Feuchten Keller abdichten sanieren inkl. Wände



Feuchten Keller abdichten sanieren inkl. Wände

Hallo @all.


Wir haben bei unserem Keller folgendes Problem.
Die Wände im Keller waren immer feucht, siehe anderer Beitrag von mir (vielleicht kann dieser auch eingebunden wurden in dieses Beitrag oder die Beiträge zusammengelegt werden!?)

Es wurde unprofessionell Estrich 5cm verlegt. Darunter eine Plane. Darunter waren 5cm Rote Backsteine, welche auf Erde lagen.

(Wo noch kein Estrich vorhanden war, war die Wand nicht stark mit schwarzen Flecken übersäht.)

Der Estrich wurde damals so feucht auf die Backsteine bzw. die Folie gelegt, dass wir ca zwei Wochen ein Schwimmbad im Keller hatten. Danach fing nach und nach an die Wand mit schwarzen Flecken behaftet zu werden. Wir haben uns nun entschlossen alles vernünftig machen zu lassen. und haben alles entfernt (Backsteine, Estrich, Erde) und haben das ganze 30cm tief ausgeschachtet wie auf den Bildern zu sehen.
Wir haben wie ebenfalls auf den Bildern ersichtlich, das Fundament freigelegt, welches aus Sandsteinen besteht.
Leider wurde auch die Kellerwand mit Maschinenputz von Sakret (Kalk Zementputz) verputzt.

Wir planen nun Beton und Estrich in den Keller reinzulegen und den Keller und die Wände abzudichten. Ebenfalls soll der Estrich dann befließt werden. Habt ihr Erfahrungen und eine Empfehlung wie ich das alles anstellen muss?



Kellerabdichtung



Wer keine Arbeit hat macht sich welche...
Eingebaut wurde bei Ihnen ein klassischer Estrich auf Trennlage.
Zur Eigenfeuchte der Wände kam die Restbaufeuchte aus dem Estrich, wahrscheinlich noch Sommerkondensation.
Etwas was in verstärkter Form beim nächsten Fußboden auch auftreten wird.
Einfach austrocknen lassen hätte vollkommen genügt.
Was Sie jetzt- außer einem Haufen Mehrarbeit- noch als Dreingabe haben ist die Gefährdung der Standsicherheit Ihrer Innenwände durch Wegnahme der Mantelreibung.
Ehe Sie wieder schießen und dann erst fragen:
Wie soll der Raum einmal genutzt werden?





lediglich als Feierraum


was meinen Sie mit?
Einfach austrocknen lassen hätte vollkommen genügt



feuchter Keller



Die Restbaufeuchte ablüften lassen.
Was ist trocknen:
Kalte Luft als Stoßlüftung oder warme sehr trockene Luft ständig durch den Keller schleusen.

Das werden Sie schon während der ersten Feier machen müssen sonst läuft Ihnen das Kondensat von den Wänden, egal wie tief Sie noch buddeln. Ich hoffe Ihre Partygäste haben keine Platzangst.





ein ablüften wie sie beschreiben, wurde über Jahre hinweg durchgeführt, leider ohne erfolg.
Oder meinen Sie ich mache mir die Arbeit wenn diese nicht gemacht werden müsste?

Der Estrich hat sich an der Oberschicht abgetreten und bei jedem Gang hatte man weiße Spuren im Haus

Meine Frage zielte lediglich auf den Keller ab, Ihre Kommentare bezüglich Platzangst können Sie für sich behalten, erstens geht Sie das nichts an und zweitens war meine Frage nicht abgezielt ob der Keller zum Feiern zu klein ist!



feuchter Keller



Das Keller falsch gelüftet werden finde ich immer wieder.
Wenn senkrechte Abdichtungen- besonders im Sockelbereich- fehlen und für eine hohe Gleichgewichtsfeuchte der Wände sorgen ebenfalls.
Um das abzustellen brauche ich nicht unter die Tiefbauer zu gehen, dickere Beton- und Estrichschichten ändern nichts daran.
Ich frage mich überhaupt was hat das mit dem Fußboden zu tun?
Mag sein das der alte Estrich fehlerhaft eingebaut war. Das was Sie beschreiben klingt nach einer Sinterschicht, das Material wurde mit zuviel Wasser eingebaut. Diese weiße, mehlige Schicht reibt sich beim Darüberlaufen natürlich ab. Einem Profi würde so etwas nicht passieren.
Zuviel Anmachwasser- hohe Restbaufeuchte.
Trotzdem hat das nichts mit Bodenfeuchte zu tun denn die Folie unter dem Estrich war praktisch dampfdicht.
Jetzt dürfen Sie die zuviel herausgenommenen Massen wieder einbauen.
Bei der Gelegenheit können Sie darüber nachdenken ob eine Dämmung in den Fußboden gleich mit verbaut wird.
Ich hoffe der nächste Estrich wird dann fachgerecht eingebaut.
Noch ein Wort zum Schluß:
Nehmen Sie meine Kommentare bitte als konstruktive Hinweise und nicht als persönliche Beleidigung, auch wenn Sie Ihnen nicht in den Kram passen.
Für Lobhudeleien bin ich nicht zuständig.





jetzt soll alles vernünftig gemacht werden, daher die Ausschachtung auf 30cm tiefe.

