Feuchter Keller

29.08.2007



Hallo,

unser Haus wurde 1997 von einem Baupfuscher gebaut, der nicht mehr dafür verantwortlich gemacht werden kann.

Kurz nach dem Erwerb des Reihenhauses stellten wir Feuchtigkeit in den Kellerrümen fest. Eine Fachfirma wurde beauftragt, den Schaden zu beheben. Dabei wurde eine fehlende Horizontalsperre von innen angebracht (verpresst). Seit letztem Jahr tritt wieder Feuchtikeit an einer Kellerwand auf. Nun stellt sich die Frage, ob nachgebessert werden sollte, mit der Gefahr, dass sich diese Prozedur wiederholt, oder ob man gleich von außen eine zusätzliche Sperre anbringen soll (wäre mit Aufwand machbar).

Falls von außen die Sperre angebracht wird, auf was soll man unbedingt achte?

Hinweeis: Das haus ist gegen einen Hang gebaut.

Danke für ihre Infos.

Uwe Greissing



Gibt es hierzu auch ein wenig mehr an Info?



Hilfreich wären Bilder, und auch Plan.



Hmmpf.



Hallo Uwe Greissing,
Mal nur fünf Worte rausgepickt:
Fachfirma - Horizontalsperre - wieder Feuchtigkeit - Hanglage
Eine wirkliche Fachfirma hätte vielleicht zunächst nach der Ursache für die Feuchtigkeit gesucht und Ihnen nicht einfach eine Horizontalsperre verkauft.
Auch jetzt bleiben versch. Ursachen als Möglichkeit über. Die Feuchtigkeit kann von mehreren Seiten, in unterschiedl. Anfallssituationen kommen.
Denkbar ist z.B. Schichtenwasser oder was ähnliches...
Mein Vorschlag: mit einem Baugrundgutachter erstmal die geologische Situation klären und eine Sanierungsempfehlung erarbeiten lassen.
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri



Feuchte Wände trocken bekommen



Sehr geehrter Herr Greissing,

Eine horizontale Sperrschicht schützt die Wand gegen aufsteigende Feuchtigkeit gem. DIN 18195 Teil 4.
Die vertikale Abdichtung schützt die Kellerwand vor Erdfeuchtigkeit nach DIN 18195 Teil 6.
Eine Drainage, richtig aufgebaut, schützt vor drückende Sicker- und Schichtenwässer.
Der Entfeuchtungsputz ermöglicht dann noch die Wandentfeuchtung und trocken iss.

Welche der Maßnahmen erforderlich sind, kann man nur vor Ort entscheiden. Hierbei spielt die Nutzung eine wesentliche Rolle.

Mit freundlichen Grüssen

Andrea Cyba



Feuchter Keller



Hallo Herr Greissig,

lassen Sie sich nicht von den gebetsmühlenartigen Sprüchen Frau Cybas (diesen Text lässt sie bei allen irgendwie von Feuchte handelnden Anfragen ab) beeindrucken, da ist nichts dahinter.
Der Tip von Martin Malangeri ist auf jeden Fall hilfreich, und wenn sie uns noch mit ein paar weiteren Informationen versorgen (Bilder, Art der letzten Sanierung, äußere Lage...)können wir schon mal einige grundsätzliche Empfehlungen geben.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Was helfen hier die Hinweise auf die DIN ?



Sehr geehrte Frau Cyba, Sie sollten diese Norm einmal genau lesen.
Da steht nämlich auch, dass diese Norm nur für den Neubau gilt.
Und warum machen Sie denn keinen Hinweis darauf, dass ein "Entfeuchtungsputz" weder in einer Norm noch in einer anderen Form z. B. Merkblatt der WTA oder auch vom DHBV keinerlei Empfehlung hat.



von außen drückendes Wasser



Herr Greissing,
lassen Sie sich nicht mehr vorführen, bei einem Hanggrundstück ist der Lastfall "von außen drückendes Wasser" anzunehmen. Das bedeutet mit einer Injektion ins Mauerwerk erreichen Sie nix, es gibt weder eine Empfehlung noch eine Zulassung für derartige Produkte bei diesem Lastfall. Ihre Fachfirma ist offenbar mit der Sache überfordert!
Machbar ist eine Vorwandvergelung mit Polyacrylatgel von innen durch das Mauerwerk allerdings ist dies in Ihrem Fall nur die zweitbeste Lösung.
Besser ist Sie legen das Gebäude frei, bringen eine KMB- Beschichtung mit Gewebeeinlage oder doppellagige Bitumenschweißbahn auf (je nach Bemessungswasserstand). Verlegen eine Drainage, packen das Häuschen noch schon dick mit Perimeterdämmung(100er) ein, bringen einen Anfüllschutz mit Gleit-/Filterschicht an und holen sich für die ganze Aktion noch Zuschuss für Wärmedämmung und Senkung des CO2 ausstoßes. Außerdem ist das gut für Ihren Gebäudeenergiepass und last but not least, es fördert den Verkehrswert ungemein!

Ach und Frau Cybat, (...Kellerwand vor Erdfeuchtigkeit nach DIN 18195 Teil 6...) Erdfeuchtigkeit ist Teil VIER, der Lastfall Teil SECHS behandelt von außen drückendes oder aufstauendes Wasser und weil ich gerade dabei bin, eine Drainage schützt nicht vor drückendem Wasser, sie verringert die anstehende Wassersäule bei Starkregen und leitet das Wasser ab, sie unterstützt die Abdichtung, kann diese aber keinesfalls ersetzen!!
Sie sollten Ihren vorgefertigten Text diesbezüglich ändern, zeugt von einer gewissen Professionalität.

MfG j.h.schröters



Nun aus dieser Antwort entstehen wieder mehr Fragen als gebraucht werden.



Ob jemand damit gedient ist:..eine weitere zweitbeste Lösung??
Was soll denn hier eine Vorwandvergelung??
Sollte aus dem Problem, dass es sich um evtl. Kondenswasser innen handelt eine wasserdichte Wanne gebastelt werden, oder was soll dieser Beitrag sonst?







Ursache?



Hallo,
auch hier sollte zunächst die Ursache erforscht werden.
Irgendwelche Injektionsgeschichten machen keinen Sinn in solchen Fällen. Hier muss man wohl leider erst einmal die Aussenwand Freilegen um die Ursache zu erforschen. ERST DANN kann richtig reagiert werden.
Gruß aus MG