Plastikfolie + Baukleber auf Schalung

20.08.2008



Moin

Ich möchte mal ein Hallo in die Runde senden. Diese Seite ist echt toll und ich habe hier schon viel gelernt. Heute möcht ich meine erste Frage stellen:

Wir bauen gerade ein Haus mit sichtbarer Holzbalkendecke zwischen EG und OG.
Der Aufbau wurde von Statiker so vorgeschlagen: Auf die Balkenlage werden Spundbretter als Schalung genagelt. Darauf soll Plastikfolie ausgelegt und verklebt werden. Darauf sollen mit Baukleber 6cm Gewegplatten verklebt werden. Darauf dann Lagerhölzer plus Dielen.

Die Plastikfolie und der Baukleber bereiten mir Probleme. Nur leide fehlen mir die fachlichen Argumente dagegen. Ich wäre mehr für Rieselschutzvlies und dünner Quarzsandschicht als Kippelschutz für die Gewegpatten.

Ich male mir immer das Scenario aus, dass nach einem Wasserschaden monatelang das Wasser in der Plastikfolienwanne umherschwappt, weil man den Wasserschaden gar nicht so schnell wahrnimmt.

Wer kann Argumente gegen die Plastikfolie nennen und Argumente für einen diffusionsoffenen Aufbau der Decke?



Gehwegplatten



Hallo,

Wo soll denn der Trittschallschutz bleiben ? Das ganze erscheint mir ohne konstruktiven Sachverstand.
Gehwegplatten sollen doch wohl nicht den oberen Bodenabschluß bilden ?

Grüße





Mit den Gehwegplatten will der Statiker Masse in die Decke bringen (Schallschutz). Darauf dann Lagerhölzer und Dielen ...

Die Folie will er wahrscheinlich, dass im der "Baukleber" nicht zwischen die Schalung läuft. (Was soll da eigentlich benutzt werden? Flexkleber o.ä.?)

Gegen die Folie spricht, dass diese als Sperre wirken kann/wird, sodass Feuchtigkeit daran niederschlagen kann. Dies ist über der Holzlage ungünstig. Konstruktiv erschließt sich mir der Aufbau nicht.

Im Wannen- oder Duschbadbereich sollte aber wegen der temporär erheblich höheren Feuchtegehalte konstruktiv verhindert werden, dass Feuchtigkeit in die Konstruktion gelangt. Allerdings auf der Raumseite und nicht irgendwo in der Konstruktion.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Boden zw. EG und OG



Hallo,

So kann es gehen, wenn die Statik mitmacht:

- Trittschallschutz nicht unter 25 mm (weichfedernd, kein Styro oder noch schlimmeres)
- Knauf BRIO oder Aquapanel R
- Grundieren und spachteln
- Abdichtung in Naßräumen
- Bodenbelag nach belieben;
Daten: gewicht ca. 35 kg/m², Aufbauhöhe ca. 45 mm + Oberboden.
Gruß





Hallo

Der Trittschallschutz soll dadurch erreicht werden, dass unter die Lagerhölzer Filz getackert wird.

Mir wäre ein System á la Pavatex eigentlich angenehmer.



Dachboden ausbauen



Dann machen sie es doch !

Grüße





Hallo

So einfach ist das nicht. Mein Schwiegeronkel ist Bauingenieur im Ruhestand. Er hat das Haus geplant und gezeichnet. Er ist es, der sich an die Vorgaben des Statikers halten möchte.
Da er der Fachmann ist, fällt es mir schwer, mein Meinung gegen die Methode durchzusetzen.

Darum benötige ich weitere stichhaltige Argumente. Mein Wasserschadentrauma kann er nicht nachvollziehen.

Vor allen Dingen eilt es! Die Schalung ist schon genagelt!!!





Hallo

Bin kurz vorm Verzweifeln.

Ist es denn richtig, dass diese Aufbau mit der Plastikfolie und den geklebten Gehwegplatten MILLIONENFACH angewendet wurde und wird?





Millionenfach? Davon höre ich heute zum ersten Mal!
Ich würde es so nicht machen, auch wenn Ihr Schwiegeronkel die Hände im Spiel hat.
Trotzdem gutes Gelingen,
Bernd Kibies





Hallo Larry,

die Gehwegplatten liegen wohl zufällig noch im Hof und müssen so "entsorgt" werden. Rechnerisch für den Schallschutz geht das gewiss, aber wenn Sie schon neu bauen fangen Sie doch nicht mit so etwas an. Die Folie und den Kleber braucht dort niemand.
Folgen Sie doch dem Vorschlag von Herrn Beckmann oder vergleichbares.

Drohen Sie Ihrem Schwiegeronkel, dass Sie dann nicht einziehen werden wenn das so ausgeführt wird und setzen Sie sich mal alleine mit dem Statiker zusammen ob es nicht einen anderen Weg gibt.
Vielleicht wurde ja auch dieser zu der Gehwegplattenlösung gezwungen, weil es die Steine schon irgendwo gab?

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Trockenbau



Hallo

Heute habe ich ein neues Argument erfahren. Die Trockenbauwände sollen nicht auf den Dielen stehen, sondern auf den Gehwegplatten. Das heißt, dass die Trockenbauer während ihrer Tätigkeit auf den Gehwegplatten laufen müssen.

Die Dielen sollen dann raumweise verlegt werden, um Schallschuzbrücken zu vermeiden. Angeblich werden heute bei Neubauten keine Trockenbauwände mehr auf den Fertigfußboden gestellt.



Holzbalken müssen atmen können



Hallo,

wichtig ist das eine Zirkulation gewährleistet ist. Sonst fault das.

MfG A.Cyba