Feuchter Keller. Schimmel. Zu dünne Bodenplatte. Aufsteigende Feuchtigkeit?




Bin neu hier im Forum und wäre sehr dankbar für sachkundige Hilfe.

Folgende Sachlage:

wohne in einer DHH Bj.1970. Kellerwände vermutlich aus Hohlblocksteinen.

Zu dünne Bodenplatte: nach 3-4cm anbohren kam schon lehmiges Erdreich.

Von den 4 Wänden sind 2 Außenwände, 1 Wand die zu der anderen DHH rübergeht und 1 Wand die an unseren Heizungsraum (Ölheizung) angrenzt.
Schimmel an allen Wänden, bis auf die Wand zum Heizungsraum rüber.
Schimmel von Boden bis ca. 30 cm raufwärts, dann hört er auf. Dies aber über die gesamte Wandlänge!! Auch die Wand zur anderen DHH rüber ist betroffen (is ja ne Innenwand?!).

Kellerräume sind ohne Beheizungsmöglichkeit. Das Lüftungsverhalten wurde an die allgemeinen Empfehlungen angepaßt (nicht lüften, wenn`s draußen wärmer als drinnen, sonst 2-3xtgl. Durchzug, Hygrometer etc.)

Außer eine kleine Stelle im bodennahen Wandbereich, an der der Putz und die Farbe abblättert und ein paar gelbe Flecken im Außenwand-Eck habe ich keine weiteren sichtbaren Anzeichen für Feuchtigkeit.

Saniert wurde vor 10 Jahren von einer Firma, die Injektionen ins Mauerwerk setzte. Da diese Firma aber erst "mitten drin" feststellte, dass so gut wie keine Bodenplatte vorhanden ist, konnten keine Injektionen als Horizontalsperre gesetzt werden.
Folge: im 2-Jahres-Turnus der beschriebene Schimmelbefall.

An Wand ist ein Antikondensationsanstrich + Spezialputz, der atmen kann. Der Boden ist gefliest.


Meine Fragen:
1. Spricht die Tatsache, dass sogar die Innenwand zur anderen DHH rüber schimmelt nicht eindeutig dafür, dass es aufsteigende Feuchtigkeit sein muss? Zumal ja anscheinend die Horizontalsperre wegen der viel zu dünnen Bodenplatte fehlt. Kann ich drückende Feuchtigkeit als Ursache ausschließen?

2. Würde außenrum aufgraben und Drainage legen allein überhaupt helfen? Oder was muss getan werden, um endgültig und ein für alle mal das Haus trocken zu kriegen? Neue Bodenplatte einziehen?? Oder welche Alternatven gäbe es?

3. Mit welchen Kosten müßte ich rechnen? Raumgröße des beschriebenen Kellerraumes 24m², allerdings existieren noch 2 weitere kleine Kellerräume mit ca.6m², die diesselben Probleme aufweisen.

4. Was bringen solche Solarlüfter, die einen Luftaustausch im Raum bewirken und zum Teil gleichzeitig heizen?

5. Was brächte überhaupt Beheizung des Raumes? (Natürlich erst, wenn Schimmel sachgerecht entfernt)

6. Was bewirkt Kalkputz/Kalkfarbe? Bewahrt dies auch bei feuchtem Keller vor Schimmelbefall? Evtl in Kombi mit heizen? Kann ich den einfach auf jetzigen Anstrich aufbringen oder welche Grundierung braucht man dafür?


Da momentan kein Geld für eine teure Sanierung vorhanden ist:

Was kann ich tun, um die "richtige" Sanierung, welche die Probleme dauerhaft löst, noch ein bisschen, sprich ca.3 Jahre aufzuschieben? Also gibt es vorübergehende kostengünstige in Eigenregie durchführbare Sanierungsmaßnahmen, die mich zumindest ca. 3Jahre vor erneutem Schimmelbefall bewahren?


Ich weiß das eine Ferndiagnose schwierig ist und es das beste wäre einen Sachverständigen die Lage zu zeigen. Wegen meiner momentanen Situation (bin arbeitslos geworden) muß ich momentan jegliche Kosten einsparen und möchte aber gerne wissen, ob -wenn ich das Geld dafür wieder habe- das Haus überhaupt trocken zu kriegen ist und wenn ja mit welchen Maßnahmen und zu welchen circa-Kosten.

Wäre wirklich unglaublich dankbar für jede Beantwortung/Hilfe zu meinen vielen Fragen!

Vielen Dank!!!



feuchter Keller



1. Zur Bodenplatte
Beim Baujahr 1970 ist eine Gründung aus Streifenfundamenten sehr wahrscheinlich. Was Sie als Bodenplatte ansehen ist ein einfacher Unterbeton bzw. Estrich als Kellerboden, für das Baujahr üblich.
Die waagerechte Abdichtung eines Kellerbodens war damals auch nicht üblich, außer wenn eine hochwertige Nutzung vorgesehen war. Der Fliesenbelag wirkt quasi wie eine Abdichtung, ein gasförmiger Feuuchteeintrag erfolgt nur über die geringe Fugenfläche. Für einen Keller vernachlässigbar.

2. Zur Bauweise des Kellers
Waagerechte Abdichtungen wurden damals verbaut, das war Standard. Es gibt eine auf dem Fundament unter der ersten Steinlage und eine weitere unterhalb bzw. oberhalb der Kellerdecke. Möglich aber wenig wahrscheinlich das die erste Abdichtung statt auf dem Fundament auf der ersten Steinlage plaziert wurde weil die Fundamantoberkante zu uneben war. So etwas lässt sich mit einem Meißel und ein paar Hammerschlägen leicht feststellen. Die verbauten Abdichtungen sind immer noch funktionstüchtig da sie keinem Verschleiß unterliegen. Die Verwendung von Hohlblocksteinen ist sehr wahrscheinlich, das war für diesen Zweck das übliche Baumaterial. Die Steine selber sind kapillar kaum leitfähig, sie funktionieren wie eine waagerechte Abdichtung. Höher wie bis zum zweiten Stein kommt keine Feuchte. Bei mangelhafter senkrechter Abdichtung und anfallendem Sickerwasser kann eine Durchfeuchtung durch die Wand erfolgen; die Schwachstellen sind die Stoßfugen. Das kann man in einem solchen Fall sehen, die feuchteren Stoßfugen und die darunterliegenden Lagerfugen zeichnen sich treppenförmig auf dem Innenputz ab.

3. Zu den Feuchteerscheinungen
Das klingt eher nach Kondensatausfall infolge der Sanierungsmaßnahmen. Anders gesagt: Die Urache ist für mich
"ein Antikondensationsanstrich + Spezialputz, der atmen kann" und indirekt wahrscheinlich auch die Injektionsabdichtung.

4. Zu den Sanierungsempfehlungen
Am Fußboden nichts machen.
Eine Dränanlage ist entweder schon verbaut worden oder überflüssig. Sie sollten prüfen ob eine Dränanlage vorhanden ist. Wenn ja vermute ich das die Wartung vernachlässigt wurde.
Was den Schimmel betrifft: Stellen Sie ein oder zwei Fotos vom Keller ein. Dann sehen wir weiter.



Luftentfeuchter...



Dann kondensiert die Luftfeuchtigkeit an einem Ort wo sie keinen Schaden anrichtet. Am besten mit einer Zeitschaltuhr (Nachtstrom).

Ein Antikondensationsanstrich kann nicht funktionieren wenn die Kellerwand ungedämmt ist und kälter als der Taupunkt.



Feuchter Keller. Schimmel. Zu dünne Bodenplatte. Aufsteigende Feuchtigkeit?



Vielen Dank Herr Böttcher für Ihre ausführliche und kompetente Beurteilung! Das macht mir schon ein wenig Hoffnung, weil ich den Fall noch schlimmer eingeschätzt hatte.

