Obere Geschossdecke - wasserdampfdichtheit

02.11.2009



Hallo werte Community,

um vor der Dämmung der obersten Geschossdecke zum Dachboden die "Feuchträume" dampfdicht zu machen, Schraube ich Fermacellplatten an die Holzbalkendecke.
Problem, immer noch, der "flexible" Anschluss an die nicht geraden umgebenden Wände.
Im Trockenbauforum bin ich nicht wirklich weiter gekommen, Lösung ist hier eine Schattenfuge in Form eines kontrollierten Abrisses an der Wand, ergo konzentrierter Wasserdampfdurchlass im kritischen Bereich Balkenköpfe und Drempel mit umlaufenden Holzbalken Auflager Dachsparren.

Würde hier Kombriband als Abdichtung funktionieren? Hat jemand eine andere Idee?
Oder muss ich doch auf elastische Dichtsysteme wie für Duschen zurückgreifen?

Vielen Danke im Voraus!

Grüße
Jörg





Um einen Feuchtraum dampfdicht zu machen, braucht es eine dampfsperre. Für den Heimwerker reicht eine PE-Folie o,2 mm dick. Es gibt aber selbstverständlich zugelassene Dampfsperren, die ein wenig mehr kosten. Alles andere geht nicht.
Compriband ist zwar extrem druckwasserdicht aber diffusionsoffen.

Grüße vom Niederrhein



Soweit verstanden, Danke!



So wie ich das sehe, bekomme ich die Folie nur an die Decke, in dem ich sie mit etlichen Schrauben perforiere. Ok, kann man abkleben, aber mit der Unterhangdecke gibts ja auch wieder Löcher und wie macht man bei der Folie den Wandanschluss?

Danke und Grüße
Jörg





Hallo,

für den Wandanschluss gibt es die folgenden Möglichkeiten:
- einputzen
- mit einer Anpressleiste fixieren.

Grüße



Da nicht...



...weiter kommentiert, gehe ich davon aus, dass die Perforation durch die Halterungen der Unterhangdecke kein Problem darstellen!?

Danke und Viele Grüße
Jörg Würfel





wenn dieselben eine Andruckscheibe haben, ist das kein Problem. Sollten Sie aber den Eindruck vor Ort haben, dass das alles mehr ein Schweizer Käse wird, müssen Sie sorgfältig abkleben, aber nur mit zugelassenem Klebeband.

Gruß



Letzte Frage, zum Verständnis...



Was passiert eigentlich mit dem Wasserdampf der durch die Fermacellplatten bzw. Wandanschlüsse zwischen PE-Folie und Unterdecke dringt?
Kondensation an PE-Folie und tropft dann auf die Fermacellplatte? Trocknet das auch wieder weg?
Muss ich eine Hinterlüftung mit vorsehen?

Vielen Dank noch mal und Grüße
Jörg



Nachdenken !



wenn Du hinter der Fermacell hinterlüftest - kommt doch auch die Luftfeuchte dort hin - aber das ist kein Problem! Die Folie ist doch zimmerwarm da die Dämmung auf der anderen Seite liegt. Brillenträger wissen es - nur kalte Brillen beschlagen im warmen Zimmer - solange Deine Folie warm bleibt - keine Wärmebrücken - gibt es kein Kondensat.
Hinweis: PE-Folie o,2 mm würde ich nicht nehmen, die werden nach Jahen spröde ... nimm zugelassen Dampfbremsfolie und als Randanschluus entweder das grüne Klebeband von SIGRA, wobei du eine Schlaufe in der Folie eindrücken mußt, die Bewegungen aufnehmen kann, das gleiche geht dann auch mit dem Dichtungskleber. Dies auf einen Unterputz an der senkrehten wand, dann drüber putzen als winddichter Anschluss. Details mal auf einer Baustelle ansehen, Deine Folie an der Unterdecke sollte wenig perforiert werden, Folie mit Presslatten (Dachlatte) an die UK schrauben - darauf die Fermacell schrauben - die Schrauben gehen dann nur ins Holz. Den dabei entstehenden Hohlraum kannst Du als Installationsebene nutzen. Klar ? Ansonst weiter fragen !



Hallo Olaf,...



...sorry, mein Fehler.
Die obere Geschossdecke ist noch ungedämmt (wird erst innerhalb der nächsten 3 Monate in Angriff genommen), also kalt von oben und damit garantierter Kondensatausfall.

Bezgl. Konstruktionsdetails, will eigentlich mit Schnellabhängern und kompl. Metallsystem arbeiten und sowenig wie möglich mit der Decke runterkommen.
Aber womöglich reicht es aus, die Folie punktuell mit den Schnellabhängern an der Decke zu befestigen und wo notwendig mit einzelnen Schrauben und dann mit SIGA Band abkleben.

