Fußboden im EG über Erdboden

15.08.2011


Guten Tag,
ich hätte gerne ein paar Meinungen/Anregungen/Änderungsvorschläge zu meinem geplanten Fußbodenaufbau. Ich weis dieses Thema wurde schon 1000mal behandelt aber meinen Vorschlag hab ich nach 2 Tagen intensiver suche nirgens Kommentiert gefunden.

Vorhaben:
- neuer Fußbodenaufbau im EG über Erdboden

Voraussetzungen:
- Altbau >100J
- Wasserrohrbruch -> alter Dielenboden auf Lagerhölzern musste raus
- Aktuell Erdboden
- Wände sind trocken ohne Horizontalsperre oder ähnlichem
- Feuchte bisher kein Problem der alte Fußboden war diffusionsoffen

Geplanter Aufbau in Einbaureihenfolge:
- Geotextilvlies
- Schaumglasschotter
- Geotextilvlies
- Edelsplit 1-3mm
- Geotextilvlies
- Lagerhölzer 40*60 (Hohlraum ebenfalls mit Split verfüllt)
- Dielen 21mm

Vorteile aus meiner sicht:
- difussionsoffen (Versiegeln mit Beton etc. möchte ich nur ungern wegen der Gefahr von aufsteigender Feuchtigkeit in der Wand)
- einfach zu realisieren
- leichte Dämmung durch den Schaumglasschotter
- Ungeziefer sollte es schwer haben bei Schaumglasschotter und Split

Ich wäre sehr Dankbar für ein paar Meinungen dazu...

Vielen Dank Grüße
Sebastian



Fußbodenaufbau



Für diesen Aufbau brauchen Sie ca. 30-40 cm Höhe.
Haben Sie so viel Platz?

Viele Grüße





Raumhöhe ist kein Problem...





dann sind Sie hier ein seltener Fall. Trotzdem, es geht mit weniger Schichten: Spitt und 3. Lage Geotextil sind überflüssig.

Alternativ können Sie auch einen Leichtestrich auf Plattendämmung einsetzen. Hat allerdings Austrocknungszeit.

grüße vom Niederrhein



Sparsamkeit



Hallo

Sparen Sie sich den Schaumglasschotter und nehmen "normalen" Schotter.

Dann sparen Sie sich noch die Geoflieserei.

Dann Splitten Sie und legen die dickeren Dielen (> 30 mm) auf dickere Lagerhölzer 6x6 oder 6x8 und lassen noch etwas Luft zwischen Splitt und Dielen.

Dann können Sie sich noch überlegen ob Sie was mit dem "Heizen" machen wollen und lesen sich dazu folgendes durch:

http://www.slow-house.de/slow-house/I-3_files/Temperierung-Text-Großeschmitt.pdf

Bei der Planung kann ich Ihnen behilflich sein, falls Sie wollen.

FK





Danke für Ihre Kommentare,
ich hätte zu dem letzten Vorschlag noch Fragen. Ihr vorgeschlagener Aufbau wäre:

- Schotter (Welche Körnung?)
- Split 1-3mm
- Lagerhölzer 6*6cm Lärche
- Dielen >30mm (warum so Dick?)

Völlig ohne Vliese oder ähnlichem? Hat Schaumglasschotter nicht Vorteile bezüglich der Verarbeitung (Gewicht) und der Eigenschaften im Vergleich zu normalem Schotter?

Vielen Dank Gruß
Sebastian





Schaumglasschotter ist ein Dämmmaterial.

Grüße



Diese Aufbauten...



...sind nicht dampfdicht, wodurch insbesondere die Lagerhölzer gefährdet sind.

Ich empfehle einen Magerbeton auf dem SGS oder Schotter vor, darauf eine Dichtbahn. Die Dämmung zwischen den Lagerhölzern, z.B. mit Holzweichfaser, würde ich vorziehen.

"Versiegeln mit Beton etc. möchte ich nur ungern wegen der Gefahr von aufsteigender Feuchtigkeit in der Wand"

Diese Gefahr ist eine beliebte Forumslegende, die bisher weder physikalisch, noch im täglichen Leben nachgewiesen wurde.