Fotos vom Schimmel kann ich leider nicht einstellen, da ich ihn bereits entfernt habe. Er tritt immer Ende des Sommers alle 2 Jahre extrem auf. Er befand sich aber vom Boden raufwärts bis ca.30-40 cm wie eine gerade Linie über die gesamte Wand, auch die Innenwand zur anderen DHH rüber und beide Außenwände.

Eine treppenförmige Abzeichnung von Feuchtigkeit auf dem Innenputz hatte ich nie.

Eine Dränanlage ist definitiv nicht vorhanden. Das Wasser von der Dachrinne wird in einen Revisionsschacht geleitet.

Bevor der Antikondensationsanstrich und die Injektionen gemacht wurden, waren die Wände ein paar Jahre lang mit normaler Dispersionsfarbe gestrichen. Da begann der Schimmel schon. Wieder davor war eine Ölfarbe drauf. Da hatten wir nichts, nur Abbröckelungen der Farbe. Erst als wir diese entfernten ging alles mit dem Schimmel los.

Wenn Sie eine Dränanlage für überflüssig halten und den Antikondensationsanstrich samt Injektionen für ursächlich erachten - was würden Sie mir dann als konkretes Vorgehen empfehlen, um den Keller dauerhaft trocken zu kriegen? Vielen Dank!

Auch danke an yogumon - einen Luftentfeuchter habe ich schon Jahre im Einsatz. Hat mich allerdings leider nicht vor weiteren Schimmelschäden bewahrt.



Nachtrag zu meiner Frage



Nochmal zu Herrn Böttcher:

komisch ist nur, dass ich ja schon VOR der Sanierung mit dem Antikondensationsanstrich und den Injektionen Schimmel an den Wänden hatte... Dann kann diese Sanierungsmaßnahme doch nicht die Ursache sein..?! :-(



feuchter Keller



Genau deshalb wollte ich Bilder von diesem ominösen Schimmelbefall sehen.
Was für eine Injektion und gegen was wurde damals ausgeführt?
Das dieser Schimmel bereits VOR der Sanierung auftrat und hinterher auch könnte den Schluß nahelegen das die Maßnahmen nutzlos waren.
Was ist wenn Ihre nächste Sanierung genauso ein Ergebnis bringt?
Ich komme ohne Kenntnis der Lage vor Ort nicht weiter. Es fehlen entweder wichtige Informationen oder sie sind subjektiv dargestellt. Will heißen: Ist das wirklich Schimmel?



Die ausgeführten Injektionen...



Es wurden Injektionen ausgeführt zum Zweck eine Horizontal- und Vertikalsperre aufzubauen. Horizontalsperre ging ja dann nur nicht, nachdem man entdeckte, dass die Bodenplatte viel zu dünn war.

Habe eben in der alten Rechnung nachgesehen, dort steht, die Injektionen (Druckinjektagen) seien eine "lösungsmittelfreie, unverrottbare, geruchlose, alkalische Flüssigkeit auf Organo-Siliziumbasis mit dem Ziel eine unlösliche Verbindung mit der Grundsubstanz aufzubauen und dadurch eine Verengung und Hydrophobierung der Kapillaren zu erreichen".
Außerdem wurde ein "Ausgleichssperrputz" aufgebracht.

Das es sich bei mir an den Wänden um Schimmel gehandelt hat steht zweifelsfrei fest, denn ein Schimmeltest hat Aspergillus versicolor als vorliegenden Schimmelpilz ergeben.

Bringen diese Informationen etwas, sprich, haben Sie noch einen Tip für mich, auch ohne die Sachlage vor Ort sehen zu können?

Herzliche Dank!



Kellerabdichtung



Das wird jetzt immer undurchsichtiger.
Wasserbasiertes Hydrophobiermittel in ein Mauerwerk aus Hohlblocksteinen zu injizieren ist Nonsens, es gibt große Hohlräume. Also anderes Wandmaterial. Da fällt mir nur noch Beton oder Kalksandstein ein. Aber egal was für ein Wandmaterial- es gibt eine waagerechte Abdichtung, dessen bin ich mir sicher. Die nachträgliche Abdichtung ist nutzlos.
Ein "Ausgleichssperrputz" ist auf keinen Fall etwas das "atmen" kann, sprich diffusionsfähig ist. Alles was an Feuchte kondensiert bleibt auf der Oberfläche stehen. Allerweltsschimmelsporen finden Sie in jedem Keller.
Ich kann da nicht weiterhelfen.
Zu widersprüchliche Angaben zum Schadensbild und zur Ausgangslage.



Undurchsichtiges Schadensbild...



Trotzdem danke Herr Böttcher. Ich gebe Ihnen Recht, dass die ganze Sachlage sehr undurchsichtig und widersprüchlich ist. Genau das macht ja auch mir das Leben schwer.

Leider kann ich besten Wissens und Gewissens keine besseren Angaben machen. Zum einen habe ich selbst keine eindeutige Kenntnis darüber, ob der Keller nun mit Hohlblocksteinen oder was auch immer gebaut wurde. Mir liegen zwar die uralt-Baupläne vor, aber selbst in diesen finden sich wiedersprüchliche Aussagen. Ich habe mit dem Bauherren von damals gesprochen und dieser bestätigte mir auch die Verwendung von Hohlblocksteinen.

Auch zur Sanierungsmaßnahme kann ich keine besseren Angaben machen. Das was ich Ihnen schrieb, ist der Original-Text auf der Rechnung. Auch steht tatsächlich auf der Rechnung, der Ausgleichssperrputz sei diffusionsoffen.

Ich denke inzwischen, dass mich die Sanierungsfirma damals ganz schön über`s Ohr gehauen hat. Sprich eine Sanierungsmaßnahme durchgeführt hat, die in meinem vorliegenden Fall - wie Sie auch schreiben - völlig nutzlos war.

Fest steht nur, dass es sich definitiv um einen starken Schimmelbefall gehandelt hat. Auch wenn Sie daran ein wenig zweifeln - ich bin sicher, denn ich kann Schimmel definitiv von Salpeterausblühungen o.ä. unterscheiden. Die ganze Wand war flaumig grün und alle textilen oder papierartigen Gegenstände im Kellerraum waren verschimmelt. Hätte Ihnen gerne ein Foto gezeigt, aber ich habe ihn entfernt um die Belastung mit Sporen etwas zu reduzieren.

Wenn es tatsächlich so ist: Hohlblocksteine, dünnes Streifenfundament, Sanierungsmaßnahme falsch, Schadensbild mit alle 2 Jahre nach dem Sommer Schimmel und ein paar Feuchte Stellen und Abblätterungen im bodennahen Wandbereich - was ist dann vermutlich die Ursache und welche Sanierungsmaßnahme wäre angezeigt?

Ich weiß, ich werde mir Vor-Ort-Hilfe holen müssen,aber Ihre Einschätzung würde mich trotzdem interessieren!
Vielen Dank!



feuchter Keller



Dann bringen Sie mir Fotos, egal ob mit ohne ohne Schimmel.
Wie wurde und wie wird der Keller genutzt?
Sie können selber etwas zur Wahrheitsfindung beitragen:
Nehmen Sie eine Bohrmaschine und einen langen, dünnen Steinbohrer.
Suchen Sie sich eine Stelle aus wo Ihrer Meinung nach der Schimmel besonders schlimm war. Bohren Sie ohne Schlagbohrmodus und ohne großen Druck in die Wand, beobachten Sie das Bohrgut in den verschiedenen Bohrtiefen. Ist es hell, staubig-trocken? Ist es dunkler, krümelig? Ist es klebrig bis pastös und hängt in den Spiralen des Bohrers? Machen Sie Fotos davon!
Nach Ihrer Beschreibung tritt der Schimmel zyklisch jedes zweite Jahr Ende des Sommers auf. Das heißt während des Winters ist der Keller schimmelfrei?
Gibt es Fenster im Keller, wie wird gelüftet?
Fotos von den Fenstern bitte einstellen!
Dann bitte noch ein oder zwei Fotos von außen!



