Dämmen mit styroporflocken

18.05.2005



Hallo Zusammen
Ich möchte zusätzlich zur Zwischensparrendämmung noch eine Dämmung einbringen da ich bis zur fermacellplatte/Dampfsperre durch die Konterlattung noch Platz habe. Diese zusätzliche Dämmung wäre dann zwischen Klemmfilz (16cm)und Dampfsperre.
Ich möchte keine Diskussion für oder wider Styropor lostreten.....ich weis das in ein altes Haus solche Materialien nicht gehören. Aber es soll kostengünstig sein.
Bringen diese sehr günstigen Styroporflocken (Verpackungsmaterial) überhaupt etwas zusätzliche Dämmung?
Oder bringt es gar nichts und ist sogar gesundheitschädlich?


mfg Günter



Bauregelliste



Guten Tag,

was verwendet werden darf, ist in den Bauregellisten enthalten. Abfall gehört nicht dazu. Sie handeln also mindestens ordnungswidrig.
Außerdem ist unbekannt, was in den Flocken noch so an "Ausrüstung" drinsteckt, Weichmacher fürs Flockige, irgendwelche Flammschutzmittel etc....
Vermutlich brennt das Zeug aber besonders gut wegen des prächtigen Luftkontaktes, sollte es das nicht tun, kann man von einer gewissen Giftigkeit ausgehen. Wie auch immer, ich rate dringend von solchen Versuchen ab.

Wenn Sie Einblasmittel nehmen wollen, nehmen Sie irgendetwas was Ihren Vorlieben entspricht, aber keine Verpackungsstoffe.

mit besten Grüßen





Hallo
Danke ersteinmal für die Antwort.
Laut Hersteller und Datenblatt ist das Material ungiftig und zu 100% recycelbar.
Mich interssiert eher die (wenn überhaupt vorhanden??) Dämmwirkung?

mfg Günter



Dämmwirkung



ist sicherlich wegen der unkontrollierten Schüttung und der damit verbundenen relativ großen Lufteinschlüsse schlechter als der von Plattenware (035 bis 040). Wieder weiß man nichts genaues. Und da kein zugelassener Baustoff auch keine bekanntgemachten Wärmeleitrechenwerte.

mit besten Grüßen



Bitte nicht!



Auch ich würde mir keinen Abfall in die Wohnung einbauen, der noch dazu (wahrscheinlich) leicht entflammbar ist.
Wenn mal was passiert, und die Versicherung das merkt, läuft das dann unter Umständen unter "grobe Fahrlässigkeit" mit dem Verlust des Versicherungsschutzes.
Da ja bereits eine gute Dämmung vorhanden ist, und die Verpackungsflocken von der "Körnung" her gar nicht als Isolation ausgelegt sind, kann man echt nur davon abraten.
Wie sollen die Flocken denn auch eingeblasen und verdichtet werden? Ohne eine korrekte Dichte bringt das eh nichts.
Es gibt sicherlich einige günstige Dämmmöglichkeiten; die von Ihnen angedachte wird langfristig wohl eine sehr teure, die eher schadet als nützt.
Das Einblasen von speziellen "Papierschnitzeln" wäre hier sicherlich eine Möglichkeit.



Dämmwirkung / Datenblatt



Hallo Günter,

der Hersteller wird schon Recht haben. Schließlich gilt das Datenblatt für den Einsatz als Verpackungsmaterial und Polystyrol ist auf jeden Fall gut recycelbar. Gemeint ist aber die Herstellung von neuem Verpackungsmaterial. Von Verwendung als Dämmmaterial steht da nix und der hersteller wird es aus Produkthaftungsgründen eher verbieten, wenn er davon hört, auch wenn er es nicht verhindern kann.

Aber es brennt sehr gut und wird in dieser Form wohl keine Brandschutzvorschrift einhalten. Ein Kollege ist Feuwerwehrmann. Immer wieder interessant, was er so erzählt.

Der Dämmwert wird eher miserabel sein, da die Packungsdichte sehr gering ist. Ist halt viel Luft zwischen den Flocken, was es ja soll.

Viele Grüße



Finger weg!



Vielen dank Euch allen
Da lass ich dann besser die Finger von.....dachte eigentlich das die viele Luft dazwischen gut isoliert. Verdichten kann man es auch nicht.
Und an den Brandschutz habe ich noch gar nicht gedacht.

Bis dahin
Günter