Feuchtigkeit in der Unterkonstruktion vom Fußboden

10.07.2010


Vor ein paar Tagen habe ich in einer Ecke meines Arbeitszimmer eine Feuchte Stelle an der Tapete und ein Stückchen weiter Schimmel gefunden. Die feuchte Stelle ist genau im Eck am Fußboden und der Schimmel an der Tapete genau an der Fußleiste. Da der Außbau des Zimmers von meinem Vorgänge war, habe ich die Ecke aufgemacht um festzustellen was da ist.
Der Anbau ist nicht unterkellert und hat ein Betonfundament. Als Aufbau habe ich vorgefunden, Vierkanthölzer und dazwischen Glaswolle. Auf den Hölzern Preßspanplatten, darauf eine dünne Wellpappe und darauf ein Fertigparket mit Nut und Feder. In der Ecke, in der ich die Feuchtigkeit gefunden habe, war die Glaswolle und der Vierkanntbalken feucht. Im Eck der Wand sehe ich nichts verdächtiges.
Wie kann man Feuchtigkeit aus der Unterkonstruktion herausbekommen? Oder müßte normale Feuchtigkeit von selber nach oben "verdampfen"? Ich stehe jetzt vor der Frage, alles herausnehmen und neu machen.





Hallo,

da wird wohl Kondensat auf dem kalten Beton angefallen sein.

Problem ist, das Mineralwolle nicht mehr so einfach trocken zu bekommen ist.
Das Zeug hat in solcher Konstruktion nicht zu suchen.

Grüße aus Schönebeck



Und das Kondensat ist bestimmt



nicht nur auf dem kalten Beton angefallen, sondern eben auch in der kalten Dämmung, die dann typischerweise "absäuft". Genauso wie an gedämmten Fassaden und gedämmten Dachebenen.



Und darum:



1. Kapillaraktive Dämmstoffe
2. Hinterlüftungsebenen


Grüße aus Schönebeck



Zu 1.: Ja! (Naturfaserdämmstoffe



zähle ich nicht unbedingt 1dazu) und
zu 2.: Nur wenn 1. zutrifft. Sonst taut es in den Dämmstoff, und die Brühe bleibt drin.



Moin,



unter die Dämmwolle gehört eine dampfdichte Folie, wenn da keine ist, kannst du das vielleicht jetzt abtrocknen, hast aber in ein paar Jahren dasselbe Problem.

Im Bodenbereich dämmt sichs besser mit Styrodur, weil es kaum Feuchte aufnehmen kann, bzw. mit Hanf und geölten Dielen, damit die Feuchte nach oben abatmen kann.

Gruss, Boris



Wenn unter der Dämmplatte



die Folie sitzt, gibt es im Dämmstoff noch mehr Kondensat, da dann Absorption im noch kühleren Beton entfällt. Bauphysik!



Feuchtigkeit in der Unterkonstruktion vom Fussboden



Hallo,
die Beschreibung des Schadens führt zur Erkenntnis, dass vom Regelaufbau eines Fussbodens abgwichen wurde und damit zu hohen Reparaturaufwendungen. Ein einfaches Trocknen der Mineraldämmung führt zu keinem Ergebnis, da mineralische Dämmungen nach Feuchteeinwirkung ihr Dämmvermögen verlieren.
Der Regelaufbau des Fussbodens sollte folgendermaßen aussehen:
- Unterbeton
- horizontale bituminöse Dichtung
- Styropordämmung
- Schrenzlage
- Estrich
- Fussbodennutzschicht.

Mit freundlichen Grüßen

Bauing. F. Teichmann
Sachverständiger



Kommt es da nicht bei Taupunktunterschreitung



im Bodenaufbau zu tropfiger Nässe über und unter der Bitumendichtung?

Und wo hindemit dann? Ins Styropor?

Und das Anmachwasser aus dem Estrich, sickert das dann durch die Schrenzlage (sollgemäß keine Abdichtfunktion!) auch in den Dämmstoff? Und dann?

Und wenn der (aufgeklebte?) Bodenbelag zu früh erfolgt, bevor der Estrich bis in alle Tiefen belagreif ist (Klassiker), was dann? Erst Schüssel, dann Beule?

Konrad Fischer
Schwachverständiger





was ist eine : schrenzlage ????

mfg gudrun





Eine Dampfbremse aus Papier, wird meist als Rieselschutz für Schüttungen verwendet.

Hab auch keine Ahnung warum Herr Teichmann die da haben will.