Nun wenn klar ist, dass in den Keller kein Wasser eindringt dann handelt es sich ausschließlich um Tauwasser


Nun wenn klar ist, dass in den Keller kein Wasser eindringt dann handelt es sich ausschließlich um Tauwasser

Dann hilft auch nur die Luftfeuchte absenken, aber...
Zunächst werden die Schäden an der Oberfläche dann zunehmen. Dies weil bauschädliche Salze an der Oberfläche beim Abtrocknen kristallisieren und somit die Oberfläche der Salze grösser werden.
Ich will hier nicht weiter darauf eingehen denn dazu gibt es viel Literatur - auch "gute" wie z. B. Bauphysik von Dr. Künzel.
Aber wichtig ist hier zu erwähnen, dass es nicht damit getan ist - nur die Luftfeuchte abzusenken ohne die Wandflächen dicht (dampfdicht) zu machen.
Ich habe dies in den letzten Jahren immer mit dem I-Bausystem gelöst!
Dazu empfehle ich sich auf meiner Seite etwas einzulesen.
Natürlich ist das Lüften auch wichtig.
Ich habe allerdings in meinem Keller noch nie die Fenster aufgemacht sondern nur den Luftentfeuchter eingesetzt und seitdem auch keinen Schimmel mehr.
Mein Haus ist von 1954 und dürfte von der Beschreibung sehr ähnlich sein.
Und es ist doch auch völlig wurscht ob der Schimmel diese oder jene Farbe aufweist. Weg ist weg.



Fotos... 1.Bild feuchte Stellen


Fotos... 1.Bild feuchte Stellen

Vielen lieben Dank Herr Böttcher! Auch danke an Herrn Bromm für Ihre Empfehlung! Nun der erste Schwung Fotos..

Der Keller wird und wurde stets nur als Stauraum/Lagerraum genutzt, für Werkzeug/Putzmittel etc. Es stehen 2 große Metallregale vor den beiden Innenwänden, die die Innenwände voll abdecken. Vor den Außenwänden steht nichts. Da die Innenwand zur anderen DHH rüber ja starkt geschimmelt hat, habe ich das Regal 20 cm von der Wand weggeschoben, da wohl zu wenig Luft dahinter kam.

Ja, der Keller ist im Winter stets schimmelfrei. Im Winter nur Abblätterungen und die kleinen feuchten Stellen wie auf den Fotos zu sehen. Diese allerdings auch erst seit 1 Jahr. Die letzten 9 Jahre gab es zwar Schimmel, aber keine Abblätterungen an der Wand, nur gelbe Stellen im Außenwandeck.
Starken sichtbaren Schimmelbefall immer nur zyklisch alle 2 Jahre im Juli/August.

In diesem großem Kellerraum (ca. 24qm)von dem hier dauernd die Rede ist, gibt es 2 Fenster. Das eine Fenster führt direkt ins Freie, das zweite Fenster endet in einem Lichtschacht auf der Terrasse. Das 2. Fenster wird nie geöffnet, da wegen Lichtschacht/Terrasse eh kaum Luft reinkommt und man es wegen der Rohre (siehe Fotos) auch kaum öffnen kann.

Gelüftet wurde in den ganzen letzten Jahren folgendermaßen: das Fenster, welches ins Freie führt wird ganz geöffnet, die Kellertüre dieses großen Kellerraumes wird geöffnet. Davor liegt ein kleiner Kellervorraum (von diesem führt eine Treppe hoch zum Erdgeschoß und den Wohnräumen) und direkt gegenüber dem großen Kellerraum liegt die Waschküche, welche auch Fenster und Türe hat. Dort wird auch Fenster und Türe ganz geöffnet, so dass ein Durchzug/Querlüftung zwischen Waschküche und großem Kellerraum stattfinden kann. Dies 2x am Tag für 10-30 Min. Und nur wenn es draußen nicht wärmer ist als drinnen. Im Hochsommer wenn es draußen selbst nachts zu warm war, blieben die Fenster und Türen teils tagelang geschlossen und dafür lief der Luftentfeuchter. Nach Beendigung der Lüftung bleiben die Kellertüren geschlossen, da sonst über das Treppenhaus eine direkte Verbindung zu den Wohnräumen besteht und man uns sagte, wir würden dadurch die Schimmelsporen hochlüften.

Da wir mit dieser Art des Lüftens "keinen Erfolg" hatten, sprich trotzdem alle 2 Jahre Schimmel, und auch wegen dem Hochlüften der Sporen, haben wir seit ein paar Monaten begonnen beim Lüften nicht mehr die Türen zu öffnen und die beiden Räume (großer Kellerraum und Waschküche) getrennt für sich zu lüften, sprich Kellertüren zu gelassen und nur das eine Fenster des jeweiligen Raumes ganz aufgerissen. Dadurch aber halt weniger Durchzug.

Im Keller herrrschen im Sommer meist 60% Luftfeuchte laut Hygrometer. Nach dem Lüften sinkt es -wenn es gute Tage zum lüften sind- oft auf 45%, aber sobald ich die Fenster schließe ist es keine Stunde später wieder auf 60%! Im Winter meist so 50%.

Das anbohren der Wand mache ich am Montag und stelle dann Mo/Di Fotos davon ein. Wie tief in die Wand rein soll ich bohren? Wie dünn sollte der Steinbohrer sein? Im bodennahen Bereich, wo sich außen die Terrasse befindet, hatte ich den stärksten Schimmel und an der Innenwand zur andern DHH rüber. Aber Innenwand anbohren wird ja nicht so sinnvoll sein, oder?

Vielen herzlichen Dank!!!



2. Foto


2. Foto

Zweites Foto: Abblätterungen an der Wand, unterhalb des Fensters, das nie geöffnet wird (wo sich davor die Terrasse befindet)..



3. Foto


3. Foto

Nochmal Abblätterung bei Terrasse und gelbe Stellen im Außenwandeck..



4. Foto


4. Foto

Foto vom Fenster, welches im Lichtschacht der Terrasse endet. Diese Fenster bleibt geschlossen und befindet sich genau oberhalb der Abblätterung von den vorherigen beiden Fotos.



5. Foto


5. Foto

Foto von dem Fenster, das ganz geöffnet wird zum Lüften und sich oberhalb der kleinen feuchten Stellen befindet, die auf Foto 1 zu sehen sind.



6. Foto


6. Foto

Kleine Aufwölbung am Mauerwerk. Wand seitlich an Terrasse. Kann man bisschen schlecht erkennen auf Foto..



7. Foto


7. Foto

Abblätterung in der Waschküche



8. Foto...



...Fenster von außen (das Fenster, mit dem großer Kellerraum gelüftet wird).



Kellerabdichtung



Das was ich auf den Fotos erkennen kann sind keine Feuchte- sondern Trocknungsspuren. Die Wände trocknen langsam aus, dabei entstehen an einzelnen Ziegeln (das ist keine Hohlblocksteinwand) Salzausblühungen an der Oberfläche oder Dampfblasen durch die Farbe abgehoben wird. Kleine Schönheitsfehler, mehr nicht.



Warum dann Schimmel??



Das klingt ja alles sehr hoffnungsvoll Herr Böttcher - aber was ich nicht verstehe: warum schimmeln die Wände dann dauernd? Zuletzt diesen Sommer. Und es war definitiv Schimmel! Sehr großflächig sogar. Alles Kondensfeuchte?? Auch die gelben Flecken im Eck vom Kondenswasser?

Ist mein Lüftungsverhalten richtig? Kann ich ohne Durchzug lüften? Kann ich im Winter Fenster auch ganztags gekippt lassen, weil mir teilweise das Wasser an den Fensterscheiben runterläuft, wenn ich nur 2x am Tag lüfte. Oder besser Luftentfeuchter einschalten?

