Feuchtigkeit im Kriechkeller




Hallo liebe Community,

in dem von mir anvisierten Fachwerkhaus befindet sich ein Kriechkeller mit einer Höhe von ca. 1,20m. Der Boden besteht aus Lehm, die WÄnde aus alten Sandsteinen oder ähnlichem. Quer durch den Kriechkeller, an der Decke, verlaufen dicke Stahlbalken darüber ist der Fussboden des WOhnzimmers sichtbar (USB Platten). Jetzt im Winter herscht dort zwar eine reltiv hohe Luftfeuchte, jedoch würde ich nicht sagen dass es zu viel ist. Der Boden ist Feucht, aber es steht kein Wasser, die Wände sind Trocken. Nun ist es so das ich an den Stahlbalken minimal Rostansätze in Tropfenform festgestellt habe was darauf schliessen lässt das der Kriechkeller im Sommer wohl eher einer Tropfsteinhöhle gleicht als einem Keller ;)
Die Frage ist jetzt wie man dem entsprechend entgegenwirken kann um zu vermeiden das der Boden irgendwann Feucht wird und die Stahlbalken im Laufe der Zeit richtig anfangen zu rosten. Meine Handwerkliche Laienlösung hierzu wäre ein Anstrich mit einer Latexfarbe (wie z.B. auch bei Duschen verwendet) über die komplette Decke und ansonsten keine Baulichen Veränderung um möglichst nicht das "eigene Klima" des Hauses/Kellers zu gefährden oder Verändern.

Was haltet ihr davon?



Kellerfeuchtigkeit



Das wird das ganz normale Kondensat aus der Raumluftfeuchte und der verdunstenden Bodenfeuchtigkeit sein. Ausreichendes Lüften -vor allem auch zum richtigen Zeitpunkt- reicht da meistens dauerhaft aus.

Ansonsten sollten minimale Sanierungsmaßnahmen genügen, z.B. ein Rostschutz mit Owatrol-Öl. Keine dampfdichten, absperrenden Anstriche. Das muß man sich vor Ort anschauen, auch bezüglich der OSB-Platte und einer passsenden Fußbodendämmung.





Ich habe gelesen das Lüften im Sommer wohl einer der Verursacher hoher Luftfeuchtigkeit in Kriechkellern sein soll (Transport von warmer Luft in kalten Raum führt zu kondensierung des Wassers und dadurch bilden sich Tropfen an der Decke). Also lüften nur im Winter??
Die Rostschäden an den Stahlträgern sind nur oberflächlich, mir geht es dabei eher um die OSB Platten die natürlich die Feuchtigkeit aufsaugen und früher oder später dadurch morsch werden. Also keinen Anstrich der Platten?
Anbei auch ein Foto der Kellerdecke



Tragfähigkeit OSB



Was ist eigentlich der Abstand zwischen den Stahlträgern ? Wie stark sind die OSB Platten ? Zulässiger Balkenabstand siehe z.B. http://www.egger.com/downloads/bildarchiv/107000/1_107533_BR_OSB_DIY_DE-EN.pdf . Hat das ein Statiker abgesegnet ?

Für mich wäre dieser Aufbau ein Warnzeichen, wahrscheinlich wird der Vorbesitzer auch an anderen Orten gespart haben.



Neue Decke



Da scheint ja mal eine alte Holzbalkendecke gegen eine neue Stahlkonstruktion ausgetauscht worden zu sein.

Prinzipielle machbar. Das an der Dampfbremse OSB Kondensat ausfällt oder die Träger leicht rosten ist bei der austretenden Erdfeuchte zu erwarten.

Kontrollierte Belüftung wäre mein Rat.
Es gibt gesteuerte Lüfter die be- und entlüften wenn das Außenklima eine Entfeuchtung erlaubt.



Kriechkeller



Artikel zum Thema...

http://www.quadriga-news.de/www.quadriga-news.de/data/media/1720/17-22-Blickpunkt.pdf

http://www.quadriga-news.de/www.quadriga-news.de/data/media/1755/31-36.pdf

http://www.quadriga-news.de/www.quadriga-news.de/data/media/1938/41_45_Werther.pdf