Folie zwischen Dachsparren und Lattung

12.08.2002



Uns wurde geraten im Rahmen der umfangreichen Sanierung unseren Fachwerkhauses zwischen Dachsparren und Lattung eine Folie einzubauen (diffusionsoffen und wasserdicht), um das Eindringen von Wasser, Flugschnee, usw. in die Dämmung zu verhindern. Dazu muß natürlich das ganze Dach abgedeckt und die Lattung kompett entfernt werden. Eigendlich ist das Dach aber noch ganz gut und müßte nicht angefasst werden (ev. eine Gaube einbauen). Lohnt der ganze Aufwand? Oder geht's auch ohne Folie (auch das ist uns schon empfohlen worden)? Dankbar für jeden Hinweis!



Folie zwischen Dachsparren und Lattung



Mit umfangreicher Sanierung meinen Sie sicher auch eine Wärmedämmung zwischen den Sparren und unterseitige Bekleidung, z.B. Gipskartonplatten.
Falls nun ein Loch in der Pfanneneindeckung entsteht, können Sie das denn früh genug merken,
oder fällt das erst auf, wenn Innen ein Wasserschaden entstanden ist?
Ich würde von einer Bekleidung der Dachschrägen ohne dichtes Unterdachn eher abraten.
M.f.G. Frank Jakobi



Unterdach



Wie bereits geschrieben, ein dichtes Unterdach ist wichtig, wenn der Dachraum zu aufenthalts-zwecken benutzt werden sollte. Dafür muss die Dachhaut (Ziegel +Lattung entfernt werden! Ein andere Lösung (ist aber nur die Zweitbeste) wäre eine dampfdurchlässige aber wasserdichte Folie zwischen den Sparren an der Oberkannte mit eine seitliche Lattung zu schrauben. Es muss gewährleistet werden dass diese Folie durch eine Latte in der mitte nach unten neigt, um den Flugschnee nicht im Sparrenbereich zu lassen. Aber wie gesagt dies ist nur die zweitbeste Lösung. Schwer zu erklären ohne Skizze.
mfg.



Folie zwischen Dachsparren und Lattung



Als Dachdecker kann ich mich den anderen Antworten nur anschliessen.
Es wäre sträflich wenn sie das Dachgeschoss bewohnen und die Unterspannbahn nicht anbringen.
Und bei einem guten Dachdecker hält sich der Zeit u. Materrialaufwand (=Geld) auch in Grenzen.



Folie



Wie wollen Sie das Dach nutzen?

Sicher ist es besser eine Unterspannbahn zu haben. Früher wurde bei Vermörtelung des Daches aber auch auf ein Unterdach verzichtet (und der Mörtel hielt nie lange rißfrei). Sollten Sie eine Dämmung zwischen den Sparren vornehmen wollen, gibt es neben der Lösung von Herrn Hamesse, die Variante eine Weichholzfaserplatte zwischen den Sparren zu verlegen. Aber auch Dämmung darf feucht werden, es muss nur gewährleistet sein, dass die Trockenzeit über das Jahr länger ist als die Feuchtezeit und alles ausreichend belüftet ist.

Eine komplette Umdeckung wegen einer Unterspannbahn halte ich (in Unkenntnis Ihrer Nutzungsvorstellungen) nicht für notwendig.