Bodenaufbau

26.12.2011 Sunny2006



Hallo

Wir haben den alten Dielenboden rausgerissen und möchten diesen wieder neu aufbauen.

Auf dem Betonboden wollte ich Dämmwolle unterbringen. Zwischen die Dämmung kommen wieder die alten Balken rein und anschliessend OSB Platten und Parkett.

Es heißt ja man soll die Dampfsperrfolie immer auf die warme Seite Verlegen aber es heisst auch immer Folie gehört auf den mineralischen Grund/Boden.

Wie soll der Boden nun aufgebaut werden bzw. welche Reihenfolge.
Unter dem Betonboden befindet sich ein unbeheizter Keller.

Geplant war...
Betonboden - Dämmung- dazwischen die Balken- Dampfsperrfolie-Trittschalldämmung-OSB Platten-Parkett





moment Trittschalldämung natürlich auf die OSB Platten :-)



Fußbodenaufbau



Und wozu?





wie wozu ?



Wozu Trittschalldämmung,



fragt der Georg. Die brauchen Sie an dieser Stelle nicht. Eine Bahn aus 1mm Rohfilzpappe trennt die Materialien, das tut's vollkommen.

Eine Sperrbahn gehört UNTER die Lagerhölzer. Wandseitig bis OK OSB gezogen. Es sollte eine Schweißbahn sein.

Grüße

Thomas

Grüße

Thomas





sorry falsch verstanden.

Bei der Trittschalldämmung geht es mir mehr um den Gehschall beim laufen mit Schuhen.

Eine normale Dampfsperre/bremsefolie kann ich wohl nicht nehmen oder ?. Der Betonboden ist zum teil sehr grob.

Die Balken werden mit dem Boden verschraubt dadurch wird ja auch die Folie beschädigt.

Die Folie dann bei der Oberkante über die OSB legen oder einfach abschneiden (Doppelseitiges Klebeband oder Dichtband erforderlich?)

Danke für die Hilfe



Die Balken...



werden aus guten Gründen nicht mit dem Betonboden verschraubt. Vielmehr wird auf der Schweißbahn mit Distanzklötzern unter den Balken nivelliert (wer ein übriges tun will, legt zunächst Stücke ca. 10x10cm aus Bautenschutzmatte 6mm unter).

Der Boden fliegt Ihnen nicht davon, Sie müssen ihn also nicht befestigen. Und wenn Sie KVH nehmen, zahlen Sie zwar etwas mehr, dafür ist es aber formstabil und trocken.

Grüße

Thomas





danke für die hilfreiche Antwort.


Werd es erstmal mit der Dampfsperrfolie probieren da ich diese schon gekauft habe.

Die Ränder dann nicht Abdichten oder ?



Wozu...



...schreibe ich hier überhaupt?

Eine Dampfsperrfolie ist an dieser Stelle ungeeignet. Und Sie können da nichts "probieren". Weil Sie später nicht mehr in den Aufbau gucken und im Negativfall eine andere Folie drunterlegen können.

Grüße

Thomas



Feuchteallerlei



Vielleicht Thomas, sollten wir dem Fragesteller noch den Grund dafür nennen, wo der Vorzug der Schweißbahn gegenüber der Folie zu suchen ist.

Eine Erklärung hierfür wurde unter Anderem schon mal hier gegeben:

http://www.fachwerk.de/wissen/bodenplatte-abdichtung-70164.html


... Eine Folie in entsprechender Stärke oder etwa eine Dichtschlämme wäre nach Fachregeln also auch OK! Der Sicht des Praktikers sei damit jedoch nicht weniger Gewicht beigemessen.



Damit wäre aber nun erst ein Teil der Frage geklärt (Abdichtung gegen Feuchte von unten)! ... Die Gefahr des Tauwasserausfalls ist aus physikalischer Sicht je nach Dämmstärke durchaus gegeben. Die Überlegung zu einer innen liegenden Dampfbremse dadurch durchaus naheliegend. ... Dennoch! Nach meinen eigenen Erfahrungen und Recherchen neigt hier die Fachwelt zu keiner eindeutigen Empfehlung. Die Verwendung von Holzbauteilen im Unterbau vergrößert natürlich das Schadensrisiko.
Sogesehen wäre evl. eine hinterlüftete Konstruktion anzuraten. Oder ein nach oben möglichst diffusionsoffener Aufbau bei gleichzeitiger Verwendung von sorbtionsfähigen Dämmstoffen (Feuchtepuffer). Also keine Dampfbremse und eigentlich auch keine OSB. Thomas kann hier vielleicht noch ein paar weitere Empfehlungen geben.

Gruß aus Berlin,



Es gibt der Folien viele,



und eine Bahn, die als Dampfbremse gedacht ist, ist an dieser Stelle halt falsch. Wozu darüber weiter rumpsalmodieren? Es gibt einen Hersteller dazu, ein technisches Merkblatt etc. Wer eine Zange braucht und einen Hammer kauft, liegt ebenso falsch wie 3V mit seiner Bremsbahn.

Eine Bremse ist keine Sperre. Das gilt für die unbekannte Bahn ebenso wie für eine Dichtschlämme. Darauf sollte man keinesfalls Lagerhölzer legen. Da nun unbedingt Parkett kommen soll, geht's ohne Montagebene nicht, damit ist der Dampfdurchgang der Deckschicht stark behindert. Ergo MUSS es darunter dicht sein.

