Fertighaus als Fachwerkhaus – Aufbau, Qualität und Kosten

Fachwerkhaus Bildquelle: Hans_40, pixabay.com

Das Fertighaus wird in Deutschland immer beliebter. Unter anderem liegt das daran, dass die Qualität der Fertighäuser in den letzten Jahren stark gestiegen ist. Was damals bei vielen als billig verrufen war, ist heute eine qualitätsvolle und Kostengünstige Alternative zum sonst viel gebauten Massivhaus. Doch gibt es das Fertighaus auch im Stil eines Fachwerkhauses?

Kurz und knapp: Ja, gibt es. Doch wie wird es gebaut? Ist die Qualität vergleichbar mit dem eines traditionell gebauten Fachwerkhauses? Und wie steht es mit den Kosten? Das sind Fragen, die wir in diesem Artikel beantwortet.


Der Aufbau

Der Aufbau eines Fertighauses im Fachwerkhaus-Stil hat mit dem Bau eines traditionellen Fachwerkhauses nicht mehr viel zu tun. Der aufwendige Bau des Holzgerüsts an der Baustelle gehört der Vergangenheit an. Wie bei einem normalen Fertighaus, werden auch beim Fertighaus im Fachwerkstil die Module im Werk vorgefertigt und an der jeweiligen Baustelle wieder zusammengesetzt. Das spart Zeit und Geld und lässt durch die Massenfertigung weniger Spielraum für potenzielle Fehler zu. Durch diese Art der Produktion kann eine gleichbleibende Qualität gewehrleistet werden. Zudem kann mir dieser Bauweise der Rohbau eines Einfamilienhauses im Fachwerkstil innerhalb weniger Tage oder sogar mehrerer Stunden stehen. Die Lebenszeit solcher Häuser ist mit knapp 100 Jahren etwas weniger als die ihrer alten Verwandten, die bis zu 500 Jahren alt werden können. Dennoch ist das Fertighaus im Fachwerkstil aufgrund diverser Vorteile wie, Kosten, Bauzeit und Modernisierungen, eine lockende Alternative zu seinen Vorgängern.


Der Stil

Wer Wert auf die traditionelle Optik eines Fachwerkhauses legt, wird auch heute noch fündig. Einige Fertighaus-Anbieter bieten auch noch diese Ansicht des Fachwerkhauses an, samt Pfosten, Strebe, Riegel und weißem Putz, obwohl dieser heutzutage nicht mehr aus Lehm besteht. Da sich am Aufbau und der Struktur des Grundgerüsts nicht viel geändert hat, haben modernere Fachwerkhäuser immer noch typische Stilelemente ihrer Vorfahren, auch, wenn man genauer hinschauen muss. Die meisten modernen Fachwerkhäuser haben große, offene Glasfronten die viel Licht in das Haus lassen. Was damals wegen dem Wärmeverlust undenkbar war, kann heute durch doppelt oder dreifach verglaste Fensterscheiben ohne große Sorgen vor hohen Kosten verbaut werden. Generell gilt: Fast alle Wünsche des Bauherrn, können mit Hilfe eines Architekten und des richtigen Anbieters umgesetzt werden. Allerdings werden sich dadurch die Bauzeit und die Kosten erhöhen.


Kosten

Eine genaue Aussage über die Kosten lässt sich pauschal nicht treffen, da je nach Wohnort, Anbieter und Ausbaustufe die Kosten für den Hausbau stark variieren können. Der Preis für ein günstiges Ausbauhaus im Fachwerkstil fängt ca. bei 700,-€ pro Quadratmeter an. Der Mittelwert liegt bei ca. 1500-2000 € pro Quadratmeter. Nach oben hin sind den Kosten keine Grenze gesetzt. Möchte man das Haus beispielsweise nach KfW effizient machen, muss man trotz Förderung mit deutlich höheren Kosten rechnen, die sich im Laufe der Zeit allerdings amortisieren werden. Das Gleiche gilt für Haustechnik wie Klimaanlage, Fußbodenheizung, etc. All das, wird die Kosten für ein Fertighaus im Fachwerkstil steigen lassen. Gute Anbieter werden aber einen ausführlichen Überblick über die zu erwartenden sichtbaren, sowie versteckten Kosten anbieten.


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