Grüße

Thomas



Gefahr von Feuchtigkeit in der Wand?



vielen Dank Thomas das Sie diesen aspekt nochmal angesprochen haben. Ich bin leider kein Physiker/Chemiker, kann deswegen nur logisch an die Sache rangehen.

- Durch Starkregen, Temperaturschwankungen, erhöhtes Grundwasser, etc. kann der Erdboden unter der Konstruktion eventuell Feucht werden. Viel kann es nicht sein, war gab bisher kein Problem mit Feuchtigkeit.

- Falls sowas vorkam konnte dies bisher problemlos verdunsten, da dampfoffen.

- Wenn ich nun dampfdicht Baue geht das nicht mehr.

- Die feuchtigkeit bleibt also unter der Kontruktion die dadurch natürlich nicht beschädigt wird weil entsprechend gebaur wurde.

- Aber das Mauerwerk steht auch im eventuell immer Feuchter werdenden Erdboden

- Wenn ich nun einen Mauerstein ein Stück in Wasser stelle zieht dieser Wasser nach oben. Kohäsion?

Meine Schlussfolgerung -> es könnte passieren das die Mauer über die Jahre Feucht wird und Schaden nimmt wegen fehlender Horizontalsperre in der Außenmauer.

Vielleicht aber auch ein Denkfehler drin...?

Wenn ich allerdings dampfoffen Baue bleibts im Zimmer wie eh und je, der Boden wird durch SGS noch ein wenig isoliert und egal obs stimmt oder nicht mit der Wandfeuchte, da wird ja dann alles beim alten bleiben.

Naja so zumindest der Grund warum ich mich für dampfoffen entschieden habe.

Falls jemand einen Denkfehler entdeckt gebt mir bitte Bescheid.

Grüße
Sebastian



Nun,



unter der Abdichtung wird es erdfeucht, wie der Boden auch ohne Abdichtung eben erdfeucht wird.

Die Situation unter dem Schotter ist somit gleich, die eine Variante lässt aber Dampf durch (und das an der Bodenoberfläche abdunstende Wasser wird durch kapillaren Wassertransport ersetzt); und die andere eben nicht. Sie werden Deutschland nicht über Ihr Wohnzimmer trocknen können.

Ob Ihre Wand wegen fehlender Horizontalsperre Wasser zieht oder auch nicht, wird durch die Abdichtung Ihres Bodens nicht beeinflusst.

Grüße

Thomas



Jain



selbstverständlich wird der Boden unter dem Haus nie abtrocknen. Aber bspw. nach starken Regenperioden wird der Boden feuchter sein wie "normal". Dieses mehr an feuchtigkeit ist bisher über den Boden verdunstet.
Dies würde ich durch versiegeln stoppen. Ergo würde der Erdboden feuchter sein wie im momentanen Bauzustand. Mehr feuchte kann sich auf die Außenmauern auswirken.

Ich habe leider noch kein schlüssiges Argument gelesen warum das nicht passieren kann. Deshalb verbaut man doch im Modernen Hausbau Horizontalsperren und stellt die Außenmauern gleich mit auf die Betonplatte.

Mir ist allerdings auch klar das ich das Haus im gesamten sehen muss. Wenn ich nun den rest des Hauses komplett dicht machen würde wäre es relativ fatal sich noch zusätzlich feuchte aus dem Boden ins Haus zu holen.

Das Raumklima ist bisher sehr gut also kann ich der Logik leider nicht folgen welche Vorteile eine Betonplatte für mich hätte.

Gruß Sebastian



Die Argumente...



gegen Ihren Aufbau stehen hier und auch schon zigmal und ausführlicher im Forum, aber machen Sie halt einfach, was Sie wollen.

"Dieses mehr an feuchtigkeit ist bisher über den Boden verdunstet."

Bitte treten Sie 'mal einen Meter zurück und lesen sich's noch 'mal durch. Dann kommen Sie zum selben Schluss wie ich: So ein Quatsch!

Weiterhin frohes Projektieren wünscht

Thomas



Nicht gerade Überzeugend...



"...gegen Ihren Aufbau stehen hier und auch schon zigmal und ausführlicher im Forum..."

