Kalkglätte

18.06.2011



Hallo,

ich wollt Euch mal wieder um Eure Meinung bitten! Bin auf der Suche nach einer geeigneten Kalkglätte auf ein Produkt von Weber-Maxit gestoßen - genaue Bezeichnung ist weber.cal 178.

Die Angaben im technischen Datenblatt sind noch relativ umfangreich aber irgendwie seltsam. Mörtelgruppe ist mit PI angegeben aber der Dampfdiffusionswert liegt bei 20 und kapilare Wasseraufnahme wird mit W0 angegeben. Passt das zusammen, oder ist hier eher irgendein dispersiver Anteil zu vermuten?

Gruß + Danke Friedrich



...



Hhm, glaube habe den Grund grade gefunden.
Kann das an der Zutat Hydraulischer Kalk - ohne den Zusatz "natürlich" liegen ... ?



Bei Nichtverstehen bitte bei Thomas Lingl Hilfe erflehen



Dou dadiadada und Dou dadiadadad a, und dou dadada a dadian !

Translations and Copyright by "Altneihauser Feierwehrkapelln" .





Und der schickt dich weiter zu Veronica und Mladen.
Da bekommst du alles was du brauchst,ohne irgendwelche
Zusätze für dieses,das und jenes.

http://www.limestone-kalkbaustoffe.de/



Didadadudada



Hallo zoigl,


... Ok, Da hat sich meine Nachfrage wohl grad überschnitten mit der Antwort von Thomas ...

Gut dann wart ich mal noch bis die Post beim richtigen Empfänger angekommen ist.

Trotzdem würd ich`s gern auch verstehen!


Gruß, Friedrich





Oberpfälzisch für

"Da verdorrt er dir und da verdorrt er dich auch,
und da würde er dir auch verdorren!"

:-)



Ein dreifach hoch dem Thomas



Bravo Thomas, das hast Du doch in Professorenmanier wie ich meine zum allgemeinem Verständnis übersetzt . Nicht daß die Plattsprechenden meinen, Sie allein können nur für uns unverständlich artikulieren, wir können das ländst auch, zeigens nur nicht so oft !
PS: Es geht sinngemäß darum wo der Blumenstock am besten platziert werden soll .





Wenn die kapillare Wasseraufnahme mit W0 angegeben ist dann ist das Material wasserundurchlässig.
Das ist für eine Kalkglätte schon kurios.

W0 < 0,1 = undurchlässig
W1 0,1- 0,5 = abweisend
W2 0,5- 2,0 = hemend
W3 > 2,0 = durchlässig




Grüße
Oliver Struve



...



Danke Euch nochmal für eure Empfehlungen und natürlich ... für die Übersetzung!

Das mit der Wasseraufnahme ist fürwahr sehr seltsam und genau genommen der Auslöser für meine Frage. ... Vielleicht nur ein Druckfehler!? ... Meine Vermutung war zunächst, daß hier wohl irgendwie mit viel Dispersionspulver oder aber Acrylat als Zugabe gearbeitet wird. Wäre wohl auch nicht so unüblich für Industriefertigmischungen.
Beim genauen Lesen bin ich dann auf die Bezeichnung "hydraulischer Kalk" gestoßen. Soweit ich richtig informiert bin, würde es sich ohne den Zusatz "natürlich" dann ja eher um ein Gemisch aus Zement und Kalkhydrat handeln. ... Der Teufel steckt im Detail! ... Bei entsprechend hohem Anteil am Gesamtgemisch dann vielleicht Ursache für die seltsamen Werte für Dampfwiderstand und Wasseraufnahme?


Hab ansonsten den Hinweis auf Leimstone verstanden und mich auch schon mal bei Gräfix und Hessler Kalk umgesehen. Kreidezeit oder Auro hingegen scheinen mir ja doch eher recht teuer wenns um große Mengen geht. Und dann wäre da ja auch noch der KalkLaden oder HAGA.
Sozusagen ... der Blumenstock kreist noch! ... (Kann's leider nicht auf Pfälzisch sagen ... ;) ...)



Da ich ansonsten eher mit Metallen und Schrauben zu tun habe tuh ich mich insgesamt etwas schwer im Dschungel der Möglichkeiten die bautechnisch sinnvollste und trotzdem irgendwie bezahlbare Lösung für die Kompletsanierung unseres denkmalgeschützten Hauses (BJ 1920, Ziegelmauerwerk) zu finden. Bei den Baufachleuten hier aus der Gegend heißt Lösung = Weber, Knauf oder alles was sonst noch so in den Regalen der Baustoffhändler zur Mitnahme bereit leigt. Ich würd aber schon gern versuchen hier mit Rücksicht auf den Bestand zu arbeiten und das heist halt Kalk.