Grüße

Thomas





Dem gibt es wohl kaum noch etwas hinzuzufügen. Schon einmal an einen Estrich gedacht, auf den das Parkett geklebt wird? Welches Parkett soll es werden?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





3V sprach meinem Anschein nach in der Mehrzahl bisher von einer Dampfsperre! Nach dem genauen Produkt hat bisher noch keiner gefragt. Warum also von etwas ausgehen, was man nicht weiß?

Eine PE-Folie, doppellagig, 200my stark erfüllt m.E. im Vergleich zur Schweißbahn den gleichen Zweck und ist vom Laien dazu noch deutliche schneller und sicherer verlegt. Mit der entsprechenden Vorsicht latscht man da auch nichts durch! ... Soweit dicht von Unten!

Dicht von oben, durch Montageebene aus OSB! Zuspruch oder Ablehung hierzu scheint wohl eher von der Tagesform abzuhängen. Wie auch immer! ... Mal die Suche hier bemühen und die Alternativen entdecken.

... Gibt es die alten Dielen noch?


Gruß aus Berlin,



Nun habe ich das neunmalkluge Gegacker...



...aus Berlin langsam satt.

"Der Betonboden ist zum teil sehr grob."

Und darauf dann eine dünne Folie?

"Dicht von oben, durch Montageebene aus OSB! Zuspruch oder Ablehung hierzu scheint wohl eher von der Tagesform abzuhängen."

Ich schrieb von "stark behindert", nicht von "Dicht"

Weiterhin behindert nicht nur das OSB den Dampfdurchgang, sondern auch das Parkett. Es wird sich wohl um normales Dreischichtparkett handeln, also zumindest hemmen da 2 Kleberschichten im Parkett, zumeist auch noch der Lack oder industriell aufgetragenes "Öl", das UV-härtend viele Eigenschaften eines dünnen Lackes hat.

Daß ich nicht jede Variante seitenlang ausführe, hat auch damit zu tun, daß der eher schweigsame Bauherr hier eine kostenlose Fachberatung bekommt. Da werde und will ich nicht auf jeden Spleen eingehen ("Werd es erstmal mit der Dampfsperrfolie probieren da ich diese schon gekauft habe.") Er kann auch Schnittentüten aneinanderkleben, kein Thema. Ich will dann aber nicht mit ihm über Vorteil und Nachteil von 3 oder 8Liter - Beuteln debattieren.

Grüße

Thomas





Na bitte Thomas! ...
Ich werd mich hier mit Dir nicht anfangen zu streiten.

So aber hast Du dem Fragesteller und vielleicht noch Anderen
immerhin doch auch noch ein paar Grundlage vermittelt, und vielleicht sogar auf die richtige Spur geholfen. ...

PS: ... Wenn Dich kostenlose "Beratung" so nervt, warum antwortest Du auf solche Fragen?

Gruß aus Berlin,





Danke für die zahlreichen Antworten.

Leider bin ich nur abends online da ich bis mittags arbeite und snschliessend auf der Baustellen bin.


Estrich kann ich vergessen, da ich ca. 15 cm mit dem Boden hoch muß. Wir haben eine Wand Zwischenwand entfernt und laut Statiker am Boden einen Trägerbalken verschraubt. Nun müssen wir mit dem Boden eben über diesen Balken. Deswegen auch die Dämmung ( 10 cm Dämmung und 5 cm als hinterlüftung)
Der frühere Aufbau war änlich. Betonboden, darauf 6er kanthölzer mit Schlacke in den Zwischenräumen und Dielen darauf. Der Boden bzw. die Dielen waren 60 Jahre alt und noch Top sprich keinerlei Schäden durch Feuchtigkeit etc.

Der Keller darunter ist trocken und dient als Heizungsraum.
Der Parkett ist ein Bambusboden somit nicht ganz so empfindlich wie andere Holzböden.

Auf OSB Platten kann ich wegen dem Aufbau nicht verzichten.
Bitumenbahnen oder ev. dickere Folie werd ich morgen besorgen.



???



"Wenn Dich kostenlose "Beratung" so nervt, warum antwortest Du auf solche Fragen?"

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Wenn mich die kostenlose Beratung nerven täte, wäre ich bei meinen nahezu täglichen Aktivitäten hier ein Ultra-Masochist.

Mich nervt neunmalkluges Gegacker von Leuten, die meinen: Nun habe ich ein Haus, und damit verstehe ich vom Bauen nun wirklich alles.

Ein Typ mit einem Bandscheibenvorfall ist auch kein Orthopäde.

Gute Genesung

Thomas



Nun,



die Gefitas PE 3/300 ist selbstverklebend und prinzipiell für Ihr Ansinnen zugelassen.

http://www.gefinex.de/fileadmin/user_upload/Flyer/TI_PE-300_Dampf-Feuchtigkeitssperren.pdf

Ich rate dennoch aus obigen Gründen zu einer Bitumenschweißbahn. Versuchen Sie besser, Unebenheiten zu nivellieren, so möglich.

Grüße

Thomas