Mauerfeuchte vom Keller bis ins Dach, was tun???

25.08.2004



Wir haben ein Gebäude von 1900 gekauft. Durch den Wunsch von Holzdielen in sämtlichen Räumlichkeiten wurden Feuchtigkeitsmessungen durchgeführt. Die Feuchtigkeit im Keller betrug 85 % im EG 72 % und 1.OG 70 % und im DG 68 % jeweils gemessen am Boden in der Mitte der Räumlichkeiten. Draußen allerdings regnete es und das Haus ist im EG seit Jan. nicht mehr bewohnt, im DG wohnen die Leute seit April nicht mehr und im 1.OG wurde die Wohnung im Juni geräumt. Seit dem wurde das Haus nicht mehr geheizt. Das Haus wurde 1989 renoviert. An 2 Außenwänden ist Wärmedämmung angebracht. An einer weiteren Seite ist Efeu und die dritte Seite besteht aus Efeu und Zieglsteinwand. Innen hat man die Wände mit Rigips begradigt und Styropor als Innendämmung verwendet. Wir möchten weder in einem nassen Gebäude wohnen noch auf einen Holzboden verzichten und sind schon sehr verzweifelt. Wie bekommen wir schnellstmöglich die Feuchtigkeit aus dem Haus? Wer kann uns helfen? Über jeden Ratschlag würde ich mich sehr freuen. Danke schon jetzt! M. Tüshaus-Lange



?



Ein Problem kann man so noch nicht feststellen.
Zur Luftfeuchtigkeit gehört die Raumlufttemperatur und dann noch die Oberflächentemperatur der umfassenden Bauteile.
Ein Beispiel (ich habe fast überall Kiefer oder Fichte Dielenböden):
In meiner Küche habe ich Augenblicklich eine Luftfeuchtigkeit von 65% bei 24° Raumlufttemperatur (außen 90% bei 15°). Die Oberflächentemperaturen der umfassenden Bauteile liegen an jeder Stelle über 20°. Zur Kondensatbildung kommt es an Oberflächen bei 17,06°.
Nun kann ich die Aussage treffen, dass ich im Augenblick keine Feuchtigkeitsprobleme zu erwarten habe. Nur hilft mir das eigendlich gar nicht weiter.

Mein Rat:
Suchen Sie sich einen Baubiologen in Ihrer Nähe, der mit Ihnen das Haus begeht und im Bedarfsfalle Messungen durchführen kann (z.B. Schimmel). Ausgebildete Baubiologen finden Sie unter www.baubiologie.de, oder setzen Sie sich mit mir in Verbindung.





moin,

versuchts doch mal mit ner Ofenheizung, da wird die Luftfeuchtigkeit zum Schornstein raus gelüftet.
Im Winter haben wir 15% Luftfeuchtigkeit, was ein wenig arg ist, aber wir werden jetzt die Zuluft durch den Keller führen, dann wird der auch mal entfeuchtet.
Feuchtigkeit in bewohnten Räumen bekommt man nur weg, wenn die Ursache behoben ist (undichtes Dach, Wand oder Boden),
wenndas nicht möglich ist, ( wie bei und z.b. stehen die Schwellen mitten im Haus immer noch auf der Erde) hilft nur das abführen der Feuchtigkeit

ersma,



Heizen und Lüften



würde ich sagen. Ansonsten sollten Dielen vor dem Verbau 3 Wochen in dem Zimmer liegen, damit sie sich an das Klima im Zimmer anpassen.

Ein unbewohntes Haus wird immer feucht sein. Diese Messungen sind auch aus meiner Sicht nichtssagend.

Viele Grüße
Stephan



Feuchtigkeit



.........und dann muß der Krempel noch von den Wänden, damit die überhaupt wieder warm werden können.
Efeu ist ja schön, aber nur an völlig intakten Fassaden. Außerdem laß ich lieber die Sonne ans Haus, damit auch nach außen was austrocknen kann.

Also: heizen und lüften, Wände warm werden lassen.

mit freundlichem gruß



Stahlungsheizung trocknet wirkungsvoll Ihre nassen Wände!



Mit einer vernünftigen Strahlungsheizung bekommen Sie dieses Problem schnell wieder in den griff!
Selbst bei vorhandener Schimmelausblühung (z.Bsp. im Keller) dauert eine natürliche Trocknung der Wand durch sanfte Strahlungswärme nur ca. 2-3 Wochen.
Wichtig ist richtig heizen und gelegentlich lüften.





Styropor im Innenbereich ist Gift für die Wände, der kälte Schwerpunkt wird nach innen verlegt.
die Rigipswände sind beim direkten fühlen warm, aber hintendran kalt, da ja keine Wärme durch kann.



Wie soll denn das möglich sein, dass eine Wand nur (mit Strahlungsheizung) abtrocknet?



Wenn die Feuchte innen "besser" durch Verdunstung abgeführt wird, kommt doch umso mehr nach!
Das bedeutet auch, mehr Salze kommen im laufe der Zeit nach.
Ob dies der Weißheit letzter Schluss ist???
.
Sollte auch gelüftet werden, wenn außen eine sehr hohe Luftfeuchte ist?
Wenn diese Angaben gemacht werden: mehrmals am Tag lüften!
Dies ist doch sicher falsch!
Der niedrigste Wert von heute war 72,8% bei einer Temperatur von 16,4°. Nun ist doch klar, wenn ca. 12° Oberflächentemperatur erreicht werden entsteht Tauwasser.