Feuchtigkeitsflecken auf neu verputzter Wand



Feuchtigkeitsflecken auf neu verputzter Wand

Hallo zusammen,
nachdem ich im letzten Jahr die Wände des kleinen Flur´s und die vom kleinen Zimmer neu verputzt hatte, dauerte es ewig bis die Wände trocken waren weil ja niemand vor Ort war. Nun nach der Winterpause sind Flecken zu sehen und teilweise Salzausblühungen. Was mich auf der Flurseite wundert, mitten im trockenen Bereich tauchen kreisrunde Flecken auf, wie geht das ? Wir haben im Haus keine Horizontalsperre weil es Baujahr 1868 ist, es sind nur als Fundament Feldsteine gemauert und dann mit roten Ziegeln. Wir haben auch keine Injektion durchführen lassen. Besteht die Möglichkeit das man eine Lagerfuge durchsägt und nachträglich eine Bahn aus Dachpappe einbringt dem chemischen Zeug vertraue ich nicht so richtig ?
Bei den Bildern handelt es sich um die gleiche Wand, einmal vom Zimmer einmal vom Flur. Innen ist die Wand unten trocken, vom Flur her ist sie unten feucht.
Ich habe den alten Putz auch nur im unteren Bereich entfernt, der Sockel war auch mit Ölfarbe gestrichen die ich nur versucht habe abzuschleifen.



Feuchtigkeitsflecken auf neu verputzter Wand


Feuchtigkeitsflecken auf neu verputzter Wand

Bild innen



schwer zu deuten



Hallo,
tja, da bin ich spontan überfragt, weil visuell keine Ursache erkennbar ist. Wenn die Möglichkeit besteht, messen Sie mal die Feuchte. Also im Zimmer sieht es nach Konvektionsfeuchte aus, da es an der kältesten Stelle, Ecke, wo die Luft kaum zirkuliert, ist. Aber im Flur? Kann es sein, das da die Ziegel vor dem Verputzen, kaputt, zerfroren waren? Wenn Sie Bruchsteine als Gründung haben, dann haben Sie eine solide Sperrung, weil Feldsteine kaum Wasser leiten.
Mit freundlichem Gruß
Michael Schmidt



Feuchtigkeitsflecken auf neu verputzter Wand



Hallo,
kaputte Ziegel ist gut möglich, es ist noch kein Heizkörper im Flur und Jahre vorher wurde nur sporadisch im Winter geheizt. Ich werde die Stelle im unteren Bereich noch mal abklopfen und nachsehen was da los ist.
Wir haben die Feuchtigkeit mal mit einem günstigen Messgerät von Brennenstuhl gemessen, trockener Bereich 5%, feuchter Bereich 25%.
Was Sie mit den Fundamentsteinen sagen da bin ich der gleichen Meinung denn 150 Jahre zog auch keine Feuchtigkeit rauf, könnte eventuell nur sein das sie damals bei den Innenwänden keine Feldsteine als Fundament genommen hatten. Ich habe auch eine kurze Wand die im großen Flur ist wo Ziegelsteine und Lehmsteine vermauert sind, das was damals gerade vorhanden war denke ich.



Flecken punktuell



Hallo, da es keine lineare Veränderung der Feuchtigkeit ist, ist die Sache schwer einzuordnen. Wenn es Sie nicht drückt, würde ich noch eine Weile warten, um zu sehen, wie sich die Werte verändern.
Mit freundlichem Gruß
Michael Schmidt



Hausdoktor??? Wie kann man nur solche Vorschläge machen?



Herr Schmidt, wie sollte denn ein Laie die Feuchte messen?
Mit was?
Und wie sollte dann diese "Messung" bewertet werden?



nah mit einem Messgerät



@ Bromm
ich bleibe trotzdem höflich. Wenn Sie alles gelesen haben, hätten Sie festgestellt, das auch Laien Messgeräte sich leisten und diese auch ablesen können. Vielleicht sind Sie ja sonst ein netter Mensch.
Mit freundlichem Gruß
Michael Schmidt



Feuchtigkeitsflecken auf neu verputzter Wand



auch wenn es nur ein Billigteil ist kann es doch die Unterschiede zwischen feucht und trocken messen, so weis ich wenigstens das es keine Vergilbungen durch den alten Putz oder der Ölfarbe ist.



Das komm mir bekannt vor...



Wir haben vergangenes Jahr unser Haus renoviert. Auch da wurde im Bereich der alten Klärgrube der Putz plötzlich so nass, dass man kleine Tröpfchen sah. Ich klopfte eine Stück putz ab und legte es an einen trockenen Platz und trotzdem blieb es bzw. wurde es bei hoher Luftfeuchte wieder nass. Der Grund ist höchstwahrscheinlich eine massive Salzbelastung.

Das könnte ggf. auch bei Ihnen die Ursache sein.