Ja wie eingangs erwähnt habe ich das Forum letztes Woende mind. 10std durchforstet. Es gibt ähnliche Aufbauten, diesen habe ich nicht kommentiert gefunden (Was nicht bedeutet das er nicht irgendwo mal vorkommt). Aber NICHT kommentiert.

Was nicht alles gegen Diffusionsoffen spricht... Radon, Feuchtigkeit aus dem Boden, Schimmel, Nager, etc., etc., etc. nur warum soll jetzt kommen was bisher nicht da war?

Jetzt trete ich einen schritt zurück:

So: "Wenn ich nix an den bisherigen Eigenschaften verändere, bleibt alles wie es war. Nur mit moderneren Materialien und einer Dämmschicht SGS."

Und auch wenn man Diffusionsoffen für quatsch hält. Dem kann man nicht widersprechen. Und wenn des Raumklima nach der Reparatur des Wasserrohrbruchs wieder so ist wie vorher bin ich zufrieden.

Gruß Sebastian

PS: "machen Sie halt einfach, was Sie wollen." -> wär ja schlimm wenns anders wär... (Davor muss aber eine Entscheidungsfindung stattfinden, dazu das Forum)



Kleiner Nachtrag zum Beton aus eigener Erfahrung:



Ein Freund hat den Boden seiner einfahrt direkt neben seinem Haus Betoniert (davor Pflaster). -> "Normaler" Aufbau, dann Betonplatte

Leider ist bei Regen unter der Einfahrt das Wasser immer recht oberflächennah abgeflossen. Wusste er nicht, hat den Boden ja auch nicht bei Regen neu gemacht.

Naja durch die neue Konstruktion kann das Wasser nicht mehr so gut wie früher laufen. Ich betone: "nicht mehr so gut wie vorher" Also staut sichs halt ein wenig.

Die folgen nach ein paar Jahren:
-> Feuchter Keller, feuchte Wand, und anderes unerfreuliche...

Baufehler, ja klar! Möglichkeiten dies besser zu machen, logisch! Die Reparatur, teuer und aufwendig! Aber abzusehen wars vorher wohl kaum und hinterher ist man immer schlauer...

Hätte er einfach wieder gepflastert, so wies war...

Grüße Sebastian

PS: Ich kenn das Haus, den Keller und den Freund seit 20Jahren und habs mit eigenen Augen gesehen. Vorher und die paar Jahre später nach der neuen Einfahrt.

PPS: Ich hab nix gegen Beton. Ist eben nur alles nicht so einfach. Und warum kompliziert wenns auch einfach geht...



Einfahrt



Schenken Sie ihrem Freund zum nächsten Geburtstag eine Wasserwaage.
Und einen Wochenendlehrgang zum Gebrauchstraining.

Viele Grüße



Einfahrt...



...wohl zu viel geschrieben.

Oben fliest der Regen sauber bis zum Abfluss. Stauen tut es sich unterirdisch...



Einfahrt



Aha, und wo staut es sich "unterirdisch"?
Ist der Einlauf kaputt?
Oder verdreckt?
Versuchen Sie es mal mit einem Foto!

Viele Grüße



...



Das Wasser floss früher Unterirdisch unter der Einfahrt. Das konnte es nach dem Betonieren der Einfahrt nicht mehr so gut. Also Staute es sich Unterirdisch vor der Einfahrt. In diesem Bereich haben die Mauern und der Keller Wasser gezogen. Das Problem ist mittlerweile behoben durch Umleiten des Wassers. Dazu musste die schön Betonierte Einfahrt allerdings zum Teil aufgebrochen werden.

Gruß Sebastian



Einfahrt



Also war nicht der Beton dran schuld sondern die defekte Entwässerungsleitung bzw. ein Baufehler.
Was sollte dann der Beitrag mit der Einfahrt?
Was hat das mit dem Problem Ihres Kellers zu tun?
Als Physiker sollten Sie wissen das Kapillarität eine materialbedingte Eigenschaft ist und nicht davon abhängt, wie feucht oder trocken benachbarte Bauteile sind.

Viele Grüße



Seufz...



Ich denke ist es Zeit die Diskussion zu beenden. Meine Frage wurde ja schon recht schnell beantwortet, dafür vielen Dank. Die änderungsvorschläge nehme ich Dankend an. Spart Zeit und Geld.