Soll ich dann gar nicht mehr die Bohrprobe machen?

Vielen Dank!!



feuchter Keller



Die gelben Verfärbungen in der unteren Wandecke auf dem einen Foto können Spuren von der erfolgten Injektionsabdichtung sein. Möglich ist auch das hier punktuell mal Wasser in geringer Menge eingedrungen ist.
Wenn im Winter die Fenster beschlagen deutet das auf eine hohe Luftfeuchte. Sie haben aber geschrieben das ein Luftentfeuchter läuft. Beides passt nicht zusammen.

Wie kommen Sie in den Keller?
Welche Verbindung gibt es zwischen dem Erdgeschoss und dem Kellergeschoss, vom Flur EG ind den Keller?
Wie sieht die Kellertür genau aus- Foto!
Ist das Kellerfenster immer angekippt? Läuft der Entfeuchter bei angekipptem Kellerfenster?



Feuchter Keller - hohe Luftfeuchte - nur Kondensfeuchte?



Der Luftentfeuchter läuft nur im Sommer, wenn ich wegen der zu hohen Luftfeuchtigkeit der Außenluft nicht Lüften kann. Im Winter versuche ich das Problem mit Lüften zu lösen. Wenn niemand zu Hause ist, bleiben die Fenster mal ein paar Stunden zu und es läuft kein Entfeuchter. Dann läuft Wasser an der Fensterscheibe hinunter.

Das Fenster ist nicht gekippt während der Luftentfeuchter läuft, sondern geschlossen.
Ich kippe es erst seit 2 Wochen öfter mal, aber nie während der Entfeuchter läuft, weil ich gehofft habe, ich könnte im Herbst/Winter, wenn die Außenluft ja nie wärmer ist als die Innenluft, dauerhaft gekippt lassen, um der ständig hohen Luftfeuchte im Keller zu begegnen.

Ich komme vom Flur des EG über das Treppenhaus in den Keller.

Die gelben Stellen im Außenwandeck hab ich erst vor 4 Monaten abgekratzt und neu weiß überstrichen. Jetzt sind sie schon wieder da.

Denken Sie der Schimmel kommt nur von der hohen Luftfeuchte im Keller? Woher die hohe Luftfeuchte? Würden solche Lüftungssteuerungen, die man einbauen kann, dauerhafte Abhilfe schaffen?

Vielen Dank.



Nun wenn klar ist, dass in den Keller kein Wasser eindringt dann handelt es sich ausschließlich um Tauwasser


Nun wenn klar ist, dass in den Keller kein Wasser eindringt dann handelt es sich ausschließlich um Tauwasser

Es ist nicht immer einfach für den Laien zu erkennen.
Aber da die Physik klar ist dazu ein Bild von heute - aktuell.
Man schaut sich die Taupunkttemperatur an und vergleicht dies mit der Bodentemperatur.
Natürlich muss der Luftentfeuchter gerade dann laufen wenn die Tagestemperatur und die Luftfeuchte aussen sehr hoch ist.
Warum werden denn die Fenster geöffnet und der Luftentfeuchter eingesetzt?
Ich habe in meinem Keller nur äußerst selten die Fenster geöffnet. Und dies nur um den Geruch von Ölfarbe oder Firnis rauszubekommen.
Das Bild ist entnommen von der Wetterstatin der LMU in Garching und etwas verkürzt.



Kondenswasser.. Lüftungssteuerung sinnvoll?



Vielen Dank Herr Bromm, ich werde mich jetzt intensiver mit dem Thema beschäftigen. Bin nur die letzte Zeit ständig davon ausgegangen die Ursache läge in dem zu dünnen Streifenfundament.
Ja, gelüftet wird bei mir auch hauptsächlich aus Geruchsgründen! Der ständige Schimmelbefall hat natürlich unangenehme Gerüche verursacht. Außerdem sollten ja nach der Schimmelentfernung die Sporen hinausgelüftet werden, die sich noch in der Raumluft befinden.

Daher fände ich auch so eine in die Mauer einzubauende Lüftungssteuerung nicht schlecht.
Habe schon mehrfach hier gefragt, aber leider nie eine Antwort bekommen, ob so etwas was taugt. Würde mich interessieren, ob Sie oder Herr Böttcher davon etwas halten?



Nicht zu kompliziert...



Es reicht doch ein ausreichend dimensionierter Luftentfeuchter aus.
Wie groß ist denn der Keller?
Man leitet von der dünneren Luft - nachdem man gelüftet hat ab, weil es nicht mehr so muffelt - es wäre besser.
Falsch!
Meist holt man sich dadurch mehr Problems wegen der feuchten und oft warmen Luft.
Mein Entfeuchter läuft seit 1983. Der Keller war vorher voll mit Schimmel.



feuchter Keller



Mich interessiert immer noch die Quelle der Feuchtigkeit.
Und ein Foto von der Kellertür.



Kellerfeuchtigkeit



Die angegebenen Feuchtewerte sind nicht übermäßig hoch und können alleine kein Grund für Schimmel sein.

Bohre doch mit einem beliebigen Durchmesser mind 10-20 cm tief an verschiedenen Stellen in die Kellerwände um festzustellen, ob es sich tatsächlich um einen Hohlblockstein oder evt eine Wand aus Schalsteinen handelt, die mit Beton verfüllt wurde.

Vor dem Lüften besonders im unteren Wandbeteich die Wandtemperatur messen, dort wo der Schimmel auftritt.
Das Kondenswasser entsteht an der Wandfläche- daher hier messen
(natürlich nimmt die Wand auch die jeweilige Raumtemperatur an- aber mit zeitlicher Verzögerung)

Alle organischen Farben/Dispersionsfarben entfernen, am gründlichsten geht es mit einer Sanierungsfräse- zumindest im Bereich des Schimmels und möglichst noch 20-30 cm darüber.
Je nach Zustand und Feuchtegehalt der Wand mit Kalkzement- oder reinem Kalkputz Verputzen und sofort nach Anziehen/Verfestigung des Putzes mit Kalkfarbe mehrmals streichen.

Starke Alkalität läßt Schimmelpilze nicht wachsen bzw bekämpft ihn.

Zur Vermeidung von Kondenswasser können auch Mineralschaumplatten oder bei stärkerer Feuchtigkeit Kalziumsilikatplatten mit entsprechenden Klebern vollflächig an die Wand gesetzt werden.Anschließend mit dem jeweiligen Putzsystem oder mit Kalkputz verputzen.

Mineralschaumplatten sind günstiger, bieten eine bessere Wärmedämmung- haben aber schlechtere Werte was den Feuchtigkeitsausgleich betrifft im Gegensatz zu Kalziumsilikatplatten.

Solche Platten würde ich ggf erst einmal versuchshalber an eine Wand und nur im betroffenen Bereich verwenden, zB eine Plattenreihe.
Das spart evt unnötige Kosten und kann bei guten Ergebnissen weitergeführt werden.

Normalerweise werden solche Platten aber nur bei höherwertiger Nutzung verwendet- durch Erhöhung der Wandtemperatur sinkt die Gefahr von Kondenswasserausfall.
Heizen bzw Wandtemperierung durch Verlegung eines Vor-und Rücklaufrohres über dem Fußboden erhöht die Wandtemperatur und vermeidet so Kondensierung.
Das ließe sich auch mit einer Fühlersteuerung kombinieren,
sodass die Erwärmung nur ab einer bestimmten Temperatur stattfindet.

Mein Haus von 1910 hat einen Stampfbetonkeller in dem es noch nie Schimmel gab und der ziemlich vollgestellt ist und praktisch gar nicht gelüftet wird.Eine Seite ist zum öffentlichen Fußweg hin gelegen und hat sicher keine Abdichtung.
Ich habe allerdings überall nur Kalkfarben oder Rein-Silikatfarben ohne organische Bestandteile verwendet.

