Feuchte Wände (massiv) Ursachenbeseitigung und Trocknung

15.11.2014 Herr Ruedi



Ich habe ein Fachwerkhaus mit massiven Ziegel (?) basierten 65cm Wänden im Erdgeschoss. Die Wände sind feucht.

Es gibt verschiedene mögliche Gründe für die Feuchtigkeit:
1) Erdreich aussen ist höher als der Innenboden
2) Vorbesitzer hatten Tapete und Styropor an den Wänden aufgebracht
3) Regenrinnen bringen das Wasser vielleicht nicht weit genug weg vom Haus
4) Es besteht ein Restrisiko, dass die Feuchte von oben, also vom Fachwerk kommt

Wir arbeiten an allen Ursachen. Allerdings wollen wir nun beginnen die Wände zu trocknen:

Es gibt wenn ich es richtig verstanden habe drei Arten von Bautrocknern:
1) Kondenstrockner
2) Infrarotwandtrockner
3) Reine Öfen/Heizkanonen zum Erwärmen

Welche Vor- und Nachteile haben diese drei verschiedenen Trocknerarten? Wie unterscheiden sie sich in der Effektivität, Kosten, Nutzung, usw.?

Vielen Dank,

Ruedi



Gründe und Ursachen



Es gibt verschiedene mögliche Gründe für die Feuchtigkeit:

5. falsche Materialien
6. falsches Bauverständnis bei vorhergegangenen Sanierungen
7. falscher Ehrgeiz
8. Sparsamkeit am falschen Fleck
9. falsche Heizung
10 …

usw.

Florian Kurz





Ursache beseitigen, die Wände trocknen dann von alleine und brauchen bei der Stärke eh ne halbe Ewigkeit.
Da nützt ein Trockner nicht viel.



Wandaufbau beschreiben



tatsächlich ??? Fachwerk mit 65 cm dicken Wänden ????

Mach doch ein paar Bilder zum besseren Verständnis und dann genauer den Wandaufbau bzw die Gesamtsituation beschreiben.

Dann gibts auch hilfreichere Antworten.

Andreas Teich



Bilder



Nun, das Haus ist auf meinem Profil abgebildet. Unten massive 65cm Bruchsteinwände, oben Fachwerk. Aber hier ist einmal ein Bild von der Situation.



Hauswand trocknen



jetzt istst klar.

Bei dem bisherigen Wandaufbau kann es gut sein, daß die Wand nach Entfernung des Styropors von selber trocknet.

ich würde das erst einmal abwarten, Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Raum messen und sehen, ob sich die Situation verbessert.

Trockner einzusetzen sehe ich auch nicht wirklich als Lösung.

Die offensichtlichen Möglichkeiten von Feuchtigkeitseintrag hast du ja schon erwähnt-
für deren Beseitigung kannst du zuerst sorgen.

Lüften bei kälteren Außentemperaturen führt zumindest nicht zu Kondensfeuchte an den Innenwänden, was bisher schon eine Ursache sein konnte..

Die Frage ist dann, wie du insgesamt die Sanierung angehen willst und welche Maßnahmen du durchgeführt werden sollen oder was vordringlich für dich ist.

Andreas Teich



Das Wichtigste fehlt jedoch noch. Wie soll diese 65 cm dicke Wand ausreichend erwärmt werden?



Somit wird bei nicht ausreichender Heizung ( oder an der falschen Stelle) Tauwasser ohne Ende entstehen.
Solange mit dem Ofen geheizt wurde war dies sicher kein Problem.
Was Sie brauchen ist ein guten Planer der Ihnen dabei hilft.
Neben dem was Sie schon geschrieben haben und den Bemerkungen meines Vorschreibers muss sich jemand dazu noch Gedanken machen wie diese Wandoberflächen zu erwärmen sind.
Ich bin einige Tage weg und warte was da noch dazu kommt.



Trocknung



Hallo

Sie fragen:
Welche Vor- und Nachteile haben diese drei verschiedenen Trocknerarten? Wie unterscheiden sie sich in der Effektivität, Kosten, Nutzung, usw.?

Keine Ahnung!

