Hilfe! Eingeblasene Flockdämmung bricht auf....

03.10.2007


Nachdem vor ca. 3 Monaten durch eine Fachfirma die Flockung zur Zwischensparrendämmung eingeblasen wurde, hatte ich bereits nach 2-3 Wochen das Problem, dass an einer Stelle (ca. 1-2qm) die Klimafolie aufbrach und das Flock herausquoll. Da es zu der Zeit sehr heiß war, ging ich davon aus, dass die Hitze das Klebeband löste.
Die Fachfirma behob den Mangel mit eingestoptem Hanf. Damals war das Problem noch so zu lösen, da man die Schadstelle problemlos erreichte.
Nun habe ich das Problem wieder, nur dass nun der Ausbau des Daches weiter forgeschritten ist und die entsprechenden Stellen nicht mehr erreichbar sind, ohne den kompletten Innenausbau wieder rauszureißen.
Ich habe im Kniestock 2 Revisionstüren eingebaut, auch um zu sehen, ob die Dämmung hält. Nun ist sie wieder aufgebrochen und die Flockung herausgebrochen.
Die Klimamembrane wurde durch Eigenleistung nach Anleitung der Fachfirma eingebaut. Ebenfalls die Verklebung durch ein sündhaft teueres Klebeband. Genau am Band bricht die Folie auf.
Die Eigenleistung wurde durch die Fachfirma überprüft und für gut befunden. Auch die Unterlattung der Folie wurde als ausreichend befunden.
Während des Einblasens war mir schon aufgefallen, dass die Folie große Beulen schob. Sie hing z.T. bis zu 10 cm zwischen den Sparren durch. Ich fragte beim "Einbläser" nach, ob dies so in Ordnung ist, da mir klar war, dass die Belastung für Folie und Klebeband sehr hoch war. Er hielt das für "ganz normal".
Wer kann mir helfen? Was soll ich nun tun? Es besteht ja auch die Gefahr, dass die Folie an anderen, nicht sichtbaren Stellen ebenfalls aufgebrochen ist. Wie lässt sich das überprüfen? Was hat die gebrochene Folie dämmtechnisch für Auswirkungen?
Vielen Dank schon mal im Voraus!



Problematik


Winddichtung: fehlerhafter und fachlich ungenügender Einbau einer Winddichtungsbahn

Sieht das Schadbild bei Ihnen etwa so aus, wie im nachfolgenden Foto?
Was kann das für Folgen haben?
Sie haben erst einmal eine "O" (null) funktionsfähige Winddichtung, die zu Tauwasserausfall in der Dämmebene führen wird.
Ein Rückbau Ihrer bisherigen Beplankungsebene wird Ihnen sicherlich nicht erspart bleiben, da eine komplette Überarbeitung (Rückbau!!) die Windichtungsmembran erforderlich ist und wird.
Wir, ebenfalls ein Zellulosefachbetrieb, können Ihnen sicherlich fachlich mit zur Seite stehen und empfehlen Ihnen diesbezüglich, einen sachverständigen Gutachter mit zu Rate zu ziehen.
Hier liegt scheinbar ein grober Baumangel vor, weil auch bei einer sachlich und fachlich richtigen Anwendungsberatung für Selbstbauherren sich bisher bei uns in keinster Weise eine derartige Situation eingestellt hat.
Hier liegt sicherlich der eigentliche Grund, warum nach dem Einblasen die Bahnenstöße sich geöffnet haben.
Wurden vor dem Einblasen Stützlatten montiert, die den Gewichtsdruck der Einblasdämmunhg aufnehmen?
Sind die Bahnen überlappend auf der Holzkonstruktion getackert und verklebt worden?
Was haben Sie für eine "Klimamenbran" eingebaut?

Zu weiteren Fragen können Sie uns gern kontaktieren.
Hier auch unter: 035936-45398, ansonsten über die Daten im Profil.

Grüße

Udo Mühle



Noch eins!!