Zusätzlich die Außenentwässerung überprüfen, ob es nicht dort Undichtigkeiten gibt.

Andreas Teich



Die angegebenen Feuchtewerte sind nicht übermäßig hoch, aber doch..



so hoch, dass Tauwasser entsteht.
@
Herr Teich Sie mögen ein guter Tischlermeister sein aber bei dieser Lösung bringen Sie sehr viel Halbwissen ein. Dies hilft hier nicht weiter!!



Feuchtigkeit



Stimmt- leider weiß auch ich nicht alles.
Allerdings hängt wie ich bemerkt hatte, die Kondensationsmöglichkeit von der Wandtemperatur ab.
Wenn diese durch Temperierung erhöht wird gibts auch keine Kondensationsmöglichkeit.
Im Wohnbereich werden Feuchtewerte von 60 % nicht als kritisch für Schimmelentstehung betrachtet.
Wann Kondensation möglich ist kann Tamarina bei Eigabe der Werte in div online-Rechnern problemlos herausfinden.
Dafür wären die von mir vorgeschlagenen Messungen sinnvoll.

Oder gibts andere Vorschläge?
Oder gibts Erkenntnisse, dass die von mir vorgeschlagenen Maßnahmen wie organische Stoffe entfernen, Wandtemperatur erhöhen etc falsch sind?
Das würde dann aber allen mitr bekannten Gutachten, Forschungsberichten, bauphysikalischen Grundlagen etc widersprechen.

Abdichtende Folien vor feuchten Wänden anzubringen mag eine Möglichkeit sein, aber es gibt doch sicher noch andere Vorschläge?
Ohne genaue Untersuchung kann hier wohl niemand mit Sicherheit die Ursache feststellen oder 100% richtige Sanierungsmaßnahmen vorschlagen-
daher meine im Allgemeinen gültigen Hinweise.
Bitte zum Thema passende links zu Foschungsberichten, Untersuchungen etc mailen- Erkenntnisgewinn ist immer sinnvoll.

Andreas Teich



Nun weiß ich nicht was Sie Herr Teich lesen



Es kann sein, dass Sie andere Informationen haben als ich.
Wenn Sie jedoch davon ausgehen, dass Kalziumsilikat- oder andere Platten die Temperatur einer Wand erhöhen dann liegen Sie absolut falsch.
Es wäre weniger verwirrend wenn Sie sich hier heraushalten.
Manches mag ja gut für den Umsatz sein aber obs auch hilft ist eine andere Sache.
Nichts für ungut.
Könnten Sie sich vorstellen, dass es eher kontraproduktiv ist wenn gut dampfdurchlässige Dämmplaten (auf eine Feuchte Wand) aufgebracht werden?
Die Verdunstung wird dadurch nicht gerade weniger.
Wie oben schon erwähnt machen diese auch nicht wärmer.



diffusionsoffen oder nicht ?



Eine mögliche diffusionsoffene Dämmung wäre Haga Biotherm Dämmputz.

Nicht durchlässige Variante wäre Foamglas.

Beide Lösungen sind ziemlich teuer.

Oberflächentemperatur mit einem Infrarot-Thermometer messen wäre noch sinnvoll.



Innen-Dämmung



Wegen geringerer Wärmeverluste erhöht jede Art von Dämmung die Wandtemperatur.
Das ist doch gerade der Sinn der Anwendung zB solcher Platten oder auch anderer Innendämmung bzw generell von Dämmmaßnahmen, da sich bei geringeren Verlusten eine höhere Wandtemperatur ergibt und somit ein geringeres Kondensatrisiko.
Natürlich muß irgendwo auch eine Wärmequelle sein, da die Platten keine Heizung darstellen.
Wenn die Feuchtigkeit nur von außen kommt ist die Situation anders- das war aber in diesem Fall nicht klar.

Wer zB Kalziumsilikatplatten in eine Suchmaschine eingibt wird entsprechende Infos finden.

Welche Maßnahme hier richtig ist hängt wie immer von der Ursache ab.
Bitte entsprechende Infos und links einstellen, die andere Möglichkeiten darstellen.

Andreas Teich



wie ein Schwamm...



Kalziumsilikat / Multipor und ähnliche saugen Wasser, im Keller m.E. mit Vorsicht zu geniessen. Würde ich auf jedem Fall zuerst mit dem Hersteller abklären.



Kalziumsilikatplatten



U.a.hier bekommt man Infos zuden Platten und Anwendungsmöglichkeiten:

www.klimaplatte.de
www.calsitherm.de

Da mag sich jeder selbst überlegen in welchen Fällen die Anwendung sinnvoll erscheint.
Zumindest gibt es auch sehr große öffentliche und denkmalgeschütze Gebäude, wo solche Platten verwendet wurden.
Ggf beim Hersteller nachfragen- am besten Techniker kommen lassen und entsprechende Garantien verlangen, wenn die Platten als geeignet bezeichnet werden.

Andreas Teich



Forum mit Lachgarantie



"am besten Techniker kommen lassen und entsprechende Garantien verlangen"



Tja, Energieberater was nun?



Herr Struve Danke.
Wenn solche Planungs-Koryphäen auch mal für solchen Unfug haften müssten...
Nein, ich möchte dazu nichts weiter beitragen.



Innendämmung



Wenn Innendämmung nicht die Oberflächentemperatur der Wand erhöhen würde wäre tatsächlich jede Art von Innendämmung sinnlos.
Es geht natürlich um die nach Sanierung sichtbare Oberfläche-
nicht eine irgendwo im Untergrund befindliche.

Da in diesem Fall die genaue Feuchtigkeitsursache unbekannt ist sind Äußerungen dazu ohnehin spekulativ.

Wenn Innendämmung wie vermutet generell zu höherem Kondensatausfall auf der darunterlegenden Wand führt, sollte diese unterlassen werden- zumindest von dem der dies annimmt.

Ich würde mich eher an entsprechende Erfahrungs- und Forschungsberichte sowie bauphysikalische Berechnungen halten.
Einiges läßt sich auf den angegebenen Webseiten nachlesen.

Zu Innendämmung findet man in der Suchfunktion genügend Beiträge.

In diesem Fall sollten zuerst Messungen stattfinden, um die Feuchtigkeits- und Schimmelursache herauszufinden.

Andreas Teich



Kellersanierung



Ich meinte mit Wandtemperatur die Oberflächentemperatur, da es nur um diese geht. Welche Temperatur die Kellerwand irgendwo im tieferen Wandquerschnitt aufweist wäre ziemlich uninteressant- daher meine vielleicht nicht ganz präzise Angabe und Annahme, dass klar ist was gemeint war. Sonst müßte auch statt "die Wand ist verschimmelt" gesagt werden "die Wandoberfläche ist verschimmelt" - sprachlich korrekter aber nicht alle sind Germanisten oder Linguisten.

Bei vollflächig an die Wand angesetzten Kalziumsilikatplatten, wie dies in den Verlegeanleitungen nachzulesen ist, wird die Feuchtigkeit kapillar an die Oberfläche abgegeben, anderenfalls würde das in der Tat keinen Sinn machen und tatsächlich zu Schimmel an der Grenzschicht zwischen Wandoberfläche und Platte führen wie häufig bei Styroporplatten, wenn diese zur Innendämmung verwendet werden.

Wenn aber kein Hohlraum verbleibt kann es auch hier nicht schimmeln-
der Stein schimmelt auch nicht irgendwo im Steinquerschnitt sondern an der Oberfläche und die ist dann zB an der Kalziumsilikatplattenoberfläche und nicht mehr an der ursprünglichen Oberfläche.

Ich vermute hier aber eher Kondensfeuchte als überwiegend Mauerfeuchtigkeit, die auch vorhanden sein kann.

