Fertigputz auf HLZ ausschreiben:



Glück Auf ! Nach langer langer Zeit mal wieder aktiv bei Euch mit einer fachlichen Frage: Wie schreibe ich einen Kalkputz für Innenwände so aus, dass ich einen "sauberen" Kalkputz bekommen für folgende Ziegel: 1) Außenwand: Leichthochlochziegel Planziegel, hochwärmedämmend nach Zulassung, Festigkeitsklasse 12, Rohdichteklasse 0,9, Mauerwerksdicke 42,5 cm, Dünnbettmörtel DM DIN 18580 oder DIN 20000-412 in Verbindung mit DIN EN 998-2, Wärmeleitfähigkeit Lambda R 0,09 W/(mK), 14 DF
2) mauerziegel Planziegel, DIN 105-6 oder nach Zulassung, Festigkeitsklasse 20, Rohdichteklasse 1,4, Mauerwerksdicke 24 cm, Dünnbettmörtel DM DIN 18580 oder DIN 20000-412 in Verbindung mit DIN EN 998-2, Wärmeleitfähigkeit Lambda R 0,58 W/(mK), 10 DF.
Ich hatte dabei an einen Leichtputz Typ II gedacht mit Armierungsgewebe. Aber welcher Hersteller könnte ich mit den geforderten Werten ins Spiel bringen ? Danke für jede Hilfe !



hallo Olaf



schön wieder von Dir zu hören. Ich weiß ja nicht ob Dirs hilft, aber Weber z.B. bietet auch Ausschreibungstexte für die Weber cal Serie 172 und 174 und vielleicht auch für andere Produkte an:
https://www.de.weber/ausschreibungstexte
Grüße ins Striegistal



Ausschreibungstext



Glück Auf ! Das Problem sind nicht die Ausschreibunstexte. Die habe ich selber nach DbD, aber 10 Jahre alt, die Planer haben die aktuellen. Wie bekomme ich aber hin, dass ich am Ende keinen Kalkzementputz bekomme. Wieviel Zement ist noch angemessen, um nicht alle auszuschließen. Gerade Weber 172 ist nach dem Artikel genau das, was ich nicht will: Siehe hier: https://www.gerold-engist.de/kalkputzluege-6/

gibt es überhaupt Fertigputzhersteller, die einen reinen Kalkputz mit ca bis 10% Zementanteil vom Bindemittel anbieten und die sich ohne Probleme Verarbeiten lassen ? Wie könnte man diesen geringen Zementanteil sinnvoll festlegen ? Es geht, wie gesagt, um einen Kindergarten, den ich zum Glück von Betonbau mit vorgehängter Fassade auf einen Ziegelbau ändern lassen konnte. Nun möchte ich dies sinnvoll mit Kalkputz zu Ende führen. Zu Haus nehme ich ja weiterhin Kalk Sand und einen Schuss Zement - aber bei so einem Projekt kann ich von keiner Firma verlangen, dass sie ebenso arbeitet. Da wird wohl eher ein Silo stehen. Aber was kann da rein ?? Danke für weitere Ideen.#



Leichtputz zementfrei



laut Volldeklaration im Datenblatt ohne Zement: https://www.hasit.de/produkte/detailseite/hasit-669-323905
Aber im Sicherheitsdatenblatt als Gefahr wird Portlandzementklinker angegeben. Vielleicht mal telefonisch nachhaken, wieso er als zementfrei beworben wird und dann scheinbar doch Zement enthält, das ist auch beim Weber cal. 173 so
Auch Hessler bietet einen an, weiß aber nicht, ob der Deinen Parametern entspricht: Der HP9L und HP9SL als Dämmputz.



pope



seit wann ist ein Datenblatt gleich eine Volldeklaration? Wäre schön, iss aber nicht so.



Danke für den Hinweis



und wo genau finde ich die nun? Das sich hinter "klassifizierten Zuschlägen" auch Zement verbergen kann, weiß ich, daher auch der Hinweis auf das Sicherheitsdatenblatt, da müssten die relevanten Stoffe angegeben werden.