Grüße aus Schönebeck



Aber, aber, Herr Struve,



Herr Teichmann ist doch Sachverständiger! Der muß es wissen, was sich gehört!

Voller Respekt

Konrad Fischer



Fußbodenaufbau



Richtig, Herr Struve und Herr Fischer,
im Gegensatz zu Ihnen weiß Herr Teichmann, was eine Schrenzlage ist bzw. welchen Zweck sie erfüllt.

Viele Grüße



Jetzt wollen Sie dem Forum hier weismachen,



lieber Herr Böttcher, ich wüßte echt nix vonne Schrenzlage? Sie glauben wohl feste daran, daß man damit immer eine trockene Dämmung kriegt?

Haben Sie das echt nötig? Ach so, Sie sind ja auch ein Bausachverständiger und sogar mit eigenem Büro schon seit 1994. Da wissen Sie freilich geradezu automatisch viel mehr davon als alle anderen auf der Wassersupp dahergeschwommenen Baulümmel hier. Gut, daß Sie das nun auch allen sagen.

Ja dann: Respekt auch Ihnen!

Chapeau!

Konrad Fischer





Naja Herr Böttcher,

welchen Zweck die Schrenzlage in diesem Fall erfüllen soll währe wohl besser ausgedrückt.

Verkaufen kann man halt alles, und wenn´s in der DIN steht macht verkaufen auch Spaß.
Dem Verkäufer jedenfalls.

Grüße aus Schönebeck





danke für die antwort herr struve,
dem entnehme ich das diese nicht zwingend notwendig ist,wenn styropordämmung(platten) verarbeitet werden,(diese rieseln ja nicht,

mfg gudrun



Fußbodenaufbau



Eine Schrenzlage soll hier in diesem Fall das Eindringen von Estrich in die Dämmlage darunter verhindern. Weiterhin soll sie direkten Kontakt zwischen Wand und Estrich durch Hinterlaufen des Randdämmstreifens verhindern.
Sie ist KEINE Abdichtung, wie Herr Struve fälschlicherweise annimmt.
Das solche Schrenzlagen bei Fließestrich funktionsbedingt auch dicht sein müssen, hat damit nichts zu tun.
Die Abdichtung wird auf dem Unterbeton, also UNTER der Dämmung positioniert.
Falls es ein Nassraum wird, gibt es eine weitere Abdichtung AUF dem Estrich.
Schrenzlagen dienen auch als Rieselschutz, aber darum geht es hier nicht.

Viele Grüße





Herr Böttcher,

ich hab nicht gesagt das eine Schrenzlage eine Abdichtung ist sondern eine Dampfbremse.
Die Knauf K 438 beispielsweise hat einen so Wert von 9,5 ist also bremsend.

Siehe hier:
www.knauf.de/wmv/?id=2269

Ich halte diese Lagen auf Styropordämmung, Wolle gehört da eh nicht hin auch wenn die DIN das möglich macht, für überflüssig bis kontraproduktiv.
Das Argument, das die Lage auch dazu dient ein hinter- bzw. unterlaufen des Randdämmstreifen zu verhindern ist auch super.
Bei Fließestrich verwendet man Randdämmstreifen mit Folienfahne und die Folie wird auf der Dämmung verklebt, bei Zementestrich läuft nichts, der wird erdfeucht eingebracht.

Sie haben ohne Zweifel die DIN auf Ihrer Seite, aber ich hab sie Gott sei Dank nicht im Nacken.

Grüße aus Schönebeck



Schrenzlage



Herr Struve, vielleicht lesen Sie einfach mal bei Wikipedia oder Besser in der DIN was eine Schrenzlage eigentlich ist. Darum ging es hier und nicht darum, was Sie darunter verstehen.
Eine Schrenzlage trennt verschiedene Baustoffe, das ist ihre Aufgabe.
Wenn Sie eine Dampfbremse benötigen, dann bauen Sie eine ein. Unter einem Estrich brauchen Sie keine.
Es kann dann sein, das Sie für Ihre Dampfbremse Material verwenden, das auch als Schrenzlage verwendet werden kann. Deshalb ist eine Dampfbremse noch lange keine Schrenzlage und umgekehrt.
Was die verschiedenen Funktionsweisen von Dampfbremsen betrifft, empfehle ich Ihnen das WTA- Journal 1/03 S. 6-25 als Lektüre.
Inhalt: ein Artikel von Hartwig M. Künzel mit dem Titel:
"Richtiger Einsatz von Dampfbremsen bei der Altbausanierung"

Viele Grüße





Genau Herr Böttcher,

Sie können ja eine Trennlage für unumgänglich halten.
Sie können ja auch mal Schäden schildern die aufgetreten sind wenn diese weg bleibt.

