Feuchte Wand im Haus Bj. 1930

10.02.2014 Johie



Hallo liebe Community,
wir haben vor einem Jahr ein Resthof Bj. 1930 gekauft,von innen entkernt bis auf die nackte Wand und wieder aufgebaut und tapeziert, dass gleiche gilt für die Fußböden die aus Pinienbohlen bestehen, wir haben 3 Räume mit diesen Holzboden,
2 Räume haben eine Fußbodenbelüftung 8x10 cm außen mit Gitter, je 2 Stück durchgehend vom Außensockel nach innen und 2 Belüftungsöffnungen durchgehend ca. 20 cm von der Decke Durchmesser 15 cm, alle Räume haben je eine Außenwand.
Der 3. Raum hat auch eine Fußbodenbelüftung von 2 Stk 8x10cm
aber keine Belüftung in der Wand.
In diesen Raum mussten wir den Fußboden leider erneuern, da der alte komplett verschimmelt war, da die Fußbodenbelüftung zu war, diesen haben wir wieder geöffnet und mit einem Bautrockner ca. 6 Wochen durchgehend getrocknet und neue Dielen eingebaut, das war im Sommer.
Nun haben wir Februar und vor einem Monat, ist eine Wand wieder feucht geworden und wird teilweise dunkel.
Diese Wand ist eine Außenwand,zur einen Seite nach draußen zur anderen Seite zu einer Tenne, alle Fußböden sind mit Styrophor von unten etwas isoliert, eine Luftschicht von
20 cm ist immer noch vorhanden.
Nun meine Frage ist es Kondenzwasser oder Feuchtigkeit von außen.!!
An der Außenwand ist der Sockel 28cm zu sehen nur im Bereich dieses Zimmer beträgt der Sockel außen nur 20 cm.

Gruß Johie



Fußbodenaufbau



Wie waren die Temperaturen im Winter in den Räumen, wie wurde geheizt, wie werden die Räume genutzt?
Wie behaglich ist es bei Kälte in den Räumen?
Wie Lüften Sie?



Die Öffnungen waren sinnvoll, aber nur in Verbindung mit einem Ofen



Denn wenn es draußen kalt ist , ist auch die Feuchte gering.
Jetzt kühlt es im Bereich der Öffnungen nur ab, wenn kein Ofen im Raum ist!



Fußbodenaufbau



Da Sie den ursprünglichen Zustand wieder hergestellt haben bedeutet das im Umkehrschluß das die Bedingungen die zur Zerstörung des alten Fußbodens geführt haben geblieben sind. Den neuen Boden erwartet das gleiche Schicksal wie den alten. Da sich die Nutzungsgewohnheiten geändert haben wird das nicht mehr viele Jahrzehnte, sondern nur noch Jahre dauern.
Büro bedeutet temporäre Nutzung, also verstärkter Kondensateintrag durch diskontinuierliche Heizung.
Entweder Sie akzeptieren die Bedingungen so wie sie sind (Dielung ohne Belag,zugiger, kalter Boden, Kondensatausfall und Schimmel an Wärmebrücken, begrenzte Lebensdauer des Bodens)oder Sie bauen einen neuen hohlraumfreien Fußboden auf.
Wenn Sie versuchen mit einem luftdichten Belag und/oder dem Verschluß der Belüftungsöffnungen das Raumklima zu verbessern wird das zu einer noch schnelleren Zerstörung des Fußbodens und zu vermehrtem Kondensatausfall an Wärmebrücken führen.



diskontinuierliche Heizung



Darf ich mal nachfragen zum Verständnis, warum gibt es mehr Kondensatausfall im Falle von diskontinuierlichem Heizen?

Ich würde mir denken, dass in der Zeit, wo der Raum (die Raumluft) kalt ist, ja kein Kondensat ausfällt. Hingegen wäre bei ständig beheiztem Raum auch ständig eine größere Menge Wasser in der Raumluft, welche auch ständig an den kalten Ecken Kondensat anfallen lässt(?)

Danke und Gruß.





weil durch das nicht-heizen der Baukörper komplett auskühlt und dann beim Aufheizen die Fläche bildet, wo das Wasser dann ausfällt.
Beim Fußboden kommt noch das Pumpen dazu. Durch einen beweglichen Fußbodenaufbau (Dielen) sauge ich immer auch warme Luft in den kalten Boden ein.
Auch kann kalte Luft allgemein ja weniger Wasser aufnehmen.



Nun machen Sie einfach den Schimmelbelag weg



Dazu braucht man ein geeignetes Mittel z.B. Jati-Schimmelentferner und das wars dann auch.
Zu den Flecken am Boden... nun da entsteht halt auch Tauwasser wenn nicht richtig geheizt und gelüftet wird.
Das ist kein Wasser was von aussen eindringt.
Siehe dazu auch den Beitrag: http://www.jatiproducts.de/downloads/bsv0214.pdf