Ich würde anstatt dessen, den alten Putz entsorgen udn in dem Bereich mit Solubel SP50 arbeiten und eine Temperierung nach Großeschmidt realisieren.

Trocknung und Heizung in einem … 

Bei Bedarf bitte melden!

Gutes Gelingen

Florian Kurz



Keine Ahnung, aber Kommentare abgeben



Und dann noch die Vorschläge mit einer Temperierung - was soll denn das?
Aber es kann von Vorteil sein, weil man keinen Schnee mehr räumen braucht!
@ Herr Kurz lesen Sie doch mal die Beiträge von Prof. Dr. Hausladen dazu und auch die Kommentarte von Dr. Arendt.
Mir sind mehrere Fälle bekannt wo man diese Anlagen stillgelegt hat weil es nicht zu bezahlen ist.
Bei einer Tagung mit der WTA. e.V. und Großeschmidt in Benediktbeuern haben wir auch gesehen was dabei rauskommt.



Infos zu Temperierung von Slow house und Edmund Bromm



Hallo Edmund,Hallo Florian
kannst du mir infos mailen zur Temperierung bzw warum es nicht funktioniert ?
Ich habe mich mit dem Thema bisher noch nicht befaßt- würde mich aber gerne einlesen

Es wäre interessant von beiden Seiten etwas zu hören, also Erfahrungsberichte,
bauphysikalische Berechnungen,
Zulassungen
Zertifikate
Berechnungsmethoden zur Auslegung
Energieeffizienz/-verbräuche
evt Probleme mit dem System


also das Ganze für und wider...

Danke
Andreas Teich



… na Herr B.



Hallo

Keine Ahnung, aber Kommentare abgeben

Warum machen Sie es dann?

:-)

Florian Kurz



@Andreas



einfach "Temperierung" mal in Google eingeben mit oder und ohne Großeschmidt

da kommt genug (gutes und weniger gutes)

oder
http://www.temperierung.net/

Florian Kurz



Ähnliches Problem - Gleiche Frage



Was ist jetzt die optimale Lösung?



Bekanntes Problem



Guten Tag.

Wir konnten in den letzten 25 Jahren etliche solche Probleme lösen und nach so langer Zeit mit Sicherheit sagen, dass es eine optimale Lösung gibt: Die SERA Altbau-Innensanierung. Zusammen mit einer Innendämmung und einer SERA Wandheizung legt man seine Wände trocken, hat diese gedämmt und eine sparsame Raumheizung.
Anbei noch das Bild eines zum Abriss verurteilten Mauerwerks eines kunsthistorisch dem Biedermeier zuzuordnenden Wohnhauses, dass mit dieser Methode erfolgreich gerettet und zum Gemeindeamt einer Salzburger Gemeinde umfunktioniert wurde.
Melden Sie sich unter 0043 662 830000 bei uns, wir helfen Ihnen unverbindlich weiter!

Jederzeit erreichbar verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Eggert



Feuchtesanierung



Hallo Thomas,

nachdem du so schön Reklame für dich gemacht hast,
erkläre doch bitte wie dein System funktioniert?

Also Innendämmung mit Wandheizung ist ja nicht gerade die Revolution bei der Wandsanierung...

Worin unterscheidet sich das von sonstigen Systemen ?

Was verwendet ihr als Innenwanddämmung und in welcher Stärke, U-Wert etc ?

Wie werden die Rohre eingelegt ?
Nur auf der Dämmung befestigt und dann 3 cm eingeputzt?
Welchen Putz und welche Wandfarbe verwendet Ihr?

Berechnet Ihr die Wärmeabgabe der Wandheizung
oder nehmt ihr Pauschalwerte ?
Wieviel Watt/qm gibt die ab ?

Inwiefern ist die effektiver als z.B. eine normale Wandheizung auf Holzfaserdämmung ?

Und welche Kosten müßte man kalkulieren
bei z.B. 20 qm Wandfläche mit 1 Fenster 1,5 qm,
ohne Anfahrtskosten u. MwSt.?

Genaue Infos wären hilfreich für alle

Andreas Teich



Nun Herr Kurz warum gebe ich Kommentare ab?



