Fehlerhafte Dielenversiegelung?

30.04.2008



Hallo zusammen,
ich beauftragte eine firma meine alten kieferdielen vom sog. ochsenblut zu befreien und anschliessend zu versiegeln.mit dem Abschleifen war ich zufrieden, allerdings nach dem lackieren war die Holzoberfläche aller Dielen in der Wohnung sehr körnig. einzelne kleine steine waren mit einlackiert, runde schleifspuren der maschine waren zu sehen. ich war ziemlich unzufrieden mit dem ergebnis und die firma schleifte widerwillig eine viertes mal. ich habe sofort das ergebnis kontrolliert und die holzoberfläche war sehr glatt. nun stelle ich fest, wieder dasselbe problem. nach dem lackieren ist die gesamte holzoberfläche körnig. sehr unangenehm barfuss über diese raue oberfläche zu laufen, ich denke textilfasern der strümpfe werden auch hängenbleiben. ich weiss nicht woran es liegt, evtl. schmutziger lackteller/scheibe der maschine, falcher lack? staubgesaugt wurde nach dem schleifen. für die firma ist alles super nur mir gehen langsam die argumente und nerven aus, eine glatte holzoberfläche zu fordern. hatte jemand ähnliche Erfahrung gemacht oder kann mir weiterhelfen? vielen dank



Fehlerhafte Dielenversiegelung?



Hallo ,
Was für ein Lack wurde denn verwendet??
Viele Grüße



Dielenversiegelung



Hört sich für mich an wie 1 mal dick drüber und fertig !
Beim 1.Anstrich stellen sich Holzfasern auf und es öffnen sich auch noch Poren die eingedrungenen Schleifstaub freigeben können.Aus den Fugen kann auch noch Staub mit dazukommen. Als Maler würde ich einen Zwischenschliff ausführen um die Faserspitzen und Staubeinschlüße zu entfernen. Wenn erforderlich einen Zwischenanstrich,und nach nochmaligen Zwischenschliff dann die Schlußversiegelung ! Wichtig sind natürlich auch picobello saubere Pinsel, Siegellack und Lackgebinde ! Wie Bodenleger das handhaben weis ich nicht, vielleicht gelten da andere Maßstäbe als im Maler-Lackierergewerbe.



Auf Nadelholz...



...ist m.E. jeder Lack ein falscher Lack. Das weichere Holz darunter begrenzt die Haltbarkeit der Lackfläche, dann wird wieder vollflächig geschliffen. Kosten und Staub ohne Ende.

Manche Lacke sind aber noch etwas falscher als andere. Mit ziemlicher Sicherheit wurde ein Wasserlack verwendet. Wasser quellt die durch das Schleifkorn gequetschten Fasern auf, der Lack konserviert sie in dieser Stellung.

Wenn jetzt nicht alle Körnungen sauber durchgeschliffen wurden vom gröbsten (vermutlich 16) bis zum feinen Korn (wenigstens 120er Gitterschliff) - wir machen üblicherweise 7 Schleifgänge - passiert folgendes: Die groben "Furchen", die das 16er Korn reißt, werden bei zu wenigen Folgekörnungen nicht weggeschliffen. Lange Holzfasern bleiben gequetscht auf dem Grund der Schleifspur. Die feineren Körnungen erreichen sie nicht, aber das Wasser des Lackes. Sie stellen sich auf und bilden eine rauhe Oberfläche. Das Problem verringern kan man mit einen Zwischenschliff und erneuten Lackauftrag, wie Thomas Lingl schon schrieb.

Besser und preiswerter (aber nicht zwingend billiger) wäre eine saubere Schliffabfolge und ein mehrfacher Ölauftrag mit der Einscheibenmaschine gewesen.

Geringfügige Körnchen auf der Fläche und leichte und vereinzelte Schleifspuren stellen bei einem handwerklichen Verfahren übrigends einen hinzunehmenden Mangel dar. Hier ist das Maß ja aber wohl deutlich überschritten.

Mit einem feinen Zwischenschliff (150er oder 180er Gitter) und erneuter Endlackierung sollte ein befriedigendes Ergebnis erreichbar sein.

Grüße

Thomas