Feuchtigkeit im KG durch gemauerten Regenwasserkanal, Bj. 1935



Feuchtigkeit im KG durch gemauerten Regenwasserkanal, Bj. 1935

Meine Tochter hat ein Haus, Baujahr 1935, erworben. Im Keller befinden sich Feuchtigkeitschäden, die bereits die Bausubstanz schädigen.
Da offensichtlich der Wasserdruck unter der Bodenplatte sehr groß ist, haben wir diese an einer Stelle im Wandbereich geöffnet. Dabei haben wir einen gemauerten Kanal (zumindest parallel zu 2 Aussenmauern) gefunden. Den Abfluss zu dieser mir bisher unbekannten Situation haben wir nach längerem suchen entdeckt. Dieser geht unter der Bodenplatte entlang in einen Nachbarkellerraum und wurde bei einem Umbau vor XX Jahren dort abgeklemmt und nicht mehr nach aussen geführt. Das erklärt das Druckwasser unter der Bodenplatte.
Nach wie vor ist aber der gemauerte Kanal(er wirkt wie ein nach innen verlegtes Drainagesystem) aktiv und bei starkem Regen fließt dort mehr Wasser als man glauben und vermuten möchte. Es kommen schnell einige 100 Liter bei Starkregen zusammen.
Die bauliche Konstruktion des Hauses hat eindringendes Wasser im Fundamentbereich wohl berücksichtigt und darauf Rücksicht genommen. Das Gesamtsystem ist allerdings durch Vorgänger zerstört worden.
Kennt jemand eine solches System und weiß vielleicht einen Rat?

Über eine Hlifestellung würde ich mich freuen.
Jürgen



Grundstücksentwässerung



Ich nehme an, es handelt sich um ein Gebäude in Hanglage, bei dem das anfallende Oberflächen- und Schichtenwassser durch ein Drainage-Kanalsystem abgeführt werden sollte.

Wenn das System jemals funktioniert haben sollte (geregelte und rechnerisch nachgewiesene Abflussmenge, die zudem kontrolliert abgeführt werden muss (Kanalisation ? zulässige Einleitung ? Versickerung auf dem Grundstück ?) scheint es jetzt grundsätzlich gestört zu sein und bedarf einer Neukonzipierung.

Es sollte in einer Bauaufnahme geklärt werden, ob und wie nach heutigen und aktuellen Anforderungen ein Konzept für eine Grundstücks- und Gebäudeentwässerung inkl. einer zeitgemäßen Form der Bauwerksabdichtung realisiert werden könnte. Eventuell ist dafür ein Bodengutachten notwendig, desssen Erkenntnisse / Anforderungen mit den Vorgaben der Gemeinde an die Ableitung von Drainiagewässern in Übereinstimmung gebracht werden müssen.

Die baukonstruktiven Anforderungen der Sanierung ergeben sich in diesem ZUsammenhang aus der Gebäudegrundkonstruktion und der DIN 18195 (Bauwerksabdichtung) bzw der DIN 4095 (Dränung zum Schutz baulicher Anlagen).

Bei Bedarf und Interesse kann ich mir die Situation gerne einmal im Sinne einer Bauberatung ansehen. Ich habe in der 36./37. KW mehrere Termine zu einer Sanierung in Sankt Augustin und könnte ohne großen AUfwand bei Ihnen anschließen.