weißes Pulver flockt aus Holzdecke

01.08.2011



Hallo liebe Forenmitglieder,

seit kurzem bewohne ich ein Haus (Bj. 2003) mit sichtbarer Holzdecke im Erdgeschoss.

Nach Übernahme haben sich nun innerhalb weniger Wochen Flecken an den Deckenbrettern gebildet. Eine Art weißes Pulver flockt dort aus, merkwürdigerweise meist entlang der Holzmaserungen, bzw. an Rändern von Ästen. Ein Bild ist angehängt.
Das Pulver läßt sich relativ leicht abbürsten, rieselt von alleine aber nicht zu Boden.
(ich erwähne das, weil ich hier in einem anderen Foreneintrag etwas von Salzablagerungen gelesen habe, welche zu Boden rieselten und dort einen kleinen Haufen bildeten - das ist bei uns nicht so).

Über der Decke ist im Obergeschoss kein Bad oder ähnliches, aus dem man eventuell Feuchte erwarten könnte.

Hat jemand eine Idee, was das sein könnte?

Danke,
Bass



bist



Du mutig und kostet es mal vorsichtig ?



Deckenaufbau



Was für ein Raum befindet sich oben, wie wird er genutzt, wie sieht der Fußboden aus?

Viele Grüße





Über dem Wohnzimmer befinden sich zwei Arbeitszimmer mit Teppichboden. Keine Feuchte, keine angehobenen Teppichflächen oder Flecken, kein Wasseranschluß oder dergleichen.

Hab noch ein Bild angehängt.



Die Wege des Wassers im Bau sind oft unergründlich...



... also das ist kein Pulver - das ist ein Feuchteschaden.

Wenn die Räume oben trocken sind, dann Abwasserrohre, Zuwasserrohre, evtl. Anschlüsse an der Außenwand, etc. etc. durchchecken.

Notfalls muss die Decke geöffnet werden.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





Also für mich sieht das schon ziemlich sicher nach einer Reaktion auf Feuchtigkeit aus. Muss ja nicht von oben kommen, kann auch Kondensat von unten sein. Wie ist euer Lüftungsverhalten und wie die relative Luftfeuchtigkeit im Raum? Hygrometer?



Tippe auch



auf Wasserschaden.
Wir hatten vor Jahren mal das gleiche Schadbild. Ich hatte beim Fußbodendielenverlegen das Heizungsrohr nur ganz leicht getroffen ;( und mit ca. 4/5 Jahren Verzögerung ( Korrosion dauert halt doch etwas bei Kupfer )fing es dann an aus der Decke zu tropfen. Von oben war da auch nichts zu sehen - das Wasser folgte der Schwerkraft und lief direkt nach unten....
Also vielleicht mal an so etwas denken.
anna





puh, wenn das kein "Pulver" ist, ist es also SCHIMMEL? :/

Relative Feuchtigkeit: zwischen 58 und 61%, wenn der Kamin nicht läuft. Mit Kamin gehts deutlich runter... bis zu 38-40%.

Unser Lüftungsverhalten ist relativ sorglos, weil wir einen Wintergarten im (über den offenen Flur verbundenen) Raum daneben fast den ganzen Tag offen haben und insgesamt das Haus sehr groß und "luftig" ist (BRI 1485 m3)





Würde es auch für Schimmel halten. Zwar erst erste Ansätze, aber ziemlich sicher Schimmel. Ich empfehle Dir mit Deiner Versicherung Kontakt aufzunehmen und erstmal einen Wasserschaden zu melden. Die meisten Versicherungen haben Partnerschaften zu Spezialfirmen (beispielsweise Fa. Sprint, denen ich neulich bei der Arbeit zusehen durfte, sehr beeindruckend!!!), die Feuchtigkeitsquellen finden ohne die ganze Decke oder sonstwas aufzureisen. Vor allem ist der Spaß für den Versicherungsnehmer kostenlos. Mit einem vernünftigen Feuchtigkeitsmesser kann der Grad des Schadens vielleicht auch schonmal bestimmt werden und die Quelle ggf. gefunden werden. Viel Erfolg!!!





Zunächst vielen Dank an alle, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben!

Was mich etwas wundert, ist, daß dieser Schimmel oder was auch immer über die gesamte Stockwerksdecke einigermassen gleichverteilt vorkommt. Auch an tragenden Balken, die ja nicht "von oben" angeseucht werden konnten.

