Seltsame Feuchtigkeit inmitten der Außenwand

02.10.2005



Hallo,

unser um/ausbau schreitet stetig vorran und nun, wo sich das schlechte wetter desöfteren zeigt, stellen wir fest, dass wir eine Feuchte außenwand unmitten des hauses haben. der Fleck ist etwa 2qm groß und beginnt etwa einen meter über dem boden, so dass wir eine Feuchtigkeit von unten ausschließen, soweit wir das als laien auch können.

der fleck zeigt sich nach starken regenfällen, jedoch dachten wir bisher, es könnte sich um eindringendes Regenwasser handeln, jedoch ist nun alles verfugt, so dass wir echt vor einem rätsel stehen, denn von innen sind keine feuchtigkeitsspuren zu entdecken und in diesem bereich gibt es weder wassser- noch heizungsleitungen...der fleck trocknet nach einigen tagen vollständig aus und ist sofort nach einem regenschauer wieder an gleicher stelle.

wir stehen vor einem rätsel und hoffen auf ein wenig unterstützung...

lg

Dany



tiefliegende Wasseradern/geologische Verferfungszonen



Was Sie beschreiben, habe ich an mehreren hist.Gebäuden erlebt. Z.B. beim römischen Amphitheater augusta raurica nahe bei Basel/Schweiz. Dieses Phänomen beruht dort auf tiefliegenden Wasseradern,erstreckt sich am gemauerten Gebäude auf einen Fassadenstreifen von 2m Breite. Bei einem Fachwerkhaus am Kaiserstuhl hatten wir das gleiche Phänomen, dort ist der Kalkaußenputz immer wieder abgefallen.Eine geologische Verwerfung wurde dort diagnostiziert.
Eine Reparatur -mit und ohne chemischen Produkten-verlief bisher immer ohne Erfolg.



Wasseradern



Hallo, muß meinem Vorredner recht geben. Würde mich allerdings in ihrem Fall nicht stören, da das Bruchsteinmauerwerk so wie es auf dem Bild aussiht gut trocknen kann. Glaube nicht das es zu einem Schaden am Mauerwerk führen wird. Allerdings kann mann gegen Wasseradern und Verwerfungen etwas tun. Einfach mit einem guten Geomanten kontakt aufnehmen. Mit lehmigen Grüßen Martin



Mmmph



Kann mir mal jemand der "Geo-" Fachleute erklären, wie nun das Wasser von einer tiefliegenden Ader genau mitten auf die Wand kommt - und links, rechts, oben und unten nichts zu sehen ist.

Scheint sich um eine tele-partische Translozierung zu handeln - oder ?

Vielleicht sollte ich den Däniken mal wieder aus dem Keller holen. Ein paar Außerirdische können doch auch nicht schaden?



Es darf spekuliert werden........



Also ich würde auf folgendes Szenario spekulieren:
Bei den Bruchstein handelt es sich um wiederverwendetes Material, jene ca. 25-30 Steine kammen vielleicht mal über längere Zeit mit tierischen oder menschlichen Exkrementen in Berührung und haben jetzt eine höheren Nitrat o. Sulfatanteil als die umgebenden Steine. Dadurch ziehen sie mehr und länger hygroskopische Feuchtigkeit als der Rest daher das räumlich begrenzte Feuchtigkeitsphänomen.
Klingt doch wessentlich besser als die Wasseradergeschichte oder?





Hygroskopie als mögliche Schadensursache war auch mein erster Gedanke, der Frage von Bernd Fröhlich schließe ich mich an dieser Stelle an.



Dies ist auch logisch!



