Olles Haus...neue Dämmung ....Probleme?

07.07.2006



Hallo ... wir haben uns kürzlich ein Haus aus dem Jahre 1935 gekauft ...

bei diesem wurde bereits 1998 das Dach neu eingedeckt ...wir wollen nun das Haus sanieren und dabei die Dachschrägen dämmen...an einer Dachseite ist dies bereits geschehen, mit Alu-kaschierter Glaswolle. Nun wollte ich eigentlich das selbe Materiel auf der anderen Dachseite auch nutzen und noch eine Dampfsperre davor anbringen... habe aber festgestellt, dass die Folie unter den Dachpfannen keine diffusionsoffene Folie ist, sondern eine ganz normale Folie (mit so einem textilgitter drin). Zudem sind die Dachsparren so "klein" dass die Dämmung quasi an der Außenfolie anliegt ... nun haben wir Angst, dass sich an der Folie außen Schwitzwasser bildet und die Dämmung zerstört. Die Textilgitterfolie außen ist aber nicht verklebt, sondern nur etwas überlappt, reicht sowas als "Hinterlüftung" aus ... muss ich mir sorgen machen ...?
Vielen Dank für die Tipps ...

MfG Methos





Von einer Hinterlüftung könnte eh nicht die Rede sein, da von einer Hinterlüftung erst ab bestimmten Distanzen zwischen den Schichten gesprochen wird.

Wäre auch mal wichtig zu wissen, wie weit diese Textilgitterfolie von den Dachpfannen weg ist.

Ferner das Material der Folie, und die Dicke der Dämmung.

Eigentlich soll der Wasserdampfdiffusionswiderstand von innen nach außen abnehmen. So gesehen ist ihre Ausführung erst mal falsch. Aber machen sie sich keine Sorgen, die Dämmung wird so schnell keinen Schaden nehmen.

Eher die Sparren ^^.

Können sie nicht mal eine Schnittskizze machen? Oder/und auch ein Foto? Möglicherweise ist es besser, Sie machen sich jetzt die Mühe der Korrektur, als dass sie später mit noch verheerenderen Folgen zu kämpfen hätten.

MfG





Hallo, bevor die "Probleme" größer werden und das Holzwerk schaden nimmt fragen Sie lieber eine(n) Fachfrau(mann).

Beste Grüße von der Saale,

Zimmerermeister Spitz



weiterre Angaben ...



Dachpfanne liegt auf den Dachlatten ca. 3-4cm stark...
da drunter kommt diese Textilgitterfolie (die genaue Bezeichung kenne ich nicht, also eine Folie mit eingelassenen Fäden), dann kommen die Sparren 12cm stark, zwischen die Sparren soll die Dämmung...

nun ist es ja so, dass die Außenfolie ja nicht ganz Dicht ist, da sie nur überlappt und nicht verschweißt ist....

was könnte ich denn ändern, um folgeprobleme ausschließen zu können ...das dach abdecken und andere folie einziehen, ist extrem aufwändig und teuer ...welche lösungen sind noch denkbar ...

mfg methos





Hallo, sie brauchen sich nur an die z.Zt. gültigen DIN Normen zb. DIN 4108, Teil 7, der EnEv - Energie Einsparverordnung und den allgemein gültigen Regeln der Technik zuhalten. Dazu sollten sie sich auch in der DIN 18334 Zimmerer & Holzbauarbeiten und in der DIN 18338 für das Dachdeckerhandwerk auskennen.
Sorgen sie für eine wind-& luftdichte Gebäudeaußenhülle.DIN 4108, Teil 7. Prüfen sie diese durch einen Blower-Door-Test. Schmeißen sie die Glaswolle mit Alukaschierung auf den Müll. Nehmen sie Zellulosedämmung o.ä. nehmen sie Lehmputz anstatt Gipskarton oder Rotband. Wenn sie allerding Schimmel in den Wänden bevorzugen und Taifun aus den Stechdosen lieben, fahren sie zum Baumarkt und/oder lassen alles wie es ist. Also wie gesagt, fragen sie die Fachfrau oder den Fachmann.

Beste Grüße von der Saale,

Zimmerermeister Spitz





ich war der meinung ich frage hier fachmänner/frauen...
mir ist es ziemlich wurscht was in irgendwelchen din/en's steht ... ich wollte einen tipp von jemanden, der schon ähnliche probleme gehabt/gelöst hat ...
an dem momentanen aufbau, Dachpfanne-Folie kann ich nichts ändern ... gedämmt werden muss das dach aber nunmal auch ... also was tun??

mfg methos



@ Zimmermeister Spitz



aber vielleicht wollen Sie sich das ganze ja mal vor Ort anschauen ... Bernburg - Dessau ist nur ein Katzensprung ;-)

MfG Methos





hallo, das hab ich ihnen doch schon vorgeschlagen! Ich würde mir ihr "Problem" gerne Vorort ansehen. Am 12.7. oder am 14.7. bin ich in Dessau, dann kann ich vorbei kommen.

MfG. Hans - Anto Spitz





leider will ich dieses Wochenende zu potte kommen ...so dass der 12. oder 14. schon zu Spät ist ...

folgende Idee
die Dachbalken auf 160mm auflatten also ca 4cm
dann 140er Dämmun einbringen...
innen dampfsperre....



hab´s mal schnell überschlagen,



120mm 035er würden nach ENEV übrigens reichen ;-)
Wenn der Aufbau denn so sein soll dann kann man wie folgt
vorgehen:
Da die Deltafolie (ist die von oben angebracht?) einen
ziemlich hohen SD-Wert hat würde ich unterhalb eine bit.
Holzweichfaserplatte anbringen (auf Leisten am Sparren), so
dass eine ca. 4cm hohe Belüftungsebene zwischen Faserplatte
und Deltafolie entsteht.
Zwischenraum kann man dann ganz ausfüllen (z.B Isofloc)
Innenseitig eine Dampfbremse, die auch die
Winddichtheitsebene darstellt aufbringen, Anschlüsse
sorgfältig herstellen.
Den Rest (zu den 120 mm) als Installationsebene ausbilden.