Dringend: Dampfsperre wie an Traufbohle abdichten?

30.12.2012



Hallo Allsammen, die Feiertage werden genutzt um eine Dampfbremsfolie und Glaswolle auf unseren Dachboden aufzubringen. Unser neuer Dachstuhl sitzt auf Traufbohlen, die nun ca 10-20cm vom äusseren Ende der Deckenbohlen weiter innen sitzen, dies in einem Abstand von ca 1-2cm (Holzklötze).
Wie führe ich nun die Abdichtung durch? Ich dachte an: Folie unter/zwischen die Traufbohle, den Spalt mit PU Schaum und an der Aussenwand ( wo der Deckenbalken aufliegt) loses säubern , nässen und Multiporkleber/Platte 5cm drauflegen.
Wie würdet Ihr abdichten???
Wollte morgen legen...
LG Jörg



Dampfsperre an Fußpfette (Traufbohle ? )



Hallo, ich würde die Dampfsperre einfach seitlich an die Fußpfette und Wand mit einem geeigneten Klebeband ankleben und den Spalt unter der Pfette mit Mineralwolle ausstopfen.
Mit Grüßen Danilo



Dampfsperre



Danke Danilo,
ja, entweder direkt auf die Pfette (Innenseite) oder etwas drunterziehen PU oder Glaswolle. Aber was ist mit den Enden, wo ich "Diele" in türkis draufgeschrieben habe? ungefähr mittig endet dort nahe dem neuen Balken die (Multipor) Innenwand; d.h. dort kann Luft theoretisch nach aussen austreten . Auf die Folie (untere Seite- innen- kommt 200er 035er Glaswolle und grob verlegter Rauhspund zum Begehen. Irgendwann wird das wieder weggerissen und der Dachboden ausgebaut, dann versetze ich die Dämmundg zwischen die Sparren. Dauer der jetzigen Löseung (KFW) ca 2-5 Jahre.
Sehr gute Feuchtigkeitsregulierung khabe ich mit den Mulipor Platten gemacht. Deshalb der Gedanke bis zur halbsteinigen Ausmauerung oben auffüllen. Weiteres Bild:
Danke, Jörg



in solen Fragen



konsultieren Sie bitte Ihren Zimmermann oder Dachdecker, oder die Firma, die Ihnen die Dämmung mit der Dampfbremse verkauft haben.....hier im Forum ist wohl keiner der mit seiner Auskunft die Gewährleistung für diese Frage, übernehmen wird.

Grüsse



Dampfsperranschluss



Habe mal ne schlechte Skizze gemacht, so wie ich Ihre Beschreibung verstehe und ausführen würde.

blau - Dampfsperre
gelb - Multiporplatte
rot - Klebeband ( geeignet )
braun- Mineralwolle

Mit Grüssen
danilo



ich schreibe wohl chinesisch



tut mir leid....alles Pille palle..... besorgen sie sich Fakten von ihren Fachleuten und nicht von bastlern.

Grüsse der mitdenker



Mal



blöde Frage von mir,
Warum nicht das ganze Gedöns mit Folie und Klebeband lassen wenn es in 2 Jahren eh wieder rauskommt ?
Was spricht dagegen die Dämmung solange einfach nur auf dem Boden auszulegen ?



