Feuchtigkeit im Keller



Feuchtigkeit im Keller

Liebe Community,

im Keller meines Fachwerkhauses (unbefestigt, Streifenfundamente) habe ich auf einer Seite über etwa 3m Länge einen Feuchtigkeitseintritt entlang der Außenmauer.

Kondensat kann es nicht sein (habe ich mit Folientest ausgeschlossen). Ich denke es ist entweder Regenwassereintritt oder ein defektes Abwasserrohr. Was meint Ihr? Habt Ihr noch eine weiterführende Idee? Ich bin Euch für jeden Hinweis dankbar.



Folientest



Ein Stück durchsichtige PE- Folie o.ä. mit Klebestreifen luftdicht auf die Wand kleben.
Wenn sich nach ein paar Tagen Wassertröpfchen auf der Innenseite niederschlagen ist das ein Zeichen das die Wand feucht ist. Wie feucht- das verrät der Test nicht.



Kellerfeuchtigkeit



Aus deinem Bild kommt wohl jeder zu der Auffassung, dass es sich um Wasser von außen handelt, welches durch Fugen eingedrungen ist-
oder austretendes Wasser von innen hat sich am tiefsten Punkt gesammelt, das hätte aber bei gelegentlichem Besuch des Kellers auftreten müssen.

Wie schnell ist das Wasser aufgetaucht?

Kondenswasser würde wohl kaum in einem so scharf abgegrenztem Bereich auftreten.

Wie sieht die Wand außen aus?
gab es früher solche Feuchtigkeit?
Wurde baulich außerhalb des Gebäudes oder in der Nnachbarschaft etwas verändert?
Gibt es dort Fallrohre oder Drainagen?
Sind sonstige Leitungen außen in dem Bereich verlegt?
Ist Oberflächenwasser möglich?

Andreas Teich



@Andreas Teich



Hallo Andreas,

vielen Dank für Deine Rückfragen. Hier die Antworten darauf:

Die Feuchtigkeit im Boden kam nicht plötzlich, sondern besteht schon etwas länger.

Die Kellerwand außen kann ich nicht einsehen, weil darüber der Gehsteig liegt. Dieser ist halb mit Gehwegplatten, halb mit Natursteinpflaster versehen. Die Fugen der Platten und des Pflasters sind nur mit Basaltsand gefüllt, also wasserdurchlässig. Regenwasser kann hier also eindringen.

Allerdings bildet sich nur an einer max. 3m breiten Stelle der Feuchtigkeitseintritt im Keller, obwohl die Außenmauer straßenseitig 15m lang ist. Das spricht m.E. gegen das Oberflächenwasser als Ursache (denn wieso sollte es nur auf 1/5 der Gesamtlänge einsickern?). Denkbar wäre höchstens, dass sich das Regenwasser durch Hohlräume etc. sammelt und dann nur an dieser Stelle von außen auf die Kellerwand trifft und eindringt.

Bauliche Veränderungen gab es am Haus und in der Nachbarschaft keine.

Allerdings gibt es zwei Fallrohre links und rechts ca. jeweils 5m von der Feuchtestelle entfernt, die dort in den Boden gehen und an das Kanalnetz angeschlossen sind. Da werde ich mal prüfen lassen, ob dieses Leitungsnetz wirklich dicht ist.

Nochmals vielen Dank für Eure bisherigen Antworten!



Ursache für Kellerfeuchtigkeit



Wenn die optische Untersuchung der Rohre nichts ergibt könnte noch ein Dichtheitstest durchgeführt werden:

Absperrblase (aufblasbaren Ball) in die Leitung bis hinter eine Muffe einführen, aufblasen, Wasser ins Rohr einfüllen und überprüfen, ob der Wasserstand sinkt- dann sind Muffen undicht, Dichtungsringe nicht eingelegt oder Dichtungen beschädigt.

Wenn das alles noch zu keinem Ergebnis führt ist auch Rückstau vom Kanalnatz möglich- das müßte die zuständige Gemeinde prüfen.

Es ist auch möglich, Prüffarbe oder Lebensmittelfarbe an vermuteten Stellen einzufüllen oder lange genug oben auf den Platten zu verteilen und überprüfen, ob diese innen sichtbar wird.
Schreib doch bitte wenn du etwas herausgefunden hast- vielleicht hilft's anderen in ähnlichen Fällen.

Andreas Teich