Kalkputz - Lüge - Irrsinn



hallo

Wenn im "reinen Kalkputz" auch nur ein Löffelchen Zement drin ist … ist's aus mit der Reinheit …

Das Gewaaf, dass das die alten Handwerksmeister auch IMMER so gemacht haben, resultiert daher, dass die keine Ahnung hatten, Wass mit dem "PutzArbeit-Vereinfacher" dem Zement dann mit dem Kalkputz passiert … 

Sämtliche Großgebinde der Putzindustrie (Silos) haben immer andere Beimengungen in ihrem Produkt, die diese NICHT angeben müssen, da diese (vermeintlich) nicht die Putzgüte beeinflussen, sondern nur beigebracht werden, damit man das Zeug transportieren kann … sonst würde es bei einem Transport im Silo über die Strasse sich das Gebinde "entmischen" und die schweren Sachen unten und die leichten oben "schwimmen" würden … das würde eine umpraktikable Putzqualität nach sich ziehen … 

DAS ist der Unterschied von Industrie und Handwerk … 

Das selbe kann man mit den "Dämmzuschlägen" in den Leicht- Dämm- Sonstwasputzen beobachten … diese Zuschläge würden sich in einem "reinen" Kalkputz auch separieren und kein homogenes Gefüge darstellen … diese Zuschläge müssen nicht deklariert werden … das Perlit schon … aber die Zutat, dass das Perlt sich homogen verhält im Gemisch … nicht … 

DAS ist der Unterschied von Industrie und Handwerk …

Man muss sich halt entscheiden, ob man etwas HANDWERKLICHES haben will … oder etwas INDUSTRIELLES … 

Leider mußte ich im Laufe von Jahrzehnten feststellen, dass der Handwerker (die allerallermeisten …) sich zum Handlanger der Industrie degradiert haben … und leider die Bauherrn, die Wert darauf legen würden … sich auch meist blenden lassen von Preis … Zeit … Marketing … und die wenigsten wissen noch was GUT oder SCHLECHT ist … 

Hört sich blöd an … ist aber (leider) so!

also … ENTWEDER … ODER

gutes Gelingen

Florian Kurz



Tolles Thema Innenputz



Ich fasse mal zusammen - am Bau geht es an erster Stelle um Geld. Ich sag euch mal ein paar Preise aus der Größenordnung Einfamilienhaus in meiner Gegend, denn ich habe täglich damit zu tun. Basierend auf Ausschreibungen der letzten paar Jahre.
EIn Gips-Kalk-Putz kostet 12,50 EUR mit perfekter glatter Oberfläche, Anstreichen, Fertig!
Kalk-Zement-Putz kostet 15,00 EUR, Oberfläche muss aber noch gespachtelt o.ä. werden.
Lehmputz könnte sich ja mal unser Lehmspezi zum Preis äußern.
Reiner Kalkputz ist, wie wir in anderen Threads nun gelernt haben, von Firmen nicht zu bekommen, falls doch wird rumgetrickst und mit überteuertem Kalk-Zement-Putz mit Ökotouch gearbeitet.
Falls es zum Preis für o.g. Kalkputz Erfahrungswerte gibt, bitte raus damit.
Wenn ich hier von Spachtelarbeiten für 15 EUR/m2 lese um einen K-Z-Putz ansehnlicher zu machen, kann ich mir das lachen fast nicht verkneifen. Sorry



Die Volldeklaration



ist eben nicht verpflichtend, leider.
Es bestehen lediglich Auskunftspflichten für besonders besorgniserregende Stoffe durch Produzenten und Lieferanten.
Da muss man sich Produzenten aussuchen die eine Volldeklaration freiwillig liefern.

Zum Beitrag „Kalkputz - Lüge – Irrsinn“
Die Höhrichkeit der Industrie fing doch nicht mit den Handwerkern an.
Diese Abhängigkeit haben die Ingenieure und Architekten eingerührt. Ist ja auch schön einfach sich vom Produzenten gleich für lau noch den Ausschreibungstext mit liefern zu lassen. Das ist in der Tat Irrsinn.
Und was die Lügen betrifft: Hersteller, die ihren vermeidlich reinen Luftkalkmörteln Hydraulefaktoren beimengen haben dann auch keinen reinen Luftkalkmörtel mehr. Warum lügen die nur?