Folie



@ Creuzburger:
nach EnEv und Architektem MUß ich die Folie drunter machen; der Taupunkt im (noch) ungenutztem Dachboden wird in der Folie liegen, die würde durch Kondenswasser nass werden.
Ich hatte einen Teil mit 140er festen Platten ausgelegt, die Folie wurde an den Rändern nass, somit auch der Holzboden... .
Wassertropfen an durchbrochener Nut/Feder (Ritze) und Astlöchern... .
@Danilo: Gut,fast genau richtig.
Multipor wollte ich waagerecht ab Holzdiele ca 20x60 cm (Sparrenabstand)legen. Denn wenn die Dämmung zwischen die Sparren wandert, kommt ja die Folie unter die Sparren, wie in der Dachdämmung üblich.
Habe gemessen, da dicker Lehmputz noch drauf kommt, stößt die innere Wand von der Mauerseite kurz VOR dem Balken auf. Abstand Balken-Holzdielen: 1-2cm. Richtig "Dicht" wird es nur, wenn ich die Schrauben löse, die Fußpfette anhebe und die Folie drunter schiebe. Na dann viel Spass bei 16m Anheben, Klötze weg, Folie, Klötze wieder drunter....
@ allen Besserwissern: Deshalb schreibe ich auch nur alle halbe Jahre hier, weil leider nur die "Halbwissenden" immer "Fachleute" fragen sollen, die es auch nicht wissen.
Warum schreie ich sonst nach konstruktiven Lösungen?
@ Admin: Genau das meine ich, wird schnell immer angreifend hier.
Trotzdem Danke und weitere Stimmen.



Vorsicht...



... mit dieser Konstruktion!

Folie als Sperrschicht gehört da so nicht hin, die gesamte Deckenkonstruktion könnte absaufen, incl. des neuen Balkens, wenn tatsächlich ein solch massiver Feuchteeintrag von unten vorhanden ist.

Ein paar Sachen wundern mich auch:
- die EnEV hat sich noch nie zu irgendwelchen Folien geäußert...
- KfW-Gelder fließen auch nicht aufgrund von Folien...
- KfW-Gelder fließen nicht bei Heimwerker-Arbeiten...
- KfW-Gelder fließen nicht bei zeitlich begrenzten Maßnahmen...
- wenn tatsächlich ein Architekt vor Ort ist, sollte er auch konstruktive Hinweise geben können...

Warum nicht gleich die Dachschräge richtig dämmen? Der Ausbau/Verkleidung/Feintuning kann ja dann in aller Ruhe im angedachten Zeitrahmen erfolgen.

MfG,
sh



Richtig dicht



wird das nie!

Alle Anschlüsse an den Sparren und der Fußpfette müssten verklebt werden.
Die Folie müsste auch am Mauerwerk dampfdicht angeschlossen werden.
Ein Unterschieben der Folie unter die Mauerlatte bringt nichts, da die Schraubverbindungen nicht umklebt werden können.

Ich würde die Dampfbremse auf den Dielen rauminnenseitig bis zur Fußpfette führen und mit dieser verkleben.
Beim späteren Dachausbau kann hier die Dampfbremse leicht angeschlossen werden.

Außerhalb der Fußpfette bis zum Mauerwerk lose
Dämmung (Hanf) ohne Dampfbremse einlegen.

Viele Grüße
Gerhard



Dachdämmung



Irgendwie komme ich mit der konstruktiven Ausbildung des Fußpunktes nicht klar. Ich sehe keine Traufbohle, eventuell eine Mauerlatte oder Fußpfette. Wo liegt die dann auf?
Ich spekuliere mal das ist ein Sparrendach und auf dem Fotos sieht man rechts ein Leergespärr aus einem neuen Sparren. Die angebliche Traufbohle wäre dann ein Wechsel bzw. Oberzug an dem der Deckenbalken hängt und der neue Sparren liegt.
Unabhängig davon verstehe ich die ganze Diskussion nicht. Üblicherweise wird ein Kniestock davorgesetzt und dann die Dampfbremse/Sperre von der Dachschräge über den Kniestock auf die Dielung gezogen. Der Fußpunkt wird wie der Kniestock mit Dämmung versehen um Wärmebrücken zu vermeiden und liegt im kalten, belüfteten Traufbereich.

viele Grüße



Da



Du ja bereits Kondensatausfall unter der Folie festgestellt hast würde ich das nochmal überdenken
Wo soll die Feuchtigkeit denn hin wenn Du alles zukleisterst ?