Mit einigen angesetzten Platten läßt sich aber ohne übermäßigen Kosteneinsatz herausfinden, ob diese Maßnahme hilft.
Das kostet nur eine Bruchteil gegenüber Trockenlegungen o.Ä. und läßt sich selber durchführen.
Ansonsten wie schon empfohlen vorgehen.

Andreas Teich



Herr Teich, bitte bitte lassen Sie es


Herr Teich, bitte bitte lassen Sie es

Sie verwechseln immer noch mehr und bringen ständig durchenander was längst klar ist.
Was Sie "meinen" ist auch nicht wichtig, schon deswegen nicht weil Sie es nicht verstanden haben.
Ihre fehlerhaften Meinungen werden auch nicht durch ständiges Widerholen besser!
Wenn Sie schon Produkte empfehlen, dann sollten Sie sich auch mit diesen auseinandersetzen.
Es steht doch auch bei soliden Herstellern wie der Untergrund beschaffen sein muss und auch für welche Zwecke diese Platten geeignet sind! Kein Hersteller schreibt - ist zur "Trockenlegung" einer feuchten Kellerwand geeignet.
Lesen Sie sich doch vorher ein bevor Sie sich an die Öffentlichkeit wenden.
Es schadet nur Ihren Ruf und macht Sie unglaubwürdig.
Sie sollten sich auch nochmals die Frage (ganz oben) durchlesen. Eventuell fällt Ihnen dann auch auf worauf es ankommt und wie geholfen werden soll.
.

Ich zitiere: Kellerräume sind ohne Beheizungsmöglichkeit. Das Lüftungsverhalten wurde an die allgemeinen Empfehlungen angepaßt (nicht lüften, wenn`s draußen wärmer als drinnen, sonst 2-3xtgl. Durchzug, Hygrometer etc.)
Wenn Sie dann noch die Bilder sehen (eigentlich nur sehr geringe Schäden) dann sollte auch einem Laien klar sein, dass der Boden erheblich kälter ist als der Raum und deswegen entsteht hier Tauwasser !
Jetzt reicht es... und ich empfehle Ihnen mein Buch ("Gesund wohnen in Altbauten") zu lesen bevor Sie hier weiter Ihr Halbwissen anbringen wollen.



Nur eine Lösung zu haben wäre so einfach



Das ist das dumme mit der Demokratie und Foren-
jeder darf sich beteiligen auch wenn es der eigenen Meinung widerspricht.
Auch bei verschiedenen Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Fachleuten etc werden sehr unterschiedliche Meinungen und Vorschläge zum selben Thema vertreten.

Zudem werden die Beiträge nicht nur vom Fragesteller gelesen sondern auch von anderen, bei denen die Verhältnisse etwas unterschiedlich sind.
Es kann also durchaus sinnvoll sein, generelle Hinweise zu geben.

Es geht um die Oberfläche, die von Schimmel befallen ist und das ist die äußere Schicht bei solchen hohlraumfreien Konstruktionen
Wo soll er sonst in diesem Fall sein???

Die Platten sollen und können nicht zur Trockenlegung feuchter Keller dienen und wurden von mir auch nicht dafür empfohlen.
Sie können aber die Oberflächentemperaturen erhöhen und haben bauphysikalische Vorteile und ermöglichen die Austrocknung- wie auch andere kapillaraktive Bau- und Dämmstoffe.

Warum ist der Fußboden kalt und warum wird Kondenswasser vermutet?
Wie ließe sich das vermeiden?
Warum wird immer Feuchtigkeitsabdichtung (bei Böden) und Dämmung empfohlen, um Temperaturunterschiede und damit Tauwasserausfall zu reduzieren?
Warum entsteht an schlecht gedämmten Wänden Tauwasser und in der Folge Schimmel?
Wie läßt sich das vermeiden?
Sind mineralische Baustoffe und hochalkalische Putze und Farben nicht vorbeugend gegen Schimmel empfehlenswert?
Hilft Wanderwärmung nicht gegen Tauwasser?
Messen der Wandoberflächentemperatur sinnlos?
Gute Durchlüftung, Reduzierung der Luftfeuchtigkeit, feuchtigkeitsgesteuerte Ventilatoren sinnlos?
Überprüfung der Entwässerung auch sinnlos?
Ebenso Feststellen, um welchen Kellerstein es sich handelt?
(Ein Hohlblockstein wie angegeben wäre doch nach den ersten Bohrungen
der Trockenlegungsfirma aufgefallen- vielleicht doch ein mit Beton ausgefüllter Schalstein?)
Das waren meine Vorschläge.

Ob es sich eindeutig um Außenfeuchtigkeit oder Kondensat oder beides handelt kann wohl kaum im Forum festgestellt werden sondern nur durch Vor-Ort Untersuchungen.
Daraus ergeben sich die Sanierungsmaßnahmen.

Das gelegentlich hier üblich Vorwerfen von Ahnungslosigkeit, Laientum etc
mag dem Ego helfen aber nicht dem Fragesteller oder anderen Teilnehmern.
Hilfreicher wären konkrete Begründungen warum ein Schadensbild entstanden sein könnte, welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sind und warum eine vorgeschlagene Lösung für falsch oder sinnlos gehalten wird-
möglichst mit Links zu Forschungsberichten u.a. Veröffentlichungen
Erkenntnisgewinn ist immer sinnvoll

Andreas Teich



Etwas genauer lesen!



Es ist vom Sinn her ein gewaltiger Unterschied, ob ich schreibe " Platten dienen zur Trockenlegung"
oder ob man schreibt " Platten können auch bei höherer Feuchtigkeit eingesetzt werden" (da diese kapillar Feuchtigkeit abgeben können)
Das wäre sinngemäß so, als ob jemand sagt, man kann mit Eigenleistung ein Fachwerkhaus auch ohne viel Geld sanieren
und jemand liest daraus ab:
"man muß arm sein, um ein Fachwerkhaus zu sanieren".
Beides Mal als Gemeinsamkeit wenig Geld-
aber irgendwie ein Unterschied in der Bedeutung, oder???

Es ist etwas anderes ob ein Baustoff auch bei bestimmten Bedingungen eingesetzt werden kann oder ob er dazu dient, diese Bedingungen zu ändern.

Danke für den link- den Artikel kannte ich aber bereits, der im Übrigen meine Beiträge bestätigt.

auf S 6 findet der aufmerksame Leser:

"Kalzium-Silikatplatten, ein Dämmstoff
mit kapillaren Eigenschaften, die der
Tauwasserbildung entgegen wirken"

Ich denke wir können uns die Zeit für weitere nicht inhaltlich weiterbringende Beiträge sparen.

Wir sind ja hoffentlich nicht wie manche Politiker, die sich gegenseitig beschimpfen und versuchen, dem Gesagten eine nicht gemeinte Bedeutung unterzuschieben.

Weiterführende Infos sind weiterhin willkommen

Andreas Teich



Genau wegen dieser Fragen geben Sie Herr Teich bekannt, dass Sie hier fehl sind.



Warum ist der Fußboden kalt und warum wird Kondenswasser vermutet? Wie ließe sich das vermeiden? Warum wird immer Feuchtigkeitsabdichtung (bei Böden) und Dämmung empfohlen, um Temperaturunterschiede und damit Tauwasserausfall zu reduzieren? Warum entsteht an schlecht gedämmten Wänden Tauwasser und in der Folge Schimmel? Wie läßt sich das vermeiden? Sind mineralische Baustoffe und hochalkalische Putze und Farben nicht vorbeugend gegen Schimmel empfehlenswert? Hilft Wanderwärmung nicht gegen Tauwasser? Messen der Wandoberflächentemperatur sinnlos? Gute Durchlüftung, Reduzierung der Luftfeuchtigkeit, feuchtigkeitsgesteuerte Ventilatoren sinnlos? Überprüfung der Entwässerung auch sinnlos? Ebenso Feststellen, um welchen Kellerstein es sich handelt? (Ein Hohlblockstein wie angegeben wäre doch nach den ersten Bohrungen der Trockenlegungsfirma aufgefallen- vielleicht doch ein mit Beton ausgefüllter Schalstein?)
*
Soll dies dazu führen, dass solche Planer wie Sie Aufträge dafür bekommen?
Schauen Sie sich das Schadensbild und die Fragen an, Sie würden aus einer Mücke einen Elefanten machen wollen.



