diffusionsoffene Folie?

07.01.2008



Hallo!
Wer kann mir sagen, ob es für "Privatleute" einigermaßen kostengünstige Möglichkeiten gibt, eine Folie auf ihre Diffusionseigenschaften prüfen zu lassen?
Ende der 80er Jahre wurde nämlich an unserem Fachwerkhaus das Dach neu gedeckt und dabei ein sog."Harzer Unterdach" erstellt.Zusätzlich hat man eine schwarze "Gewebefolie"zwischen dieses Unterdach und die Ziegel eingezogen-und genau diese Folie ist jetzt das Problem: wir bauen z.Zt.den Dachboden des Hauses zum Wohnraum aus;es gibt nun aber keinerlei Unterlagen mehr über die o.g.Folie(die Firma, die die Dacharbeiten damals ausgeführt har, gibt es nicht mehr)-d.h.wir wissen nicht, ob sie diffusionsoffen ist oder nicht!Und Kosten von angeblich ca.1000,-für eine solche Prüfung sind doch hoffentlich nicht die Regel-ist ein solches Verfahren denn so aufwändig?
Eine Kenntnis der Diffusionseigenschaften ist ja nun aber Voraussetzung für den Aufbau der Dämmung...z.B.ist eine Hinterlüftung notwendig ist oder nicht?
Wir sind nicht nur diesbezüglich etwas ratlos, da es bei der Altbausanierung scheinbar auf 1 Frage 5 verschiedene Antworten gibt-ganz schön verwirrend...
Vielleicht kann uns ja bzgl.der Folie jemand einen Tip geben!?





Hallo K.Gro,

bzgl. der Folie solltest Du mal ganz genau hinsehen, oft gibt es Herstelleraufdrucke in Bereichen, in denen eine neue Folienrolle angesetzt wurde. Vielleicht wirst Du dort fündig – hat aber nicht jeder Hersteller.

Grüße aus Wiesbaden,

Christoph



Ende der 80er



war die Standardunterspannbahn noch Stand der Technik und keiner hat über diffusionsoffene Unterspannbahnen nachgedacht, jedenfalls nicht auf der Baustelle. Ich würde von einer dichten Folie ausgehen und zwischen dem Unterdach und der Dämmung eine belüftete Luftschicht einbauen. Damit seid Ihr auf der sicheren Seite. Die ausreichende Dämmstoffdicke kann durch unterseitiges auffüttern der Sparren erreicht werden.
MfG
dasMaurer



ein Harzer Unterdach



besteht aus einer Abdichtungsbahn auf einer Holzschalung, wenn ich nicht irre?
Ich gebe Ulrich Warnecke recht, davon auszugehen, dass zu 99 % die Folie als dampfdicht zu bewerten ist.
Geht doch mal zu proclima.de.
Dort werden Lösungen aufgezeigt, wie man bei Dämmmaßnahmen in solchen Fällen umzugehen hat.
Schöne Grüße. Jürgen Maier