Ziegelstein

04.02.2007



Hallo,

wir haben ein Gebäude aus dem Jahr 1898

Bei einigen Steinen mitten im Mauerwerk beträgt die Baufeuchte ca. 75 % gemessen.
Direkt daneben sind Steine vermauert die furztrocken sind.
Die Steine mit angezeigter 75%igen Feuchtigkeit fühlen sich trocken an, sind aber irgendwie federleicht und klingen irgendwie hohl.

Diese Steine sind im gesamten Mauerwerk vorhanden.

Die Wand wird niemals nass und ist keiner Feuchtigkeit ausgesetzt.

Das Gebäude wurde noch nie beheizt und dient nur zu Lagerzwecken.

Was ist das für ein Stein ?
Waran liegt es das einzelne Steine meßtechnisch feucht sind und direkt daneben furztrocken.

Wenn man bohrt ist der trockene Stein wesentlich härter.

Grüße



Hallo Thomas



na bei dir schein es ordentlich vorwärts zu gehen! Oder gehts garnicht um das das Haus aus deinem Profil?

So zu deinen Ziegeln. Bei mir ist das ähnlich. Es gibt harte fast glasige, braune Ziegel und schöne rote dafür aber recht weiche Ziegel. Das hängt mit dem Brennen der Ziegel zusammen. Die braunen waren sehr nah am Feuer und wurden heißer als die anderen. Wahrscheinlich nehmen die dann auch weniger und schlechter Feuchtigkeit auf. Bei den roten Ziegel brauche ich zum Bohren nicht mal das Schlagwerk der Bohrmaschine. Da kann man auch sonntags Löcher bohren. Ich habe auch hier im Forum irgendwo gelesen, dass die Messgeräte auch nicht unbedingt das richtige messen.

Gruß Marko





Nene die Steine um die es geht sind bei unserer Firma vermauert.

Naja mit dem Haus aus meinem Profil ist es nicht so einfach.

Da steckt viel Arbeit drin und meine Frau möchte es eigendlich nicht.

Lage ist nicht so top und der Zustand ist so lala.
Ich würde schon gerne aber noch ein wenig billiger.

Soll nun 130 t€ kosten, der Verkäufer will auf 110 t€
Ich gerne max 90t€

Seit 2 Jahren bekommt der Verkäufer das Haus nicht los.
Mal sehen ob er noch länger warten möchte.
Ich hab Zeit und wenn es weg ist, pech



Messwerte hinterfragen



Guten Tag, mich würde interessieren, wie Sie gemessen haben. Haben Sie ein Widerstandsmessgerät beuntzt oder ein Hochfrequenzgerät (Kugelkopfsonde)?
Die Meisten solcher Geräte geben sog. "Digits" als Anzeigewert. In der Regel wird kein Masseprozentwert ausgegeben. Es gibt Ausnahmen. Mein Holzfeuchtemessgerät ist -nach Herstelleraussage- geeignet in mineralischen Baustoffen zu messen und gibt in dieser Voreinstellung Prozentwerte aus. Die Genauigkeit ist in der Praxis aber sehr dürftig. Mit solchen Geräten kann man nur Größenordnungen der Feuchte feststellen. 75 % erscheint mir sehr hoch. Das glaube ich nicht, was jedoch nicht heißen soll, dass nicht eine erhöhte Feuchte vorliegt oder ein "Digit-Wert" ist. 75 Digits sind bei Hydromette B schon als überdurchschnittlich Feucht einzustufen. Das muss aber im Zusammenhang interpretiert werden. Diese elektrischen Geräte messen auch nur Oberflächennah. Genauer wären CM-Messungen oder Darrproben. Verfälschen möglicherweise Salze die Messwerte? Mit freundlichen Grüssen Ulrich Arnold





Ist ne Kugelkopfsonde.

Das der angezeigte Wert nicht sehr genau ist kann ich mir gut vorstellen.

Das Gerät dient mir eigendlich nur dazu um Rohrleitungsschäden aufzudecken.

Dazu reichen mir die angezeigten Werte aus.

Mich hat es halt nur gewundert, daß einige seine einen recht hohen Wert anzeigen und andere nicht.

Wenn ich das Gerät auf den alten Putz halte ist der Wert immer hoch.
Ich denke das der Putz Raumfeuchte ,,aufsaugt"
Die Steine sollen früher wohl mit Carbitmörtel gemauert worden sein.

Zumindest können die Steine sehr leicht aufgetragen werden .



Mit Feuchte hat dies überhaupt nichts zu tun!



Es wird auch nicht besser, wenn auf einem Meßgerätekoffer "Feuchtemeßgerät" draufsteht.
Dies ist absoluter Nonsens. Völlig gleich um welches Gerät (mit Zeigerausschlag oder Digitsangabe - ob mit oder ohne Kugelkopf aber auch mit oder ohne Nadeln) es sich handelt.
Es handelt sich immer nur um die elektrische Leitfähigkeit und nicht um Feuchte! Da gibt es überhaupt keine Ausnahmen. Völlig gleich was auf den Geräten für ein Name steht.
Zwar nimmt die Leitfähigkeit auch mit der Feuchte zu, aber es gibt viele Parameter die auch sonst noch einfließen und das Ergebnis verändern. Dazu gehört auch Schimmel; Farbe aber auch der Salzgehalt usw..
Halten Sie doch einmal so ein Gerät an eine "trockene" Kupferrinne, dann sollte 100% angezeigt werden und dies hat mit Feuchte auch nichts zu tun.
Wenn dann noch gesagt wird - Baufeuchte 75% gemessen, tja um welchen weichen, fast flüssigen "Baatz" Ziegelbrei handelt es sich denn dann?
Dass es eine gewisse - sehr grobe Hilfe bei der Ermittlung von durch Feuchte geschädigte Baustoffe ist lasse ich gelten, aber da sollte der Fachmann/frau auch sagen um was es geht und nicht von Feuchtemessung reden.
.
Was auch nicht jedem klar ist, wenn die Leitfähigkeit zunimmt kann dies auch Kondenswasser sein.
Oder, wie kann mit der Leitfähigkeit die hygroskope Feuchte von Kondenswasser unterschieden werden - wie soll denn da - was auch immer zugeordnet werden?



So Thomas



nun hast du eine komplette Abhandlung zum Thema Sinn und Unsinn von Feuchtemessgeräten bekommen. Aber mit den Ziegeln bist du nun auch nicht viel weiter?
Also bei mir hält es schön fast 100 Jahre so und hat auch keine Risse. Also sollte es bei dir auch noch lange halten.

Zu deinem Traumhaus; Wenn deine Frau nicht mit macht könnte das eine Geschichte zum Thema"Ich hab's dir ja gleich gesagt!" werden. Stellt euch und dem Verkäufer einfach eine Frist. z.B. 90tEuro bei Verkauf bis April und wenn nicht dann nicht. Und keines Falls richtiges Interesse zeigen.

Gruß Marko