Klimasan I, der Putz mit Volldeklaration



Die Klimasan Perlit GmbH produziert nicht hydrphobierte und rein mineralische Putze mit Volldeklaration. 80% Perlit, 16% Kalk und 4% Zement. Die Putze gibt es nicht im Silo, da sie sich sonst entmischen.
Sicherheitsdatenblätter und Ausschreibungstexte werden auf Anfrage verschickt. Einfach eine Email an info@klimasan-perlti.de schreiben.

Viele Grüße!

Philipp Naujoks-Smith



Und nun Herr Kurz



Sie kennen sich doch mit Ausschreibungen aus ! Was empfehlen Sie denn nun konkret dem Olaf für seine Kindergartenbaustelle ?



Lürge-Irrsin



Die Kommentare von Herrn Kurz haben sich in der Zeit, wo ich hier mal nicht aktiv war, kaum geändert. Ich stelle eine Frage und als Antwort kommt ein Statement ohne auf die Frage wirklich einzugehen! Da ich im öffentlichen Bauvorhaben und noch dazu mit Fördermittel an gesetzliche Vorgaben gebunden bin und auch der finanziele Rahmen vorgegben ist, kann ich nicht "handwerkliches" Ausschreiben, sondern ich muß Produktneutral beschreiben, was ich möchte. Mir nützt aber auch nichts, wenn ich etwas ausschreibe, wo dann kein Angebot kommt und ich die Ausschreibung wiederholen mus. Es geht immerhin um ein Gebäude mit über 1000 m2 Grundfläche auf 2 Etagen. Deshalb meine Frage, wie ich die Anforderung an die Bestansteile im Kalkputz so formulieren kann, dass es ich nicht alle Hersteller ausschließe und doch noch einen "sauberen" Putz bekomme. Vor ein paar Prozenten Zement habe ich keine Bedenken, bisher wurde in den Ausschreibungen überhaupt nicht darauf geachtet. Meist waren es Beton und KS-Bauten mit den üblichen WDVS.Nun suche ich einen begehbaren Weg. Ich selber arbeite nur mit Sank, Weikalkhydrat und Zement nach Bedarf - das wird aber heuter keiner aug einer Großbaustelle mehr machen. 16% Kalk und 4 % Zement ist erst einmal eine Ansage, die ich noch abnicken könnte. Ich habe heute die Ausschreibung für den Außenputz bekommen - da steht "STLB -B au: 10/2019 023
DIN 276_ 1 8 3 35 A ußenwandbekleidungen außen
Leistungsbereich: 0 23 Putz- u nd Stuckarbeiten, W ärmedämmsysteme
Außenputz Außenwand UP Zement - Leichtputzmörtel D 2 0m m OP Kalkzement -
L eichtputzmörtel gerieben Körnung 1 ,5m m
A ußenputz DIN 18550-1 auf Außenwand, Putzgrund
Mauerwerk, s augfähig, r auflächig , Unterputz DIN EN 998-1 aus
Z ement- L eichtputzmörtel, D ruckfestigkeitsklasse CS III ( 3 ,5 bis
7,5 N / mm 2 ) , Dicke Unterputz 20 mm , Oberputz aus
Kalkzement - Leichtputzmörtel, gerieben, Wc 2 ,
w asserabweisend, K örnung 1 ,5 mm, f arbig,
Farbton ' grau nach Farbkarte des Herstellers
Spritzbarer, mineralischer Leichtunterputz
als Unterputz auf Wänden aus hochwärmedämmendem
Mauerwerk lot- u nd fluchtrecht herstellen.
Mineralischer Leicht - Oberputz
L iefern, Auftragen und Strukturieren
eines manuell und maschinell
verarbeitbaren, h och vergüteten,
m ineralischen Leicht - Oberputzes
n ach EN 998-1 als Schlussbeschichtung.
'
z usätzliche Armierungsputzlage wird gesondert vergütet,
Arbeitshöhe der zu bearbeitenden oder zu bekleidenden Fläche
bis 1 1,5 m über der Standfläche des hierfür erforderlichen
Gerüstes, Gerüst wird beigestellt/ i st vorh. ,
H ersteller /T yp ' . ................................................... '
vom Bieter einzutragen." - ....... dabei hatte ich von einem Kalkzementputz für außen gesprochen - Da also auch die gleiche Frage - nach der alten Regel 1:2:8 / etwa 7 % Zement, 14 % Kalk ......

