Reetdach ohne Durchzug




Ich suche Anregung von vielen klugen Gedanken die ich als Neuling in diesen Foren immer wieder gerne gelesen habe - schon mal vielen Dank dafür.
Wir haben ein Fachwerkhaus in McPomm gekauft - die Vorbesitzer haben vieles richtig gemacht - aber beim Reetdach suche ich noch eine Lösung: Reetdach ist zum Teil neu - ein Teil muß noch neu von uns gedeckt werden. Leider haben die Vorbesitzer eine wenig winddichte Folie eingebracht - nur so ein "Läpperteil" (siehe Bild) das ist zum Teil vom Marder angenagt worden - dann kam im ausgebauten DG Nut und FederDecke mit eingebauten Halogenstrahlern.....
Das zieht ziemlich im Winter.....was kann ich machen ? Es gibt beidseitig eine Abseite in die ich reinkrabbeln kann - die Abseite könnte ich auch ein wenig dämmen....aber was mach ich sonst noch ?



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Die "Läpperfolie" stammt sicher aus der undichten Dachzeit. Laßt erst einmal das koplette Dach vom Reeddachdecker instand setzen. Dort muß immer Zugluft sein, damit die Eindeckung "lebt". Beim Ausbau reichlich Abstand zu der Dachkonstruktion einplanen.



Ich rate dazu



bei Ausbauplänen unbedingt darauf zu achten, dass der First hinterlüftet bleibt. Reetdächer sind eigentlich nicht dafür ausgelegt dass sie ausgebaut werden. Es geht aber. Ich hatte zwei Kunden, die mit Cellulosedämmung direkt unters Reet gedämmt haben.
Das ist schon einige Jahre her. Falls es dadurch Schäden gegeben hat müssten die mittlerweile sichtbar sein.
( Ihr Beitrag hier ist gerade mal wieder eine Anregung bei diesen Leuten nachzufragen)
In den letzten Jahren hat sich ein reetzerstörender Pilz breitgemacht. Ich kann mir sehr gut vorstellen dass der sich wegen den konventionellen Dämmethoden mit Mineralwolle und Dampfsperren verbreitet hat.
Mit Cellulosedämmung könnte das funktionieren. Ob direkt unters Reet oder noch mit einer Hinterlüftungsebene: Da bin ich mir unsicher. Je nachdem wo sie Ihr Häuschen haben und wenn Sie es wollen könnte ich Kontakt zu dem einen Bauherren herstellen. (Zwecks Langzeiterfahrung)
Sein Häuschen steht in Born auf dem Darß.
Ralph Schneidewind



Winddichtigkeit



Moin,moin,
ich wollte das Dach eigentlich garnicht dämmen - die Problematik mit der Hinterlüftung sehe ich - ich würde es einfach nur gerne winddicht bekommen - aber möglicherweise an die Unterseite der Sparren auf denen das Reet liegt (da habe ich noch 6cm Abstand zum Reet) eine winddichte Folie bringen ? Das bedeutet, die komplette Deckenverkleidung runter, winddichte Folie (stellt sich die Frage welche????) dann die Deckenbekleidung wieder rauf - kein Brandproblem mehr, da die Halogenos bereits gegen LED ausgetauscht.
Welche winddichte Folie nehme ich dann ? Denke ich überhaupt in die richtige Richtung? Hilft mir noch jemand beim denken ?



Wenn Folie:



dann auf alle Fälle was diffussionsoffenes. Ich hätte aber eher in Richtung Dampfbremspappe gedacht.
Zum Thema Brand: Ein Holzschutzgutachter mit dem ich öfters zu tun hatte, empfahl Thüringer Waid als Brandschutzmittel. Es hat ihn in einer Vorführung überzeugt.
Ralph Schneidewind