Feuchtigkeit im Keller

08.03.2007



Mein Sohn hat vor knapp 2 Jahren ein neues Reihenhaus erworben. Es handelt sich um ein größeres Projekt mit mehreren Reihenhäusern, Baujahr 2003, große Teile der Gesamtanlage (auch Gartenflächen) sind unterkellert, bzw. Tiefgaragen. Der Keller ist ca. 3,5m hoch, ca. 30m², voll unter der Erde, nur ein Fenster 80x60cm. Wände und Boden wasserfester Beton. Die Decke ist mit 60mm Styropor isoliert, ebenso und die Wände von oben herab 50cm. Den Boden hat er gespachtelt und mit Betonfarbe gestrichen, damit er sauber gehalten werden kann.
Im letzten Jahr bemerkte er hohe Feuchtigkeit, besonders im Sommer strömt mit der warmen Luft auch Feuchtigkeit ein, er befürchtet Schimmelbildung.
Auch Nachbarn haben diese Probleme und haben geraten, Innenisolierung (Styropor und davor dünne Porenbetonwand) anzubringen. Ferner auf den Boden ebenfalls Styropor, Ölpapier und wasserfeste Nut- und Federspanplatten. Wenn der relativ kühle Keller dadurch wärmer wird, reduziert sich die Feuchtigkeit.
Ich habe hier meine Zweifel. Mein Sohn ist zwar sehr geschickt in Heimwerkerarbeiten und kann das alles selbst machen. Aber wenn das nichts bringt, ist Material und Arbeitsaufwand zu schade!
Kann mir jemand sagen, was von o.a. Rat zu halten ist? Gibt es sinnvollere und mehr erfolgversprechende Lösungen?
Elmar Werner, 8.03.2007



Feuchtigkeit im Keller



Wie soll denn der Keller genutzt werden?

Viele Grüße
Georg Böttcher





Feuchtigkeit im Keller
Als Keller-Vorratsraum, sowie auch als zusäztlicher Ablage- und Stauraum für ausgediente Möbel, darin selten benutzte Gegenstände, Saisonkleidung und -Schuhe (abwechselnd Sommer/Winter) zwischengelagerte Kindersachen (Kleidung, Spielzeug) u.ä. Evtl. bei schlechtem Wetter auch als Wäschetrockenraum.





Dann sollte eine Heizung und eine Lüftung eingebaut werden. Was Ihre Nachbarn da machen ist ziemlich kontraproduktiv. Der Schimmel setzt sich nur umso hartnäckiger zwischen die Schichten. Ihre Bedenken sind voll und ganz berechtigt.

Gruß
Dietmar Beckmann





Danke, Dietmar Beckmann. Sowas hatte ich fast befürchtet!
Gruß Elmar Werner



Im Sommer



Fenster zu und wenn Strom da ist einen elektrischen Luftentfeuchter hineinstellen. Kostet zwar etwas. Aber mit Sicherheit wird das Schimmelproblem mit der Zeit teurer.
Sollte es aber andere Feuchtigkeitsquellen außer die warme Luft im Sommer geben, bringt diese Lösung nicht viel!

Gruß Marko



Hallo Elmar!



ich glaube, Deinem Sohn kann geholfen werden!

Die Maßnahmen, die durch die Nachbarn angeraten werden, würde ich lassen, da sie ja nich die Ursachen bekämpfen, sonder das Problem nur "unsichtbar" machen und die vorhandene Feuchtigkeit im Mauerwerk einschliesst (die sich ja an den kalten Wänden niederschlägt).

Auch ich habe ähnliche Probleme gehabt, die ich mit Hilfe eines Entfeuchtungsputzes in sehr kurzer Zeit (4 Wochen) in den Griff bekommen habe.

Bei Interesse, helfe ich Ihnen gern weiter!

mit freundlichen Grüßen

Mario Bauer



Feuchtigkeit prüfen und dann entscheiden wie die Mauertrocken zu bekommen ist



Hallo Herr Werner,


Bevor es ans worken geht, sollte die Ursache ergründet werden. Vermutlich ist die äussere Abdichtung
deffekt oder es handelt sich um Kondensation. Durch Styropor mit einer Wand noch davor
verhindern Sie den Abtrocknungsprozess an der Wandoberfläche und kaschieren lediglich visuell das eigentliche Problem.
Mit einem geeigneten Messgerät lässt sich leicht der Durchfeuchtungsgrad feststellen.
Die durchnässten Wände können z.B. ausnahmslos nur mit einem Entfeuchtungsputz behandelt werden.

Mit freundlichen Grüssen.

Andrea



Keller trocknen



Danke für die neuen Tipps.

Von außen dringt keine Feuchtigkeit ein, es handelt sich wohl um Luftfeuchtigkeit, die im Sommer kondensiert.
Mein Sohn hat inzwischen einen Ventilator in das Fenster eingebaut, der die Luft nach außen drückt. Zuluft über geöffnete Kellertüre gegenüber vom Fenster. Der Ventilator wird automatisch ein- und ausgeschaltet durch eine elektronische Steuerung aufgrund der jeweils aktuellen Luftfeuchtigkeit. Nun will er erst mal den Erfolg kontrollieren.

Gruß Elmar Werner