Insofern hat UNKE Recht - beim Planer fängt es an. Deshalb muss ich Vorgaben machen und habe momentan nach einer Krebs-Op und beginnender REHA nicht mehr die Zeit, mich durch alle Kallkputzmerkblätter durchzuarbeiten und hoffe hier auf sachlich und fachliche Unterstützung . Schon vorab DANKE !

Philipp Naujoks-Smith : Danke für den Hinweis mit dem Silo, das kann man so zumindest nach den alten STLB-Texten so mit ausschreiben.



@olaf



Naja, du musst dich, wenn du selbst Leistungen ausschreibst, schon auch an die Gesetzmäßigkeiten halten.
Diese sind, ohne wenn und aber (auch für Herr Kurz) DIN Normen in denen die Mörtelgruppen festgelegt sind die wiederum die wichtigsten Parameter, z.B. Druckfestigkeit, kapillare Wasseraufnahme usw. verbindlich vorschrieben.
Und da kommt die Königsdisziplin.
Beispielsweise möchtest du einen Innenputz ausschreiben der richtig schön öko ist musst du dennoch einen nach DIN 18550 ausschreiben, da beißt die Maus keinen Faden ab. Nach der DIN kommt aber vieles in Frage, auch das was nicht so deiner ökologischen Vorstellung entsprichst und unter Umständen gar mehr in Richtung Sondermüll geht.
Nun kannst und darfst du in deiner Ausschreibung separieren z.B.
- ohne Zuschlag organischer Stoffe
- Zusatz von max. 4% Zement
- usw.
dann schreibst du deinen Produktfavoriten hin z.B. „Klimasan“
und vermerkst „oder Gleichwertig“
Produkt Bieter ....................
Jeder Bieter der nun dein LV verpreist und ein abweichendes Produkt anbietet muss nachweisen dass das angebotene Produkt keine organischen Stoffe enthält und max. 4% Zementanteil nicht überschreitet.

Nun mach dir mal den Spaß und fordere den Ausschreibungstext von Klimasan an und gucke mal ob du nach deren Ausschreibung ein „vergleichbares Produkt“ am Markt findest.
Ich fürchte das wird schwer, liegt aber nicht daran das der Markt nichts hergibt, sondern daran das die Ausschreibungstexte extra so angelegt sind.

Persönlich könnte ich immer kotzen wenn ich technische Merkblätter oder Sicherheitsdatenblätter anfordern soll. So etwas gehört auf die WEB-Seite lieber Philipp Naujoks-Smith.



@Unke



Ich darf nicht mal ein Produkt vorschlagen mit dem Zusatz "oder gleichwertig". Das fliegt mir beim Rechnungsprüfungsamt um die Ohren. Nur Daten und Kennwerte und die dürfen nicht so "extrem" sein, dass ich nur noch einen Anbieter habe - was mir natürlich auch wenig nützt, da es die Anzahl der Angebote auch einschränkt. 2 oder 3 Produkte würde ich schon gern einschließen ....... Beim Außenputz sehe ich das ein wenig toleranter, da habe ich jetzt max 1/3 Zement am Bindemittelanteil der Planerin vorgegeben. Aber Spritzputz, 2lagiger Unterputz frisch in frisch, Armierungslage und Oberputz.



doch



du darfst ein Produkt vorschlagen, es muss aber DIN konform sein. Du musst natürlich dem Verarbeiter die Möglichkeit einräumen ein anders aber gleichwertiges Produkt zu verwenden. Darum immer der Vermerk "oder gleichwertig.



Sinn & Zweck



von Ausschreibungen ist ja die Angebote vergleichen zu können. Jeder Verarbeiter bekommt die selbe Ausschreibung und verpreist diese. Ich den Mörtel an den du vorgeschlagen hast an, ein andere Bieter bieten einen anderen mit vergleichbaren Eigenschaften an.
Wie gesagt, Leistung nach DIN ausschreiben und separieren, das darfst du sehr wohl.



olaf



Was ich nicht verstehe ist, dass du dem Planer eine Ausschreibung lieferst.
So läuft das eigentlich nicht, die Ausschreibung macht der Planer.



