Feuchter Keller, Gewölbe Gestank und Trocknung




Hallo,
Möchte mal einen guten Ratschlag bei euch erhaschen.
Und zwar...haben wir einen kleinen Gewölbekeller, welcher seit Jahren offen stand. Er besitzt ein kleines Fenster und eine Falltür.
Dieserbesagte Keller roch modrig und wurde nie gepflegt geschweige richtig gelüftet. Dementsprechend ist der Keller feucht.
Nun habe ich mich diesem Problem gewidmet und angetan den alten lösen Putz zu entfernen und neu zu verkalken. Dann habe ich einige Stellen mit Chlor behandelt gegen Schimmel. Nun zu meinen Grundfragen. 1. ich habe festgestellt das der Aufgang zur Kellerluke triefend naß (wohl schon sehr, sehr lange) ist und die oberen mauerteile die Feuchtigkeit kapillar eingezogen haben. Kommt das durch das jahrelang falschlüften? Quasi der Taupunkt jeder Feuchtigkeit liegt im Aufgang? Habe nun einen Radiator an die Wand gestellt um diese mal zu trocknen und einen Ventilator mit Tunnel an das Fenster. Hatte vorher 11 Grad C bei 86%luftfeuchtigkeit, mit der Maßnahme des erwärmens und lüftend liegt der Wert bei 16gradC und 60%luft.
Die zweite Frage: der Keller stinkt nun erbärmlich nach Muff, Chlor, Parfüm (zur schimmelbekämpfung) wie bekomme ich den Gestank weg?? Zwar ist die Luke geschlossen, aber das ist ja keine Dauerlösung. Hat jemand einen gute Rat?



Die Geschichte...



...mit dem Chlor würde ich umgehend einstellen, das bringt nur zusätzliche Salze in's Mauerwerk. Heizen ist auch wenig praktikabel.

Die Antwort geben Sie indirekt schon selber: Richtig lüften. Wie das konkret aussehen kann, findet man freilich nur vor Ort heraus. Ggf. ist eine temperatur- und feuchtegeführte Zu- bzw. Abluft eine Lösung für sie.

Grüße

Thomas



die Kellerluke



erneuern und zwar mit Dichtung + Dämmung dürfte das Tropfwasser unter der Luke minimieren.

und wie herr Böhme schon sagte eine Lüftung würde helfen ,,

wenn aber der Keller sich "zwangsentlüftet "durch eine undichte Luke dann muss da Ja Kondensat entstehen..

greets Flakes



In meinem Altgemäuer...



beobachte ich Ähnliches:

An der undichten Tür vom Hausflur zum Sandsteinkeller ist auf der Kellerseite eine deutlich erhöhte Wandfeuchte zu beobachten. Ich mache da nix mehr, aber Dich stört das ja offenbar.

Den Luftwechsel in's Haus würde ich unterbinden, und für Zuluft und Abluft nach bzw. von draußen sorgen. Also eine 2. Lüftungsöffnung schaffen.

Grüße

Thomas



Kellerluke und lüften



HI, erstmal vielen Dank für eure Antworten und Anregungen.
Die Luke hatte ich vor ca 3 Tagen vor Beginn der Maßnahme mit Styropor abgedichtet. Und JA das mit dem Chlor war einmalig, nur um das "gröbste" zu entfernen, bzw um einen "Grund" reinzubekommen. Gestern Abend habe ich mein gebautes SYSTEM, El. Radiator und Kanalventilator vom Netz genommen/ nachtpause. Der Keller war heute Morgen bei 12GradC bei 75%. Aber der Aufgang war schon besser, leicht Klamm. Somit funktioniert zumindest gut oberflächlich das Heizsystem mit Lüftung. Ich denke das ich das nun noch eine Weile so laufen lasse um dem Keller auch ein kapillares nachziehen der Feuchtigkeit zu ermöglichen. Ich denke mal was nach Jahren naß wurde braucht auch Zeit zum trocknen ;-). Um einen "Grund" rein zu bekommen lasse ich das halt erstmal laufen, danach anständiges Lüften, (hoffentlich reicht das) und das ganze beobachten.
Ich werde hier aber mein Ergebnis protokollieren, für andere. Meine Befürchtung war ja evtl eine Leckage eines Abwasserrohres, das wird sich dann nach der Trockenlegung zeigen. Aber wie bekomme ich den Gestank da raus, noch wirkt das Ganze noch ziemlich toxisch auf mich. Einfach warten und lüften?
@thomas,, was heißt stören, im Sommer ist das relativ angenehm, aber im Winter ist es schon recht Klamm. Daher finde ich trockene Wände im Wohnbereich immer gut. Aber sollte ich das soweit nicht hinbekommen muss ich mich halt damit abfinden....habe nur etwas Sorge wegen Schimmel und wohnqualität.



