Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden?

10.04.2020 Till


Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden?

Hallo,

wir haben in einem alten Fachwerkhaus einen Schornstein, der von unten feucht ist. Die angrenzenden Wände sind unten auch feucht. Unser Plan war, unter dem Schornstein und den Wänden eine Bitumenbahn (Mauersperrbahn G 200 DD) einzuziehen, damit keine Feuchtigkeit von unten aufsteigen kann. Schornstein und Wände sollten dann zuerst mit einer Mischung aus Kuhdung und Kalk verputzt werden, darauf dann Kalkputz (das war die Empfehlung eines Naturbaustoffhändlers).

Nach etwas Recherche, unter anderem auf den Seiten von Konrad Fischer, kommen mir Zweifel, ob die Feuchtigkeit wirklich von unten kommt. Nun haben wir den Schornsteinsockel schon zur Hälfte entfernt, dort werden wir die Sperrschicht sicherlich einbringen. Bei den angrenzenden Wänden weiß ich nun nicht, ob wir den Aufwand mit der Sperre wirklich betreiben sollen, oder ob wir damit nicht mehr kaputt machen als sanieren. Was meint Ihr Anhand der Fotos?

Zweite Frage: Können wir die alten Steine aus dem Schornsteinsockel und der Wand bedenkenlos wiederverwenden, oder sollten wir lieber neue Steine verbauen?

Der Schornstein war unten bis zur Unterkante Wartungsöffnung mit einem nassen (!) Gemisch aus Sand, Schutt und Ruß gefüllt. Der Schornstein ist vor vielen Jahren schon einmal ausgefüllt worden (per Schüttung von oben), so dass der Zug innen noch einen Durchmesser von 20-22cm hat.

Ich freue mich über jeden Hinweis!

Vielen Dank und beste Grüße,
Till

Bild: Ecke Zimmer neben Schornstein



Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 2


Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 2

Ecke freigelegt 1



Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 3


Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 3

Ecke Detail 1



Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 4


Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 4

Ecke Detail 2



Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 5


Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 5

Ecke Detail 3



Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 6


Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 6

Wand daneben



Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 7


Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 7

Schornstein 1



Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 8


Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 8

Schornstein 2



Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 9


Feuchter Schornstein + angrenzende Wände: Horizontalsperre? Alte Steine wiederverwenden? Bild 9

Schornstein 3



Schornstein



ist der Schornstein noch in Betrieb, wenn ja, was ist angeschlossen ? Ruß ist hygroskopisch, d.h. zieht Feuchte an. Es muss sich also nicht zwangsläufig um aufsteigende Feuchte handeln. Wie sieht das denn bei den anderen Wänden mit Feuchte aus? Ihr habe ganz schön Mut, soviel vom Sockel rauszunehmen. Würde ich nicht machen. Auch würde ich die Steine nicht wiederverwenden, mir wäre die Versalzungsgefahr zu groß.



Foto bitte



Bitte ein Foto von dem letzten Bild
Etwas näher und gut sauber viel licht.

Gegen eine Horizontalsperre spricht ersteinmal nichts dagegen
Ist (eine Versorgung?) ein ungenügend gefeuerter Kamin mit vermutlich ohne Dachhaube so das Wasser eindringen kann und nach unten abläuft nun der schaden.

Der vermute ich schon seit dem sie geboren sind ein Problem darstellt

Wiederverwenden würde ich die Steine nicht
Zu problematisch im Netz findet man Grundierungen Dickschicht und putze die mehr oder weniger erfolgreich sind.

Der Fußboden ist dann das Problem



Zum Schornstein und Fußboden



Der Schornstein war bis vor einigen Jahren in Betrieb (Holzfeuerofen ohne große Relevanz als Heizung, mehr für Gemütlichkeit), dann wurde der Ofen stillgelegt und der Schornstein von oben abgedeckt. Regenwasser kann also seitdem nicht mehr rein. Bei Ofenbetrieb darf der Schornstein nicht abgedeckt werden (Reetdach). Wir waren auch erst zögerlicher beim Sockel wegnehmen, das ganze wirkt aber schon massiv und ziemlich stabil. Jetzt wollten wir die Sperre unterlegen und diese Seite wieder aufmauern. Dann die Mitte weg und neu, zum Schluss die andere Seite.

Die Frage ist, ob wir die beiden angrenzenden Wände auch nach unten Abdichten sollten (mit Steinaustausch). Wenn die Feuchtigkeit doch nicht von unten kommt, wäre das vielleicht unnötiger Aufwand und Risiko für die Wand.

