Feuchtigkeit Tauwasser Innen schale

08.01.2021 August


So ich hätte da mal wieder eine Frage. Da man ja im Witter im großem und ganzen zur Untätigkeit, verdonnert ist. Beschäftige ich damit, die Probleme der Sanierung theoretisch zu lösen und viel als möglich Infos zusammen zu tragen. Das Folgende Problem meines Hauses ist erstmal das das Fachwerk im Erdgeschoss komplett verrottet ist ( Bis auf einige Fragmente, aus denen man Rückschlüsse zur Rekonstruktion ziehen kann). Man hat nach und nach die verrotteten Balken durch Ziegel ausgetauscht
bis dann komplette Patchwork Wände entstanden sind. Das ist aber nicht mein eigentliches Problem , Fachwerk fachgerecht neu und gut ist. Das Problem ist das man die Wände im Erdgeschoss noch mit einer Innen-schale aus Ziegel versehen hat. Die so glaube ich, zur Zeit die ganze Last tragen.Ob diese Bau-zeitlich sind oder nachträglich davor gestellt worden sind, ist mir zum jetzigem Zeitpunkt noch nicht ersichtlich. Ich könnte mir Vorstellen diese Schale stehen zu lassen und das neue Fachwerk wieder davor zu stellen
So jetzt enstehen die Probleme. Die Aufsteigend Feuchtigkeit durch das Fundament ,lässt sich bei der
Erneuerung der Fachwerkkonstruktion leicht durch eine Horizontalere lösen, aber dann steig die Feuchtigkeit immer noch durch die Innnenschale hoch. Eine chemische Absperrung kommt für mich nicht in Frage. Und Selbst wenn es dafür eine Lösung gibt was ist dann mit der Dampfdivision aus der Raumluft
wenn diese dann genau am Fachwerk austritt und kondensiert , dann verrottet wieder alles. Eine Dampfsperre aus Kunstsoff kann nicht Lösung sein.
vielleicht ist auch es kein Problem. Also über Vorschläge, wie man den Sachverhalt löst würde ich mich sehr freuen beste Grüße



Tauwasser ist das Problem



zum Theme (nicht) aufsteigender Feuchte gibt es gute Beiträge. Maßnahmen dagegen kann man sich wohl eher sparen.
Eine (innen) davor gemauerte Ziegelwand, halte ich für sehr gefährlich, denn das hatte in meinem Haus den Effekt, dass dahinter die Balken komplett verfault sind. Außen, wo die Balken allen Witterungen schutzlos ausgeliefert waren und im Nachbarraum, wo die Ziegelwand fehlte, sind sie gesund und tragfest. Dem Ziegelsteinformat nach, ist die Ausmauerung keine hundert Jahre her.
Lösungsmöglichkeiten gibt es unter Lesestoff und Böttchers Schriften (sehr zu empfehlen, weil dort auch die Zusammenhänge erläutert werden, die im Fachwerkhaus nunmal anders sind als in einem Massivhaus)



Bauplanung



ich bin noch nicht schlau aus Deinem Beitrag geworden. Willst Du das ursprüngliche Fachwerk wieder aufbauen oder den jetzigen Zustand so instandsetzen, dass Du drin wohnen kannst. Vielleicht machst du mal paar Fotos vom Gesamtzustand außen und innen. Wohnst du jetzt schon drin oder steht das Haus leer ? Auf den 2 Fotos in Deinem Profil sehe ich aber ein vorhandenes Fachwerk im Obergeschoß, den Zustand der Balken kann man so nicht erkennen.



Innenwand aus Ziegeln in der Feuchtigkeit hochsteigt



Hallo, bin neu hier, wollte nur sagen dass wir auch das Problem hatten, mit einer Innenwand, die direkt auf ein Fundament in der Erde gebaut war ohne Feuchtigkeitssperre. Und weil wir keine chemische Lösung wollten und das was so normalerweise angeboten wird auch nicht funktioniert (unsere Nachbarn, mit denen wir eine Wand teilen, haben das machen lassen, hier heisst es "injected damp proof course) - haben wir das Stück für Stück gemacht: Immer einen Ziegel rausgenommen (unterhalb vom Fußboden Niveau) und einen Streifen Plastikmembran immer ein Stück weiter ausgerollt, dann den nächsten Ziegel... Der Wand hat das nichts ausgemacht, immer so ein kleines Loch zu haben, und jetzt haben wir keine Flutline mehr an der Wand!
Bloss die Salze, die mit der Feuchtigkeit hochgestiegen sind, machen das anstreichen noch ein bisschen schwierig.



Feuchtigkeit Tauwasser Innen schale



Hallo Dietermann, danke für die Antwort. Genau das Problem war mir schon klar. Das wahrscheinlich der Taupunkt genau zwischen den beiden Wänden liegt und das Wasser aus der Raumluft kondensiert.
Die einzige Idee die ich hätte wäre eine gut Durchlüftung zwischen den Wänden. Was Energetisch auch nicht so der Hit ist. Wie bist du den dem
Problem entgegnet ?



Durchlüftung zwischen den Wänden



ist energetisch der absolute Quatsch, da kannst Du die Innenschale auch gleich wegreißen. Wenn genauere Details bekannt sind ( siehe meine Rückfrage) könnte es auch ordentliche Lösungsvorschläge geben.



diffusionsoffener Wandaufbau?



ist vermutlich die Lösung. Das Problem harrt bei mir noch seiner Lösung (die Handwerker und Bauplaner sind zumindest in Eschwege alle überlastet und ich habe keine Notwendigkeit es jetzt anzugehen, da ich den Platz nicht zwingend brauche). Außerdem vermute ich, dass die Ziegelwand inzwischen statische Funktionen übernommen hat und ohne weitere Sicherungs-/Stützungsmaßnahmen möchte ich ungern weiter machen. Wenn Du einen guten Fachmann hattest, sag Bescheid. Kannst Du mal zwei Fotos von Deinem Aufbau machen?



Nur die halbe Wahrheit



diffusionsoffener Aufbau ist nur bedingt die Lösung. Im Fertigteilhaus-Bau wird innen häufig eine OSB-Platte als Beplankung verwendet, da ist der Aufbau auch nicht durchgängig diffusionoffen. Die Zauberformel heißt zunehmende Diffusionfähigkeit der Materialien von Innen nach Außen, wichtiger ist jedoch die Kapillaraktivität über den gesamten Wandquerschnitt, d.h. eben keine Hohlräume in der Wand.