Dämmung und Aufbau Kellerdecke

20.10.2005



Hallo
Wir haben unsere Anfrage schon in einer anderen Rubrik gestellt und bisher leider noch keine Antwort bekommen. Vielleicht hat hier jemand einen Tipp.
Wir wollen in altes Heizhaus in einen 5m hohen Raum eine Holzbalkendecke einbauen, so dass darunter ein unbeheizter Keller und darüber ein beheizter Wohnraum entsteht.
geplanter Deckenaufbau von oben nach unten:
Massivholzdielen, V100 Platten, Dampfbremse, Steinwolle zwischen Balken, Konterlattung, GKB Platten.
Die Decke liegt auf Unterzügen, die auf Holzstempeln montiert sind. Die Balkenkonstruktion liegt bereits)Die Balkenköpfe liegen ca. 2 cm von den Außenwänden (ohne Putz) entfernt. Die Wände bestehen aus Hohlblocksteien.
Meine Fragen:
1. Wie kann ich den Zwischenraum zwischen Balkenköpfen/Steinwolle dämmen und die Materialien vor ev. eintretender Feuchtigkeit schützen.
2. Sollte der Hohlraum zwischen GKB Platte und Dämmwolle ebenfalls mit Dämmung ausgefüllt werden. z.B. Perlit Schüttung?
3. Ist der Deckenaufbau überhaubt machbar, auch im Hinblick auf aufsteigende Feuchtigkeit und deren Kondensat in der Decke?

Würde mich sehr über baldige Antwort freuen, da wir sehr



Dachpappstreifen schützt vor Feuchtigkeit



Hallo Timo,
Dein geplanter Deckenaufbau ist m.E. so machbar. Als Feuchtigkeitsschutz bei den Balkenköpfen wäre ein Dachpappstreifen vorzuschlagen. Die verbleibenden 2cm kann man dann z.B. zuputzen.
mfg
Klaus Schillberg
www.texbis.de



Kork schützt auch vor Feuchtigkeit



eine Alternative zu Dachpappe wären Korkstreifen,evtl. Korkplatten in Dicke von 15-20mm.
mfg
Klaus Schillberg
www.texbis.de



?



Ich denke nicht, dass diese Konstruktion aus der Ferne sicher abzuklären ist und es gibt viele Unklarheiten:
- Ist der Keller ein Keller, oder liegt er oberhalb des Erdreiches und ist lediglich ein unbeheizter Abstellraum? In welcher Höhe liegt das Erdreich an? Grundwasser?
- Um welches Material handelt es sich bei den Wänden?
- Sind die Wände gedämmt?
- Wurde die Holzkonstruktion von einem Statiker gerechnet und überprüft? Ist die Holzkonstruktion in den Raum hineingebaut oder gibt es Balkenauflager in den Wänden?
- Wozu die Spanplatte?
- ...





Vielen Dank für die bisherigen Antworten und das Interesse.

Zu den Fragen von Herrn Klein:
Die Konstruktion ist von einem Statiker berechnet und nach dessen Angaben von einem Abbundzentrum hergestellt.
Die Deckenbalken liegen auf Unterzügen, die wiederum auf Stempeln liegen. Die Stempel sind mit Abstandhaltern an den Wänden verschraubt. Es besteht keine Berührung von Holz an den Wänden.
Der entstehende Keller ist an seiner tiefsten Stelle ca. 1,5 m im Erdreich. Die Decke ist an dieser Stelle ca. 50 cm oberhalb des Erdreichs. Die Wände bestehen aus Hohlblocksteinen und sind ungedämmt. Grundwasserspiegel liegt tiefer als das Fundament. Drainage und Sperrung werden kommendes Jahr erneuert.
Die Spanplatten wurden mir von einem Handwerker empfohlen der aufgrund seiner Erfahrung beim Einbau von Holzfußböden behauptet, durch die V100 (oder auch OSB und ähnliches)würden sich die Dielen weniger verziehen und weniger federn. Dadurch wäre das Risiko einer Rissbildung der Dampfbremse geringer und das Knarren gemindert. Zudem können die Dielen in den Platten verschraubt werden.
Nun noch mal zu meinen Bedenken:
1. Da ich nicht weiß, wie sich der entstehende Keller in Bezug auf Luftfeuchtigkeit und Schwitzwasser verhält, erscheinen mir die Gipskartonplatten als ein Risiko. Nachdem was ich gelesen habe saugen diese Feuchtigkeit auf und schimmeln leicht. Hier wurde mir empfohlen 5 cm Dämmplatten auf die Gipskartonplatten zu Kleben um den Temperaturunterschied in der Decke zu mindern und so Schwitzwasserbildung zu vermeiden. Ich habe allerdings den Eindruck das dann die Balken überhaupt nicht mehr “atmen“ können und ev. entstehende Feuchtigkeit in der Decke nicht mehr entweichen kann (unten Dämmplatten oben Folie). Welche Alternativen gibt es hier?
2. Zwischen Gipskartonplatten und Dämmwolle entstehen 2 cm Luft durch die Konterlattung. Sollte dieser Zwischenraum z.B. mit einer Schüttung ausgefüllt werden? Wenn ja, welches Material wäre zu empfehlen?
3.Zwischen Balkenköpfen (und auch Unterzügen) sind ca. 2 cm Luft zu den Wänden. Hier wurde mir bereits von Forummitgliedern empfohlen die Balkenköpfe durch Dachpappe oder Kork zu schützen. Wäre es hier nicht auch angebracht zwischen jeglichem Holz (und ev. auch der Dämmwolle) und den Wänden eine (feuchtigkeitsresistente) Schüttung einzubringen, weil hier sonst eine Kältebrücke entsteht?
4. Oder habe ich einfach nur die Feuchtigkeitsparanoia?

Vielen Dank schon mal für Ihre Geduld.

Timo