Die Fußböden sind allesamt Estrich mit Fußbodenheizung von 1980. Zwischen Estrich und Wänden ist ein Spalt, der Estrich ist anscheinend von unten (mindestens von den Seiten) mit Bitumen eingepackt. Von daher zumindest kein Feuchtigkeitsproblem von der Seite zu erwarten?

Wir haben das Haus eben erst gekauft, daher wissen wir nur, was die Vorbesitzerin uns erzählt hat.

Das Foto mache ich nachher.

Viele Grüße,
Till



Schornsteinsockel nah Foto 1


Schornsteinsockel nah Foto 1

1



Schornsteinsockel nah Foto 2


Schornsteinsockel nah Foto 2

2



Schornsteinsockel nah Foto 3


Schornsteinsockel nah Foto 3

3



Schornsteinsockel nah Foto 4


Schornsteinsockel nah Foto 4

4



Wandfeuchte



Irgendwie kann ich am Mauerwerk keine Feuchtigkeit erkennen. Wo kommt denn die Feuchtigkeit her?

Ich habe in meinem Haus eine Wand die immer wieder gerne feucht wird. Dort kann aufsteigenden Feuchtigkeit vollständig ausgeschlossen werden. Es ist im nicht unterkellerten Teil des Hauses und die tiefer liegend Wände sind komplett trocken. Diese Wand ist massiv gut 40 cm dick aus großen Sandsteinquadern gemauert. Zusätzlich befand sich dort bis vor ca. 70 Jahren ein Stall. Speichervolumen und/oder Salzbelastung können ebenso zu Feuchtebelastung führen.



Re: Wandfeuchte



An den Wänden um den Schornstein haben wir vor allem an den Verfärbungen (Putz und Ziegel) sowie an der Aufwölbung und dem "Aufblühen" des Putzes auf Feuchtigkeit geschlossen. Auch befinden sich an den Unterkanten der Wände Bohrlöcher. Ich nehme an, das hier schon einmal mittels Injektion versucht wurde, die Wände trocken zu bekommen.

Die Feuchtigkeit kommt/kam mit Sicherheit mindestens zum Teil aus dem Schornstein. Denn der war/ist von innen wirklich nass. Die Frage ist, ob weitere Feuchtigkeit von unten in die Wände steigt. Beim Schornstein ist unser Verdacht, dass die Feuchtigkeit auch zumindest zum Teil von unten kommt.

Danke für den Hinweis mit der Salzbelastung wegen Stallbetrieb. Das können wir nicht ausschließen, da das Haus so alt ist. Klingt mir als Hauptursache aber erstmal etwas unwahrscheinlich, da das Problem sehr um den Schornstein herum lokalisiert ist.



Sorry



Tut mir leid ich bleibe dabei das Wasser kommt eher von oben und läuft runter.

Wasser sucht sich immer den Weg des geringsten Wiederstandes

Logick dann würde die Verfärbungen
Von unten nach oben gehen im nebenzimmer. Das schaut nach (? Salpeter??)( Mit Versottung Teer oder Schwefel)..,aus.

In diesem Fall ist ein Sanierputz eine Option aber kein Allheilmittel.
Begrenzte Aufnahme von salzen.

Nehme dir bitte Zeit schaue den Kamin durch inklusive Kehlbleche Verwahrung und und.

Ja mache den Plan der ist in Ordnung nur achte auf ein geschlossenes fugenbild.(vollflächig)
Oder Quellmörtel.
Lass dir Zeit bevor es Setzungen gibt.



Ist es



Ist es so das im 1.bild
Ein Höhenversatz ist von ca 60 cm ?

Das würde die Verfärbungen in der Ecke erklären



Ist es



Ist es so das im 1.bild
Ein Höhenversatz ist von ca 60 cm ?

Das würde die Verfärbungen in der Ecke erklären.

Verkiesellung ist eine Option



Wasserquelle, Höhenversatz (?)



Hallo Lars,

danke für Deine Einschätzung. Ich glaube inzwischen auch, dass das Wasser eher von oben kam. Der Sand und Schutt unten im Schornstein bildete einen prima Wasserspeicher, von dem aus es dann in die anliegenden Wände ziehen konnte, mit Teer und Schwefel aus 150 Jahren im Gepäck. In dem Fall wäre unsere Absperrung nach unten gar nicht nötig. Naja, jetzt ist der Schornsteinsockel schon offen, dann können wir die Sperre auch reintun.