Wenn die Trennlage...,
warum eigentlich ohne Gleitfolie?
Kommt auch noch in die DIN !… wetten?
…aber auch als Dampfbremse fungiert hab ich da mein Problem mit.

Warum?

Auszug aus dem WTA-Jurnal

„…Dabei kann insbesondere der Einsatz von herkömmlichen Dampfsperren für den Tauwasserschutz unerwünschte Nebenwirkungen haben…“


So ist das nämlich.

Grüße aus Schönebeck



Schrenzlage



Haben Sie irgendetwas eingeworfen?





Ja!


http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spezial%3ASuche&redirs=0&search=schrenzlage&fulltext=Search&ns0=1



Schrenzlage



Versuchen Sie es mal mit Großschreibung!





http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spezial%3ASuche&redirs=1&search=SCHRENZLAGE&fulltext=Search&ns0=1



Nix Trennlage!



Estrich auf Dämmschicht (schwimmender Estrich)
Estrich auf Dämmschicht (schwimmender Estrich) ist auf seiner
Unterlage beweglich und weist keine unmittelbare Verbindung
mit angrenzenden Bauteilen auf. Daher sind als Randbegrenzung
z.B. an den Wänden zusammendrückbare Kunststoffstreifen aufzustellen.
Die Nenndicken für Zementestriche auf Dämmschichten
sind abhängig von der Nutzung (beheizt – unbeheizt), der
Nutzlast, der Biegezugfestigkeitsklasse des Estrichs sowie der
Art und Dicke der Dämmschicht. Die Mindestdicken für Estriche
auf Dämmschicht nach DIN 18560-2 sind in den Tafeln 2, 11 und
12 zusammengestellt. Bei Biegezugfestigkeitsklassen = F7 sind
geringere Nenndicken möglich. Die Dicken dürfen jedoch 30 mm
nicht unterschreiten und sind ggf. um den Außendurchmesser
evtl. vorhandener Heizröhren zu erhöhen. Zur Bemessung von
schwimmenden Estrichen bei höheren Lasten als in Tafel 11
angegeben siehe auch [5] und [6]. Radlasten über 10 kN (entspricht
einem Gabelstapler bis ca 2,5 t Gesamtgewicht) sind bei
schwimmenden Estrichen nicht mehr vertretbar.

Nichts genaues weiß man nicht.



Schrenzlage



..." Gemäß der Norm über Estriche im Bauwesen hat zuerst auf die Dämmschicht die Auflegung einer Bitumenbahn (min 100 g/m²) oder alternativ die Abdeckung durch eine Polyäthylenfolie (min 0,1 mm Stärke) zu erfolgen. Diese Abdeckung vor Aufbringung des Estrichs dient der Vorbeugung der Durchfeuchtung der Dämmschicht"

Zitieren ohne Angabe der Quelle kann ich auch.
Wir im Bauwesen nennen so eine Trennlage eben auch Schrenzlage.
Schauen Sie mal bei Wikipedia unter Estrich nach oder in die DIN 18560-4 oder in den Produktkatalog von Knauf usw.
Unter Estrichen hat sich übrigens PE- Folie als Schrenz- oder von mir aus Trennlage durchgesetzt.

Viele Grüße



Schuldigung



Die Quelle ist das:
“Zement-Merkblatt Betontechnik B19 Zementestrich”

Und dort steht zur Trennlage auch:

„Estrich auf Trennschicht
Estrich auf Trennschicht ist ein Estrich, der von dem tragenden
Untergrund durch eine dünne, mehrschichtige Zwischenlage
(Trennschicht) getrennt ist. Estriche auf Trennschicht werden
meist dann ausgeführt, wenn ein Haftverbund mit dem Tragbeton
nicht oder nur unvollständig zu erreichen ist. Das kann bei
Konstruktionen wie Durchlaufdecken der Fall sein, die besonders
auf Biegung beansprucht werden, oder bei Oberfl ächen,
die infolge einer Beschichtung wasserabweisend sind. Estriche
auf diesen Trennschichten können als reibend gelagert gelten.
Sie liegen ohne Haftung auf einer festen Unterlage. Diese
muss jedoch so ebenfl ächig sein, dass bei Längenänderungen
keine Zwängungen entstehen. Wichtig für die Rissfreiheit des
Estrichs ist, dass die Zugspannungen durch Reibung nicht zu
groß werden.”


Also ein ganz anderer Zweck.