@Olaf



Die technischen Merkblätter stehen auf unserer Homepage als Download zur Verfügung. Lediglich das Sicherheitsdatenblatt und die Ausschreibungstexte gibt es auf Anfrage. Leider hat uns in der Vergangenheit der Wettbewerb immer wieder versucht zu kopieren, deshalb halten wir uns im Moment etwas bedeckter und geben Informationen nur nach persönlichen Kontakt frei. Die Klimasan Perlit GmbH ist ein kleines Familienunternehmen, welches seit über 20 Jahre rein mineralische Putze mit Volldeklaration produziert. Mittlerweile scheint dieses Thema auch bei den großen Produzenten angekommen zu sein. Auf der einen Seite ist das natürlich gut, auch für uns, denn scheinbar haben wir die letzten Jahre ja etwas richtig gemacht. auf der anderen Seite sehen wir die Sache auch kritisch, denn allzu oft werden die neuen Produkte als Innovation gefeiert, doch ist nicht wirklich das enthalten, was es verspricht. Und es ist erschreckend zu sehen, wie egal es denn meisten Planern und Verarbeitern tatsächlich ist. Hauptsache schnell und billig! Und auf der nächsten Verkaufsveranstaltung/Fachtagung gibt es wieder Schweinhaxen und Kugelschreiber für umsonst und schon wird nichts mehr hinterfragt.
So jetzt aber genug gejammert!
Hier kommt nun mein Vorschlag für ein "neutrales" LV:
Pos. 1:
Ziegel, Beton, KS-Mauerwerk, Bruchsteinmauerwerk vorbehandeln - VorspritzmörtelSaugende, raugeschalte Betonflächen, großformatiges KS Mauerwerk > 50 x 25 cm, Mischmauerwerk mit Zement-Vorspritzmörtel, MG P III / CS IV nach DIN 18550-1 / DIN EN 998-1, 5 mm dick, netzförmig vorspritzen. Keine Mauerfugen verfüllen. Vor Weiterarbeit trocknen und erhärten lassen.
Pos. 2:
Rein mineralischer Wärmedämmputz, Q1 - abgezogen – Klimasan I. Rein mineralischer Wärmedämm-Unterputz der MG PI CSI nach DIN EN 998-1, auf Mauerwerk nach DIN 1053, > 35mm dick auftragen, eben und fluchtrecht verzogen, nach dem Ansteifen nachgeschabt. VOC frei. Voldeklaration in Volumen: 80 % Perlit, 16 % Kalk, 4 % Zement Standzeit: 28 Tage nach VOB.
Wärmeleitfähigkeit: 0,07 W/(m²K)
Wasserdampfdiffusion µ: > 5,3
Wasseraufnahme [kg/m²*h0,5]: > 18,8
Wandhöhe: ......... m
Oberfläche: Q1 - abgezoge
Pos. 3:
Zulageposition für Mehrputzdicke an WändenZulageposition zu Pos. 2 Mehrdicke an Wänden je 20 mm Putzdicke.
Pos. 4:
Kantenprofile verzinktLot- und fluchtrecht mit Ansetzmörtel für die geforderte Putzdicke ansetzen.
Pos. 5:
Glasgittergewebe als Putzbewehrung, bis 50 cm breit - OberputzgewebeGlasgittergewebe an Einzelflächen (Fensterlaibung, Türrahmen, Materialübergänge und Untergründe die zurRissbildung neigen) Breite bis 50 cm, als Putzbewehrung in die erste Schicht des Oberputzes einbetten.Überlappung im Stoßbereich mind. 10 cm, auf benachbarte Bauteile mind. 20 cm.
Erzeugnis: Glasfaser Amierungsgewebe 5x5 mm
Pos. 6:
Rein-Kalk-Putz als Wandputz, Q2 - abgezogen.
Kalk-Zement-Oberputz der MG PI / CSI nach DIN EN 998-1, auf Mauerwerk nach DIN 1053, > 5 mm dick auftragen, eben und fluchtrecht verzogen, nach dem Ansteifen nachgeschabt.Oberfläche: Q2 - abgezogen.
Pos. 7:
Diffusionsoffen Sumpfkalk- / Silikatfarbe für Innen.
Auftragen einer stumpfmatten Sumpfkalk- Silikatfarbe. Frei von Konservierungsmitteln, Lösemitteln und Weichmachern. TÜV-geprüft als Zwischen- und Schlussbeschichtung.