Eine Art "Salz"-Niederschlag vom Nordseewind mit relativ hohem Salzgehalt haltet ihr für unwahrscheinlich?

Versicherung bescheid geben wird nicht so einfach sein, weil wir a) keinen Wasserschaden hatten und b) wir gerade erst das Haus gekauft haben. Die Vorbesitzer hatten erwähnt, daß bei Bau 2003 der Estrich vom Obergeschoss durchgeleckt ist. Das sollte aber alles längst behoben worden sein und völlig unproblematisch sein. Ein Gutachter, mit dem wir vor Hauskauf durchgelaufen sind, hatte auch keine Beanstandung...





Wer sagt, dass ihr keinen Wasserschaden hattet? Das soll doch erstmal die Versicherung klären, denn dafür habt ihr die ja. Solltet ihr noch keine eigene abgeschlossen haben und vom Sonderkündigungsrecht nach Eigentumsübergang gebrauch gemacht haben, dann habt ihr die alte Gebäudeversicherung des Voreigentümers übernommen. haben werdet Ihr aber bestimmt eine. Und wie weiter oben schon jemand geschrieben hat, Wasser findet immer seinen Weg, manchmal ist es wahrlich unglaublich wo das rauskommt. Und wenn die Holzbalken von oben nass werden, dann kann das durchaus an der Seite oder unten herausschlagen. Melden und sehen was passiert kann man auf jeden Fall machen!

Ansonsten kauft Euch für 20€ im Baumarkt so nen Feuchtigkeitsmesser für Holz. Damit kann man zumindest schonmal prüfen, wie nass das Holz ist.



Mit was wurde die Decke gestrichen?



Wurde sie evtl. gewachst? Oder mit etwas anderem gestrichen?
auf dem Bild sieht es so aus, als ob die Balken eine andere Farbe haben als die Bretter, somit rückt Kondeswasser wieder in den Vordergrund, es besteht ja die Möglichkeit, dass die Feuchtigkeit mit mit dem Anstrich reagiert hat.

Grüsse Thomas





So, ich hab den Rat befolgt und einen Feuchtemesser besorgt. Feuchtegrad 1%, siehe Bild.
Das Gerät funktioniert, bei Berührung mit Finger zeigt es 31% an (laut Anleitung soll zwischen 28% und 32%)

Gleichzeitig haben wir etwas von dem Pulver abgekratzt und Schimmel-Entferner draufgesprüht. Bei Schimmel schäumt dieser. Kein Schaum zu meiner Erleichterung. Ich gehe davon aus, daß es sich hier tatsächlich um langsam durch"sickernden" Estrich handelt. Nicht schön, aber erstmal erträglich.

Dennoch werden wir einen Bautgutachter drübersehen lassen.



Feuchtemesser und Baugutachter



Hoffentlich kauft Ihr den Baugutachter auch nicht im Baumarkt, dann wird es gut werden.

1% Holzfeuchte anzuzeigen - so ein trocknes Holz hätte ich gerne mal zum Feuern.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





Tja, was soll ich da sagen?
Klar kann ich nicht garantieren, daß das Gerät minderwertig ist. Ich habe dafür eine Menge Tests gemacht. Von Terrassen-Dielen (12%, in Sonne) bis Eisenbahnschwellen (39%, im Gebüsch), frisches Brennholz draussen (40%, vor ca. einer Woche geschnitten), altes Brennholz drinnen (13%), Küchenbalken in der Nähe der Spülmaschine (5%) und eben das Deckenholz mit 1%.
Selbst wenn alle Werte konsistent 5% unter Realfeuchtigkeit angezeigt würden, wäre die Decke immernoch "trocken". Oder sehe ich da was falsch?



vielleicht



verhindert auch nur die Lassur eine genaue Messung im Holz ?
interessanter wäre eine Detailaufnahme der weißen Fläche mit Streiflicht und von der Seite, Einstellung Makro.





Also die Spitzen des Meßgerätes hab ich deutlich weiter als 5mm reingesteckt. Genaugenommen bis zum Anschlag, dürften 7mm sein. Eine Lasur, Lack, Schicht oder sonstwas dürfte da deutlich durchdrungen sein. An keiner Stelle während des Reinsteckens gab es einen nennenswerten Ausschlag.

Anbei eine Macro-Aufnahme einer anderen Stelle. Wirkt im Bild wie kristalines Salz, pulverisiert aber bei Berührung sofort.

