"Unterlüftete" Fensterbänke?




Guten Tag allerseits,

habe ein Haus aus Bruchsteinmauerwerk mit Lehmhaltigem Mörtel, im Erdgeschoß über 50cm dick, nicht unterkellert.
Es ist von unten her eine gewisse aufsteigende Feuchtigkeit da, weil das Haus an einem Hang steht und dort keine Drainage ist.
Als Fensterbänke möchte ich 3cm dicke Küchenarbeitsplatten nehmen, 43 cm breit.
Gibt es eine Möglichkeit, und ist es sinnvoll, diese auf z.B. Schienen zu setzen und damit einen kleinen Abstand zu lassen, damit eine gewisse Ablüftung der Mauer auch auf diesem Wege möglich ist? Wie müsste/könnte man dies konkret am besten tun und nach vorn hin abschließen?



Deine Idee...



... ist leider nicht sinnvoll.

Du würdest Dir sozusagen eine kalte Fuge künstlich erschaffen. In Verbindung mit Feuchte ist dann Kondensation und Schimmelbefall fast schon vorprogrammiert.

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner





Hallo Tobias,

wenn in diesem Bereich Feuchtigkeit bis zum Fensterbrett aufsteigen sollte stimmt da etwas anderes nicht. Wenn die Wand nicht im Wasser steht sollte da nichts aufsteigen.
Woraus besteht die Wand, woraus Innen- und Außenputz?
Küchenarbeitsplatten bestehen aus laminiertem Pressspan. Wenn man diese ins Außenmauerwerk setzt würde ich davon ausgehen, dass die Platten im Laufe der Zeit aufquellen. Fensterbänke sollten Hohlraumfrei eingesetzt werden um Schimmelbildung zu vermeiden.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Feuchtigkeit bis zum Fensterbrett ? Muss ja nicht sein. Dass das Haus am Hang steht ist ja umso besser, was das Ableiten des Wassers angeht ... An Eurer Stelle würde ich mir was ganz anderes überlegen, nämlich, wie ich das Wasser vom Haus fernhalte. Kann man doch fein mit einem Kleinbagger rund ums Haus eine Drainage legen. Ist in einem Tag gemacht - aber bitte auf Leitungen aufpassen ;-) Wenn das Haus ohne Keller ist, dann kann man trotzdem das im Boden befindliche Fundament abdichten. Ich würde mich aber dabei auf wasserfernhaltende Massnahmen beschränken und warten. Bei uns hat es fast 2Jahre gedauert, bis der Keller wieder richtig trocken war. MfG, Joe





Hallo,

die klassische Methode besteht darin, Hartholzleisten unter die FB einzuputzen und diese (HolzFB) dann darauf zu befestigen. Alles wird in Luftkalkputz eingeputzt.

Grüße



Hallo zusammen,



Natürlich ist diese Mauer nicht wirklich feucht, zumal es die Vordermauer ist, der Hang hinten anliegt.
Ein Fensterbauer hatte mir, für andere Fenster, im Stockwerk darüber, die letztgenannte Lösung auch angeboten, in diesem Stock sollte aber nun wirklich keinerlei Feuchtigkeit mehr aufsteigen.

Im Erdgeschoß war es so, dass dort, im Raum an dieser Vorderwand, wo die alte Dielung von vor über 150 Jahren noch vorhanden war, diese an den ersten drei an der vorderen Außenmauer liegenden Brettern wesentlich stärker mürbe und brüchig geworden war, als im hintern bzw. mittleren Bereich dieses vorderen Raumes, was mir ein Zeichen war, dass dort irgendwie mehr Feuchtigkeit einwirkt(e), (ein wenig vielleicht auch wegen dem außen an der Wand bei anstehendem Wind ankommenden Regen - der Dachüberstand ist nicht so groß und das Haus steht entgegen der Hauptwindrichtung).

Gruß und vielen Dank und an alle Diskutanten!
von
Tobias

Eine Drainage ist in ferner Zukunft schon vorgesehen, nur muss da erstmal eine lange und hohe Trockenmauer saniert werden, auch kommte man dort selbst mit einem kleinen Bagger nicht hin, da eine Ecke zu eng ist - also Handarbeit.



Fensterbank



Hallo Tobias,
warum wollen sie an einer nicht unterkellerten Außenwand eine Dränung verbauen?

Viele Grüße



Wie lange...



... bewirtschaftest Du denn schon das Haus? Bzw.: hat es vorher länger unbeheizt leer gestanden? Wie siehts überhaupt mit Heizung aus?
Ich würde das Ganze erst mal in relativer Ruhe eine Heizsaison beobachten und dann ggf. über weitere Schritte nachdenken, wahrscheinlich sind die aber unnötig...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Isolierung zum Schutz vor feuchten Wänden



Es geht mir weniger um die Drainage der hangeseitigen Längsfront, an die zur hälte ein Keller angrenzt, als um die Isolierung dieser Wände, auch an eine Perimeterdämmung würde ich dann wohl mit vornehmen, bei dieser Gelegenheit. Das Wasser kommt ja vom Hang und muss dann ja wohl irgendwie unter dem Haus hindurch. Zu einem geringen Teil dürfte die Feuchtigkeit dann ja über den Fußboden des EG oder über den Kellerboden und die Wände auch verdunsten, was vielleicht nicht so gut ist.
An einer Stelle, im mittleren und noch unterkellerten Bereich, über vielleicht 2m Breite, zieht die Feuchtigkeit in der kälteren Jahreszeit sogar an eine angrenzende Innenwand eines (vermieteten) Wohnraumes, diese Wand ist dann in ca. 1,30 Höhe nass, was sicher der Hauptgrund für diese Überlegungen und Planungen ist.
Sehe ich das etwa falsch?

In dem Haus wohne ich jetzt seit fast 3 Jahren (im ausgebauten Dachgeschoß).



Grüße aus Sachsen
von
Tobias