Fermacelplatten

24.03.2005


Kann mann Fermacelplatten an einer Feuchte Außenwand im Keller verwenden (verkleidung)





Hallo Rainer Barth,
das kann man.! Die Frage ist nur welchen Sinn und Nutzen bringt es. Denn Sie wollen die Schäden sicher nicht verschlimmern.
Wie wird der Keller genutzt.?? Wo kommt die Nässe her ? Ist es jahreszeitlich unterschiedlich mit der Nässe ? Was machen Sie bisher dagegen ?
Wie auch immer: Ihre Wand braucht viel frische Luft.! Deshalb würde ich sie nach Möglichkeit keinesfalls verkleiden.
Nachdenkliche Grüße
D.Fr.



technisch: ja,...



...aber ob sinnvoll und auch haltbar, wäre hier zu erörtern!
Dietmar sprach's bereits an, daß die Feuchtigkeitsursachen ergründet werden sollten, bevor man sich mit derartigen Beplankungen beschäftigt und die Urasache damit eigentlich nur verkleidet.
Wenn's bautechnisch ein Problem ist, sollte man einfach nur putzlos lassen, vorausgesetzt es bleibt ein Lagerraum.
Handelt es sich um Kapillarfeuchte, könnte man mittels Infarottrocknung arbeiten.
Ursachenforschung ist also gefragt!

Ostergrüße von Udo und Jens



Vorab muss immer geprüft werden woher die Feuchte kommt!



