feuchtes Feldsteinfundament




Hallo Forum,

ich habe ein Häusle gekauft an dem zu verschiedensten Zeiten gewerkelt wurde und sicherlich nicht immer zu besten.

Der Keller ist feucht und es steht bei viel Regen auch wasser in diesem. Wo und wie sich das Wasser den Weg sucht ist mir unklar.

Noch ein paar Worte zu dem Haus, es steht in einer Lage mit recht hohem Grundwasserspiegel, im Garten und Hof ist der Boden so stark verdichtet das Wasser oft stehen bleibt über ein paar Stunden. An der Straßenseite wurde ein Gehweg von der Stadt gepflaster. Das gesamte Niveau der Straße wurde einst erhöht und mit einer Neigung versehen.
3/4 des Gebäudes ist Kellerlos bzw. dieser wurde zu geschüttet, nur unter einem Raum ist der Keller von außen zugänglich. Dort sammelt sich das Wasser.
In der Nachbarschaft haben andere Brunnen ähnliche einlässe um das Wasser abpumpen zu können.

Meine Frage an Euch kann ich eine Drainage an das Feldsteinfundament, welches zum Innenraum nicht offen ist bauen und wie sollte diese im besten Fall aussehen?

An sich glaubte ich immer das Feldstein offen liegen sollte damit es ablüften kann.

Schon mal reichlichen DANK an euch.
Dennis



nasser Keller



Mit Glauben können Sie bei einer Sanierung nichts anfangen, nur mit Wissen und Erfahrung.
"feuchtes Feldsteinfundament"...
Fundamente sind immer feucht (wenigstens erdfeucht), an jedem Haus und das sollten sie auch bleiben.
"An sich glaubte ich immer das Feldstein offen liegen sollte damit es ablüften kann."
Wollen Sie Feldsteine in der Uckermark ausbuddeln damit sie ablüften können?
Was ist daran schlimm wenn so ein Stein feucht ist? Das ist er ohnehin nur an der Oberfläche, Natursteine haben im Gegensatz zu Ziegeln so gut wie keine kapillaren Porenräume.
"Kann ich eine Drainage bauen..." So was ähnliches ja, denn Sie wissen nicht wofür eine Dränung eingesetzt wird, wie sie funktioniert und wie man Sie baut.
Sie GLAUBEN das nur.
Wenn Sie es machen kann das schwere Schäden für Ihr Haus nach sich ziehen.
So, jetzt habe ich Sie genug runtergemacht.
Lobenswert ist das Sie VORHER fragen; etwas nicht wissen ist keine Schande.

Kommen wir zum eigentlichen Thema:
Entweder die Teilkeller in den Häusern waren immer schon so angelegt, d.h. das eindringende Sickerwasser war immer schon da.
Das "oder" ist eine Umgestaltung der Geländeoberfläche durch bauliche Maßnahmen das den Abfluß der Tagwässer veränderte.

Entweder sie arrangieren sich wie die Nachbarn mit dem Wasser oder Sie versuchen den Zulauf zu mindern. Das kann man mit relativ einfachen Mitteln durch Gestaltung der Grundstücksoberfläche, durch eine Wasserhaltung ähnlich wie die Nachbarn oder durch andere Maßnahmen die sich aus der Hydrogeologie des Standortes ergeben.
Das können Sie nicht selber, dafür brauchen Sie fachliche Hilfe. Selber auf Zuruf irgendwas machen ohne zu wissen was Sie da eigentlich tun bitte nicht.

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Gab_es_frueher_trockene_Keller.pdf

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/fussboeden.html