Ich vermisse bei diesem Problem die genaue Definition was ist überhaupt feucht?
Wie wurde denn die Feuchte gemessen und mit was?
.
Meine Vermutung, nein - mein wissen sagt- es ist auch Tauwasser dabei.



wie schon...



gesagt...wir sind laien und wollten, bevor wir alle pferde scheu machen ersteinmal einen hinweis auf die herkunft, damit wir am richtigen punkt ansetzen können - obwohl wir nach den postings hier nicht wirklich schlauer geworden sind. ;-)

gemessen wurde bisher nicht...sondern nur eine augenscheinliche begutachtung, sowie eine handische tastung. ob wirklich tauwasser enthalten ist, würde ich bewzweifeln, da diese stelle nach jedem regen, auch bei den wärmsten temperaturen sichtbar wird...

...und stellt sich die frage, was für gefahren oder probleme auf uns zukommen könnten und ob es möglichkeiten der behebung gibt.


lg & danke für die bisherigen antworten

Dany



Es gab doch ...



... bereits einige Ansätze:

Ich würde:

1. Prüfen, ob in dem fraglichen Bereich wirklich andere Steine verbaut sind - eventuell aus Material mit anderem hygroskopischen Verhalten

2. Bei trockenem Wetter prüfen, ob nicht doch irgendwo eine Leckage ist. Dafür den Gartenschlauch einsetzen und auf dem Dach mal etwas Regenmacher spielen.

So gewinnt man zumindest einige Ausschluß-Diagnosen.

Viel Erfolg

Bernd



Feuchteinsel



Dachog. Wenn nun alles verfugt ist, ist doch in Ordnung. Bestimmt war dieser Wandbereich ständigem Feuchte-bzw. Nässedruck ausgesetzt. Es kann sich hierbei z.B. um eine defekte Dachentwässerung handeln, die jahrzehntelang auf diese Stelle tropfte, oder war da mal ein kaputtes Fallrohr? Sind nun die Schadensquellen abgestellt, kann es schon 2-3 Jahre dauern, bis der Bereich abtrocknet. Schließe es daraus, weil es doch ein sehr begrenztes Gebiet ist. Die Niederschlagshäufigkeit an dem Standort des Hauses, sowie die Himmelsrichtung, ist natürlich ebenfalls bedeutsam für die Austrocknungszeit. Wenn Feuchtigkeit in der Luft, ist natürlich der Diffusionsprozeß des Mauerwerks geringer. Es sieht nur so aus, als würde dieser Mauerwerksteil Wasser aufnehmen. Dem ist aber nicht so, er gibt nur in solch einer Situation weniger Feuchte bzw. gar keine ab, da ja die Umgebungsluft schon Feuchtegesättigt ist. Meine Erklärung. Mfg ut de ole Mark



Ich halte an meiner These fest, dass es sich überwiegend um Kondenswasser und ...



um Feuchte aus Salzen handelt.
Wie auf dem Bild erkennbar kann es kaum "aufsteigende" Feuchte sein. Es ist auch nie eine Regenrinne an dieser Stelle gewesen.
Jedoch führt eine Strasse vorbei und somit kann auch Streusalz bis in diese Höhe geschleudert werden.
Es wäre sicher gut hier weitere Forschung zu betreiben.



Auch ich....



halte an meiner These fest. Das mit der Dachrinne war nur z.B. habe nie behauptet das liegt an dieser. Habe jedoch festgestellt, das ein Panoramafoto des Hauses eingestellt ist, so daß die nähere Umgebung der Stelle bildlich beschrieben ist. Eine Möglichkeit wäre nun auch eine fehlende bzw. unzureichende Ausbildung der Sohlbänke der darüberliegenden Fenster,bzw. der Mauerabdeckung im Giebeldreieck zumal ja auch die Fenster als eine Art "Problemzone" bezeichnet werden. Ich will keinem zu nahe treten, aber hat man schon mal mit der Wasserwaage überprüft, ob die Wand in diesem Bereich auch im Lot ist. Um nun mit meiner, ich gebe zu, simplen Theorie zum Schluß zu kommen, würde ich vorschlagen den nächsten Regen nicht im Haus zu verbringen. Im übrigen verweise ich auf mein Motto. Viel Erfolg beim weiteren Grübeln. Mfg ut de ole Mark.