?????



Es geht gerade darum, unnötige Maßnahmen zu unterlassen und selbst als Betroffener einige Messungen und ggf Bohrungen vorzunehmen.

Und gerade dadurch können sinnlose Arbeiten unterbleiben und möglichst kostengünstig der Schimmel saniert werden und Neubefall vermieden werden.

All dies kann auch ohne externe Begutachtung stattfinden, wobei kompetente Ursachenforschung wesentlich günstiger ist als zB sinnlose Trockenlegungsmaßnahmen durchführen zu lassen, die nicht selten in die Zehntausende gehen.
Wer sich Messungen etc nicht zutraut kann natürlich örtliche Hilfe hinzuziehen.
Da die Bilder erst nach der Schimmelentfernung aufgenommen wurden läßt sich für uns das Ausmaß der Belastung nicht mehr feststellen-
von den gezeigten Bildern siehts allerdings nicht nach dramatischen Schäden aus, der nicht durch kleinere Maßnahmen saniert werden könnten.

Die Fragen können gerne von E.B. beantwortet werden,
das hilft dann möglicherweise weiter.

Andreas Teich



Innendämmung



Wer diese und andere Fachpublikationen zur Gänze liest und nicht nur einzelne Passagen zitiert wird feststellen daß darin sowohl problemlos funktionierende Innendämmungen wie auch Außendämmungen dargestellt werden.
Wie überall müssen die entsprechenden Bedingungen analysiert und Vorausssetzungen und Verarbeitungsrichtlinien beachtet werden.

Dazu dienen gerade u.A. Berechnungsprogramme, U-Wert.net mit Glaser , Monatsbilanzverfahren und instationäre Verfahren und div. Forschungsberichte, die auch korrekt interpretiert werden müssen.

Ein Kellerboden oder -wand wird ohne Kälteeintrag durch Türen/Fenster auch im tiefsten Winter nie auf die angegebenen 4 Grad abkühlen-
das ist nur bei Außenwänden möglich oder in Grenzbereichen- die sind in diesem Fall aber nicht von Schimmel betroffen.
Bei erdberührten Bauteilen wird in allen Forschungsberichten etwa 10 Grad Oberflächentemperatur angenommen (und gemessen)

Nirgendwo wird behauptet, Innendämmung funktioniert immer oder nie und Außendämmung ist immer das beste Verfahren.

Das jeweils mögliche und beste Herauszufinden ist das Ziel, was aber vorurteilsfreie Beschäftigung mit der Materie verlangt und gelegentlich etwas geistige Flexibilität.

(Eine gewisse Toleranz kann daneben auch ganz hilfreich sein-
es geht doch wohl primär darum, sinnvolle, praktikable Lösungen für Bauprobleme zu finden und nicht um Selbstprofilierung durch Disqualifizierung anderer- auch wenns Spaß zu machen scheint)

Andreas Teich





Hallo
Zur Frage 1: Die sichtbaren Erscheinungen sind typisch für übliche Sanierungsmaßnahmen und treten nach gewöhnlich 5 – 8 Jahren auf. Da in den allermeisten Fällen eine Dichtung auf dem Fußboden eingebaut wird und diese in den seltensten Fällen ordentlich an eine horizontale Sperre im Mauerwerk angeschlossen wird bzw. werden kann, kann das Wasser welches sich unter der Dichtung der Bodenplatte ansammelt direkt in die Wände gelangen. Diese Feuchtigkeit will natürlich auch aus der Wand raus, auf schnellstem Wege. Bei Ihnen ist die dichte Schicht die Fliesen und vielleicht hat der Fliesenleger auch eine Flüssigdichtung eingebaut. Wie die Feuchte außen ansteht, kann nur jemand vor Ort feststellen.

zur Frage 2: Außen aufgraben und abdichten bringt immer etwas. Wichtig ist jedoch, dass die Drainage nicht nach DIN verlegt wird, denn da sind die Angaben meist falsch, denn in den meisten Fällen wird unter den Drainagen Materialien wie Kies oder Schotter vorgeschlagen. Unterscheiden muss man bei dem anstehenden Boden. Bei Sanden brauchen Sie keine Drainage, da sickert eh das Wasser weg. Bei lehmigen Baugründen muss aufgepasst werden. Da sammelt sich das Wasser dann unterhalb der Drainage in der Kies oder Schotterschicht und kann gemütlich sich im Erdreich verteilen und weicht das Erdreich auf. Begünstigt wird das Ganze, da die kapillarbrechenden Verfüllmassen meist direkt am Haus vorgesehen werden und diese bis zur Oberfläche geführt wird. Seitlich wird noch ein schöner Rasenbordstein gesetzt und bei Schlagregen kann dann das massiv anstehende Regenwasser direkt bis in die unter der Drainage eingebaute Kies- oder Schotterschicht gelangen. Sinnvoll ist es das Regenwasser von der Fassade schnell und sicher von der Fassade auf Geländeoberfläche wegzuleiten. Das hat Jahrhunderte gut funktioniert wenn es richtig gemacht wurde. Für die Dichtung außen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten – Dichtschlämme, bituminöse Dickbeschichtungen oder umweltfreundliche langlebige Lehmdichtungen. Und wenn Sie das Geld aufbringen, ja dann würde ich den Fußboden ausbauen und einen diffusionsoffenen Fußboden neu vorsehen.
Als erstes würde ich jedoch die vorhandenen Putze ausbauen. Diese lassen zwar wunderschön die Dampfdiffusion zu, doch wir schätzen die kapillare Leitfähigkeit von Putzen sehr. Bei Putzen die dies nicht können wird das Wasser hinter den Putzen weiter aufsteigen und da austreten, wo diese aufhören. Da gibt es flächendeckend leider schönste Bauschäden zu bestaunen. Wichtig ist bei Putzen vor allem wenn diese im Keller verwendet werden, dass diese frei sind von chemischen Zusätzen und frei von organischen Zusätzen wie Methylzellulose. Ist die drin, kann es passieren dass nach ca. 6 Monaten die Oberflächen verschimmeln. Und es gibt sie noch, diese Putze. Vielerorts gibt es noch alte Mörtelwerke.
Wenn Sie die Oberfläche unbedingt im Keller farblich behandeln wollen, dann bitte nur mit Kalk- oder Silikatfarben. Und auch hier wieder mit dem Hinweis, alles muss frei von organischen Subtanzen sein.
Zur Frage 3: diese kann Ihnen ein guter Planer genau vorrechnen. Sinnvoll sind Ausschreibungen die an verschiedene Firmen geschickt werden. Die Kosten richten sich nun auch nach den gewählten Möglichkeiten und der Entscheidung über die Oberflächen im Fußboden und der Wand.

zur Frage 4: als schnellste Lösung sicher praktikabel, doch die Ursache besteht weiter.
Zur Frage 5: eine Beheizung brächte sehr viel wenn diese direkt in der Wand erfolgt. Doch es kommt immer darauf an, was Sie mit dem Raum vorhaben.

