Dachaufbau - kann es zu Problemen kommen?

02.03.2007



Hallo zusammen!
Ich bitte um kompetente Hilfe. Mein Dachboden, den ich in kürze ausbauen möchte ist folgendermaßen aufgebaut: Dachziegel, Lattung, Unterspannfolie ... leider nicht dicht!
Der Aufbau meiner geplanten Dämmung sieht von innen nach außen so aus: 2xBrandschutzplatte, Vario KM-Dampfbremse verklebt, 26cm Wärmedämmung von Isover, 2-3cm Hinterlüftung und zum Abschluss zur Sicherheit gegen Regen und Schnee eine mit Ziegellatten zwischen den Sparren fixierte und verklebte Tyvek Unterspannfolie.

Meine Bedenken: Ist die Hinterlüftungsdistanz ausreichend, könnte die Feuchtigkeit die sich zwischen den Folien bildet ein Problem werden ( die Tyvekfolie ist angeblich eine Art Dampfbremse)????????

Danke für die Hilfe!



Das ist ein



Aufbau, wie er auch von Isover empfohlen wird, wenn ich mich nicht sehr täusche. Zwischen der alten nicht diffusionsoffenen Folie und der neuen Tyvek muss eine Unterlüftung von 4 cm bleiben. Die Tyvek Unterspannfolie ist so weit ich informiert bin diffusionsoffen. Warum müssen hier 2 Brandschutzplatten eingebaut werden? Giebelständiges Haus mit Grenzbebauung bzw. zu geringem Grenzabstand?
-
Ich möchte aber noch einen alternativen Vorschlag machen. Die geplanten Materialien gefallen mir persönlich nicht besonders gut.



Nochmalige Frage!



Vorerst möchte ich mich für die kompetente Antwort bedanken.

Mein Problem ist, dass der Planer für den Ausbau die Tyvek Folie direkt hinter der alten Unterspannbahn aufbringen möchte - das heißt ohne Distanz zu dieser. Ich persönlich verstehe nicht den Sinn dahinter, da ja dadurch die Wirksamkeit der Tyvek Folie (diffusionsoffen) nur in eine Richtung - von aussen nach innen (sollte Feuchtigkeit durch die alte Unterspannbahn kommen) funktioniert. Aber der Wasserdampf der von innen nach aussen dringt muss dann ausschließlich durch die Hinterlüftung abgeführt werden können. Ob aber dann 2-3cm reichen? da bin ich skeptisch.

Mein Plan wäre der in der Antwort beschriebene, also die Tyvek Folie direkt vor der Dämmung - ohne Distanz, und dann eine Hinterlüftung von mind. 4cm - zur alten Unterspannbahn.

Stimmt der von mir beschriebene Weg? Bitte um nochmalige Beratung!

Vielen Dank im voraus!



Stimmt,



das sehe ich genauso. Die diffusionsoffene Folie ohne unterlüftung unter die vorhandene zu legen ist falsch. Hier wird eine min 4 cm Unterlüftung benötigt.



Eine Tyvek zwischen den Sparren



zum Schutz gegen Regen und Flugschnee ist eigentlich nur eine provisorische Lösung und macht nur dann Sinn, wenn diese Wannenförmig zwischen den Sparren angebracht wird und eine Entwässerung nach aussen gewährleistet ist.

Langfristig gesehen wäre ein Austausch der undichten Unterspannbahn vermutlich Kostengünstiger.


Wird innen eine feuchtevariable Dampfbremse (z.B. Intello von proclima oder gleichertig) verwendet, kann auf eine Hinterlüftung verzichtet werden.
Diese Dampfbremsen verändern ihren Diffusionswiderstand entsprechend der sie umgebenden relativen Luftfeuchtigkeit. Im winterlichen Klima sind sie diffusionsdichter und schützen die Konstruktion vor Feuchtigkeit und im sommerlichen Klima sind sie diffusionsoffener und ermöglichen eine Austrocknung von Feuchtigkeit, die sich evtl. in der Konstruktion befindet.

Wichtig ist, dass die Dampfbremse an der Überlappung und and den angrenzenden Bauteilen luftdicht verklebt ist.

Grüsse Thomas Kehle