Weil ich a; davon etwas verstehe b; somit helfen kann c; und kein Geld damit verdienen muss.



Bekanntes Problem



Guten Tag Herr Teich!

Also Innendämmung mit Wandheizung war vor 25 Jahren schon eine Revolution bei der Wandsanierung...

Aber wie auch immer. Die wichtigste Komponente ist die richtige Wandheizung. Kupfer (eignet sich in Hinsicht auf Wärmeleitung, Langlebigkeit, sowie Ausdehnung, Ortbarkeit, Reparaturfähigkeit im Putz, usw.), Wärmeverteilung auch in Zweirohrtechnik statt Heizkreisverteiler möglich, “heizkörperkompatibel”, Tichelmann-System und eine Struktur der Heizung, bei welcher der Putz armiert wird, sorgen eben für das beste Ergebnis.
Die Dämmung kann vom Bauherren selbst gewählt werden – bei feuchten Wänden bietet sich Kork gut an.

Das Zu- und Ablaufrohr wird in der Wand befestigt, die Zwischenrohre in der Dämmung. Art des Putzes und der Wandfarbe spielt wiederum keine Rolle.

Wir arbeiten aufgrund von Plänen einen Vorschlag im Sinne unserer Erfahrungen aus und sagen welche Heizleistung sich daraus ergibt. (Meist entspricht der Vorschlag der notwendigen Heizlast).
Abgabe: 100W/m² bei 40°C VL.

Zur Frage der Effektivität kann ich auf die Antwort bez. der Unterschiede verweisen.

Angenommen, diese 20 m² Wand hat eine Länge von 8 Metern, dann haben 18 große Module an der Wand und 3 kleine unter dem Fenster Platz. Mit Entlüftungs- und Befestigungszubehör kommen wir auf rund € 800,-

Ferner könnte man Ihr „nachdem du so schön Reklame für dich gemacht hast“ falsch verstehen. Jemand hat ein Problem und eine Frage dazu gestellt. Nachdem wir Erfahrung mit solchen Problemen haben, habe ich eine Antwort darauf gegeben.

Ich hoffe, diese Informationen waren hilfreich für Sie und verbleibe
Mit besten Grüßen
Thomas Eggert



Sind die Kosten der Elemente das Entscheidende, oder gibt es dazu auch mehr Info ?



Welche Kosten entstehen z.B. für den Betrieb, wenn wie oben beschrieben die Wand massiv und 65 cm dick ist?
Welche Leitfähigkeit wird hier wie berechnet?
Was ist mit Feuchte die dann um so mehr nachgesaugt wird je trockener die Wand wird?
Was mich stört ist immer, dann temperieren wir einfach die Wand und alles ist gut.
Mir sind mehrere Objekte bekannt wo eine Zunahme von Schäden stattgefunden hat.
Man muss sich halt die Objekte nach mehr als 10 Jahren ansehen um festzustellen was daraus geworden ist.
Aber auch fragen welche Kosten dafür angefallen sind.
Dass manche Behörden- und auch Museumsvertreter aber auch sonstige Hausbesitzer darauf öfters keine Antworten geben können ist sicher noch kein Maßstab dafür.



Gut, dass wir jetzt wieder auf die relevanten Fragen zurückkommen



Ich bin immer wieder überrascht mit welcher Vehemenz in diesem Forum "gestritten" wird. Als ob Haustechnik keine Wissenschaft, sondern eine Glaubenssache wäre.

Wenn man eine Story glaubt, dann findet man bestimmt auch einen Experten, der diese Story unterstützt.

Daher finde ich es gut, wenn wir nun wieder, wenn möglich, auf Tatsachen zurückkommen könnten. Denn ich werde mit Sicherheit nicht die Wände aufsägen, mit Chemikalien vollpumpen, tiefe Schlitze kloppen oder sonstiges machen nur weil wir in den letzten 20-30 Jahren meinen das so tun zu müssen. Das Haus ist knapp 240 Jahre alt! Als es erbaut wurde war Napoleon noch nicht durch Sachsen gezogen!