Man muss auch darüber nachdenken, warum bei einem Bierkrug im Sommer das Wasser außen herunterläuft. Niemand wird behaupten: dass dieser undicht ist.
Und auch bedenken, je dampfdurchlässiger eine Oberfläche ausgerüstet wird, je mehr Feuchte im Keller!
Aber auch noch: Was innen "besser" verdunstet, kommt um so mehr nach und dabei auch mehr Salz.
.
Abdichtungsarbeiten im Keller
Wenn Keller feucht sind ist es mit dem angenehmen und gesunden Wohnklima vorbei.
Der Modergeruch verbreitet sich im Haus, die Wände und der Boden fangen an zu schimmeln, das Werkzeug und andere Materialien aus Eisen fangen an zu rosten.
Die Wärmedämmung nimmt mit zunehmender Feuchte sehr schnell ab.
Weil nun dies alles dazu beiträgt, dass die Schimmelpilze vermehrt wachsen, wird sicherlich auch noch falsch gelüftet, d.h. in der Regel zu lange. Dies deswegen, weil eben dieser Modergeruch aus dem Keller entfernt werden soll. Auch das hat jedoch verhängnisvolle Folgen.
Die Nutzung ist somit sehr stark eingeschränkt.
An den Wänden zeigen sich Feuchteschäden und Ausblühungen. Es kommt zu Farbabplatzungen an den Oberflächen und zum Teil werden auch die Putze geschädigt. Das Wasser läuft die Wände entlang, der Belag auf dem Boden fängt an zu faulen.
Dies bedeutet jedoch auch gleichzeitig eine Verschlechterung der Wärmedämmung. Häufig wirken beim Auftreten solcher Feuchtigkeitsschäden auch verschiedene Ursachen zusammen.
Wie vermeidet man solche Schäden und Durchfeuchtungen?
Es müsse einige Punkte beachtet werden. Die Außenwände müssen beim Neubau gegen das Eindringen von Feuchtigkeit von außen her geschützt sein, in der Regel geschieht dies durch Abdichtungen die in der Norm 18195 und 18336 erwähnt werden. Darüber hinaus gibt es eine Reihe Merkblätter und Regelwerke von Firmen die spezielle Produkte und Lösungen dafür anbieten.
Beim Altbau ist jedoch auch aus Kostengründen eine Abdichtung von innen möglich und in der Regel einer Außenabdichtung aus Kostengründen vorzuziehen. Überwiegend ist es sowieso nur Kondenswasser, das die Oberflächen schädigt.
Die Kellerwände kühlen bei Feuchteschäden stärker aus, außerdem ist darauf zu achten, dass an der Außenseite eine Wärmedämmung in ausreichender Form notwendig ist. Bei Hanglagen ist das Wasser durch Drainagen abzuführen. Auch hierfür gibt es für den Neubau Normen z.B. DIN 4108 u. 4095 sowie 18308.
Im Altbaukeller ist auch die Überlegung wichtig, dass nichts zu faulen anfängt.
Wenn ein Holzboden vorhanden ist oder Holz bzw. Kartons gelagert sind (Regale etc.) kommt es sehr oft durch diese hohe Feuchte zu Fäulnisschäden und auch zur Bildung von Hausschwamm. An den Oberflächen der Wände lagern sich z. B. bauschädliche Salze an und nehmen ebenfalls vermehrt Wasser auf.
Fast jeder kennt die Effekte von Schwitzwasser.
Im Sommer beschlagen bei Gewitter oder sehr starken Regenfällen die Autoscheiben, beim Betreten eines Lokales beschlägt die Brille, oder eine Flasche beschlägt, wenn Sie aus dem Kühlschrank genommen wird. Alles Erscheinungen, die jeder kennt.
Dem Entstehen von Tauwasser und Schimmelpilzen auf der inneren Oberfläche von Außenwänden liegt ein einfacher physikalischer Vorgang zu Grunde. Warme Raumluft kühlt an kälteren Wandoberflächen soweit ab, dass der in der Raumluft enthaltene Wasserdampf auf der Wand zu Wasser kondensiert. Dieses jedoch saugt die Oberfläche der Wand sofort auf und dadurch lässt man sich täuschen, man sieht nichts. Deswegen sollten insbesondere im Frühling und Sommer die Kellerfenster möglichst geschlossen bleiben.
Die Mauern bekommen eine "gute" Wärmeleitfähigkeit.
Dies kann jedoch durch eine innenliegende Abdichtung und eine innenliegende Wärmedämmung behoben werden. Dadurch wird auch das teure Aufgraben von außen nicht mehr notwendig.
Die inneren Wandoberflächen dürfen nicht soweit abkühlen, dass es bei normaler relativer Luftfeuchtigkeit von ca. 60 - 70 % zu Schwitzwasserbildung kommt.
Wenn die Wandoberflächen und der Boden den Anforderungen an die Wärmedämmung entsprechen, verändert sich dies jedoch sehr oft im Bereich der Kellerdecken die schlecht gedämmt sind. Es kommt im Bereich des Deckenauflagers von neuem zu Kondenswasserschäden.
Innenliegende „falsche“ Wärmedämmungen
Eine nicht unerhebliche Fehlerquelle ist es wenn Möbel, Schränke, Regale an der Außenwand stehen und somit eine Erwärmung der Wandoberflächen verhindern. Es wirkt genauso wie eine innenliegende Dämmung.
Heizen und Lüften
Des weiteren ist darauf zu achten, dass bei Kellerräumen die höherwertig genutzt werden die dementsprechende Beheizung und Lüftungsmöglichkeit geschaffen werden muss. Ein Heizkörper im Keller ist meistens nicht ausreichend, erst recht nicht, wenn Möbel die Außenwände verstellen!
Messen der Feuchtigkeit
Woher weiß man nun, welche Feuchtebelastungen in den Räumen sind. Die einfachste Art ist die Messung mit einem Hygrometer. Hier sollte nicht gespart werden, sondern durchaus Geräte verwendet werden, die justiert werden können. Diese Geräte sind im Handel schon ab ca. 30€ zu erhalten. In Verbindung mit einem guten Thermometer können wir nun ein behagliches und gut funktionsfähiges Raumklima durch Lüften bzw. Heizen herstellen.
Die Ursache muss gefunden und beseitigt werden
Feuchte und nasse Baustoffe haben wie vor schon erwähnt eine wesentlich schlechtere Wärmedämmung als trockene, deswegen ist vorab genau zu ermitteln, woher die Feuchte kommt. Wie vor beschrieben kann es sich um Kondenswasser, oder um Wasser von außen handeln. Am Schadensbild ist das jedoch nicht so leicht zu erkennen!

Eine Innenabdichtung
mit dem I-Bau - Saniersystem ©, d.h. Aufbringen einer dichten Noppenbahn an der Innenseite und dem anschließenden Verputzen mit Sanierputz bringt eine wesentliche Reduzierung der Feuchtebelastung im Keller. Weitere Info hierzu auf meiner Homepage unter Schriften nachzulesen. www.denkmal-pflege.de
Ein Großteil der Feuchteabgabe erfolgt durch die Außenwand sowie die angrenzenden Zwischenwände.
In vielen Fällen, insbesondere bei Gebäuden aus Beton, ist somit ein Luftentfeuchter eine sinnvolle und ausreichende Maßnahme um die Luftfeuchte zu reduzieren. Diese Geräte (kosten je nach Leistung zwischen 300 bis 800 €) sind in der Lage und „ziehen“ aus einem normalen Keller, eines Ein- oder Zweifa-milienhauses am Tag ohne weiteres 10 bis30 Liter Wasser. Wie sollen dann wenige Tropfen eventuell eindringendes Wasser noch ein Problem darstellen?

