Feuchte Schwelle - wie handeln?

04.02.2014 ighusre



Hallo allerseits. Wir beabsichtigen ein Fachwerkhaus zu kaufen und möchten vorab eine Meinung von Euch hören. Wie ihr auf den Bildern (ich hoffe ich kann mehrere hochladen) erkennen könnt, ist am Objekt unserer Begierde auf drei Seiten die Schwelle feucht. Wir vermuten stark, dass es mit dem durchgehenden Hartbelag zu tun hat. An der Südfassade ist dies ziemlich sicher der Fall, da dort das Dach kaum übersteht und auch der Ständer in Mitleidenschaft gezogen wurde (s. Bilder) Mal abgesehen davon, wo die Ursache genau liegt, wie schätzt Ihr den Schaden ein? Muss die Schwelle ersetzt werden? Lässt sich das mit etwas handwerklichem Geschick (Tischler) bewerkstelligen? Wartet da eine Totalsanierung auf uns?

In diesem Zusammenhang auch: Das Gebäude ist unterkellert, ich habe versucht mit Bildern den Zustand der Sandsteinwände zu dokumentieren. Wie geht man mit aufsteigender Feuchte (sofern es sich um solche handelt) um? Ich bin in Sachen Naturstein kein Fachmann, aber meiner Meinung nach ist auch die Kellerwand relativ feucht, womöglich auch wegen der besagten Versiegelung aussenrum?

Wir sind gespannt zu hören was die "Community" meint. Freundliche Grüsse aus der Schweiz!



Grundschwelle



Die Schwelle liegt im Spritzwasserbereich falls der Dachüberstand zu gering ist. Im Winter kommen noch Schnee und Tauwasser dazu. Die Schwelle wird halt nass, kann aber wieder abtrocknen.
Ob sie geschädigt ist merken Sie selber wenn Sie mit einem Schraubenzieher versuchen hineinzustechen, auch unten über die Aufstandsfuge. Dann seien Sie mal demütig, fallen auf die Knie und riechen an der Fuge. Wie verrottendes Holz riecht wissen Sie sicherlich.





N' Abend.

Den Kniefall hab ich gemacht, die Schwelle riecht nicht faul. Auch diverse Stichproben im wortwörtlichen Sinn mit der Aale hat die Schwelle gut überstanden, ob von vorne oder gleich über der Aufstandsfuge. Allerdings fühlt sich das Eichenholz doch deutlich nass an und hört sich nicht so trocken an beim Klopfen.

Das Haus ist mit den Längsfassaden nach O-W ausgerichtet. Direktes Spritzwasser vermute ich kommt dort wenig hin, dazu ist der Dachüberstand doch zu gross (s. Bild). Südseitig sieht es schon anders aus. Ich befürchte nur, die Feuchte steigt aus dem Sockel nach oben. Im Keller unter dem Wohnteil sieht es zwar gut aus, soweit ich das beurteilen kann, aber im Bereich über dem durchgehendem Hartbelag scheint mir der Sockel doch etwas "krümelig" zu sein.

Im Innern wurde der Boden, dort wo kein Keller vorhanden ist, direkt auf das Erdreich gestellt (in anderen Bildern unter meinem Profil). Wir machen uns ziemlich Kopfzerbrechen, wie man nun ein solches Haus von aufsteigender Feuchte schützen kann. Wir können uns vorstellen die Schwelle auszuwechseln, wenn auch noch nicht klar ist wie das von statten geht. Sollte man in diesem Moment nicht auch allgemein den Übergang zum Erdreich und Keller dichten? Wie wurde das früher gemacht?

Sind gespannt auf Antworten.