Fenstereinbau im Fachwerkhaus -Schaum oder Hanf?




Liebes Forum, wir sind dabei, Holzsprossenfenster von Fecon für unser Fachwerkhaus zu bestellen und diskutieren nun mit dem Tischler, der sie einbauen soll, über die Art des Einbaus.Wir sind dafür, Stopfhanf zu benutzen, er (obwohl mit alter Fachwerksubstanz erfahren), würde Schaum vorziehen, um die entsprechende Dichtigkeit zu gewährleisten. Schaum scheint uns aber am Fachwerk nichts zu suchen zu haben, oder gibt es da neue Erkenntnisse oder Produkte? Wir wären für (möglichst zeitnahe) Ratschläge diesbezüglich sehr dankbar.
Ein schönes Wochenende!



Erfahrungswert



Grundsätzlich ist das Abstopfen der Fuge zulässig. Es dauert länger, als einmal mit der Dose drumrum zu gehen. Handwerker, die das beherrschen nehmen für das Abstopfen einen Mehrpreis. Erfahrungsgemäß ist es so, dass diejenigen, die es nicht wollen es meist auch nicht korrekt ausführen.
Die Luftdichtigkeit, die in der Fuge absolut erforderlich ist muss durch andere Maßnahmen, wie z.B. Luftdichtungsbänder, die in die Leibungen geklebt und überputzt werden, hergestellt werden. Der Schaum hat absolut keine Funktion in Bezug auf die Luftdichtigkeit





Einbau mit Kompriband außen,
innen Stopfhanf. (Aber ganz vorsichtig, sonst drückt man das kompriband raus)



Fenstereinbau



Mit Montageschaum geht der Fenstereinbau einfacher und damit schneller. Erhebliche Nachteile gegenüber Stopfhanf sehe ich nicht, vorausgesetzt Heizung, Lüftung und innere Luftdichtigkeitsebene am Fenster funktionieren.



"Dichtigkeit" beim Fenstereinbau ..



...wird keinesfalls mit Montageschaum hergestellt .

Ein Fenster sollte wind- und schlagregendicht , aber diffusionsoffen nach außen, luftdicht nach innen und in der Tiefe der Montagefuge ausreichend mit hierfür vorgeshenem Material wärme- ggfls auch schallgedämmt eingebaut werden .

Probate Materialien sind hier zB Kompri- und Luftdichtbänder und eben auch Stopfhanf .

Die Befestigung des Fensters hat mit geeigneten Mitteln zu erfolgen . Montageschaum ist dies nicht !



Fenstereinbau



Hallo,

mein Fensterbauer hat alle Fenster ( Holzsprossenfenster) ebenfalls mit Kompriband und Stopfhanf in unser 1890 gebautes Haus eingebaut. Bisher alles klasse und habe dadurch keine zusätzlichen Lösungsmittel im Haus. Für meinen Fensterbauer war das auch zum Glück alternativlos.

VG Hüpenbecker



Vielen Dank



für die zahlreichen Antworten in der kurzen Zeit! Wir haben nun einen Tischler, der gerne Thermohanf benutzt und im Angebot Folgendes schreibt: "Fugendämmung Thermohanf, Anschlussfuge mit Verleistung/Wetterschenkel und Dichtband VKP verschließen, Dampfbremsfolie Hanno-Duo innen verkleben."

Das hört sich für uns gut an, wir hoffen, auch die Dampfbremsfolie ist in diesem Fall ok?