Flex oder Messingbürste?

16.04.2013 Andreas



Hallo,
ich habe noch einen Hinweis zu meiner soeben gestellten Frage:

"Bei einer Behandlung meiner Fachwerkfassade mit einem Messingbürstenaufsatz auf der Bohrmaschine bleibt die Oberfläche gerillt (Jahresringe). Wenn ich mit einer Fächerscheibe auf der Flex arbeite bekomme ich eine glatte Oberfläche. Was ist besser: schonend - dafür Rillen, oder die glatte Fläche? Mir ist vor allem an einer wetterfesten Lösung gelegen. Das Fachwerk ist ca. 100 Jahre alt, in die Rillen drang auf der Wetterseite über Jahre Wasser ein, aber eben auch wieder aus, sonst wäre ja das Holz nicht in einem so guten Zustand."

Ich möchte noch hinzufügen, dass ein Zimmermann die Flex empfiehlt, mit folgenden Hinweisen: 1. es geht schneller, 2. ich kann marode Holzstellen herausschleifen, 3. der Anstrich mit einer Dauerlasur benötigt weniger Farbe. Nichtsdestotrotz ist hier im Forum immer die Rede von "Balken bürsten". Mein bekannter Denkmalschützer (Gewerk: Maurer) rät ebenfalls zur Messsingbürste. Was denn jetzt, Hilfe....!!

Vielen Dank für eure Ratschläge,
Andreas



Ich bevorzuge die Flex für solche arbeiten!



Welche Dauerlasur soll v ersendet werden.

Ich kann das nur Anstriche auf Leinölbasis empfehlen.

Grüße aus Koblenz



Flex und Hopp



Hallo

da schliesse ich mich dem Vorredner an …

Ich würde Flex nehmen … allerdings wahrscheinlich ne Topfbürste mit StahlMessing kann zu weich sein und zu heiss werden …

es würde auch ne Fächerscheibe ö.Ä gehen … 

wichtig ist der Anstrich - nur Leinöl (z.B. Ottosson - erste Qualität) soll auch andere geben … aber vorsicht … mittlerweile tummeln sich auch auf dem einst raren Leinölmarkt lauter tolle Hechte , deren Kopf schon arg fischelt …

Gutes Gelingen …

und denken Sie auch an die Fuge zwischen Holz und Gefach - nix reinpampen … gell!

Florian Kurz



Flex od. Bürste



Vielen Dank für die Antworten,
ich hatte in der Zwischenzeit Gelegenheit an einem unverfänglichen Stück Balken beide Versionen zu testen, und bin froh, dass Sie mir die Version empfehlen, die mir selbst auch am einfachsten, schnellsten, und - mit wenig Druck auf der Flex - eine doch schonende Art und Weise vorkommt. Außerdem kommt man mit der Flex gut in die Ecken.

Ich hatte vor die Langzeit-Schutzlasur LZS von Pigrol zu nehmen. Hat mir ein bisheriger Farbenhändler empfohlen. Die Lasur ist auf Alcydharzbasis und wird als offenporig beschrieben, und ein mittlerer Farbton (z.Bsp. Eiche) soll einen gewissen UV Schutz bieten.

Herr Kurz, meinen Sie mit reinpampen: mit Farbe zuschmieren? Das hatte ich nicht vor. Wo Putz und Holz sich treffen entsteht immer eine kleinere Fuge: Feuchte rein und wieder raus, denke ich.

Herzliche Grüße,
Andreas



Flex oder Bürste



Kann leider keines von beiden mehr empfehlen, nachdem ich mein gesammte Fachwerk mit dem Eisstrahlen super top sauber bekommen habe empfehle ich hier Eisstrahlen. Jahresringe bleiben je nach Druck und Eismenge weniger stark oder ganz stark stehen.



Trockedneisstrahlen vs. Flex



Hallo,
ja sieht wunderbar aus, allerdings gibt es hier einen kleinen Unterschied bei den Kosten. Die zwei, drei Fächerscheiben für die Flex kosten keine 15,- Euro. Der Preis für eine Sanierung mit Trockeneisstrahl liegt bei mehreren hundert Euro. Danke trotz für die Antwort, und für die schönen Bilder.

Mache ich mit mit der LZS von Pigrol einen Fehler?

Beste Grüße aus Freiburg,
Andreas





mit dieser Messing Schleifbürste mit einer regulierbaren Flex gehts besser als mit der Bohrmaschine.

http://lotex24.de/Scheibenbuerste-R-115-mm-Zopfbuerste-Messingdraht-M14-Winkelschleifer-gerade-Drahtbuerste

Was für eine Farbe ist denn aktuell drauf? Schmiert es mit der Fächerscheibe?

Würde weich anfangen, auch Nylonbürsten probieren.
Alternativ Balkenbürste von Makita und Flex ausleihen (Nylon oder Messing Aufsatzbürsten), ich kam mit beiden nicht so gut zurecht.

Die idealste Lösung/Kombination (bei mir) war die oben genannte Scheibenbürste(für extreme Poren) und eine ganz grobe Schleifscheibe 16er Körnung, montiert auf dem Schleifteller http://www.wolfcraft.de/de/produkte/p/winkel_schleifteller/winkel_schleifteller/s/p/index.html
mit einer regulierbaren Flex.

So haben auch die Zimmerleute Ihre gebrauchten alten Balken bearbeitet.

Danach Leinöl siehe Vorredner.



Ich würde bürsten,



aber nicht mit Bürstchen in der Bohrmaschine.

Es gibt elektrische Balkenbürsten, z.B. von Makita und Protool. Das sind breite Bürstwalzen, teilweise sogar absaugbar. Über verschieden grobe Walzen (div. Nylon/Messing/Stahl) hat man auf das Ergebnis viel Einfluss, ferner liegen die Teile gut in der Hand und es ist eine gleichmäßige Bearbeitung in der Fläche gegeben. Da in Faseerrichtung gebürstet wird, sind kreisförmige Querkratzer ausgeschlossen.

Alkydharze, ob in Lösemittel oder dispergiert, würde ich keinesfalls auf das Holz lassen - in absehbarer Zeit wird da nämlich wieder geschliffen. Mit Leinölprodukten behandelte Flächen müssen später nicht geschliffen, sondern können gewartet bzw. überstrichen werden.

Grüße

Thomas



flex



Meine Empfehlung wäre eine Farbe auf Leinölbasis, evt. auch schwedische Schlammfarbe wenn ein nur oberflächiger Anstrich z.Zt. drauf ist.
Dieflex sollte mind. 1200W haben und drehzahlgesteuert, kein ebay oder Chinazeugs verwenden. Ich habs damit gemacht:http://lang-protoolshop.de/protool-artikel/kategorie/diamant-schleifsysteme/artikel/diamant-schleifsystem-dsg-agp-125.html. die Staubhaube ist jedoch nicht nötig für Fachwerk.

Gruß



Leinöl



Hallo

hier:
http://www.youtube.com/ottossonfargde#g/u

kann man schöne Filmchen ansehen …

Florian Kurz



Vielen Dank!!!



Hallo an alle Antwortenden,

so mehr oder weniger ist die Sache klar, ich kann also loslegen, das Wetter spielt zumindest heute noch mit. Danke nochmals für alle Hinweise. Super Sache dieses Forum!

Grüße aus Freiburg,
Andreas