Wie Granitbruchstein gegen aufsteigende Feuchtigkeit sperren...?

13.10.2006



Hallo,

evt. hat jemand bereits hier eine zuverlässige und sichere Lösung gefunden und kann helfen...
Wie kann man sicher bei einem Granit- Naturstein- Außenmauerwerk eine horizontale Sperre gegen vertikal aufsteigende Feuchtigkeit einbringen?
Mein Wissensstand (ich möchte nicht das Mauerwerk aufsägen) ist der, daß bei Injektionsgeschichten
bei Granit anders als beim Ziegel nur in die Fugen gebohrt werden kann und nur dort auch das Dichtmittel sinnvoll eingebracht werden kann. Granit nimmt ja kein Wasser auf. Das Problem: Granitsteine sind ja nicht so wie Ziegel gefugt, sondern liegen unregelmäßig, mit völlig unterschiedlichen Abmessungen und Formen, daher ist bei einer Mauerdicke von 70- 80 cm und evt. 2- 3 Reihen Steinen eine durchgehende Fuge überall auszuschließen. Man stößt zwangläufig überall nach kurzer Zeit auf Granit. Das würde bedeuten, daß selbst bei einer 3- reihigen Bohrung bis in 2/3 Tiefe des Mauerwerkes niemand sagen kann, ob nun wirklich alle Fugen und Ritzen, über die das Wasser aufsteigen könnte, verschlossen sind.
Wie lösen andere das Problem? Bei uns besteht leichte Hanglage und Teilunterkellerung- der Teil ist eben dummerweise gerade nicht unterkellert. Und die Bautenschutz- Profis sind mir zu schnell mit der Aussage: alles kein Problem, machen wir, haben wir schon 15 Jahre gemacht.... Das allein ersetzt ja kein Argument oder fachlich fundierte Aussagen. Und Röntgenaugen hat auch kein Bautenschützer.
Man kann ja auch 15 Jahre lang alles falsch machen, zumindest im Bereich Bruchstein....
Ein anderer Bekannter gab mir den Tip, mir mal ein altes Schloß in der Nähe anzusehen, dort wurde mit einem dem Blitzschutz ähnlichem System gearbeitet, welches unten rings um das alte Gemäuer gelegt wurde und mittels Erdpotential binnen 1/2 Jahres das tiefe, alte Gemäuer trocken legte...
Wie machen es andere und welche Erfahrungen gibt es dabei....?
Vielen Dank!


MfG

AndreasB.



richtig



erkannt haben Sie das System durchaus, allerdings laesst sich eine Injektion auch nicht anders ausfuehren, gute Erfahrungen habe ich mit Schleierinjektion mittels Gel gemacht. Es ist jedoch immer schwierig eine Ferndiagnose zu stellen, ebenso wird es ein kostenintensivs Unterfangen. Die Frage sollte lauten, warum soll die Wand trocken sein? warum ist sie jetzt nass? warum war sie die Jahrhunderte vorher nicht nass?
Die Osmose Verfahren sind nur bedingt anwendbar, da hier von entscheidender Bedeutung die Boden und Wasserzusammensetzuing ist.

Sie haben natuerlich auch voellig Recht, wenn Sie das nicht eben schnell mal machen lassen, hier sollten Sie sich einen spezialisten in Ihrer Naehe suchen der u. U. auch noch etwas Geld verlangt, diese paar Euro sind dann aber sehr gut angelegt.



Wie Granitbruchstein gegen...