Eine kleine, eher unbeholfene Theorie habe ich:
nach den nunmehr vielen Tagen von Regen und Feuchtigkeit ist diese ins Holz gezogen. Nach einigen Kamin-Einsätzen mit sehr niedriger Luftfeuchtigkeit und den aktuell warmen Sonnen-Tagen dunstet diese Feuchtigkeit nun wieder aus dem Holz. Dabei nimmt sie neue Mengen alten eingezogenen Estrichs mit nach aussen.

Klingt das irgendwie plausibel?

Ist getrockneter Estrich überhaupt so weiß?

Danke weiterhin an alle, die sich konstruktiv beteiligen!
Bass





Hm, also im Makro sieht es tatsächlich aus wie Salz. Schonmal probiert ob es salzig schmeckt?

Ich würde mal behaupten, wenn der Feuchtigkeitsmesser keine relevante Feuchtigkeit misst, dann ist es dort auch trocken. Punkt. Kann natürlich sein, dass viel Luftfeuchtigkeit auf dem Holz kondensiert und dann eingezogen ist und durch den Kaminbetrieb jetzt tatsächlich aus dem Holz treibt und dort Salze mitnimmt. Woher die Salze kommen ist mir allerdings schleierhaft. Möglicherweise sind die Salze aber auch Bestandteile von Holzschutzmitteln, wie beispielsweise Bor-Salze. Die sind leicht wasserlöslich und waschen sich mit der Zeit auch aus Holz. Nur so ne Idee....



Das Problem ist nicht das Pulver sondern die mögliche Feuchte....



.... gut, es ist trocken und das Pulver stört in der Optik. Aber du schreibst selbst:

"... nach den nunmehr vielen Tagen von Regen und Feuchtigkeit ist diese ins Holz gezogen... "

Diese Ursache muss gefunden werden. Eigentlich schon egal, was sich da so in das Holz einziehen und wieder auswaschen lässt. Entscheidend ist, dass keine Feuchte mehr kommt.

Ich bin schon auf den Baugutachter gespannt.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



für mich....



...sieht es aus, wie ein abgetrockneter Feuchteschaden. Wir haben einmal einen ähnlichen Fall begutachtet, die bretter waren auf dem Balken gestossen und über das Hirnholz war Wasser (...eine ganz kleine Undichtigkeit eines Flachdachanschlusses)in die Bretter gezogen. Fi/Ta, geh. mit fertiger, Oberfläche (Brandschutzlasur, farblos) Das eine Bild zeigt deutlich das Schadensbild auf den rechtwinklig zum Träger verlegten Brettern, entlang eines Deckenbalkens. Der Schaden scheint aber rel. alt zu sein.
Grüsse aus OWL.
Ch. Rothschild



Alter Schaden oder weiterhin akutes Problem?



"seit kurzem bewohne ich ein Haus (Bj. 2003) ... nach Übernahme haben sich nun innerhalb weniger Wochen Flecken an den Deckenbrettern gebildet."

Ich würde hier nicht so schnell von einem behobenen Altschaden schreiben. Der Ursache muss nachgegangen werden - sonst sieht Bass u.U. bald mehr als nur ein paar Flöckchen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Behobener Altschaden....



Ob der Aschaden behoben ist oder nicht, kann nur durch Nachsehen beurteilt werden, ist klar. Aber die Ursache des Schadens kann schon relativ lange zurückliegen. Wie ist denn der tatsächliche Bodenaufbau über der Schalung? Evtl. Fussbodenheizung im Estrich? Die Feuchtigkeit kann ja sonstwo entstehen und zieht dann just an diese Stelle. Sicher bin ich mir aber, dass es ein Feuchteschaden ist. Und ich bin mir ebenso sicher, dass er nicht auf Luftfeuchte der Wohnräume zurückzuführen ist.
Beste Grüsse
Ch. Rothschild





> "... nach den nunmehr vielen Tagen von Regen und Feuchtigkeit ist diese ins Holz gezogen... "

Dieser Satz bezog sich nur auf die Lüftungs-Konsequenzen, nicht auf eventuelle Undichte-Spekulationen.
Teilweise wurden draussen weit über 70% Luftfeuchtigkeit gemessen. Wenn ich in diesen Zeiten stosslüfte hole ich ja zwangsläufig mehr Luftfeuchtigkeit rein, als ich eigentlich raustransportieren will. Ich hatte die Befürchtung, daß diese Lüftungs-Feuchtigkeit sich in den Brettern hätte niederschlagen können.

