Frage zu Ausführung Balkentasche

08.12.2014 nubicola


Liebe Community! Brauche einen Rat und bitte um Tipps.

Renoviere aktuell eine kleine Altbauwohnung.
Als Abtrennung eines Badezimmers bin ich dabei eine halbhohe Gipskartonwand zu errichten.
Dazu soll ein Holzbalken zwischen zwei Wänden eingebaut werden.
Der Balken hat ein Maß von 10 x 10 cm und überspannt einen Bereich von 225 cm.
Der Balken wird die Ständerwand halten und gleichzeitig ein kleines Oberlager (225 x 90 cm) schaffen.
Die Balkentaschen habe ich schon ausgestemmt und jeweils ein Stück Flachstahl eingemauert.
Eines der beiden Auflager befindet sich in einer ungedämmten Außenmauer (50cm).
Das andere in einer Zwischenwand (20 cm). Hier habe ich komplett durchgestemmt, um den Balken einschieben zu können.
Der Balken liegt jeweils knapp 10 cm in der Mauer.

Mein Bauvorhaben ist nun wirklich vergleichsweise klein, doch nach einiger anfangs eher zufälligen Recherge im Netz, weiß ich nun nicht mehr weiter.
Habe einerseits hier im Forum vieles über das Richtige Anlegen und Abdichten von Balkentaschen gelesen. Andererseits sogar technische Abhandlungen durchgelesen.(zb: http://www.haus-der-baubiologie.at/downloads/Forschungs-Endbericht.pdf oder http://www.dbz.de/media/downloads/leitfaden-innendaemmung.pdf)

Die Tasche an der Außenwand habe ich aktuell stirnseitig mit einem Stück Styrodur gedämmt. Auf die eingemauerten Flachstahlstücke habe ich 4mm Kork aufgelegt.
Die Zwischenräume seitlich und oben könnte ich mit Holzwolle ausfüllen.
Dann wollte ich ein über Putzniveau reichendes Entkoppelungsband (Ständerbauwand) einputzen, dann bündig abschneiden und elastisch verfugen.
Ist das totaler Blödsinn?
Oder habt ihr/haben sie einen anderen Tipp?

Freundliche Grüße aus Wien
Michael



Balken



Schauen die Flachstahlsücke aus der Außenwandebene?
Wenn ja dann Loch mit Porenbeton o.ä. zumauern, putzen. Balken bündig vor die Wand setzen, am Flachstahl befestigen.
Die räumliche Steifigkeit kommt durch die GK- Beplankung.
Halten Sie sich bei der Trockenbauwand an die üblichen Konstruktionsregeln, also nicht nach Gefühl arbeiten.
Jeweils doppelt Rahmenprofile an Fußboden, Unterseite des Balkens und Wände, Ständerprofile mit Achsabstand 30 bzw. 40 cm. Trockenbauschrauben verwenden. Die Übergänge GK/ Wände mit Acryl abspritzen.

Besser wäre es gewesen statt des Balkens ein Türprofil (wird bei Türgewänden in Trockenbauwände gesetzt) zu verwenden.



Danke für ihre Antwort



Die Flachstahlstücke ragen nicht über das Putzniveau hinaus.
Dh. sie würden mir empfehlen die Balken gar nicht in die Mauer zu setzen.

Die Trockenbauwand werde ich nach dem aktuellen Stand der Technik ausführen. Doppeltes Ständerwerk habe ich nicht vorgesehen. Die Beplankung werde ich allerdigs schon doppelt ausführen.

Möchte die Auflager bzw Balkentaschen gerne verwenden. Habe schon etwas Arbeit investiert. Jedoch die Problematik mit Kondensationsproblemen und Wärmebrücke erst während der Arbeit erkannt.

Den Flachstahl habe ich mit Kork belegt um etwaigen Kontakt mit dem Zementmörtel auszuschließen. Der Hohlraum um den Balken könnte doch auch mit trocken gestossenen Ziegeln vermauert werden. Dann ein luftdichter Abschluß zur Putzebene.

Danke für ihre Mithilfe
Michael



Balken


Ohne Schnickschnack

Wie wollen Sie innerhalb der Wandaussparung den Balken an den Flachstahl schrauben?
Korkauflage auf dem Stahl wegen Zementkontakt?
Falsch- Zementmörtel soll möglichst an den Flachstahl, er ist der Korrosionsschutz.

Das ist alles viel zu kompliziert gedacht und zu verwurschtelt.
Zurück auf Anfang.

Vorschlag 1:
Schrauben Sie einen Eckverbinder unterhalb des Loches an die Wand, legen Sie den Balken auf, festschrauben das wars. Loch vorher zumauern.
Keine Korrosionsprobleme, die Tragfähigkeit eines kräftigen Eckverbinders ist mehr als ausreichend. Er soll als Gelenk wirken nicht als Einspannung.
Wenn Sie eine 100 bzw. 120 mm dicke Trockenbauwand bauen wollen brauchen sie zwei Ständerwerke nebeneinander, also zweischalig.Die Dicke von 100 mm ist erforderlich um die Wand räumlich gegen Ausknicken auszusteifen. Beide Wände kann man vor dem Beplanken koppeln.

Ich würde den Balken ganz weglassen und oben nur zwei Rahmenprofile nebeneinander setzen die auf die Rahmen an den Wänden geschraubt werden. Die beiden Wände ab und an mit Streifen aus Gipskarton aussteifen die quer zur Beplankung über ein Ständerpaar geschraubt werden. Nach der Beplankung sitzt die Wand bombenfest. Ich habe auf so eine Wand einen Whirlpool aufgelegt.

Ein fast 3 m langer KVH- Balken ist nie ganz gerade und wenn kann es sein das er das nicht lange bleibt.