Feuchte Wände/Feuchter Keller/Hoffnungslos?

26.06.2003



Hallo, wir haben uns wie so viele in ein altes Haus verliebt. Es handelt sich um einen in sich geschlossenen Hof mit gepflastertem Innenhof.
Nun haben wir einen Sachverständigen, der uns vom Kauf des Hauses abrät wegen feuchter Wände. Er hat festgestellt,daß der Keller durchfeuchtet ist, was ihm allerdings wohl weniger Kopfzerbrechen bereitet und die Wändes des Erdgeschosses bis zu einem Meter hoch feucht sind. Seiner Meinung nach kommt die Feuchtigkeit von außen und unten. Er meint die Trockenlegung nur durch Horizontalsperre und Drainage ermöglichen zu können. Das Haus ist circa 1850 erbaut und hat sehr solides Mauern, so daß auch eine Trocknung recht lange dauert seiner Meinung nach. Die Durchfeuchtung der Wände des Erdgeschosses hat er durch ein Feuchtemessgerät festgestellt. Nun meine Frage, durch Stöbern im Internet bin ich auch auf die Meinung von Konrad Fischer gestoßen, der konsequent gegen eine irgendwelche Sperren ist und davon spricht daß oft unnötig zu Drainagen geraten wird. Ich bin verunsichert, auf der einen Seite hätte ich gerne dieses Haus, auf der anderen Seite habe ich Angst vor bösen Überraschungen zu stehen und die Feuchtigkeit nicht in den Griff bekomme. Wer kann mir weiterhelfen oder vielleicht zu einem Experten im Rahmen der Albausanierung aus dem Postleitzahlgebiet 55 raten?



RE



Hallo,
ich kann auch nur von jeder Sperre abraten. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Temperierungen, auch als thermische Horinzontalsperre. Sie können damit in kurzer Zeit die Wände trocknen und auch dauerhaft trocken halten. Gern schicken wir Ihnen dazu Informationen zu. Viel Grüße Gerd Meurer



Woher kommt die Feuchtigkeit?



Die Feuchtigkeit muss ja irgendwoher kommen. Normalerweise trocknet Lehm wieder. Möglicherweise hat der Vorbesitzer eine falsche Innendämmung angebracht (Aluminiumfolie, Styropor ...). Mit Heizleisten wäre eine trockene Außenwand - wenn man den richtigen Aufbau wählt - wohl auch in den Griff zu bekommen. Allerdings kann es sein, dass nun die Balken von der Feuchtigkeit schon geschädigt sind. Und rund ums Haus neue Balken (ist es überhaupt Fachwerk?) einzuziehen - das wird teuer... Grüße Annette



feuchte



hallo, keine angst vor feuchten häusern. mein Fachwerkhaus (1798) steht auf einem von wasseradern durchzogenen hanggrundstück etwa 30 meter von einem bachlauf entfernt. im Gewölbekeller unter dem haus sprudelt munter seit jahrhunderten eine quelle. natürlich ist das haus dadurch feucht. das hat aber in 200 jahren kaum große schäden angerichtet. die kamen erst, als mein vorbesitzer in den 70er jahren begann, das haus fachgerecht kaputt zu sanieren: betonböden im erdgeschuss, teer bis an die grundmauern und auf Feuchte wände ein bisschen styropor hier, ein bisschen Bauschaum da. innerhalb von zwei jahrzehnten waren sämtliche schwellen durchgefault. wir haben alles raus, was dicht ist und zur trockelegung und beheizung eine wirklich simple temperierung eingebaut (im Putz verlegte kupferrohre nach dem system großeschmidt). diese temperierung heizt und trocknet erst mal die wände, die dann, weil trocken, erstaunliche dämmeigenschaften bekommen, obwohl sie großteils nur aus Eichenholz und bruchsteinen bestehen. die warmen wände Strahlen dann gesunde Wärme in die räume ab. wir sind von diesem überaus preisgünstigen system total überzeugt, wobei man natürlich trotz allem versuchen sollte, nässe vom haus weg zu bekommen. ein haus im see möchte ich mit der methode nicht trocknen. das dauert dann vermutlich jahrhunderte ...
unsere Heizung "im rohbau" ist am tag des offenen denkmals zu besichtigen (wenns klappt, läuft sie sogar schon)
gruß aus wagenhausen in unterfranken
günter flegel



Hoffnungslos?Niemals!!



Hallo Birgitte. Niemand kann Ihnen die Entscheidung abnehmen, ob sie das richtige tun, wenn sie ihrem Herzen folgen, aber wer weiß das schon immer? Was das Problem des HAuses angeht, da kann ich ihnen vielleicht weiterhelfen. Auch ich bin über die JAhre meiner Erfahrungen im BAu zu der Überzeugung gekommen, dass man zuviel Wert auf Sperren legt, das ist nicht die Lösung. Ich stimme Herrn Fischer zu, dessen kommentare ich immer gern verfolge und die mich oft zum Nicken vor dem Bildschirm bringen. Nun aber konkret: Eine Möglichkeit der Feuchtigkeit Herr zu werden, denn in so einem alten HAus wird man sie wohl nie ganz los, ist, sie kontrolliert dahin zu bringen, wo sie keinen Schaden anrichten kann. Mit den Produkten der Firma Klimasan- Perlit, die auf einer mineralischen BAsis von Kalk und Perlit arbeiten, ist dies möglich. Der Aufgetragene Putz leitet die Feuchtigkeit an die Oberfläche, wo sie verdunstet. Durch normales Belüften der Räume geben wir sie an die Umwelt zurück. Normale WAndgestaltung wie TApeten ist kein problem, viele Referenzen aus den letzten 28 JAhren belegen dies. Eine Wärmedämming des Gebäudes wird dadurch auch inm hohen MAße erzielt. Die Produkte sind ohne Zusätze von Kunstoffen und haben eine hohe atmungsaktivität. Zu genaueren Informationen wenden sie sich bitte an mich, der PLZ bereich 55 fällt in meinen Zuständigkeitsberich und ich berate sie gern, da mir die Sanierung solcher Objekte am Herzen liegt. MFG U. DAhlbüdding