Zur Fußbodenheizung:
Ja, am anderen Ende des Hauses, im Bad über der Küche, gibt es eine Fußbodenerwärmung. An der Decke in der Küche ist auch der Pulver-Austritt sichtbar, aber in geringstem Umfang. Andere "Schlieren" oder Zeichen, die auf Feuchtigkeit von oben schließen lassen, sind nicht erkennbar. Am stärksten bildet sich das Pulver rund um den Kamin im Wohnzimmer aus. Daher meine laienhafte Rücktrocknungs / Estrichpulvertransport - Theorie...

Nun entnehme ich der Diskussion folgendes:

- es kann sich um späte Konsequenzen eines bekannten und nach Auskunft der Vorbesitzer behobenen Altschadens handeln. In diesem Ausmaß jedoch hat er sich bisher nicht gezeigt, und auch bei keinem Rundgang im Vorfeld.
- man kann nicht ausschließen, daß unter Umständen ein aktueller Neuschaden vorliegt, durch frische Undichtigkeit woher auch immer. Die Statistik spricht hier ein klein wenig dagegen. 8 Jahre kein neuer Schaden (nach dem Estrich-Problem) und just 4 Wochen nach Einzug eine defekte oder undichte Stelle. Naja, das muß und wird auf jeden Fall geprüft werden.
- mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich nicht um ein Problem durch Luftfeuchte.
- mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich nicht um Schimmel.

Alle Punkte werden geprüft, morgen 9 Uhr kommt der Gutachter. Ich geb dann sicher Feedback für alle, die es eventuell interessiert. :)





Und? Was sagt der Gutachter? *Neugierig bin*





Moin,

der Gutachter hat einen solchen Schaden noch nie gesehen. Scheinbar handelt sich beim Bodenbelag im Obergeschoss um einen Gips-gebundenen Estrich. Es sieht also so aus, wie wenn hier Gips-Pulver austritt. Schimmel ist es sicher nicht. WARUM und warum JETZT dieses Problem auftaucht konnte er nicht sagen. Mit Raumfeuchtigkeit hat das jedenfalls nichts zu tun. Wurde hier im Forum ja auch schon separiert.

Einen lokalen Austrittspunkt des Gipses kann man nicht finden. Es scheint keine lokale Feuchtigkeitsquelle zu geben. Auch wenn Wasser sich schnell verteilt, SO gleichmäßig wie auf unseren Balken aufgetragen, ist es nicht möglich bei einer eventuelle Leckage. Eine Art "Startinsel" müßte es dann auf jeden Fall geben, und diese ist nicht sichtbar. Ratlosigkeit vorerst.
Nun müssen wir in Kontakt mit den Vorbesitzern treten.

Ganz nebenbei haben wir im Heizungsraum im Erdgeschoss (kein Keller hier) tatsächlich zufällig entdeckt, daß das Kondensations-Überlaufrohr unter der Heizung verstopft ist. Am übergelaufenen Tropfentrichter ist das Wasser dann runtergelaufen und in den Estrich im Erdgeschoss eingesickert. Feuchte-Spuren in den Fliessen bis in die Küche nebenan....
Der Versicherungsmakler kommt heute noch vorbei. Dann kann er sich ja auch gleich das Holzdeckenproblem im Wohnzimmer ansehen...

Scheint nicht unsere Woche zu werden, um es gelinde zu formulieren...





Update:

weder Versicherungsmakler, noch (zufällig anwesender, wegen das verstopften Abwasserrohes im Erdgeschoss) Sanitär- und Klima-Meister noch der heute vormittag bestellte Baugutachter können sich einen Reim auf die Situation an der Holzdecke machen.
Am Montag kommt der Geschäftsführer des Bauunternehmens, welches das Haus gebaut hat, zur Besichtigung.



Moin Bass,



sehe ich das richtig, es kommt nur an den Ritzen raus?

Also "läuft es durch".....

Wie ist der genaue Deckenaufbau?

Kann man das wegwischen, d.h. war es den Vorbesitzern am Ende bekannt, oder habt wirklich erst ihr das Problem?

Ich krieg' halt immer das Grübeln, wenn sowas "zufällig" pünktlich nach dem Verkauf auftritt..........

Sowas in der Art kenne ich nur, wenn man's mit der Borsalz-Imprägnierung der Hölzer zu gut gemeint hat, aber dat Zeug ist schon länger nicht mehr zulässig und würde eher flächig auftreten.

Gruss, Boris



Weisse Ausblühungen...