Ich frag nur mal aus Eigeninteresse, bei mir muß das Dach neu, danach soll aber nur die oberste Geschoßdecke gedämmt werden, kommt dem hier ja recht nah



Folie



Hallo, Ihr Lieben,
@ SH. Bauernhaus, 20x 8 m, davon Dachboden zur Diele offen, aussen 36-40cm Backstein, weicher Feldbrannt 1880. Zur Deele 1/2 Steinig Fachwerk. Innen komplett Fachwerk, deshalb die dicken Deckenbalken ca 20x20cm alle ca 1,5 Meter. Darauf Dielenbretter Eiche ca 30mm dick.Auf dem dachboden war uraltes Stroh. Mußßte runter-Versicherungsbegehung nach Kauf. Deshalb schön kalt. Die oberen Decken hatten nur noch V100 oder Gipskarton der 60er drunter, also kaum Dämmung.
Vor 3 JAHREN 08er Fenster, Brennwert, Multipor 50mm Innendämmung zu den 3 verbliebenen Aussenwänden. Deele und Dachboden nach EnEV 100 2007 machbar mit Dampfbremse auf die Deelenseite und die (abgeräumten)Eichenbohlen oben. Darüber 200mm 035er Glaswolle. Die Feuchtigkeit kann aber immer noch durch die Multipor und 3 Aussenwände entweichen, diffusionsoffen. Lediglich der Taupunkt geht in die dann gewollte neue Dämmung. Stellt Euch vor, ihr habt einen ungedämmten Wohnraum nur mit GK Platten und 300 dicken Bohlen. Wenn da ein paar Rest QM Folie drüber liegt, ist es logisch, das dort unter den Löchern Wassertropfen entstehen. Sieht man sogar an einer ausgehenden Feuerzeugflamme. Würde ich nur Glaswolle drauflegen, würde die dort an den sehr offenen Stellen durchfeuchten. Soviel ist mir klar.
Wenn in ferner Zukunft das DG und nebenan Deele und offene r Stallanbau ach mit 2-300 qu Wohnraum ausgebaut würde, würde die Dampfbremse weggenommen und unter die Sparren gelegt werden. Ich habe quasi in einem riesengroßen Gebäude ein Drittel Wohnraum, der abgeschottet(gedämmt ) werden muß. Der Architekt wollte damals sogar alles von innen mit Dampfbremse und Ständerwerk/60mm Glaswolle dämmen, doch ich konnte ihn mit diffunierenden Multiporplatten überzeugen.
Deshalb (da ich auch mal FH Architekturerfahrungen gesammelt habe) gebe ich nicht viel auf EnEv Beratungen, die das Haus des Laien kaputtdämmen könnten.
LG Jörg



Dampfbremse/ Klimamembran flexibler sd wert



Der Lösungsvorschlag von der Zimmerei Schobig hört sich doch sehr gut an.


@ mitdenker aus china, was soll das???
Nicht mal im Ansatz - mitgedacht -.
Dann doch lieber nichts schreiben und sich weiter um seine Usambaraveilchen kümmern.

Guten Rutsch Danilo



Folie



@ Gerhard und Georg:
Richtig. Dicht wird das nie. Denke wie Danilo sagt, bis oder vor Pfette und Ende. Rest bis Unterspannbahn lose Dämmung.
Hie Bild des neuen Dachstuhls. Der alte war als Trieangel ausgelegt, Deckenbalken auf Zug. da waren aber die Balkenköpfe z.T. weggefault durchs undichte uralte Ondulienendach der 70er.
Deshalb Fußpfette verschraubt etwas weiter innen mit noch einigermaßen erhaltenen Deckenbalken und Mitelpfette mit Zwingen, die die Scherkraft aufnimmt. Die neue Pfette wird sogar eher nach innen gedrückt... Genial! Mein Nachbar! (Zimmermann)
Bild: Wohnraum rechts geht nur bis zum Kamin /Deelentor,ca 8x8 Meter, links habe ich die Scheune mit Stallanbau auch süäter mit erneuern lassen. Sparrenabstand war ca 1,30-1,50 Meter! Mit Eichenfachlatten!