der frische kalk



auf der nassen Wand reagiert wohlmöglich mit den "altgerüchen" im Stein .

also muss man das ganze Trockenbekommen, das heißt abwarten und Lüften.

und ich denke das der Ventilator nicht nur ne vorübergehende Funktion hat sondern Ganzjährig seinen Dienst tun sollte bis der Geruch verflogen ist ,, was meiner Meinung nach ,nur durch abtrocknen geht.

sollte es eine Leckage im Abwassersystem geben wäre das sicher auch ne Erklärung für die ,, ein oder anderen Gerüche..
aber das wollen wir ja sicher erstmal ausschliessen:)

gutes gelingen

Flakes



modriger Keller



Ich habe auch einen feuchten Keller, den ich zuerst mal drainiert habe, weil permanent, auch bei längerer Trockenheit Wasser aus einer Lehmschicht kommt. Gegen den Modergeruch habe ich erstaunlich gute Ergebnisse mit Bio-Ethanol und Kalkmilch erzielt.Den Aufgang habe ich nach außen verlegt, so dass das Haus davon nicht mehr betroffen ist und natürlich Dauerlüften. Er ist dadurch schon deutlich trockener und damit wieder nutzbar geworden.



Jede...



...dieser Maßnahmen war richtig, der Hauptanteil des Erfolges war aber gewiss die permanente Lüftung. Schimmel mag keinen Luftaustausch.

Grüße

Thomas



Seit



Jahren schwefle ich 1x im Jahr mit Schwefelblättchen für Gewächshäuser meinen Keller aus (abbrennen bei geschlossenen Türen, 2 Tag zu lassen) dann wieder normal lüften. Absolut "saubere" Luft. (nur Muster, ich habe nichts von/mit dem Händler zu tun !): http://www.ebay.de/itm/Schwefelband-Schwefelschnitten-Schwefelbaender-Schwefel-/260308835348



Vorarbeit für bautrockner



Das erwärmen des Augangs soll als vorarbeit für einen Bautrockner sein. Damit dieser besser arbeitet, dachte ich die grundtemperatur erstmal etwas hochzusetzen, dann den Trockner reinstellen, Hydrogesteuert.
Sonst bringt das erwärmen und gezieltes ausbringen der Luft, das zumindest erstmal der Aufgang trockener ist. Sowie der gesamtkeller schon wesentlich besser entmufft wird. Zudem habe ich heute die hauptrohrleitung isoliert gegen Schwitzwasser und darunter Katzenstreu gestreut. Bei der Leitung ist es auch feucht. Aber das System ist nun den zweiten Tag installiert, daher kann ich noch kein richtiges Resümee anstellen. Man bedenke der Keller steht Jahrzehnte so da, und das dauert...
Aber danke für eure guten Tips und Antworten!
Echt ein sehr gutes Forum hier!
@Olaf: schwefelblätchen gucke ich mir mal an, danke!
Erläuterung des Lüftungsssystems:
El Radiator steht im Aufgang und heizt dort die Wände, der Ventilator60W bei mittlerer Stufe pustet über eine Kunststoffsackkostrution (dicht zum Fenster) die erwärmte Luft in den Außenbereich. Das System ist geschlossen. Die Luke ist dicht und isoliert. Durch den Unterdruck im Raum wird wohl durch kleinste Ritzen Luft nachgezogen.

