelbereich an den Aussenwänden, welche dann auch schick verkleidet werden können (damit meine ich nicht die Kunststoffsockelleisten).
MfG
Chris Heise



Heizung



Hallo Herr Heise,
danke für aufschlussreiche Antwort. Einige kurze Anmerkungen dazu, der Raum in dem die Heiztherme hängen soll ist der einzige Raum im alten Haus wo der Fußboden drin bleibt, im Anbau natürlich ebenfalls. Im Anbau sollen die Leitungen zu den Heizungen unter Sockelleisten verschwinden. Mir ist schon bekannt das zwei Rohre zu den Heizkörpern führen, habe diese nur nicht wegen der Übersichtlichkeit eingezeichnet.Im Esszimmer also wo die Therme ist müssen natürlich auch kleinere Stemmarbeiten zwecks Wasser und Abwasserleitungen im Fussboden durchgeführt werden. In den anderen Räumen werden die Böden komplett entfernt und ein neuer erdberührter Fussbodenaufbau muss dort hergestellt werden, also könnten alle Versorgungsleitungen dort untergebracht werden und gegebenenfalls auch durch die Wände unterhalb des Bodens zu den anderen Räumen führen. Für die neuen Böden stehen 20-25 cm zur Verfügung. Wie der Heizungsfachmann letztendlich die Leitungen verlegt ist seine Aufgabe, er hat es gelernt.
Wir wollen uns am 22.5. vor Ort treffen, dann wird er sich die Sache ansehen was und wie machbar ist, dann wollen wir uns ein KV erstellen lassen.Da er die Wasser und Abwasserleitungen auch erneuern soll kann er diese dann auch gleich in die Planung einbeziehen.
Sind denn schon viele Heizungleitungen kaputt gegangen die im Boden verlegt waren, wenn dann nur weil die Pressungen nicht richtig waren oder waren dort die Leitungen selbst betroffen ? Kupferrohre an den Wänden im Sockelbereich ja ok. , ist aber auch ein Kostenfaktor.
Zum Handwerker vor Ort, deshalb möchte ich ja lieber den ortsansässigen Handwerker als einen anderen.



Hallo,



wieviel Wasserführende Leitungen prozentual in Deutschland auf Grund eines Defektes durch Verarbeitung oder Materialfehler versagen kann ich Ihnen nicht beantworten. Im Fußbodenbereich favorisieren Heizungsbauer in unserer Region Verbundrohr, weil es sich schnell und unkompliziert verlegen läßt. Ich kann Ihnen nur aus meiner Erfahrung als Wasserschadensanierer sagen, dass vor einem Defekt keines der Materialien geschützt ist. Natürlich sind die überwiegenden Schadstellen die Verbindungen an Formstücken. Dies gilt natürlich für alle wasserführenden Leitungen, also auch Wasser- und Brauchwasserleitungen. Aus meiner Erfahrung versagen gern auch mal WC-Unterputzmodule und ganz besonders gern flexible Schlauchanschlüsse. Ich würde Ihnen im Bezug auf WC von einem WC-Vorwandelement abraten. Wenn Sie sich die Mühe machen und mal ein wenig googln oder Ihren Fachbetrieb fragen, dann werden Sie sicher etwas ansprechendes finden, falls es für Sie in Betracht kommt.
MfG
Chris Heise



Danke



für die Infos.Ein Vorwandelement im Bad kommt bei der geringen Größe nicht in Frage, außerdem müsste dann das vorhandene Abflussrohr vom WC auch verändert werden und das ist im Boden in einer Ecke verbaut wo ein Stand WC drauf ist und so belassen wir es auch, es muss ja nicht alles neu gemacht werden.