Hallo Herr Bernhardt,

erst mal vielen Dank für die Antwort... Leute hatten wir genug da, u.a. auch einen Baubiologen.
Das Haus haben wir erst 2002 übernommen. Wie es in der Vergangenheit um die Feuchtigkeit bestellt war, können wir nur raten. Es war eine große Heizungsanlage im Haus installiert, die total verrostet war, die Räume unten wurden erst als Pfarrei, später als Kanzlei genutzt, eine Weile auch als Wohnung. In den 80er jahren wurde an das Haus ein Betonsockel- ca. 1m breit ringsum angeschlossen und Anfang der 90er wurde in mehreren Räumen Estrich verlegt, nur in der Stube war noch Dielung mit Luftklappen überall und mitten in der Dielunng. Das alles weißt schon auf Probleme hin.
Ob sich die Leute in der Vergangenheit so furchtbar viele Sorgen gemacht haben, weiß ich nicht- dafür weiß ich aber, daß die Wohnbedingungen andere waren- keine Tapeten, kein PVC oder Schrankwände etc....
Der Wohnbereich selbst war schon immer im 1. Stock, unten eher der Wirtschaftteil bzw. Kanzelei. Mit der großen Heizung wird man wohl trockene Wände gehabt haben- allein in der Stube waren 3 riesige Heizkörper.
Wir haben bis jetzt aufgeschachtet, die Fugen alle neu tief geschlossen, verputzt, Isolation aufgebracht und werden die olle Noppenbahn davor stellen und eine Drainage legen- wegen des sehr lehmigen Bodens und der Hanglage.
Viele sagten mir, lass einfach das alte Haus so und nimm es wie es ist, mit eben ein paar Einschränkungen.
O.K.- kein Problem meinerseits. Aber wenn man vermieten möchte, muß man ja irgwendwie Vorsorge treffen, denn es ist nicht abzuschätzen und irgendwie auch nicht verlangbar, daß die pot. Mieter sich mit den Besonderheiten eines alten Hauses auseinander setzen, also Außenwände nicht vollstellen, die Wände mineralisch Streichen und nicht tapezieren, regelmäßig und ausreichend stoßlüften etc....
Hier wollte ich uns eben gern wappnen. Ein Vormieter- man stelle es sich vor, hat kaum und in einem Raum gar nicht gelüftet- dazu noch das Schlafzimmer. Statt dessen hingen permanent Sommer und Winter dicke Decken an den Fenstern.
Mal heizte er und mal nicht und auf entspr. Nachfrage und Bitten, dies zu ändern, gab es Unschönes.
Das wird uns bestimmt nicht wieder passieren, aber das Problem im wohnlichen Alltags-Umgang mit alten Häusern bleibt ja deswegen weiter bestehen.
Da eben genau der Teil des Hauses eh schon sehr sensibel ist, vom Wohnungsschnitt wunderschön, mit Gartenausgang aus der Stube- aber eben nicht unterkellert etc.- wollten wir dies eben möglichst sicher klären...

Wissen Sie, wo man mehr Informationen zum Osmoseverfahren bekommen kann?

Vielen Dank!

MfG

AndreasB.



Vorsicht vor Elektroosmoseverfahren. Diese Warnung war sehr ausführlich und im Fernsehen ausgesprochen



Kaum zu glauben, immer wieder "weiß" jemand was neues - zu den bekannten Elektroosmoseverfahren.
Um es nochmals klar zu sagen, solange niemand den Beweis erbringt - wie alle bekannten Gesetze der Physik ausgehebelt werden, sollten Sie die Finger davon lassen.
@
Herr Bernhardt natürlich machen Sie gute Erfahrungen mit Ihren Schleierinjektionen, denn es ist absolut sicher, dass ein Granit keine Feuchte aufsaugt.
Und das was durch den Mörtel aufgesaugt wird ist fraglich, zumindest untergeordnet.
Fest steht, dass die wesentliche Feuchtebelastung durch Kondensation entsteht. Und da helfen Schleierinjektionen überhaupt nichts.
In den nächsten Tagen werde ich auch noch die TV-Sendung dazu veröffentlichen.
Videos können dann leicht angesehen werden.
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Herr Bednarz ich empfehle Ihnen sich erst mal schlau zu machen. Suchen Sie dazu auch unter den Begriffen - "elektroosmose" hier im Forum.
Dazu auch ein Auszug der Fernsehsendung: Mauertrockenlegung -
Fauler Zauber gegen feuchte Wände?
Wer feuchte Wände hat, kennt das Problem: Ist einmal Wasser ins Mauerwerk eingedrungen, blättert der Verputz, es kommt zu Schimmelbildung und im Extremfall zum Einsturz der Mauer. Die Sanierung feuchter Mauern ist ein komplizierter bautechnischer Vorgang: aufwändig, kostspielig und oft mit ungewissem Ausgang. Das zieht jede Menge Pfuscher und Keiler an, die oft mit dubiosen Methoden zur Mauertrockenlegung werben. Nicht selten kassieren solche „Spezialisten“ eine Menge Geld, die Opfer bleiben in ihrem feuchten Zuhause zurück.
Eine beliebte Methode zur Mauertrockenlegung sind sogenannte Entfeuchtungsgeräte. Mithilfe von Strom, Erdenergie oder kosmischer Strahlung sollen diese „Zauberkästchen“ das in der Mauer aufsteigende Wasser umpolen und in die Erde zurückdrängen – ganz ohne Bauarbeiten und ohne Chemie. Was verlockend einfach klingt, ist unter Experten umstritten. „Bis heute gibt es keinen anerkannten wissenschaftlichen Nachweis für die Wirkung dieser Geräte“, so Michael Balak vom Institut für Bauschadensforschung.
Renate Neusiedler hat vor acht Jahren ein solches „Zauberkästchen“ um 65.000 Schilling gekauft. „Ich wollte mir mühselige Umbauarbeiten ersparen“, so die Witwe aus Hohenau an der March. Als sich die feuchten Flecken in ihrer Waschküche trotzdem verschlimmerten, wollte sie von der versprochenen Geld-zurück-Garantie Gebrauch machen. Bis heute hat sie ihr Geld nicht wiedergesehen. Die Firma beruft sich auf Zusatzmaßnahmen, die nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurden. „Man hat mich mit falschen Versprechungen hinters Licht geführt“, sagt Renate Neusiedler heute.
Was hilft wirklich gegen feuchte Mauern und Schimmel? Live im Studio zeigt Barbara Stöckl anerkannte Methoden der Mauertrockenlegung.
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Soweit dieser Beitrag - nachzulesen bei HelpTv Im ORF 2.
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Und eine Empfehlung die hier schon geschrieben wurde sollten Sie beherzigen: Erst eine richtige Diagnose und dann danach arbeiten lassen.