Gerne erstellen ich Ihnen individuell angepasster Leistungsverzeichnisse, auch als GEAB-Datei.

Herzliche Grüße!

Philipp Naujoks-Smith



Fragen



an Klimasan Aussschreibungstext: Soll das ein Innen- oder Außenputz sein?
"Rein-Kalk-Putz als Wandputz, Q2 - abgezogen.
Kalk-Zement-Oberputz der MG PI / CSI "

K-Z- Putz der Mörtelgruppe P1? Verstehe ich nicht...



@Methusalem



P I (Luftkalk) oder P II (Kalkzement) wäre beides möglich. Allerdings sollte man darauf achten, dass der Oberputz von der Festigkeit her CS I entspricht, also nicht härter als der Unterputz wird (Aufbau immer von hart nach weich). Als Oberputz empfehlen wir immer möglichst reine Kalkprodukte zu verwenden. Im Außenbereich muss das Oberputz (z.b. Klimasan Antik) sogar mindestens 6 bis 10 mm stark aufgetragen werden, weil er seine schützende Funktion erst durch die Schichtstärke erzielt, da keine Disperssion enthalten sein sollte. 2-3 mm starke, mit Kunststoff vergütete Putze sind nicht zu empfehlen.



@Philipp Naujoks-Smith



Wir werde auf eine 42er Planziegel-Wand mit Perlittefüllung mit Sicherheit keinen zusätzlichenWärmedämmputz mehr aufziehen. noch dazu als Innenptutz (in Pos. 7 schreibts Du ja, dass es einen Anstrich für Innen gibt.).

Wir müssten uns ans StlB halten und können nur kleine Ergänzungen in den Vorbemerkungen und als Anmerkung zu den Pos. unterbringen, wo ich den Bindemittelanteil gern so festlegen will, dass es ein Kalkputz wird. Ich benötige kein LV, sondern fachlich korrekte "vorbemerkungen" zur Materialzusammensetzung. Aber trotzdem DANKE für Ihre Bemühungen. Wir bin weiter am grübeln und dankbar für jeden kosntruktiven Beitrag.



@Klimasan



Wer soll mit dieser wirren Ausschreibung was anfangen können? Oder soll das ein Streichtext sein?



@Methusalem



Konkrete Vorschläge?



Nochmal



Innen- oder Außenputz sollte man deutlich dazuschreiben.
K-Z- Putz der Mörtelgruppe P1 ergibt keinen Sinn. Darauf zu antworten, dass mann beides machen kann ist bei einer Ausschreibung etwas gefährlich.



@Methusalem



P I = Luftkalk, P II = Kalkzement. Ob Innen, oder Außen sollte man natürlich vorher wissen! Ich dachte das wäre geklärt.... Sorry für die Verwirrung.

Viele Grüße!



Ich geb´s auf



Schönen Tag noch allerseits...



Vorfragen



Bitte folgende Vorfragen klären:
- muss eine echte öffentliche Vergabe erfolgen (z. B. bei öffentl.-rechtl. Auftraggeber oder Auftraggeber, dem durch Förderbescheid die öffentl. Ausschreibung aufgegeben wurde), falls ja: dann darf kein konkretes Produkt benannt werden (= "Mörtolan Bombastofest oder gleichwertig" wäre unzulässig)
- ein privater Auftraggeber kann hingegen im Grundsatz machen, was er will; allerdings verpflichten Architekten- bzw. Planungsverträge den Planer zur Durchführung von (privaten) Ausschreibungen. Das kann man mit dem Auftraggeber aber auch ganz anders vereinbaren.
- hat man eine auf die eine oder andere Weise eine Vorgabe des Auftraggebers zur wirtschaftlichen Ausschreibung, kann der Planer nicht von sich aus und sehenden Auges eine "teurere" Ausführung vorsehen, wo eine "einfache" genügt

Beim letzten Punkt "beißt" sich der Gedanke an einen Kalkputz mit der rechtlichen Vorgabe zu wirtschaftlicher Ausführung. Nach meiner Kenntnis sind vernünftige Kalkputze nicht zum Preis von Kalkzementputzen zu haben. Und dann gilt eben: gibt es keine TRIFTIGEN Gründe gegen einen preiswerten Kalkzementputz, DARF es auch kein teurerer (Kalk-)Putz sein. Triftige Gründe wären z. B. "Kalk an Holz", "Wand muss hohen zeitweiligen Feuchteanfall aufnehmen und abgeben können" etc.. Es muss also so liegen, dass die Vorteile von Kalkputzen wirklich zwingend nötig sind - und nicht nur ein guter Nebeneffekt.