Ein par Fragen:
- wie ist der genaue Deckenaufbau?
- Ist die Schalung und die BSH-Träger mit einer Lasur, ggf.
Brandschutzlasur behandelt?
- Ist der Anstrich schichtbildend?
- Wie hoch ist die Luftfeuchtigkeit in den Räumen unter der
Decke?
- Der Schaden aus der Kondensatableitung der Heizung
befindet sich im Geschoss unter der gezeigten Decke?
Beste Grüsse aus OWL,
Ch. Rothschild





Hallo Zusammen,

mein Eindruck nach vielen Gesprächen und genausovielen ernsten, wie ratlosen Gesichtern ist, daß zunächst grundsätzlich unterschieden werden muß:

sehen wir hier die Auswirkungen eines AKTUELLEN Schadens oder das JETZT (wieder)auftretende Bild eines ALTEN Schadens?

Im ersten Fall muß natürlich ein Herd gesucht und gefunden werden. Weder Baugutachter noch Versicherungsmakler noch Sanitär/Raum/Klima-Meister gehen hier vom Erscheinungsbild von einem aktuellen Schaden aus. Dazu ist hier alles zu flächig und gleichmäßig verteilt. Morgen kommt noch der Versicherungs"forensiker" für den Feuchte-Schaden am Boden infolge Kondenswasserüberlaufs der Heizung. Diesen Herrn werde ich sicher auch noch bitten einen Blick auf die Wohnzimmerdecke zu werfen.

Im zweiten Fall muß die Frage gestellt werden: was kann gegen dieses häßliche Bild getan werden und wie oft ist das seit dem ursprünglichen Estrichschaden 2003 schon aufgetaucht?


Jetzt zu den Fragen:

Der Deckenaufbau von oben nach unten laut Angebot ist:
- Schwimmender Estrich, 50mm
- Trittschall- und Wärmedämmung: 40mm
- Folie aus Kunststoff
- Din-Holzwerkstoffplatte auf massiven Deckenholzbalken

Mehr weiß ich nicht, auch nicht, ob real tatsächlich dieses Schema eingehalten wurde. Abgesehen von dem damaligen Leck in der Folio gehe ich aber davon aus, daß alles genau so verbaut worden ist, und zwar Raum für Raum einzeln im Obergeschoss. Damals wurde der Schaden durch auslaufenden Fließestrich durch "Reinigen" behoben. Klingt für mich wie: Estrich wurde mit einem Kärcher ausgespült und runtertropfend in alle Richtungen verwaschen. D.h. von einer lokalen Stelle eher weitläufig global verteilt über die gesamte Wohnzimmer- und Restdecke. Ziemlich genau so sehen die Spuren jetzt aus, laienhaft gesprochen.

Kann man das Pulver wegwischen: ja, mit sehr viel Aufwand. Quasi überkopf feucht wischen.

Schalung/BSH Träger mit Lasur/Brandschutzlasur: dazu habe ich keine Angaben. Woran würde ich das ggbfs sehen?

Anstrich schichtbildend: weiß ich nicht, weder ob überhaupt ein Anstrich existiert noch ob der schichtbildend ist/war.

Luftfeuchtigkeit in den Räumen unter der Decke: bei dem miesen Wetter gerade liegt die Luftfeuchtigkeit bei 60-72%. Durch Lüften steigt die Luftfeuchtigkeit eher an, als daß sie sinkt.

Ja, der Schaden der Heizung, also die unter den Estrich gesickerte Feuchtigkeit, ist ebenso im Erdgeschoss. Diese Fläche, ca. 2qm Richtung Küche ist sichtbar (durch dunkle/feuchte Fugen) und liegt ca. 10-12m vom Wohnzimmer entfernt. Angesichts der ohnehin hohen Luftfeuchtigkeit (die hier im Bereich Elbe-Weser aber üblich ist) erwarte ich von dieser Bodenfeuchte keinen nennenswerten Zusatzeintrag an Feuchtigkeit ins Gesamtklima bis "rüber" ins Wohnzimmer. Ich betrachte diese beiden Fälle aktuell getrennt.

Nein, die weißen Flocken kommen nicht nur an den Ritzen oder sonstigen Zwischenräumen raus. Das Pulver drückt auch mitten in den Bretten aus den Maserungen oder Asteinschlussrändern heraus.

Danke für die Hilfe und Diskussion soweit. Die Fragen, die ich nicht beantworten kann (zur Lackierung, etc.) werde ich am Montag dem Bauunternehmer stellen. Ich gehe davon aus, daß er das sagen kann.