riesige Fugen in altem Parkett

05.09.2010



Hallo,

ich habe ene Frage bezüglich der Fugenschließung bei Parkett.
Ich ziehe demnächst in eine Wohnung mit einem Parkettboden in katastrophalem Zustand.Das Verlegemuster ist als Fischgrätmuster verlegt worden, sieht wirklich toll aus, wenn es dann geschliffen ist. Aber was mache ich mit den Fugen?
Das Parkett ist im Altbau verlegt worden, da arbeitet natürlich alles und jetzt gibt es wirklich riesige Fugen zwischen den Stäbchen.Also nicht 1-2 mm sondern schon 5-6mm. Was kann ich da machen ohne das ganze Parkett abzureissen und neu aufkleben zu müssen?

Und hat jemand Erfahrung mit Scheuerleisten, Türen, Zargen abbeizen? Ich habe gehört Ätznatron ist eine Möglichkeit. Jedoch weiß ich nicht ob sich die Anwendung in der Wohnung eignet, weil Ätznatron mit viel Wasser abgespült werden muss, ich kann schlecht die Wohnung unter Wasser setzen! :-) Eine Werkstatt habe ich leider nicht und die Ablaugestationen sind einfach zu teuer für mich.

Über Erfahrungsberichte und Ideen eurerseits würde ich mich freuen. Vielen Dank im Voraus!

Viele Grüße
Diana



Bei dem beschriebenen Fugenmaß...



...fällt mir nur eine Neuverlegung ein. Vermutung: Früherer Wasserschaden, Holzart: Buche oder Birke. Bei Eiche habe ich solch extreme Fugen noch nicht beobachtet.

Grüße

Thomas



Ich fast...



3-4mm auf jeden Fall, allerdings bei schwimmender Unterkonstruktion, die absacken kann wenn sich die Schüttung setzt. Da sich die Anzahl meist in Grenzen hielt, haben wir einfach kleine Stäbchen eingeleimt.





also neu verkleben werde ich die nicht, es sei denn die hausverwaltung zahlt das, da kann ich aber lang drauf warten. aber die idee mit den eingeklebten ministäbchen finde ich ganz toll. habt ihr die beim Tischler machen lassen oder selbst zurechtgeschnitten?



Bitte...



...lasst Euch jegliches Bastelwerk am Parkett schriftlich von der Hausverwaltung absegnen. Für zusätzliche Schäden könnt Ihr haftbar gemacht werden, zudem ist das schleifen, reparieren etc. eines Parkettbodens immer Sache des Vermieters.

Grüße

Thomas



Dinesen Douglas 28mm in Italy



Hallo,

My name is Davide, and i'm from Italy (near Venice).
I'd like to floor my new house with the amazing floor Diensen Douglas 28 mm (www.dinesen.de), and since i'm not able to find here in Italy, someone that experienced with this kind of floor, i want to ask you something:

1) Can i glue it directly to my screen coat (with Sika bound)?
2) Is Doulgas Floor compatible with floor heating?
3) Is Doulgas Floor stable, in other word is an enduring floor?

Please tell me about your experience with this kind of floor, in order to let me understand what kind of problem i could meet.

Thank in advance for your support.
(Write in german, i can understand it, i'm sorry but still not able to speak and write it)



Wir haben



uns mit alten Parkettresten, Tischkreissäge und Bandschleifer bewaffnet... nachdem wir in insgesamt 5 Zimmern den Fischgrätparkett herausgelöst und komplett neu verlegt hatten (nur durch Lernen beim Zerlegen und einmal dem Fachmann über die Schulter schauen, ohne Vorerfahrung) konnte uns nicht mehr sonderlich viel schrecken. Hält im Gegensatz zu div. Kittmassen seit 7 Jahren.

Nachtrag: wenn der Boden richtig alt ist (vor dem 2. Weltkrieg) ist er vermutlich nicht geklebt sondern mit Nut und Feder verdeckt genagelt. Sowas kann man herauslösen, erfordert aber Fingerspitzengefül und bringt unweigerlich Bruch, außerdem schafft man es als Laie nie und nimmer, die schräg abgeschnittenen Stäbe am Rand wiederzuverwenden, also braucht man deutlich Reserve - wenn in allen Zimmern gleiche Stäbe verlegt sind, kann man bspw. das kleinste Zimmer opfern. Die Zerlegung macht man am besten mit 4 Leuten, zwei zerlegen, zwei klopfen Nägel raus und stapeln. Dauert etwa einen Tag pro Zimmer. Für die Neuverlegung haben wir etwa zwei Wochen pro Zimmer gebraucht, fast unabhängig von der Größe, wobei fast die Hälfte der Zeit der Tatsache geschuldet war, daß wir unbedingt so legen wollten wie das in Österreich um 1900 üblich war, nämlich alle 4 Seiten(!) mit Nut und Feder mit dem umlaufenden Mauerfries verzahnt. Das erfordert enorme Fitzelei bei der letzten Reihe. Läßt man die stumpf anstoßen und setzt den Mauerfries anschließend von oben ein geht die Sache deutlich flotter.



Da aber...



...bei 5-6mm Fugen das Ganze vermutlich schon aus den Federn herausgetrocknet ist, fehlt der Geschichte die Stabilität. Zudem: Mit einfach Späne einleimen ist es ja nicht getan. Wenn die vorhandenen Fugenflanken verdreckt bleiben und voller Wachs am Ende gar, dann hält nix. Es ist einfach ein Riesenstück Arbeit, das sich ab einem gewissen Letalitätsgrad des Bodens nicht mehr lohnt. Und das Parkett ist noch nicht mal das eigene.

Dem Vermieter sollte Mut gemacht werden, sein Eigentum zu pflegen.

Grüße

Thomas