Baufehler. Genau deswegen habe ich das mit der Einfahrt geschrieben. Wenn ich keinen Beton benutze kann ich ihn auch nicht falsch einsetzen. Zum Beispiel eine Entwässerung vergessen von der vorher keiner vermutete das man sie überhaupt braucht.

Ich denke mit dem Diffusionsoffenen aufbau mache ich auf jedenfall keinen fehler und erhalte mein bisheriges Raumklima. Habe keine langen trocknungzeiten usw. Und falls es doch blödsinn war is nicht allzuviel Geld kaputt und es reicht ne Schauffel ums nochmal neu zu machen...

Damit verabschiede ich mich bedankend
Gruß Sebastian



Na dann...



nicht vergessen:
http://www.yopi.de/prices/prd_5240032

Beim zweiten Mal wird alles besser.

Grüße Thomas





Hallo Sebastian - Du bist auf dem richtigen Weg. Alles Diffusionsoffen bis ans Sockelmauerwerk und außen Drainage bis UK Glasschotter..
So jetzt der richtige Aufbau:
Glasvlies an den Seiten hochziehen
40 cm Glasschotter auf 35 cm stampfen mit kleinem Rüttler
3cm Spltt Schotter um die Lunken auszugleichen
Jetzt sind wir Hohentechnisch ca auf OKG Aussen
Jetzt klassischer Fussbodenaufbau 16cm Estrich bestehend aus
2 Lagen PU Dämmung 4 u. 2 cm -Bitumenabklebung -Fussbodenheizungssystem und Schwimmender Estrich mit verklebtem Stabparkett oder Fliesen oder Naturstein etc......

Nach oben braucht der Schotter nicht diffundieren. Die Feuchtigkeit kann erst gar nicht immer Schotter aufsteigen ----Es gibt also keine aufsteigende Feuchtigkeit ------ Leute vom Bau wissen so etwas!


Bloss keine Folien oder Flüssige Dichtstoffe im oder Am Bauteil verwenden! Alten Zementputz am Aufgehendem Mauerwerk Abbeilen - darf nicht Erddberührung haben

Usw.....
Ruf an wenn Du noch fragen Hast ..........



Speckmann Architekten Oldenburg



Na Herr Architekt,



das war ja wohl etwas zu simpel, und ein grammatikalisches Juwel zudem:

"Die Feuchtigkeit kann erst gar nicht immer Schotter aufsteigen ----Es gibt also keine aufsteigende Feuchtigkeit ------ Leute vom Bau wissen so etwas!"

Ob Architekten immer Leute vom Bau sind, sei 'mal dahingestellt. Genau deshalb, weil es aufsteigende Feuchte sehr wohl gibt, haben Sie da aber selber eine Sperrebene eingebaut: " -Bitumenabklebung -". Ich gehe 'mal davon aus, daß Sie damit eine Bitumen-Schweißbahn umschreiben. Und die ist auch erforderlich, da neben kapillar aufsteigendem Wasser (das hier, solange der Aufbau funktioniert, nicht auftreten sollte) auch aufsteigender Wasserdampf zu berücksichtigen ist. Aber sie schreiben ja selbst:

"Nach oben braucht der Schotter nicht diffundieren."

Sie Scherzkeks:
"Alten Zementputz am Aufgehendem Mauerwerk abbeilen"

Da geht mir ja richtig das Herz auf, wenn ich mir einen Architekten mit dem Beil am Zementputz vorstelle.

Heitere Grüße in den Morgen

Thomas





Na Thomas sind Sie ein "Architektenhasser" oder warum die zynische Antwort.
Den Tippfehler gleich als grammatisches Juwel zu bezeichnen ist bezeichnend!

Also mit der aufsteigenden Feuchtigkeit hab ich recht bekommen - Danke.

Mit dem Abbeilen wollte ich nur umschreiben, das eben Putz nicht Erdberührend sein darf. Mit einem Beil lässt sich das gut machen. Und ich bin mir auch nicht zu schade ein Beil selbst in die Hand zu nehmen.

Na ja diese Seiten sollen ja zum Gedankenaustausch dienen.
Also mal ganz sachlich.