Ach ja, benötigt es für die Dampfbremse einen bestimmten SD Wert?

Danke noch mal für die Erläuterung.

Gruß
Jörg



wenn



du so wenig wie möglich runterkommen willst - nimm Dachlatten an Deine Holzbalkendecke, Abhänger und Metallprofile brauchen mehr Platz. Der mögliche Kondensatausfall kann brechnet werden und ist abhängig von der Dampfbremse, der Dämmstärke und der Luftfeuchte. Wenn Du sicher gehen willst, mußt Du eine Dampfsperre von SD > 100 m einbauen und an alle Bauteile 100% Abdichten (!!), also zur Not auch die bar Montagetacker abkleben. Die können beim Anbringen der Folie ohnehon einreißen, wenn Du etwas spannst bei Ausrichten. Deshalb haben die Dachlatten auch einen Vorteil, weil Du Sie mit ein paar Montagestützen erst mal gegen die Decke klemmen kannst ohne die Folie zu perforieren. Schau Dir mal die Deckensysteme bei KNAUF Regips oder Lafarg an. in den nächsten 3 Monaten keine Dämmung drin zu haben ist aber riskant, würde diese Arbeiten unbedingt vorziehen !!! Oder Du hältst die Temperaturen unter der Sperre auch so niedrig wie oben....



100% abdichten,...



...da haben wir es wieder;-)
Zumindest dort, wo die Dachlatten durch die Folie geschraubt werden, kann ich auch mit abkleben nichts mehr wirklich erreichen.
Ich tendiere dann doch eher zu einer feuchteadaptiven Dampfbremse und erwarte, dass das was an Wasserdampf in die Dämmung eindringt und kondensiert, über den belüfteten Boden wegtrocknet.
Danke für den Tipp mit den Baustützen!

Und für Bad werde ich mich noch mal bezgl. der Power Panels schlaumachen. Die Hersteller schreiben hier auch immer von flexiblen Wandanschlüssen.

Danke noch einmal und Güße
Jörg



achtung



Montagestützen, nicht Baustützen, auch faule Hand bezeichnet, wiegen nicht so viel !

Dort, wo die Schraube mit Dachlatte durch Folie dringt, verhindert die Dachlatte mittels Anpressdruck eine größere Undichtigkeit. Das ist sozusagen die Praxis ! Aber die feuchteadaptiven Dampfbremse ist eine der vielen Alternativen.

Viel Erfolg wünsche ich Dir ! Kannst ja mal bei Gelegenheit berichten.



Hallo Olaf,...



...Danke noch mal für Deine Hilfe!
Lasse den Aufbau jetzt noch mal vom Dämmstoffhersteller rechnen und die werden wohl auch die passende Dampfsperre bennen können.

Viele Grüße
Jörg



Möchte das Thema gerne noch mal hochbringen...



Habe mich für eine freitragende Decke entschieden und das Problem der Perforation Dampfbremse damit gelöst.
Hätte jetzt natürlich noch die Möglichkeit den entstandenen Zwischenraum für Dämmung/Brandschutz zu nutzen.

Spricht hier was dagegen bezgl. dem Aufbau zwei Dämmebenen durch Dampfbremse getrennt?
Wandert der Taupunkt möglicherweise jetzt bis hinter die Dampfbremse und ich habe das gleiche Problem wie ohne DB?

Danke für Anregungen!

Gruß
Jörg



für



eine Antwort müsstest Du Deine nun gewählte Lösung schon mal skizieren. Deine Beschreibung ist nicht ganz zweifelsfrei/eindeutig.



Hallo Olaf,



...hatte einen neuen Eitrag zu der Frage erstellt.


---Forenreferenz-----------
Dämmung durch Dampfsperre unterbrochen -
Hallo liebe Community,
habe versucht den Thread noch mal nach vorne zu holen, ohne Erfolg, mache deshalb einen neuen auf mit Referenz auf

http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/127806$.cfm

Folgendes Thema:
Habe mich für eine freitragende Decke entschieden und das Problem der unnötigen Perforation Dampfbremse damit gelöst.
Hätte jetzt natürlich noch die Möglichkeit den entstandenen Zwischenraum für Dämmung/Brandschutz zu nutzen.

Spricht hier was dagegen bezgl. dem Aufbau zwei Dämmebenen durch Dampfbremse getrennt?
Wandert der Taupunkt möglicherweise jetzt bis hinter die Dampfbremse und ich habe das gleiche Problem wie ohne DB?

Danke für Anregungen!

Gruß
Jörg mehr ...
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Gruß Jörg