Laien



können auch ein Messgerät bedienen und die Werte ablesen und meist auch verstehen und wenn nicht, dann mit den Daten hier nachfragen
. @TE
Klar kann man die Wand schneiden und eine Trennschicht einfügen.
Das macht aber nur Sinn, wenn man vorher geklärt hat woher und warum die Feuchtigkeit in der Wand ist.
Denn wen man Schneiden will, dann muss klar sein, das wird aufwendig, dreckig und teuer, Erfahrungswert!

Klaus



Messen der Feuchte...



..oder messen der Leitfähigkeit oder des Widerstandes?
Auch wenn auf so manchen Geräten "Feuchtemessgerät" draufsteht, es ist keine Feuchte die gemessen wird!
Da dies alles schon mal ausführlich diskutiert wurde verweise ich auf den Beitrag dazu: https://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/feuchte-waende-42398.html
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Wenn das alles so einfach wäre bräuchte man keine zusätzlichen Ausbildungen.
Es geht eben nicht mit Widerstandsmessgeräten !!
„Feuchte“ entsteht durch die verschiedenen Möglichkeiten der Wasseraufnahme eines Materials. Dementsprechend können bei feuchten Wänden die verschiedensten Mechanismen der Wasseraufnahme im Spiel sein :

1. Wasseraufnahme aus der Luft d.h. aus der Gasphase,
- Hygroskopische Feuchte (unterhalb der Kondensation),
der Wassergehalt der Luft – „relative Luftfeuchte“- und Salzgehalt des
Mauerwerks spielen hier die entscheidende Rolle,
- Kapillarkondensation (Auffüllen kleinster Poren mit Wasser, ebenfalls unterhalb der Kondensation)
- Kondensation (Abscheiden flüssigen Wassers durch Unterschreiten der „Taupunkttemperatur“, da kalte Luft weniger Wasserdampf speichern kann als warme Luft),
2. Kapillarer Wassertransport (Saugvermögen der Baustoffe mit einem bestimmten
Porengefüge) z.B. aus dem Untergrund -„aufsteigende Feuchte“- oder bei Beregnung, auch hierbei spielt der Salzgehalt eine wesentliche Rolle;
3. Eindringen von Wasser wegen Fehlstellen
- aufgrund fehlender Abdichtung,
- durch fehlerhafte Anstriche, Risse, offene Fugen,
- ebenso können undichte Fenster; Fensterbankanschlüsse und defekte
Dachrinnen usw. zu feuchten Wänden führen.

Vorab ist jedoch zu klären, was ist überhaupt „feucht“ oder „trocken“
Hierzu gibt es sehr unterschiedliche Angaben. Eine eindeutige pauschale Aussage ist leider nicht so einfach abzugeben.
Dabei sollte man auch wissen, welche Wasseraufnahme von Baustoffen unter welchen Bedingungen zu erwarten ist.
Ein weiterer Aspekt für die Definition der möglichen Feuchtewerte ist das Verhältnis der momentanen- zur maximalen Feuchteaufnahme.
Außerdem, welche Ausgleichsfeuchte (das ist der Wassergehalt oder die Feuchte, die sich einstellt, wenn sich ein Baustoff hinreichend lange, bis zum Gleichgewichtszustand, an die Umgebungsbedingungen angepasst hat) der Baustoff aufweist usw.
Diese Angaben können jedoch sehr unterschiedlich sein!



Feuchtigkeitsflecken auf neu verputzter Wand



Hallo zusammen,
habe nochmal die Fotos angesehen, da ich jeden Fortschritt (oder auch Rückschritt) dokumentiere. Als ich letztes Jahr den kleinen Flur verputzte hatte ich nur im unteren Bereich den losen Putz abgeschlagen, oberhalb war ein noch fester Putz vorhanden der alle möglichen Anstriche von früher aufwies, als letzte war eine hellbraune leicht glänzende Farbe drauf, keine Ahnung was das ist. An manchen Stellen hatte ich die Farbe abgekratzt und es sieht aus als wenn die einzelnen Flecken an den Stellen sind die ich abgekratzt hatte. Das Gleiche gilt im kleinen Zimmer, also die Wand nur im Zimmer, dort hatte ich unten den losen Putz abgeschlagen, auf den anderen Bereichen waren der alte Putz und auch diese Ölfarben die man früher mit einer Musterrolle aufgetragen hatte.
Die gegenüberliegende Wand des Flures wurde später mal nachträglich eingebaut und mit einer Horizontalsperre im Bodenbereich versehen, dort ist nichts.
Ich überlege ob ich an der feuchten Wand ein Maueraustauschverfahren durchführe und eine Bitumenbahn im Bodenbereich einbaue, es handelt sich um ca. 1m Wand, da müsste ich doch hinbekommen. Vielleicht bekomme ich das so weg.