Wurde Folie beim Dachunterbau richtig verlegt?

14.02.2006


Lieber Spezialist!
Ich habe ein großes Problem und hoffe, dass mir hier jemand im Forum weiterhelfen kann... Vor etwa 4 Jahren wurde unser Dach neu gedeckt, so weit so gut, im Sommer gibts keine Probleme. Wir haben heuer einen sehr starken Winter und jetzt ist die Situation so, dass an zwei Stellen außen Wasser entland den "Rafen" heruntertropft, sodaß sich schon richtige Zapfen gebildet haben, das kann doch nicht normal sein oder?
Der Dachunterbau besteht aus einer Schicht Bretter, darauf ist eine Folie (die allerdings nicht geklebt, sontern mit Klammern fixiert wurde) darauf Latten und wieder eine Schicht Bretter, auf die dann eine deutsche Doppeldeckung verlegt wurde. Kann das Problem daran liegen, dass die Folie nicht geklebt wurde?

Vielen Dank für Ihre Antworten

Barbara Moser



...wenn..



... ich das richtig sehe, liegt es nicht an der Verlegung der äusseren wassserabführenden Folie.
Mir scheint, es kommt von Innen zuviel warme Luft mit Feuchtigkeit nach Aussen, Kondensation, Eiszapfen.

Ist eine Luftdichtigkeitsebene bei Ihnen unter der Dämmschicht eingebaut und wissen Sie wie?
Zum Thema Dichtigkeit gibt es in Österreich eine gute Web-Seite. www.isocell.com

mfg

Horst Paulik



Doppelte Schalungsebene?



So wie Sie es hier schildern, schließen wir uns der vorangegangenen Antwort mit an.
Trotzdem fragen wir uns, was diese Lösungsvariante bedeuten soll.
Unsererseits sollte ein Aufbau folgendermaßen beschaffen sein (außen nach innen):
Dacheindeckung, Kreuzlattung (längs und quer), Unterdeckbahn bei einer Holzschalung oder gleich eine Holzweichfaserunterdeckplatte, Sparrenbereich mit integrierter Dämmebene (mit oder ohne Belüftungsebene), Winddichtungsbahn über Sparren und allseitig verklebt und nachher innenseitig über Kreuzlattung die Innenbeplankung.

Grüße Udo



Wurde Folie beim Dachunterbau richtig verlegt



Lieber Udo,
erstmals herzlichen Dank für deine Nachricht! Uns wurde gesagt, dass diese Dachaufbauart den Schneedruck besser verteilen soll (wir hatten heuer EXTREM viel Schnee, mit Dachabschaufeln, usw..)
Liebe Grüße
Barbara



Trotzdem...



...nicht nachvollziehbar, da bei richtiger Aufbaulösung und einer entsprechenden Dachneigung (bei Euch bestimmt eine so bis 40-45°)auch ohne dieser zweiten Schalungsebene, eine voll funktionsfähige konstruktionssituation gegeben wäre. Trotz Schneelasten eigentlich keine Problematik, da diese Lasten sich immer über die Tragwerksstärke ablasten (Sparrenquerschnitte).

Grüße Udo