Wenn es nicht so liegt, muss sich der Planer von höchster Stelle absegnen lassen, dass ein Kalkputz trotz der Mehrkosten zur Ausführung kommen darf. Ansonsten erbringt er seine Planung "mangelhaft" (nämlich: entgegen der Pflicht zur wirtschaftlichsten Planung). Hinzu kommt, dass reine Kalkputze für außen und erst recht im Sockelbereich nach meiner Kenntnis nicht den aktuellen DIN-EN-Vorgaben entsprechen. Dass wäre dann die Ausschreibung einer Bauausführung, die von den (vermeintlich) anerkannten Regeln der Technik abweicht. Das muss man sich extra vom Bauherrn genehmigen lassen, wobei man auf alle Eventualitäten hinweisen muss.

Nachtrag I: In der Sache dürfte ein Kalkputz produktneutral am besten durch Angabe (höchstzulässiger) Festigkeit und Wasserdampfdurchlässigkeit zu beschreiben sein.

Nachtrag II: Es wäre natürlich möglich, dass seitens der Bauherrschaft konsequent darauf geachtet wird, dass der Bau ein gesundes Klima aufweist und für Allergiker geeignet ist. Dann wäre freilich ein baustellengemischtes bzw. volldeklariertes Kalkputzprodukt notwendig.

Nachtrag III: Die lieben Kinderlein und die vergleichsweise geringere Festigkeit von Kalkputz sollte auch bedacht werden. Es gibt doch nur Ärger, wenn die nagelneuen Räume binnen Jahresfrist einer Renovierung bedürfen, jährlich gespachtelt werden müssen und noch innerhalb der Gewährleistungszeit dann aus Frust mit einer strapazierfähigen Tapete zugekleistert werden.



@tutnichtszursache



Danke für die Antwort !
öffnetlicher Bau - deshalb diese Fragestellung, wie man produktneutral einen "sauberen" Kalk bzw einen Kalkzementputz bekommt. Als Auftraggeber habe ich weniger Angst vorm Zement als im Interesse der Kinder an all den Beimischungen, die daraus eine Chemiecoktail machen. Ich habe mich jetzt für einen Zementanteil von ca 4 % bzw maximal 1/5 Bindemittel entschlossen für den Innenputz. Damit dürfte es hoffentlich ein paar Hersteller geben. Der Materialaufwand ist das eine - die Arbeitszeit das andere.Die Planung wurde von Beton und Vorhangfassade auf Ziegel umgestellt, um einen atmungaktiven Putz zu bekommen - da wäre ein Zementputz kontraproduktiv. Außerdem erfordern die Ziegel ohnehin einen Leichtputz TypII. Druckfestigkeit CS1 bis CS 2 - also 0,4/2,5 bzw 1,5-5,0 N/mm2. Da bis zur Nutzung nach Verputz noch ein paar Monate vergehen, wird der Putz noch eine höhere Festigkeit bekommen als die vorgenannten nach 28 Tagen. Ich selber habe nur Erfahrung mit handwerklicher Handmischungen, da mich schon der ganze Verpackungsmüll stört und ich lieber aus einem Sandvorrat das entnehme, was ich brauche und dann Putz, Mörtel oder Beton nach bedarf anmische. Aber das geht auf Kleinbaustellen, nicht aber an einem 5 MIO-Objekt. Das Thema der wirtschaftlichsten Planung stimmt so nicht ganz, da auch gestalterische Aspekte eine Rolle spielen. hier steht eben der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund. Meine Kollegen verarbeiten öfters Gipsputz auf betonwände und Vorhangfasade - davon wollte ich weg! Als den Zementanteil hätten wir nun schon mal - wie hoch soll ich die Druckfestigkeit nach 28 Tagen festlegen, dass es Sinn macht und welche Zuschlagstoffe kann ich noch zulassen oder welche sollte ich ausschließen, dass ich zum gewünschten Ergebnis komme. DANKE für weitere sachliche Antworten.