kosmische Zauberkästchen, die viel Geld kosten



Hallo Herr Bromm,

".....Erdenergie oder kosmischer Strahlung sollen diese „Zauberkästchen“ das in der Mauer aufsteigende Wasser umpolen und in die Erde zurückdrängen ......"

Auf kosmische Strahlung, Gnome und Kobolde wollten wir uns nun nicht verlassen. Und Skepsis ist heute mehr denn je angebracht. Was das Verfahren mit dem Ausnutzen des Erdpotentials angeht, so war ich der Meinung, daß damit nicht Feuchtigkeit umgepolt werden soll, sondern daß eben Teilchen gleichen elektr. Potentials sich abstoßen sollten.
Ob das nun Osmose genannt wird- was ich eigentlich aus der Biologie kenne und mit Pflanzenwachstum zu tun hat oder ob es sich anders nennt- ich weiß es nicht, unter welcher Nennung es rangiert. Aber Informationen an sich richten ja erst mal keinen nennenswerten Schaden an- normalerweise.

Es stimmt, ob es funktioniert, weiß ich nicht- genanntes Verfahren soll aber patentiert sein- evt. sprechen wir hier von Verschiedenem. Und ich werde mir das Resultat vor Ort mal ansehen und fragen- so ein Schloß ist ja eine andere Dimension. Und neg. gehört habe ich auch schon, aber ist das nicht immer so, daß genau alles andere in den Augen eines jeweiligen Herstellers oder Vertriebes zumindestens ungünstig, wenn nicht gar gefährlich ist??
Deswegen will ich mich ja auch informieren.
Ich denke ebenfalls, daß ein Großteil der Probleme- ich schrieb es ja bereits- durch Kondensation ensteht. Der Schreckensmieter ist raus und wir Lüften regelmäßig durch und stellten recht bald eine durchweg pos. Veränderung und starke Reduzierung des Muffelgeruches fest. Der alte Kalkputz hält eigentlich und blättert nicht, Schadstellen gibt es wohl, aber die in Bereichen, die nicht mit evt. Feuchtigkeit zu tun haben, denke ich jedenfalls.
Daneben werden wir mit mineral. Dämmputz und Kalkputz oder Lehmputz arbeiten.
Auch hier müssen wir uns noch kundig machen, was es da alles an Auswahl gibt und Möglichkeiten. Zusätzlich zur Heizung kommt ein kleiner Kachelofen ins das Schlafzimmer- wenigstens das garantiert Strahlungswärme und regelmäßiges Lüften und Kuschelgemütlichkeit.

Aber gibt es denn keine Verfahren, welche belegt sind und auch über lange Erfahrungswerte verfügen?

MfG

AndreasB.



HAllo



Herr Bromm, natuerlich saugt ein Granit keine Feuchtigkeit auf, aber ich schrieb ja auch, dass eine Ferndiagnose schwierig zu machen ist, ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Waende dieser Dicke oft aus zwei Schalen mit
mit weicher Fuellung bestehen. Natuerlich ist zu pruefen ob es sich um Kondensat, aufsteigende Feuchtigkeit oder vertikal eindringende Feuchtigkeit handelt. Deshalb ja auch der Rat einen Fachmann aus dem naehern Umfeld hinzuzuziehen.



Nein



Und weil etwas patentiert ist, heißt dies noch lange nicht, dass etwa ein Haus deswegen trocken werden kann.
Und weiter:.... dass eben Teilchen gleichen elektr. Potentials sich abstoßen sollten - soweit richtig.
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Das Zetapotential (auch ζ-Potential) ist das elektrische Potential (auch als Coulomb-Potential bezeichnet) an der Obscherschicht eines bewegten Partikels in Suspension. Das elektrische Potential beschreibt die Fähigkeit eines (von einer Ladung hervorgerufenen) Feldes Kraft auf andere Ladungen auszuüben. Die Differenz des elektrischen Potentials an zwei Orten ist die elektrische Spannung.
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Jedoch, ist das Zetapotential: einfacher ausgedrückt: die Ladungstrennung der Baustoffoberflächen - oft konträr.