In Bezug auf die Ausbesserung oder den Ersatz von Bestandsputzflächen scheint mir eine Lösung noch recht einfach zu erreichen. Komplizierter ist es mit ein paar m² notwendig gewordener Fermacell verkleideter Leichtbauwände. Diese wollte ich wenigstens von der Oberflächenoptik her an die Bestandswände angleichen und dabie gern auf einen feinkörnigen Kalkputz zurückgreifen. Weiß das Fermacell nicht grade der beste Untergrund dafür ist, aber das scheint auch keine generell Meinung zu sein! Kreideziet, Auro und auch Haga sagen Kalk auf Fermacell geht mit der richtigen Vorbereitung. Hessler und KalkLaden scheinen das eher zu verneinen. Von Gräfix habe ich noch keinen Standpunkt dazu gefunden.

... Mir würde schon helfen zu verstehen was genau das Problem dabei ist! Ist es die Haftung oder ist es eher das Aufbrennen auf Grund des Saugverhaltens des Untergrundes? Gibt es hier wirklich einen Unterschied zwischen Haga und Hessler Produkten?

Danke & Gruß
Friedrich





Ich weis ja nicht wo die Glätte drauf soll und ob es kein normaler Kalkputz sein kann.

Vom Merkblatt her wäre das hier eine vernünftige Kalkglätte.:

http://products.roefix.com/var/roefix/storage/ilcatalogue/files/pdf/ger-DE/DC0011055.PDF

Sd- Wert 10 bis 12
Kapillare Wasseraufnahme >2 kg/m² 0,5h

Grüße
Oliver Struve



im Detail



Hallo Oliver,

Danke für den Tip! Gibt es von Röfix auch eine Deutschlandvertretung? Scheinen ja eher in Südeuropa aktiv zu sein?


... ich habe insgesammt drei unterschiedliche Oberflächen aufzuarbeiten bzw. vor neu zu erstellen.

1. Altflächen - Kalkputz gefiltzt, Körnung ca. 0.5mm
2. Neuflächen Kalkgrundputz auf Innendämmung, Körnung <1.5mm
2. Fermacell


aktuelle Planungen (nun, nach ewigem Suchen & Lesen im Netz) :

Der Großteil der Altputzflächen (1) wäre lediglich mit Sumpfkalkfarbe zu streichen. Es gibt dennoch einige Bereiche in denen vom Voreigentümer, mittels Kalkzement oder Gips über die Jahre verscheidene Reparaturen vorgenommen wurden. Hier wollt ich gern mit einem auf die Putzkörnung abgestimmten Kalkfeinputz, Kalk-Edelputz oder einer Kalkglätte arbeiten um ein einheitliches Bild zu erhalten ( ich nenne hier deshalb alle drei Produktgruppen, da ich hier noch nicht so richtig den Unterschied im Ergebnis erkennen konnte sofern die Körnung vergleichbar war).

Das Gleiche für die Neuputzflächen auf Innendämmung (2).
Körnung angepaßt auf bestehende Kalkputzflächen.

Fermacell (3). ... Hier geht es wie gesagt wieder darum ein ähnliches Bild wie bei den Wandoberflächen zu erzeugen. Einmal geht es um einen Auftrag von max. 2mm auf sauber (nicht vollflächig) gespachtelten Fermacellwänden, zum anderen wollt ich gern in Bad und Küche durch Putzauftrag oberhalb
der Fliesen einen stufenlosen Übergang erreichen (etwa ca. 1cm Kalkgrundputz + 2mm Feinputz/Glätte oder Kalkspachtel+Kalkfarbe). Für alle nicht Kalkputzflächen bin ich vermutlich mit dem HAGA Mineralputzgrund fein, Claytec Universalgrundierung fein bzw. entsprechenden Grundierungen der Putzmörtelhersteller am Besten beraten. Reine Silikatfixative wurden mir inzwischen für Fermacelluntergründe als ungeeignet genannt (zu spröde, Haftungsprobleme ... ist das so?).

Kaseingrundierungen scheinen zwar im Vergleich recht günstig aber eher im "Öko"-Bereich angesiedelt (Auro, Kreidezeit ...). Ohne Erfahrung kann ich's aber einfach nich abschätzen ob wirklich geeignet. Ich mach mir hier etwas Gedanken um die Haftvermittlung. In anderen Grundierungen scheint hierfür ja extra ein grobkörniger Füllstoffanteil verwendet zu werden. Andere Hersteller gehen soweit, daß für die Aufbringung von feinkörnigen Kalkoberputzen auf Fermacell ein grobkörniger Unterputz oder ein spezieller Zwischenputz mit Kunststoffvergütung oder Naturharzanteil, bestenfalls mit eingebrachter Armierungslage, Bedingung ist.

Letzteres klingt sehr aufwändig, und läst die Frage aufkommen ob wirklich gerechtfertigt, wenn andere Hersteller lediglich eine Grundierung empfehlen! Was sagt die Erfahrung?

Gruß, Friedrich