Verlegeplatten auf Balken knarren

10.06.2007



Guten Abend,
bei meinen Bodenaufbau hätte ich eine kleine Frage. In einem kleinen Anbauzimmer habe ich bereits 22mm Verlegeplatten (Nut/Feder) verwendet und mit den darunter liegenden Balken verschraubt. Nun ist es so, daß der Boden knarrt, wenn man ihn betritt. Im Forum habe ich einen Beitrag gefunden, der vermuten läßt, daß ich die falschen Schrauben verwendet habe (durchgehendes Gewinde). Im jetzt anstehenden Raum möchte ich mir dieses Problem sparen. Was kann ich besser machen (außer andere Schrauben verwenden, damit der Andruck höher wird)? Sollte ich die Platten miteinander verleimen?
Danke für jeden Tip!
Schönen Abend,
dk



Verleimen ist möglich,



hilft auch ein wenig.

Vor allem müssen Unebenheiten in der Balkenlage nivelliert werden.

Grüße

Thomas



Sie haben sicher keinen Filzstreifen untergelegt?!



Meiner Meinung nach ist das die Ursache und nicht die Art der Schrauben (Schaft oder durchgehendes Gewinde)
Grüße



Filz schadet nicht,



kann aber die Fehler einer Verlegung nicht kompensieren. Die Platten reiben dann aneinander oder mit dem Nagel bzw. Schraube. Ich nehme übrigends lieber Streifen aus 6 oder 8mm Holzweichfaserplatte.

Teilgewindeschrauben ziehen und halten das Brett besser nach unten.

Grüße

Thomas



Verlegeplatten



Guten Morgen Thomas,
Rein Interessehalber- warum nimmst du lieber 6-8mm Streifen Holzweichfaserplatte ?



Hallo Thomas,



Filz etc. erscheinen mir zu weich und ermöglichen ein stärkeres Bewegen der Diele unter Belastung, was ja wieder durch Reibung an der Schraube/Nagel zum Knarren führen könnte.

Sicherlich wird Trittschall durch Filz oder Kokosstreifen etwas besser geschluckt. Wenn ich die Dielen aber direkt auf dem Balken befestige, ist dieser Effekt durch die Schallbrücken der Schrauben unwichtig. Für mich ist das nur eine Trennlage, die die Reibung auf dem Balken oder Sandkörnchen verhindert und kleinere Unebenheiten ausgleicht.

Bei einer schwimmenden Dielenverlegung, geschraubt auf Latte im Balkenzwischenraum, wäre denn auch eher Kokos statt Filz die Alternative zur HWF, weil dauerhaft druckstabiler als Filz.

Grüße

Thomas



Schwimmend verlegen



Hallo Detlef,

wenn Du nicht unbedingt Zentimeter schinden musst, solltest Du auf eine verschraubte Lage Spanplatten (oder NF-Boden oder alten Belag, wenn er denn einigermassen eben liegt) eine Trittschalldämmung aufbringen und darauf nochmal zwei Lagen Spanplatten (12 - 15 mm)über Kreuz Verlegen und nahezu Vollflächig miteinander verleimen und punktuell verschrauben(aber nur die beiden Lagen miteinander !!!), sodass Du eine unverschiebbare Scheibe hast. Nicht vergessen: an den Rändern immer 1 cm Luft zu aufgehenden Gebäudeteilen lassen !!!
Das Ist zwar mit Mehrkosten und Mehraufwand verbunden, aber wenn Du Knarzen unbedingt vermeiden willst, ist dies die beste Lösung. So liesse sich evtl. auch Dein verunglücktes Nebenzimmerprojekt wieder ruhig stellen.

Beste Grüsse

Wilfried



Filz oder so



Danke für die einleuchtende Antwort Thomas !



Filz habe ich verwendet



Hallo,
danke für die schnellen Antworten.
Ich habe Filz als Auflage verwendet. Ich gehe davon aus, daß der Untergrund zu uneben ist und das Holz zu stark gegeneinander arbeitet.
In meinem aktuellen Projekt (Badezimmer) mußte ich ein Gefälle von 5cm auf 3m ausgleichen. Diesmal habe ich sorgfältiger gearbeitet! Um eine bessere Auflage zu haben, habe ich außerdem zwischen den Balken Auflagehölzer quer eingebracht. Auf die Verlegeplatten kommt anschließend eine Lage Trockenestrich auf der dann gefliest wird. Frage ist nur, ob die Verleimung notwendig ist.

Schonen Gruß
dk