Flacher Fußbodenaufbau auf einer Holzbalkendecke

01.04.2019



Hallo zusammen,

mein Partner und ich sanieren aktuell ein Reihenendhaus aus dem Jahre 1927. Das Haus hat 2 Vollgeschosse, ein ausgebautes Dachgeschoss und einen Vollkeller. Im ganzen Haus sind Holzbalkendecken. Den Zwischenraum der Holzbalken würden wir gerne mit Zellulose auffüllen und sind uns nun unschlüssig, wie wir den Fußbodenaufbau gestalten soll. Dieser sollte insgesamt möglichst flach bleiben (die Treppe im Haus soll bleiben).
Unsere Überlegung war auf die Holzbalken 19mm starken Rauhspund zu legen, darauf folgen 30mm Trockenestrich, 2mm Kork (für Trittschall) und 5mm Vinylboden. Allerdings sind wir dann in Summe bereits bei 56mm und das ist uns etwas zu hoch.
Können wir den Trockenestrich in 20mm Stärke nehmen? Oder gibt es eine ganz andere Möglichkeit?

Geflieste Räume sind hiervon nicht betroffen, da wird der Aufbau eh höher weil eine Fußbodenheizung eingebaut wird.

Herzlichen Dank im Voraus für Eure Hilfe!!!

LG Saskia



Wozu



dieser Aufbau? Ich bin zwar kein Experte, aber 19mm Rauhspund scheint mir etwas schwach dimensioniert, und warum der Trockenestrich darüber dann sogar 30mm stark? Kann man nicht statt 19mm Rauhspund 28 mm OSB-Platten verlegen, darauf dann 10 mm Trockenestrich und darauf Kork + Vinyl? Wenn es hart auf hart kommt noch auf das Kork verzichten. In einem Reihenhaus muss man es vielleicht mit der Schalldichtigkeit auch nicht übertreiben.



OSB



Ein Material, was zwar schnell Fläche bringt und scheinbar als problemloses Beplankungsprodukt bei vielen durchgeht, beherbergt es aber einiges an bauphysikalischen Problemen, wenn man sie z.B. als umbautes Fußbodensystem einsetzt.
OSB-Platten zählen unter dampfdicht und somit kann man bei kritischen Bereichen (Kellerdecke etc.) später zu gravierenden Bauschäden (Pilzbefall, wenn nicht sogar Schwamm) bekommen.
Was ist in den Deckenbalkenfeldern derzeitig als Masseschicht und Trägerebene vorhanden?
Warum wollen sie nicht nur eine neue raumlange Diele verlegen?
Wahnwitzige Mischkonstruktionen bleiben immer mit Problempunkten behaftet.
Masseeinschub, dazu ein Dämmstoff hohlraumfrei, darüber ein Filz und darauf dann einen Dielenboden von mind. 32 mm Stärke.

FG Udo



Zwei Links zum Thema Bodenaufbau



Hallo Saskia,

vielleicht hilft dir das weiter:

Dieser Bodenplaner führt dich über einige Fragen hin zu dem von dir benötigten Aufbau: https://bodenplaner.com

Generelle Infos rund um „Bodenaufbau“ findest du in diesem Dokument: https://www.fermacell.de/de/docs/fermacell_PuV_Bodensysteme_D.pdf

Viel Erfolg bei deinem Projekt!



Neuaufbau Fußboden



Was soll mit einem Neuaufbau erreicht bzw verbessert werden?
Gibt es Mängel/Schäden?

Dies muß zuerst geklärt werden-
daraus resultieren dann die verschiedenen Sanierungsvarianten.

Bevor zusätzliche Lasten aufgebracht werden müßte ohnehin die Tragfähigkeit der Decke geprüft werden.

Die dargestellte Konstruktion ist nicht sinnvoll.



Aufbau



Der bisherige Boden ist über 90 Jahre alt und an diversen Stellen defekt.

Wir möchten gerne den Tritt- und Gehschall verringern. Da die Treppe im Haus nicht verändert wird, haben wir maximal 40mm zur Verfügung.

Die Zwischenräume sind aktuell wie folgt gefüllt:
- Keller&EG: Sand
- EG&OG: Sand, Holzschicht (in der Mitte des Hohlraumes) und Gips
- OG&DG: leer

Können wir auch insgesamt nur eine dicke Schicht Rauhspund oder OSB verwenden? Oder benötigen wir für den Trittschall zwei getrennte "Schichten"? Oder kann eine dicke Kork-Schicht da eher unsere Wünsche erfüllen?

Da es einen offenen Wohn-, Koch- und Essbereich geben wird, möchten wir gerne überall den gleichen Boden verlegen. Vinyl scheint uns da gut geeignet, weil es unempfindlich ist und der Küche mit ihren Flecken standhalten kann.


Wir sind für ganz neue Vorschläge und Ideen offen!
Herzlichen Dank!