Winddichtung (noch eins): fehlerhafter und fachlich ungenügender Einbau einer Winddichtungsbahn

Gleiches Problem!
Falsche Verarbeitung und mangelhafter Einbau.

Udo



So sollte es vor dem Einblasen aussehen!


pro clima: So sollte es vor dem Einblasen aussehen!

Mit Stützlatten beplankte Winddichtungsebene.
Komplett verklebt und zum Einblasaen vorbereitet.





Hallo Herr Mühle,
danke für die Antwort.
Da ich leider nicht die Möglichkeit besitze, Bilder hochzuladen, habe ich ein paar Schadensbilder unter der dem folgenden link eingestellt:
www.paug.de/schaden/Schaden.html
Bitte sagen Sie mir, was Sie davon halten.
Wie ich auf Ihren Bildern erkennen kann, ist das Band, das dort verwendet wurde, ca. 10 cm breit. Unseres war lediglich 5 cm breit. Spielt das eine Rolle?





http://wiki.proclima.com/Verarbeitung_bei_Zwischensparrendämmungen_(DB%2B)#St.C3.BCtzlattung_2

Stützlattung fehlt offensichtlich.
Bei horizontaler Verlegung müssen die Verklebungen durch Querverklebungen zugentlastet werden.

Viele Grüße,
Philipp Kawalek



ich befürchte darüber hinaus,



dass diese Unterspannbahn für die Flocken nicht geeignet ist, weil diese Folien im allgemeinen gemäß Herstellerangaben nur zum Einbau mit Hinterlüftung vorgesehen sind.
Welche Unterspannbahn ist das?
Welche Einblasdämmung ist das?
Also schnell abklären!
Wurde das nicht geplant und berechnet?
Grüße



wer schmeißt denn da mit Panikmache ?



Hallo, es gibt für mich nur eine gute Lösung : - mit dem Floccenverarbeiter vor Ort treffen, und nochmal überlegen, was schief gelaufen ist :
- har der Floccer genug beraten, wie das Papier verarbeitet werden muß?. hat er darauf hingewiesen, wie oft getackert werden muß?
-hat der Verarbeiter vor dem Blasen Bedenken angemeldet, falls Verarbeitungsmängel und fehlende Lattung offensichtlich waren ?
-stimmt die Überlappung an den Stößen ?
-hat der Bauherr dies alles vorher abgefragt ?
-sind die Verarbeitungshinweise des Herstellers eingehalten worden ?
-wenn beide der Meinung sind, das es hier nicht gut gelaufen ist, kann gemeinsam nachgearbeitet werden.
-falls nicht ,-der Gutachter macht dem Verarbeiter deutlich, das er die Vorleistung abgenommen hat, und somit seine Leistung mangelhaft ist, - so ist dann in der Pflicht..., aber wie lange wollen Sie sich streiten ?



Nein, wenn ich die Bilder seh,



krieg ich 'ne Wut. Spätestens beim Ergebnis nach dem Einblasen, kann ich nicht sagen das sei normal. Wo andere mühevoll durch Qualität ein Produkt etablieren, zerstören solche "Fachbetriebe" (ist das einer?) das aufgebaute Vertrauen.
Wenn der Floccer einen Funken Ehre hat, wird er das Problem beheben und solche Beratungen nicht wiederholen.
Wenn nicht, würde ich den Floccen-Hersteller informieren; manchmal gibt dort Hilfe. Ansonsten bleibt nur der gerichtliche Gutachter (ich empfehle die Rechnung nicht zu begleichen). Viele Grüße. Jürgen Maier



Aufbau von außen her.....