zur Frage 6: siehe oben. Die Kalkputze und Kalkfarben müssen frei von organischen Bestandteilen sein, nur dann tritt kein Schimmelbefall auf. Bei verschimmelten Putzen sind diese aus meiner Sicht vollständig auszubauen. Sie können auch Lehmputze einbauen und werden begeistert sein. Doch auch hier der Hinweis: alles muss frei von organischen Bestandteilen sein. Wie beim Kalk ist leider auch der Lehm nicht gleich Lehm. Lassen Sie sich auflisten was drin ist oder nehmen einen Handwerker der noch weiß wie alles selbst hergestellt wird. Und das ist gar nicht so teuer.
Seit über 20 Jahren bauen wir keine Horizontaldichtungen in die Fußböden zum erdberührenden Bereich ein. Wichtig ist, eine kapillarbrechende Schichten vorzusehen. Wir verwenden keine organischen Materialien in diesen Fußbodenbereichen und als Oberfläche verwenden wir immer Holz.
Wir haben schon feuchte Wände im EG welche zum Hang hin lagen und von außen nicht abgedichtet werden konnten, mit speziellen Lehmsteinen versehen auf der eine Wandheizung eingebaut wurde und mit reinem Lehm verputzt wurde, in der Oberfläche trocken bekommen. Und da ich da immer mal bin kann ich sagen das sich diese Variante gelohnt hatte, da relativ preiswert und seit über 10 Jahren ohne einen Schaden.
Probieren Sie den Lehm selbst einzubauen und sehen Sie, bis Sie die anderen Maßnahmen, die wichtigste ein diffusionsoffener Fußbodenaufbau, den Lehmputz als Opferschicht an. Er kann jederzeit gut und schnell überarbeitet werden. Und diese Arbeiten werden Ihnen Spaß machen. Wichtig für diesen ersten Schritt ist, den gesamten Wandputz ausbauen. Leider. Sie werden jedoch nur so Erfolge sehen.
Wände im Keller mit dichtenden Materialien zu versehen, wie z.B. Fliesen oder Innenabdichtungen aus Dichtschlämmen, bituminösen Dickbeschichtungen funktioniert nur insoweit, dass die Oberfläche innen sicher toll aussieht, doch hinter der Dichtung wird die Feuchte weiter aufsteigen und die darüberliegende Bausubstanz schädigen. Auch haben wir dies schon bei Kalziumsilikatplatten bewundern können.
Und Luftentfeuchter entfeuchten bei geöffneten Fenster oder Türen die Außenluft. Sinnvoll ist es eher da die Räume mittels eines Heißluftgebläses aufzuheizen und bei mindestens einem Fenster einen 1 – 2 cm Luftspalt zu belassen (nicht kippen).
Die eingestellten Fotos zeigen dass die Farbe Dispersionsanteile enthält, da die Farbe hohl liegt. Wenn Sie schnellen Trocknungserfolg erzielen wollen, können Sie auch den unteren Bereich des Wandputzes zwischen Sockelfliese und Wandsperrung ausbauen und einen Kalk- oder Lehmputz selber aufputzen.
Gutes Gelingen und viele Grüße aus Radebeul
Michael Reisinger



feuchter Keller



Schön haben Sie das geschrieben, Herr Reisiger.
Leider ist das hier nicht der Klub werktätiger Dichter sondern ein Bauforum.
Bei fachlicher Wertung bleiben von Ihren schönen Formulierungen außer Selbstbeweihräucherung nur Schrott übrig.
Es ist erschreckend was für fachlichen und physikalischen Unsinn Sie hier geschrieben haben.
Ich empfehle Ihnen dringend ein paar Auffrischungen Ihrer Physikkenntnisse vorzunehmen und sich öfter mal bei Weiterbildungsveranstaltungen zum Thema Kellersanierung, Baufeuchte oder Abdichtung sehen zu lassen.
Ein Blick in die einschlägigen Regeln der Technik kann bei Ihnen hoffentlich etwas bewirken.
Ich möchte im Einzelnen hier auf Ihre kruden Theorien und Schwadronierereien nicht eingehen, das hatten wir schon zu oft gehabt. Es wird langweilig.
Machen Sie Ihre Hausaufgaben wenn Sie in diesem Metier Leute beraten wollen. Ich erkläre Laien gern und ausführlich Probleme die Sie nicht verstehen aber nicht Leuten die glauben sie kämen vom Fach.

An Tamarina:
Leider weiß ich immer noch nicht wie die Kellertür aussieht.
Ich halte Sie nämlich für den Schlüssel zur Auflösung dieses Rätsels.
Sie können mich auch abends ab etwa ab 20 Uhr anrufen, da bin ich immer erreichbar. 03473 814201.



Nun war ich froh und dachte schon - alles wird gut weil das sogenannte "Planungsbüro" ..


Nun war ich froh und dachte schon - alles wird gut weil das sogenannte

.doch dann taucht ein "Neues" auf.
Mich stören in diesem Fall Behauptungen wie:
1. da hilft nur außen aufgraben und Abdichten usw..
bei meinem Verständnis ist die Wasserfläche auf einem See immer waagerecht. Auch im Kies (aber auch sonstigen Material) ums Haus ist der gleiche Wasserstand. Dies bedeutet auch, dass wenn das Haus nicht dicht ist, dass dann auch innen das Wasser in gleicher Höhe überflutet wird.
2. das Mauerwerk wird durch die Feuchte geschädigt. Es ist doch völlig gleich ob ein Verputz oder ein dichter Belag auf die Wand aufgebracht wird – dahinter bleibt es immer feucht. Es gibt doch sehr alte Gebäude die im feuchten Dreck stehen! Was geschädigt wird ist oft nur die Oberfläche durch Salze.
3. Wieso sollte hinter Verputzen die Feuchte weiter aufsteigen? Welche Veränderungen im Kapillargefüge sind dafür verantwortlich? Bei mir sind die Kapillaren immer gefüllt wenn eine Wand durchfeuchtet ist. Daran ändert sich doch nichts oder doch, nach welchen Gesetzen ??
4. Einbauen einer Drainanlage bringt immer etwas! Richtig und wenn es nur der Umsatz ist.
5. Was soll denn dadurch erreicht werden – man hole mehrere Angebote ein? Der Billigste soll dann die beste Arbeit ausführen: Besser ist doch ich spreche vorher mit einem guten Planer und einem guten Ausführenden die Thematik durch. Natürlich ist der Preis auch wichtig, aber ob man die zu erbringende Leistung vom Angebot erkennt da habe ich Zweifel.
6. Lüften und aufheizen aber dann einen Luftspalt lassen, was soll dieser Nonsens?
Nun habe ich nicht die Zeit und auch nicht die Lust um diese entweder überzogenen Ausführungen oder auch absurden Bemerkungen weiter zu kommentieren. Man soll doch auch immer daran denken, dass der Aufwand in einem vernünftigen Verhältnis zum gewünschten Ergebnis stehen muss.
Wie weiter oben schon mehrmals angegeben wurde reicht doch ein richtig dimensionierter Luftentfeuchter um auch eine höherwertige Nutzung zu erhalten.



Feuchter Keller



Es ist immer wieder erheiternd manche Threads hier im Forum zu lesen.
Dieser gehört auch dazu.
Ich habe fast den Eindruck, die TEin ist verschreckt von dannen gelaufen.



Vielen Dank



Ich bin zwar nicht von dannen gelaufen Herr Esztermann, ich habe die Beiträge hier weiterhin aufmerksam verfolgt, aber Sie haben Recht - ich habe mich tatsächlich etwas zurückgezogen, da hier so fröhlich Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden und es gerade weniger um die Beantwortung meiner Fragen geht, als darum, sich über unterschiedliche Ansichten zu streiten. ;-)

Trotzdem möchte ich mich für alle Antworten bedanken, da die Beiträge ja letztlich mit der guten Absicht entstanden sind, mir helfen zu wollen! :-)

Lieben Dank an Herrn Bromm, Herrn Teich, Herrn Reisinger, yogumon und besonders an Herrn Böttcher, der mich freundlicherweise sogar noch am Telefon beraten hat!