Unser Bauexperte hat uns für diese Wände Kalkputz empfohlen, darunter Kuhdung (!). Das probieren wir mal so aus.

Den Schornsteinkopf habe ich noch nicht aus der Nähe betrachtet. Jedenfalls ist oben ein Blech drauf, das den gesamten Kopf abdeckt. Wie der Anschluss / die Abdichtung ans Dach gemacht ist weiß ich gar nicht. Ist ein Reetdach. Später soll ein Edelstahleinsatz in den Schornstein. Eine Haube darf nicht drauf, wegen Reet. Aber neben dem Einsatz werden wir oben alles gut abdichten, so dass kein Wasser mehr zwischen Stahlrohr und altem Schornstein reinlaufen kann.

Ich bin nicht sicher welches Bild und welchen Höhenversatz Du meinst. Die Fußböden sind in allen Zimmern gleich hoch. Die Unterkante der Wartungsöffnung liegt etwa 40cm über dem Fußboden.

Verkieselung ist wohl schon einmal probiert worden, zumindest sind entlang der Wände Bohrlöcher schräg nach unten, im regelmäßigen 10cm-Abstand. Hat offenbar nichts genützt. Kann es ja auch nicht, wenn das Wasser von der Seite und nicht von unten kommt...

Viele Grüße,
Till



Skizze feuchter Schornstein


Skizze feuchter Schornstein

Hier eine Skizze der Situation:
Schraffiert: Mauer/Fachwerk.
Grau: Ehemaliger Zug, jetzt verfüllt mit irgendwas mineralischem (wurde von oben reingeschüttet und dann eine Kugel von unten hochgezogen).
Weiß: Jetziger Zug
Rot: Verfärbte Ziegel, abgeplatzter/aufgewölbter Putz, weggerostete Putzkanten.
Orange: Etwas leichtere aber immer noch deutliche Feuchtigkeitsspuren.



Horizontal Sperre


Horizontal Sperre

Das einbringen einer Horizontalsperre
Ist das eine
Deppen die Löcher in die Wand bohren
Und irgendwas irgendwie da rein machen

Ehrlich ??
Frage bist du ein Öko terrorist ist dein haus wirklich so ein Denkmal das du scheiße als Baustoff verwenden musst

Sorry aber auf dem händy steht 2017
Moss ja nicht Plastik sein zum Anlegen

Frage aber warum nicht dann brauchen sich die 2 Generation nach dir keine Sorgen machen und sind eventuell froh über die Maßnahmen die du heute machen möchtest

Bei mir ist Grad die Lake am dämpfen

Fensterrahmen als Zapfen so ein scheiß
Aber lösbar



Vertrauen?



Eine horizontale Sperre wird angelegt wie im Baumarkt auf den Mem Produkten beschrieben.

Sorry hart und direkt
So wie Onkels und verlieren kann ich nichts.

Sto bietet Abdichtungen an mittels Injektionen wird Harz eingebracht und dann ist Ruhe die Generation nach uns reißt entweder alles rauß oder die Hütte fehlt komplett das ist mein Leitfaden
Und denke immer ans abteißen.

Vielleicht kennst du einen Kernbohrer
Der hilft schnell kostet nicht so viel und gibt leider ein Haufen sauerrei.



So nun



Ich hoffe es ist verständlich geworden möcht mich nun abmelden

Kümmere mich um meinen scheiß

Hoffe ich konnte bei der Entscheidungsfindung helfen
Regional ist halt alles anders
Viel Erfolg und denke an guten Atemschutz.
Gruß lars



Feuchter Schornstein



Ich würde auch eher vermuten, dass die Feuchtigkeit noch aus der Zeit stammt als der Schornstein noch nicht abgedeckt war
und das eingedrungene Regenwasser wegen des Schutts kaum abtrocknen konnte.
Kondensat während der Nutzung wäre ebenfalls möglich.
Das hat dann wohl auch zu dem ungeeigneten Versuch geführt das mittels Bohrlochtränkung trocken zu legen.

Solche Verfärbungen können u.U auch mit Absperrfarbe auf Schellackbasis abgedeckt werden (Kreidezeit u.a.).

Wenn der Schornstein gar nicht mehr benötigt wird könnte er ggf auch von oben her abgebrochen werden-
die hintere Verstärkung könnt ihr je nach Befund belassen.