Es soll ein komplett neuer Fußbodenaufbau erfolgen. Wie würde dieser aussehen? über eine Wärmedämmung habe ich schon einmal nachgedacht.

Wie kann die Wand abgedichtet werden, sodass diese weniger oder gar nicht feucht wird?
Mir wurde ein Verfahren mit Einer Flüssigkeit empfohlen, welche in das Mauerwerk indiziert wird.

Jetzt habe ich das ganze in der Hand und möchte es so gut wie möglich machen

Zur Ihrer Frage was das mit dem Fußboden zu tun hat. Vielleicht habe ich mich hier undeutlich ausgedrückt.

Ich habe gesehen, dass der Estrich mit deutlichen Unebenheiten verlegt wurde. Eigentlich war geplant darauf die Fliesen zu legen, was aber mit einem großen Aufwand durch Ausgleichen und Abschleifen einher gegangen wäre. Der Estrich war bereits auch an manchen Stellen bereits gerissen und deutlich hohl. Daher entschloss ich mich den Estrich und im gleichen Zug gleich die Steine ebenfalls zu entfernen und den Keller 30cm tief auszuschachten um einen "neuen" Fußbodenaufbau zu realisieren.



Keine Abdichtung mittels Injektionen



Feuchte Wände können in vertretbarem Kostenrahmen mit Injektionen nicht flächig abgedichtet werden.
Das Raster hierzu wäre alle 12 cm.

Eine preislich halbwegs gangbare Alternative ist eine Innenabdichtung (Alten Putz entfernen, Sperrputz 2 x Dichtschlämme, horizontale Sperre unterhalb der Kellerdecke.



feuchter Keller



Was wäre ein sinnvoller Aufbau?
Zum Beispiel:
Planum (ebener, handverdichteter Boden)
ca. 5 cm Sauberkeitsschicht aus Estrichbeton 0-4, eben und waagerecht zwischen Lehren eingebaut,
Abdichtung (Schweißbahn, kaltselbstklebende Folie...)
Dämmung aus EPS/XPS, ca. 80 mm,
Schrenzlage (Folie),
ca. 50 mm Zementestrich,
Fliesenbelag.
Dieser Bodenaufbau ist für Wohnräume gedacht.
Für einfache Kellerräume reicht folgender Aufbau:
verdichtetes, geebnetes Planum,
Folie als Trennlage und Abdichtung,
ca. 5 cm Estrichbeton, zwischen Lehren waagerecht und eben eingebaut, Oberfläche geglättet,
billiger, einfacher PVC- Belag lose verlegt.
Falls die Decke zum EG nicht gedämmt ist Topdec- Deckenplatten von unten anbringen.

Die fehlende Höhe durch die Abschachtung muß wieder lagenweise mit Kiessand 0-16 aufgefüllt und verdichtet werden.
Feuchtespuren an der Wand die Abdichtungsmaßnahmen außer den üblichen (funktionierender Sockelputz, funktionierende Dachentwässerung, funktionierende Lichtschächte, keine überlaufenden Regentonnen, abgedichtete Kellertür...)erfordern kann ich auf dem Foto nicht erkennen.
Die Kellerwand befindet sich hier im hygroskopischen Feuchtebereich. Das auf Grund der erhöhten Luftfeuchte einzelne Schimmelrasen entstehen ist nicht verwunderlich.



Dämmung



Hallo Herr Böttcher
Also bei uns ist die Situation ähnlich. Decke vom Keller mit Hohldielen und Eisenbahnschienen aufgebaut. Sie schreiben Dämmung an die Decke vom Keller. Das ist bei uns wegen der geringen Raumhöhe nicht möglich. Über dem Keller sanieren wir gerade die Stube und wollen Folie XPS und Estrich einbringen. Hilft Dämmung über dem Keller auch gegen Fußkälte oder ist das eine schlechte Idee wegen Kondensation ?



