Dampfbremsfolie: Fragen zur Behebung von Mängeln

27.02.2012



Hallo,

ich habe bei uns die Decke (Kehlbalkenlage) zum Spitzboden hin gedämmt. Vorab erst einmal der Aufbau vom Spitzboden zum Raum hin:

- Schalung
- 160 mm Kehlbalken -> dazwischen 160 mm Klemmfilz- Dampfbremsfolie ProClima Intello
- 40 mm Dachlatten mit Klemmfilz
- Sparschalung
(- später würden hier Gipsfaserplatten kommen)

Die Sparschalung wurde geschossen, nicht geschraubt.

Nun hat danach der Elektriker seine Leitungen verlegt. Dabei ist uns aufgefallen, dass die Dampfbremse (welche wir vorher mühsam mit Primur auf dem Putz geklebt haben) bei Kabelübergängen in Nachbarräume nicht mehr dicht verklebt ist. Grund dafür ist, dass beim Schlitzen und Bohren seitens des Elektrikers, teilweise Putz abgehauen ist an welche die Dampfbremse befestigt war. Sprich, da wo vorher die Dampfbremse mit Primur am Putz verklebt war, sind jetzt 2-5 cm Lücken.

Nun ist an diesen Stellen die Folie zu kurz, um sie erneut zu kleben. Das liegt an der Konstruktion mit 40 mm "Untersparrendämmung". Da die Sparschalung geschossen wurde, wollen wir jetzt auch nicht die Unterkonstruktion wieder entfernen.

Daher die Frage, ob es noch andere Möglichkeiten gibt um solche Stellen nachträglich wieder dicht zu bekommen?



P.S. ich hoffe, dass ihr meine Erklärung versteht. Ansonsten bitte fragen.



wie



es im detail aussieht, würde ein Foto wohl besser zeiegn. Ansonsten kann ich nur auf Klebebänder hinweisen (etwa 5 cm breit). ...und den Elektriker in Haftung nehmen .....:-(



Hallo ,



bin selbst Elektriker. Da nach meines Wissens in der Ausbildung das Thema Bauphysik / Baustoffkunde nicht gelehrt wird , fehlt Ihrem Elektriker vermutlich das Grundwissen hierzu. Deshalb ist es immer sinnvoll , den Elektiker ( und auch andere Ausbaugewerbe ) , auf die Notwendigkeit einer winddichten Montage explizit hinzuweisen und die Ausführung zu kontrollieren , bzw. das durch den Trockenbauer bestätigen zu lassen.
Ich habe in meiner Praxis immer wieder Elektrotechnische Installationen vorgefunden , welche ( aus elektrotechnischer Sicht ) fachgerecht geplant und errichtet wurden - aber solche "Kleinigkeiten" wie nicht winddichte Montage in Trockenbauschalen , durchbrochene Dampfsperren ( Antennenleitungen )usw. eingebaut wurden.

Mein Rat : falls Ihr Elektriker ein Fachbetrieb ist , sollten Sie die Schäden von einer Trockenbaufa. reparieren lassen und deren Rechnung dem Elektiker in die Hand drücken. Wenn er Glück hat , reguliert seine Betriebshaftpflichversicherung den Schaden.
Wenn nicht - wird er das Lehrgeld selbst tragen müssen , es ist aber aus meiner Sicht sinnvoll angelegt.

Sie sollten zusätzlich mit einer brennenden Kerze oder Zigarette alle Steckdosen und Verteilungen in Ständerwänden überprüfen - ob es aus ihnen "zieht".



wenns



ums geld geht - dann aber vorher drüber sprechen. Trotz der Notwendigkeit eines Lehrgeldes - da reagiert jeder gereizt!
Vielleicht hat er auch einen Partner, mit dem er sonst im TB zusammenarbeitet. Aber bitte eine formgerechte Mängelanzeige - die kann man ja persönlich mit freundlichen Worten überreichen.