Ich habe mehrere Sanierungen in verschiedenen Häusern hinter mir uns jede Hürde ohne Chemie gemeistert.
Ja - das stimmt es gibt Diffusionsfeuchte und eine obere Sperre ist ratsam. Aber aufsteigende Feuchtigkeit und Diffusionsfeuchte sind 2 paar Schuhe.


Gehn Sie mal auf die Seiten von:

www.konrad-fischer-info.de.
Herr Fischer geht richtig ins Gericht mit den ganzen Quacksalbern die auf dem Bau unnötige Sachen verkaufen wollen und keine Ahnung haben.

Konrad Fischer hat auch ein Buch rausgegeben das man lesen sollte.

Grüsse Rainer





>>>“Herr Fischer geht richtig ins Gericht mit den ganzen Quacksalbern die auf dem Bau unnötige Sachen verkaufen wollen und keine Ahnung haben.”<<<

Sind Sie sicher Herr Speckmann?
Laut Aussagen des Herrn Fischer gibt es keine sich kapillar ausbreitende Feuchtigkeit.

Wozu Sie dann Bitumensperrbahnen empfehlen erklärt sich mir nicht.

Grüße vom Quacksalber





Stimmt Sie haben recht - die Bitumenbahn ist überflüssig.
Ich hab mich versehen. Über dem Glasschotter braucht keine Bitumenbahn sein und es gibt keine sich kapillar ausbreitende Feuchtigkeit.

Auf Ziegeldecken oider Betondecken muss Sie aber immer sein.

Ich hab Sie nicht als Quacksalber bezeichnet.

Wenns so rüber kam - Entschuldigung.
Ich freu mich über weiteren Gedankenaustausch.


Grüssse aus dem nassen Norden

R.S.





Nun reden Sie mir aber bitte kein Kind in den Bauch.

Anders als Sie, Herr Fischer und einigen anderen weiß ich das kapillar aufsteigende Feuchtigkeit, je nach Baustoff mehr oder weniger, allgegenwärtig ist.

Aus genau diesem Grunde halte ich die Sperre nämlich nicht für überflüssig.



St. Konrad...



rät sicher jetzt auch zu PU-Dämmung? Sie werden mich ganz gewiss nicht wieder in diese bauliche Gemischtwarenhandlung locken, der Herr Fischer ist hier wie andernorts alles andere als unumstritten.

Noch 'mal in besonders einfachen Worten: Eine kapillar aufsteigende Feuchte in Glaschotterstücken wird's nach meiner Meinung wohl nicht geben, mangels Kapillaren. Um so verdichteter und damit kleinkrümeliger der Glasschotter wird, umsomehr Wasser kann dennoch in flüssiger Form durch Adhäsionskräfte zwischen den Bröckchen aufsteigen. Der Wasserdampfdurchtritt erfolgt sowieso.

Und schon aus letzterem Grund würde ich auf dem von Ihnen vorgeschlagenen Unterbau weder für Geld noch gute Worte ein Parkett legen, nicht 'mal für eine Haftungsfreistellung. Weil ich als Bodenleger wissen muß, was Sie nur 'mal so gestreift haben könnten: Wann nämlich ein Boden belegreif ist. Mit diesem Aufbau wird der Boden unter widrigen Umständen nie belegreif.

Wussten Sie schon, daß Glasschotter sehr häufig sehr feucht eingebaut wird? Wenn die im Freien lagernden BigPacks einen Regen abbekommen haben, sind Wasseranteile von bis zu 30 Masseprozenten nicht ungewöhnlich. Und das Zeug trocknet total widerwillig (mangels Kapillaren).

Die von Ihnen vorgeschlagene PU-Dämmung ist sowieso eine sicher 95%ige Sperrschicht, warum dann nicht richtig und vollständig absperren mit einer Schweißbahn?

Architektenhasser? Blödsinn.

Wer aber hier als Architekt postet, sollte auch in seinem Posting entsprechende Kenntnisse offenbaren. Und über Typen, die mit dem Beil über Zementputz herfallen, lache ich halt. Ob das nun Architekten oder Fleischer sind.

Grüße

Thomas




Feuchtigkeit-Webinar Auszug


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