Das hört sich gut an "jetzt soll alles vernünftig gemacht werden",



aber was bedeutet vernünftig?
Warum wurde nicht vorher darüber diskutiert wie dieses Problem zu lösen ist?
Wenn ich dies hier alles überdenke hätte doch auch ein Luftentfeuchter ausgereicht und evtl. noch ein Thermohygrometer um eine Kontrolle der Luftfeuchte und auch der Temperatur zu erreichen.
Frage auch wie wird denn der Raum geheizt?



Kellerdeckendämmung



Je weniger thermisch träges Material zwischen Dämmung und Fuß ist je geringer ist das was Sie "Fußkälte" nennen.
Auffeuchtung durch Kondensation entsteht nicht wenn der Fußbodenaufbau hohlraumfrei und luftdicht ausgeführt wird, so wie es beim beschriebenen und tausendfach bewährten gedämmten Estrich der Fall ist.

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Waermedaemmung_ja-nein.pdf





Hallo der Raum kann durch eine Heizung geheizt werden, was aber nur beim Feiern der Fall ist.

Lüften wird wie folgt vorgenommen.

Im Sommer nur nachts und im Winter immer





@Wiki


was meinen Sie mit ?Eine preislich halbwegs gangbare Alternative ist eine Innenabdichtung (Alten Putz entfernen, Sperrputz 2 x Dichtschlämme, horizontale Sperre unterhalb der Kellerdecke.

wo muss dann genau die horizontale Speere hin und wie sieht so etwas aus?



Kellerabdichtung



Sie brauchen keine horizontale Sperre unter der Kellerdecke.



Warum nicht?



Warum nicht?



feuchter Keller



Weil eine ordentliche Sockelabdichtung genügt.

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/allgemeines.html



Keller sanieren



"bei jedem Gang hatte man weiße Spuren im Haus"

Der Satz lässt mich ahnen, welch einen "Estrich" Sie hier wahrscheinlich eingebracht haben, nämlich bestehend aus etwas Sand und Zement und ganz viel Wasser. Bei Wasserüberschuss wird nicht der komplette Wasseranteil zur Hydration gebraucht, es entstehen Kapillaren, die wasserdurchlässig sind, Zementleim schwimmt auf. Dann muss das ganze freie Wasser noch verdunsten, schlägt sich aber sofort auf Wänden nieder. Würde man jetzt warm machen, würden allenfalls Schimmelrasen wachsen.
Folgen Sie dem Rat von Gerhard Böttcher.



Flächige Injektion unter 12 cm Raster?



@Hr. Struve:
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir flächige Injektionssysteme mit einem Raster > 12 cm nennen können - die Ihre mangelhafte Wirkung NICHT! über Sanierputze kaschieren müssen.
Diese werden wir dann auch in Zukunft anwenden - leider sind uns keine bekannt.



Praktisches Scheitern!



Nun:
Schleierinjektion:
Das Gel wird von innen, über Bohrkanäle, die durch den gesamten Wand- bzw. Bodenquerschnitt reichen, mit speziellen 2 K Pumpen und durch mehrere Injektionsintervalle in das angrenzende Erdreich !!! gepresst.

Ein größeres Franchiseunternehmen hat die Anbieter dieser Acrylatgele eingeladen und - wie ich denke sehr vorteilhafte praktischen Versuchsaufbauten für Schleierinjektion vorbereitet:
Mauer vorn, links, rechts und hinten mit Holzwänden von 1,5 m Höhe und Breite/Länge umfasst. Hinter die Mauer in die "Holzbox" wurde NIcHT BINDIGER Sand eingebracht und verdichtet. Dann durften die Schleierinjizierer ans Werk. Nach aushärtung wurden die Holzwände entfernt und der Sand vorsichtig abgetragen. Die beste Flächen-Deckung lag gerade bei 70% - und das bei Sandboden!
Noch Fragen?



Überhebliche nichtswissende Arroganz



Nur zu Deiner Kenntnis:
diese Tests wurde von dem jetztigen Leiter des REFERAT 4 - Mauerwerk / BAUWERKSABDICHTUNG Arbeitsgruppe 4.6 „Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile“ der WTA durchgeführt!!!

(Leiter: Dipl.-Ing. Stephan Keppeler).

Welche Tests hast DU denn durchgeführt??

Also setzt Dich hin und lerne den Unterschied zwischen Wunschglauben der Hersteller und echten Praxis-TESTS.



Mauer bleibt Maurer



Tja,

was soll ich dazu sagen.

Ein Maurer bleibt Maurer.

Einfach blind dem Industriegewäsch vertrauen - und dann sicherlich noch Sanierputz zum kaschieren der Unfähigkeit dazu verkaufen ...

Aber:
Hat immer bestens geklappt, machen wir immer so.
Hauptsache das Hirn nicht einschalten....