Schrenzlage



Was hat das nun mit Ihrer Dampfbremse aus Papier zu tun?
Noch mal zur Erinnerung:
Es ging um einen Estrich auf DÄMMSCHICHT und nicht um einen Estrich auf einer GLEITSCHICHT.
Das sind kleine, aber feine Unterschiede, Herr Struve.
Eine doppelte Trennschicht bzw. zwei Trennlagen ergeben eine GLEITSCHICHT.
Ein Tipp:
Wenn Sie noch länger suchen, werden Sie auch einen VERBUNDESTRICH finden.
Oha, da ist nun gar nichts drunter, weder Gleit- noch Trennschicht noch Dampfbremse.
Wie schrieben Sie vorhin:
"Nichts genaues weiß man nicht".
Wie wahr.
Quelle: Zitat aus dem Buch "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" von Jaroslaw Hasek

Viele Grüße



Ein Gespenst geht um!



Auf der Suche nach dem “Baubegriff” “Schrenzlage” durch das www musste ich feststellen, das es so etwas eigentlich nicht gibt.
Auch mein Buch, “Bautechnische Fachbegriffe von A-Z” hat unter Schrenzlage lediglich einen Verweis zu” Abdichtung” gegeben. Dort wird es aber mit keiner weiteren Silbe erwähnt.
“Schrenzlage” dürfte somit ein Begriff sein der sich eingebürgert hat, einen Fachbegriff würde ich daraus nicht ableiten.
Schrenz hingegen ist ein Fachbegriff aus der Buchherstellung und bezeichnet Graupappe bzw. Altpapier vom Bucheinband.
Wahrscheinlich hiervon wurde der Begriff Schrenzlage mal abgeleitet
Richtiger müsste es aber Schrenzpapier heißen und genau dieses Papier wird für Trockenschüttungen als Rieselschutz verwendet.
Es ist gegenüber den, von der Baustoffindustrie, angebotenen “Schrenzlagen” IMMER hoch diffusionsoffen (Papier).

Da die Lage unter dem Estrich entweder die Funktion haben, Wasser des Frischestrich der Dämmung fernzuhalten, oder den Estrich vom Untergrund zu entkoppeln sind Schrenzpapiere hier völlig ungeeignet, weil Papier.

Die angebotenen Gespenster, in Form von falschen Schrenzlagen, sollen, wie Herr Böttcher anmerkte, der Vorbeugung der Durchfeuchtung der Dämmschicht vor Aufbringung des Estrichs. fungieren.
Das sie das auch machen daran besteht kein Zweifel, das heißt aber, das sie bremsend bis sperrend gegen Feuchtigkeit sind.
Alles andere als Schrenz.


http://de.wikipedia.org/wiki/Schrenz_(Buchherstellung)

Grüße aus Schönebeck





Herr Böttcher,

wenn Sie Normen für Ihre Argumentation heranziehen, dann sollten ganz besonders Sie als SV den Anwendungsbereich dieser berücksichtigen.
Ihre DIN 18560-4 regelt nicht, ob oder wann eine Trennlage notwendig ist, sondern, wenn eine eingebaut wird, wie diese richtig eingebaut wird.
Das sind zwei paar Schuhe Herr Böttcher.

Grüße aus Schönebeck



Schrenzlage



Lieber Herr Struve,
ich habe Ihnen nur empfohlen, mal in die zitierte DIN zu schauen.
Mehr nicht.
Außerdem bin ich nicht für Ihre fachliche weiterbildung zuständig. Da sollten Sie schon selber Ihre Defizite ausgleichen.

Viele Grüße



Nu mal ganz langsam Herr Böttcher,



und fühlen Sie sich nicht so angepisst.

Sie, Herr Böttcher, haben doch hier geschrieben:

"Richtig, Herr Struve und Herr Fischer,
im Gegensatz zu Ihnen weiß Herr Teichmann, was eine Schrenzlage ist bzw. welchen Zweck sie erfüllt"

Das hat für mich den Eindruck hinterlassen Sie wüssten es auch, und das Herr Fischer und Herr Struve ein bisschen blöd sind.

Blöd das es das so eigentlich nicht gibt, bzw. volksmündlich mehrere verschiedene Dinge so bezeichnet werden.

Und in Ihrer din steht auch nix von Schrenzlage sondern von Trennlage.

Was meine Weiterbildung betrifft, da machen Sie sich mal überhaupt keine Sorgen.

Die Defizite sehe ich traurigerweise ganz wo anders.

Grüße aus Schönebeck




Feuchtigkeit-Webinar Auszug


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