Und NEIN, bitte kein defektes Abwasserrohr! Das wäre sehr arbeitsaufwendig.



Auch...



...der Schwefelabbrand bringt Salze und Säure in's Gestein, und ein Bautrockner ist für einen nach außen zu nicht abgesperrten Keller sinnloser und teuerer Aktionismus.

Lüften und etwas Geduld! Die billigen Sachen sind nicht allein deshalb unbrauchbar, weil sie billig sind. Und wer unbedingt Geld ausgeben will, schaue hier im Forum bei Herrn Ottenhues nach seiner geregelten Kellerlüftung.

Grüße

Thomas



Bautrockner



Ich werde zunächst einmal einen Grund reinbringen, so das die Mauern erstmal eine grundtrocknung aufweisen und in der Lage sind zu arbeiten. Das System Keller werde ich abriegeln, dann trocken, ggf nach Beobachtung Frischluft hinzuführen. Ich schreibe euch wies abgelaufen ist.



Nur nachts Lüften



Ich würde genauer sagen: Nur nachts Lüften und etwas Geduld!

Wie schon erwähnt: Einströmende warme Luft hat einen hohen Feuchtegehalt, der durch den Ausfall des Kondensates an der kalten Kellermauer zu Feuchteproblemen und zu Gerüchen führt. Ich würde nur über Nacht lüften, da in der Nacht in der Regel durch kühlere Temperaturen weniger Feuchtigkeit in der Luft vorhanden ist, was dann zu weniger Kondensatausfall führt. Wirklich Abhilfe kann hier nur eine Hygrostat-gesteuerte Lüftungsanlage bringen. Links sind ja schon genannt.



Danke



Danke erstmal für die Ratschläge, ja wie man richtig lüftet weiß ich, wurde nur nie gemacht in diesem Keller. Bitte beachten Sie meinen vorigen Eintrag zur Entlastung des durchfeuchteten Mauerwerks, danke. Es soll dann schon richtig gelüftet werde, zunächst einmal will ich das komplette System entlasten das es wieder arbeiten kann. Und DAS klappt momentan recht gut mit den Maßnahmen die ich getroffen habe. Der Aufgang ist noch leicht Klamm, der Rest auch. Deshalb werde ich das ganze weiter entlasten mit einem El hydrostatgesteuerten Trockner, danach kann ich wieder normal richtig lüften. Das ganze ist nur total überlastet so das es zu dieser Problematik kam.



Nach 3 Tagen



Zwischeninfo:
Gestern habe ich den Heizer vom Netz genommen, die Wände im Aufgang sind trocken, auch die neuverputzung. Die Nacht war ja recht kühl und relativ trocken, daher habe ich quergelüftet, Luke auf und die alte Luft über den Ventilator zur warmen Außenseite Haus abgeleitet, insgesamt bislang okay, aber immer noch leicht Klamm das ganze. Ich denk mal so ist es der gute Weg. Bei warmen Wetter werde ich dann alles dicht machen und mit nem Bautrockner vortrocknen, bei kalten Wetter, wenn hygro stimmt querlüften.



Das ist...



aber pure Augenwischerei.

Ein Stein oder Ziegel trocknet nicht in 2 Tagen. Das spielt sich nur an der Oberfläche ab...



Trocknung



Augenwischerei würde ich dazu eher nicht sagen. Natürlich ist mir bewusst das es Kapillare Kräfte gibt und das Thema nicht vom Tisch ist. Nun ich sehe das als Teilerfolg um darauf aufzubauen. Wie ich auch im gesamten Thread erwähnt habe ist das ganze nicht in ein paar Tagen erledigt. Die Schilderung dient nur einer Momentaufnahme IST und nicht den SOLL Zustand. Die angewendeten Mittel haben bei mir zunächst das bewirkt was ich wollte. Aufgang bzw neu geputzte Stellen weitestgehend fest und trocken. Restliche Keller ist bislang okay, so darf er sein. Klares gezieltes Lüften ist nun ein muss, sowie werde ich die kapilare Feuchtigkeit gezielt mit dem Trockner Aushydrieren. Weiteres sehen wir später.
@thomas Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.