Edmund Bromm





Also, mit den Fermazellplatten wir es auf jeden Fall zu Schimmelproblemen kommen. Mit dem vorgeschlagenen absperren der Wände wandert die feuchte in der Wand nur höher. Bei einem alten haus könnten Sie dann Probleme mit den Holzbalkenauflagern bekommen. Und der Außenputz wird mit den Jahren zunehmend feuchter. Die fehler wurden leider schon zu Hauf in Ost und West gemacht mit den bekannten Bildern.

Wofür wollen Sie den Keller nutzen? Reicht wie Herr Mühle beschrieb nicht ein einfaches Putzen mit reinem Kalkmörtel ohne organische Zusätze nicht aus. Meistens. Wichtig kein Sanierputz verwenden und keinen Kalkputz aus Säcken.

Viele Grüße
Michael reisinger



Woher kommt die Meinung/Behauptung die Feuchte wandert höher?



Wenn die Kapillaren nach Jahren durch die Erdfeuchte gesättigt sind, ist es der einzelnen Kapillare im Mauerquerschnitt doch völlig gleichgültig wohin das Wasser fliest.
Wenn innen nichts mehr verdunstet, bleiben diese Kapillaren doch mit Wasser gefüllt. Daran ändert sich doch im Querschnitt nichts.
Nun behaupte ich jedoch, dass das Wasser zu 90-98% sowieso Tauwasser ist, also von innen kommt. Siehe Vergleich mit dem Masskrug im Biergarten, dieser ist doch auch nicht undicht, nur weil aussen das Wasser herunterläuft!
Ansonsten frage ich immer, wie hoch denn der Wasserstand im Keller ist. Es müsste doch - da Wasser einen kleinen Kopf hat - ständig mehr oder weniger Wasser eindringen und den Keller überschwemmen.





>Woher kommt die >Meinung/Behauptung die Feuchte >wandert höher?
Ja ich glaube einfach aus Erfahrung, denn man muss schon hinschauen.
Bild: in der Dusche reiner Kalkputz, alles andere Lehmputz. Trotz gleicher Situation steigt im Kalkputz das Wasser höher als beim Lehmputz. Das ist schon bemerkenswert, zum einen ist zu sehen wie gut der Lehm funktioniert, zum anderen, scheint wirklich Wasser nach oben zu steigen ;-) (PS: das durften leider auch Tausende betroffe Hauseigentümer während des Hochwassers hier in Sachsen spüren und sehen). Schön ist auf dem Bild auch zu sehen, wie beim Abschluss des Kalkputzes (linke Duschwand) sofort mit Beginn des Lehmputzes der Feuchtesaum um wesentliches niedriger ausfällt.



Eventuel fehlt es mir noch an der Ausbildung, Deswegen würde mich interessieren wie man das sehen kann



Ich sehe zwar, dass etwas feucht ist, aber wer kann sagen warum?
Wie unterscheidet sich ein Feuchtschaden?
Ist es Tauwasser?
Eine Fehlerquelle - wie z. B. undichtes Rohr?
Feuchte die von unten aufgesaugt wird?





da kann ich sie beruhigen, ist nur ein frisch eingebauter estrich. Aber darum ging es nicht. Es ging darum - gleiche Situation aber in den verschiedenen Materialien unterschiedlich aufsteigende Feuchtigkeit. mehr nicht



Fermacellplatten



Hallo Herr Barth,
Fermazellplatten als kellerwandverkleidung - lieber nicht. Das Material ist zwar rel. Verrottungsfest , aber Sie verstecken ja das Problem. Ich hätte für Sie 2 Vorschläge :
1. Trockenlegung mit Elektroosmose - Dry Tech . Dazu müßte ich aber mehr Informationen haben. Aus Zeit und Kostengründen würde ich vorschlagen , Sie schicken mir per Fax einen Gebäudegrundriß und eine Schnitt und per mail ein paar Fotos vom Schadbereich und ein paar Außenansichten Ihres Hauses. Sofern der Lastfall es zuläßt würde ich Ihnen unser Elektroosmoseverfahren empfehlen.
2. Könnte ich Ihnen unsere Abdichtungsmethode mit Kristallisation - Xypex vorschlagen, für das meine Firma die Regionalvertretung ist. Auch dazu benötige ich die vorgenannten Unterlagen.
Eine vor Ort Besichtigung kann ich Ihnen nicht kostenlos anbieten, dafür ist der Weg zu weit , obwohl wir beide in Thüringen wohnen. Ich denke Sie verstehen das.
Sehen Sie bitte meine Internetseiten an www.dry-tech.de und www.bau-sanierung-tabatt.de
Mfg Frank Tabatt




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