Folgender Aufbau ist derzeit angebracht:

Dachpfannen (wohl intakt)
Dachlattung
Konterlattung (auf Anweisung des Floccer zur Hinterlüftung von uns selbst dort eingebracht, wo es möglich war)
Deltafolie (weiße, armierte Folie, teilweise mit Porenlöchern)
Climacell / Dachsparren (14cm)
Proclima Dampfbremse / dazugehörendes Klebeband /getackert Bahnen quer angebracht
Querlattung (ca. 35cm bis 80 cm Abstand)
Hanfbahnen (4cm zwischen die Querlattung)
Gipskartonplatten verspachtelt / Acrylfugen
Tapete

Die Anbringung der Dampfbremse wurde uns erklärt (quer einbringen, antackern, kleben, auf Dichtheit achten, 10 cm Überlappung, Anschlüsse mit speziellem Kleber)
Danach wurde das Ganze vom Fachbetrieb gegutachtet und für in Ordnung erklärt. Spezielle Stellen wurden von uns angesprochen (wechsel etc.). Keine Bemängelung durch den Floccer. Die Querlattung wurde dann von einer ansässigen Zimmerei angebracht. Vor dem Einflocken wurde dann nochmals die Dampfbremse durch den Floccer begutachtet.
Beim Einblasen wurden an den Stellen, an welchen große Taschen entstanden, der Floccer darauf aufmerksam gemacht. Er hielt es für in Ordnung. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass es zu Beginn des Einblasens Probleme mit dem Gebläse gab. Möglicherweise variierte der Druck?

Nun noch eine Frage an Herrn Maier:
Sie reden von Problemlösung - wie könnte die aussehen?
Wir haben nun ca. 4 Monate umgebaut und sind kurz vor dem Einzug. Ich habe nicht die Möglichkeit, den kompletten Innenausbau wieder herauszureißen. Die alte Wohnung ist gekündigt und ich muß Ende des Monats umziehen. Was gibt es für Alternativen? Wenn geflickt wird - wie kann ich mich für Folgeschäden absichern? Hat jemand einen Vorschlag?

Danke im Übrigen an alle hier Schreibenden, Eure Meinung ist mir wichtig!

Peter G.



keine Panikmache nur berechtigte Bedenken



jetzt auch gegen die von Herrn Schmitz vorgebrachte Idee der Streitschlichtung und Verharmlosung der Situation.
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Nachdem nun auch die Deltafolie (nehme an "DELTA-FOL") bestätigt wurde, bekräftige ich meine Bedenken.
Es handelt sich um eine reine Unterspannbahn, für die es eindeutige Einbau- und Verarbeitungsvorschriften des Herstellers gibt, die eine wirksame Hinterlüftung zwischen dieser Unterspannbahn und der Dämmung fordern!!!
Versuchen Sie doch mal, von beiden Herstellern (Dörken und Climacell) eine Bestätigung für die bei Ihnen vorgenommene Ausführung zu erhalten.
Diese Arbeitsleistung ein Drama!
Ich kann nur zu einem öbvS des Dachdeckerhandwerks bei Ihrer örtlichen Handwerkskammer raten.



@ Peter G.


Runde Dachgaube muß gedämmt werden: Papapier aufgebracht

Hier nun wie versprochen einmal ein Detailbild zu einer sensiblen Bauteilsituation.
Unterkonstruktionsausbildung, Baupapierlösung, Stützlattung, Beplankuzng.
Schauen Sie sich die Bilder einmal nacheinander an.
In der Bilddatei durchklicken.

Ansonsten einen schönen Sonntag und guten Erfolg mit der vor-Ort-Begehung.

Udo Mühle



Lieber Peter!



Der Hersteller wird in jedem Fall ein seriöses, qualifiziertes Unternehmen in der Nähe nennen können. Diese Leute können vor Ort gemeinsam mit Ihnen (und vielleicht mit dem Einbauberieb) eine Weg des weiteren Vorgehens suchen. Nur vor Ort kann das geschehen!
Es wird einen Weg geben, auch wenn es vielleicht nicht ruck-zuck geht.
Wo genau liegt denn ihr Ort? Wenn es ein Isofloc-Material war könnte ich evtl. direkt eine Adresse nennen.
Schöne Grüße. Jürgen Maier